Sonntag, 04.12.2022 18:11 von dpa-AFX | Aufrufe: 527

WDH/ROUNDUP: Protest gegen Tesla-Fabrikausbau - Umweltschützer: Offene Fragen

Demonstranten bei einer Protestaktion (Symbolbild). pixabay.com

(Im ersten Absatz wurde die Funktion von Thomas Wötzel präszisiert.)

GRÜNHEIDE (dpa-AFX) - Der Ausbau der Tesla -Fabrik in Grünheide bei Berlin sorgt weiter für Proteste. Etwa 200 Menschen aus Grünheide und Umgebung machten nach Angaben der veranstaltenden Bürgerinitiativen am Samstag ihrem Unmut über die Erweiterung der Fabrik bei Berlin Luft. Kritisiert wurden die Nichteinhaltung von Umweltstandards, die zweite Ausbaustufe und die Flächenerweiterung durch den US-Elektroautobauer mit der Rodung von Bäumen. Unter den Teilnehmenden waren auch die Grüne Liga Brandenburg, der Naturschutzbund Brandenburg und die Bürgerinitiative Grünheide. "Der Prozess der Tesla-Ansiedlung war völlig undemokratisch", sagte Gemeindevertreter Thomas Wötzel vom Bürgerbündnis Grünheide. "Wir fordern eine Bürgerbefragung zur weiteren Entwicklung von Tesla am Standort Grünheide."

Tesla will seine Produktion in Grünheide vergrößern. Derzeit wird nach Angaben des Unternehmens die nächste Ausbaustufe auf dem bestehenden Gelände vorbereitet, um die Kapazität zu erweitern. Dazu wurde die Rodung von mehr als 70 Hektar Kiefernwald genehmigt. Für den Ausbau bereitet Tesla einen Antrag vor. Dafür ist auch ein neues umweltrechtliches Verfahren nötig.

Die Umweltverbände und Vereine sehen noch zu viele offene Fragen, etwa, ob die Region die Werks-Erweiterung verträgt. Dafür werde ein Raumordnungsverfahren gebraucht, forderte Sven Rothmaier, Sprecher für die Grüne Liga Brandenburg. Eine weitere Ausbaustufe ziehe Maßnahmen wie den Ausbau der Infrastruktur nach sich. Auch der Bedarf an Wasser sei ungeklärt.

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Tesla müsse nachweisen, wie viel Co2 das Unternehmen emittiere, das sei noch nicht erfolgt, hieß es von der Grünen Liga Brandenburg. Auch das Argument, Tesla produziere ökologisch, sei nicht haltbar, sagte Sprecher Sven Rothmaier am Sonntag. Die CO2-Einsparung durch den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene rechtfertige nicht die Abholzung der Wälder - das sei fadenscheinig, kritisierte er.

Die Erweiterung der Anlage zur Herstellung von Kraftfahrzeugen ist nach Angaben des Umweltressorts auf einer Fläche geplant, die sich innerhalb des rechtsgültigen Bebauungsplans befindet. Es sei bereits in der Planung gewesen, dass die gesamte Fläche dieses Bebauungsplans von Tesla genutzt werden würde, um in mehreren Ausbaustufen die Fahrzeugfabrik aufzubauen, erläuterte Ministeriumssprecherin Frauke Zelt. "Für diese Fläche haben die naturschutzrechtlichen Prüfungen stattgefunden."

Tesla beschäftigt derzeit nach eigenen Angaben mehr als 7000 Mitarbeiter. Später sollen es 12 000 Beschäftigte sein, mit dem Ausbau würden es dann noch mehr. In der kommenden Woche (8.12) will die Gemeindevertretung Grünheide über die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Erweiterung des Tesla-Geländes beraten./na/DP/he

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