Montag, 18.10.2021 08:30 von dpa-AFX | Aufrufe: 927

ROUNDUP: Teamviewer zieht Konsequenzen aus Kurssturz - Finanzvorstand geht

Arbeit an einem Webseitendesign mit Programmiercodes (Symbolbild). © scyther5 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images http://www.gettyimages.de

GÖPPINGEN (dpa-AFX) - Der Softwareanbieter Teamviewer sucht nach dem Absturz seiner Aktie einen neuen Finanzvorstand. Der bisherige Finanzchef Stefan Gaiser verlasse das Unternehmen mit Ablauf seines Vertrags im Jahr 2022 im gegenseitigen Einvernehmen. "Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat bereits den Prozess für die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet", teilte das im MDax notierte Unternehmen am Sonntagabend in Göppingen mit. Vorstandschef Oliver Steil darf dagegen bleiben. Sein Vertrag werde bis Oktober 2024 verlängert.

Die beiden Manager waren bei Investoren zuletzt in Kritik geraten, da der Aktienkurs stark gesunken ist. Der Börsenwert des Unternehmens fiel in diesem Jahr um fast 70 Prozent auf nur noch 2,8 Milliarden Euro. Grund dafür waren unter anderem Zweifel an den Wachstumsaussichten und teure Sportsponsor-Verträge, die die Profitabilität schmälern. In der vergangenen Woche rutschte der Kurs unter die Marke von 14 Euro. Teamviewer wurde im Herbst 2019 vom Finanzinvestor Permira zu 26,25 Euro das Stück an die Börse gebracht.

Bis zum Februar dieses Jahres war der Hersteller von Fernwartungs- und Homeofficesoftware eine Erfolgsgeschichte am Kapitalmarkt. So war der Kurs im Juli 2020 befeuert von guten Geschäften infolge der Corona-Pandemie bis auf fast 55 Euro geklettert. Permira hatte den Kursanstieg immer wieder zu Anteilsverkäufen genutzt - zuletzt im Februar dieses Jahres. Damals verkaufte der Finanzinvestor 13,2 Millionen Aktien für 44,50 Euro das Stück.

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Die Werbeausgaben sollen langfristig das Wachstum ankurbeln, schlagen aber erst einmal ins Kontor: So sackte die bereinigte operative Marge (Ebitda) im dritten Quartal auf rund 34 Prozent ab. Vor einem Jahr lag die Marge bei rund 55 Prozent. Trotz der Investitionen in die Sponsorverträge kappte Teamviewer im Oktober die mittelfristige Prognose. Aus den angepeilten eine Milliarde Euro Billings im Jahr 2023 wird nichts, nun rechnet Teamviewer für das Jahr 2022 und darüber hinaus mit Wachstum im oberen Zehnerprozentbereich. Der Umsatz dürfte ab kommendem Jahr im mittleren Zehnerprozentbereich wachsen./zb/ngu/eas

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