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ROUNDUP: Salzgitter leidet unter Eurokrise - Verlust in Stahlsparte erwartet

Dienstag, 26.06.2012 21:42 von dpa-AFX

Salzgitter-Gebäude in Viersen.
Salzgitter-Gebäude in Viersen.
© Lukassek / iStock Editorial / Getty Images Plus / . www.gettyimages.de

SALZGITTER (dpa-AFX) - Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter ächzt unter der Last der Schuldenkrise in Europa. Für den Unternehmensbereich Stahl werde für das laufende Jahr mit einem Verlust unter dem Strich gerechnet, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstagabend mit. Zuvor hatte Salzgitter hier noch ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. In den übrigen Sparten hält das Unternehmen an seinen Jahreszielen fest. Im Bereich Röhren, Handel und Dienstleistungen peilen die Niedersachsen weiter Gewinne an. Im Bereich Technologie werde - wie im Mai angekündigt - mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet, sagte ein Unternehmenssprecher.

Für den Konzern erwartet Salzgitter unverändert einen mindestens stabilen Umsatz (2011: rund 9,8 Mrd Euro) sowie ein positives Ergebnis vor Steuern. Dieses dürfte sich im unteren bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen, präzisierte Salzgitter nun. Zugleich verwies das Unternehmen aber auf die Gefahr einer beträchtlichen Schwankungsbreite beim Vorsteuerergebnis. 2011 hatten die Niedersachsen den Vorsteuergewinn auf 202 Millionen Euro mehr als vervierfachen können.

ABWARTENDE HALTUNG VON STAHLVERARBEITERN UND HÄNDLERN

Zahlreiche Stahlverarbeiter und Stahlhändler gingen wegen der trüben Konjunkturaussichten in Deutschland und im gesamten Euroraum davon aus, dass ihre Geschäfte stagnierten, teilte das Unternehmen zur Begründung mit. "Sie nehmen nach Ergänzung ihrer Lagerbestände im ersten Quartal nunmehr eine abwartende Haltung ein."

2011 hatte Salzgitter unterm Strich 236 Millionen Euro (2010: 30 Mio Euro) Gewinn eingefahren. Darin enthalten waren rund 100 Millionen Euro bilanzierte zukünftige Steuerersparnisse durch den Umbau der Konzernstruktur. Im ersten Quartal 2012 hatte Salzgitter einen Fehlbetrag von 19,6 Millionen Euro verbucht./ck/sba