Top-Thema

12:43 Uhr
AKTIE IM FOKUS 2: Eckdaten bescheren Deutsche-​Bank-Aktien Erholungsrally

Ölpreise ziehen an - WTI so teuer wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr

Mittwoch, 03.01.2018 14:18 von dpa-AFX

Silhouette von Öl-Förderpumpen (Symbolbild).
Silhouette von Öl-Förderpumpen (Symbolbild). © ssuaphoto / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch zugelegt. Gegen Mittag kostete ein Barrel (je 159 Liter) der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar 60,86 US-Dollar und damit 49 Cent mehr als am Vortag. Zuletzt hatte das Fass WTI im Juni 2015 so viel gekostet. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im März stieg um 37 Cent auf 66,94 Dollar (Dollarkurs).

Bei der Protestwelle im Iran, die am vergangenen Donnerstag begonnen hatte, sind bisher mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Staatspräsident Hassan Ruhani hatte am Dienstag eingeräumt, dass die Regierung die Lage nicht mehr völlig kontrolliere.

Nach Angaben von Vertretern der dortigen Ölindustrie sollen die Unruhen bislang keinen Einfluss auf die Ölproduktion und die Öllieferungen des Landes gehabt haben. Sollten die USA neue Sanktionen verhängen oder gar das Atomabkommen zur Disposition stellen, würde sich die Situation ändern, schrieb Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg in einem Marktkommentar. Dies rechtfertige eine gewisse Risikoprämie auf den Ölpreis - das aktuelle Preisniveau würde diese aber schon jetzt mehr als ausreichend abbilden.

Mit der Wiederinbetriebnahme der Forties-Pipeline in der Nordsee zum Jahreswechsel ist nach Einschätzung von Weinberg ein wesentlicher Grund für den Preisanstieg Ende letzten Jahres entfallen. Mitte Dezember war das Forties Pipeline System nach der Entdeckung eines Risses geschlossen worden.

Spätestens wenn die Rohöllagerbestände in den USA wieder steigen, sehen die Experten um Weinberg Korrekturpotenzial. Die normalerweise zur Wochenmitte anstehenden offiziellen Öllagerdaten der US-Regierung werden wegen des Neujahrstags zu Wochenbeginn erst an diesem Donnerstag veröffentlicht./kro/jkr/jha/