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Der USA Bären-Thread

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Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Schockierende Gehaltsanstiege im Staatsdienst

14
12.12.09 17:42
globaleconomicanalysis.blogspot.com/2009/...y-gravy-train.html

Dieses System ist mE todkrank. Hier zeigt sich das gleiche Bild wie im alten Rom, in dessen Endzeit "verdiente Staatsdiener", sei es im militärischen oder im zivilen Bereich, in besonders starkem Maße mit den Bauern enteigneten Landgütern belohnt wurden. Das Establishment lässt seine Stützen doch nicht verkommen!
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

kübi - # 54400

15
12.12.09 18:48
Als ersten Einstieg in eine potenzielle "Korrektur des neuen Bullenmarktes seit März 2009" (hahaha!) halte auch ich Call-Stillhalterpositionen für sehr geeignet. In Anbetracht der mir zur Verfügung stehenden Informationen gehe ich davon aus, dass diese Short-Variante schon seit Mitte November seitens "großer Adressen", sprich "Commercials", massiv betrieben wird. Seit diesem Zeitpunkt werden nämlich - recht auffällig - noch "die letzten Longzocker" in kurzen Etappen über die Future-Pumpe in den Markt gelockt - und dann wurden die Kurskurven jeweils an bestimmten Marken nach oben "gedeckelt" (beim SPX knapp über 1100). Die charttechnische Formation des "Diamanten" (aka: "Sarg") reflektiert mE eine solche Situation sehr schön.
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Der USA Bären-Thread 283051
Der USA Bären-Thread CarpeDies
CarpeDies:

#54379

7
12.12.09 21:37
Hey Leute,

was ist los, für die Einleitung des oben genannten Postings hätte ich schon ein witzig verdient, oder?
Auch lachen ist erlaubt :)
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Kredite und Investments bei allen Geschäftsbanken

6
13.12.09 00:09

Obwohl der FRED-Chart der Investments seit Beginn der Datenerhebung in 1947 immer noch einen ungebrochenen - seit Mitte 2008 jedoch deutlich verlangsamten - exponentiellen Anstieg erkennen lässt, reflektiert der Saldo-Chart Kredite/Investments den deutlichen Bruch einer seit Ende des 2. Weltkriegs bestehenden exponentiellen Entwicklung. Zwischen September 2008 und Oktober 2009 hat sich der Saldo um rund 520 Mrd. - allein seit Juni um 280 Mrd. - verringert. Ihr kennt wohl mittlerweile meine Sicht von gebrochenen exponentiellen Verlaufskurven (= Blasen): progressive Platz-Tendenz, die etwas andere Form von PPT!

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Der USA Bären-Thread 283098
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Dividenden der Unternehmen

5
13.12.09 00:34
sind in meinen Augen Spiegelbilder der Gewinne. Wie dies per Q3/09 aussieht - nun ja:
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Der USA Bären-Thread 283103
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Svatur - # 54386 - geniales Posting

4
13.12.09 09:15
in dem Du sehr schön die großen Zusammenhänge und Verquickungen aufgezeigt hast. Man muss sich wirklich fragen, wer diese nicht sehen KANN (Betriebsblinde) und wer sie nicht sehen will (Egowahn, Systemprofiteure). Wer Börse und Wirtschaft verstehen will, muss auch in der Lage sein, die im Hintergrund wirkende Politik zu analysieren - und dies mit der gebotenen kritischen Distanz.
Zumal die Politik mehr und mehr von den Zockerbanken gemacht wird.
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#54407

Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Wawidu - # 54402 und Kübi # 54400

13
13.12.09 10:38
Man sollte noch anmerken, dass nicht nur die "short Put" Deals der Bullen den VIX senken, sondern auch die "short Call" Deals der Bären.

Wenn es deutlich runter geht, kommt bei den "short Put"-Bullen Eindeckungspanik auf, die den VIX steil hochschießen lässt (siehe VIX-Chart in # 54394 ab September 2008).

Kübi - # 54400: Wenn die Indizes 5 bis 8 % tiefer stehen, sind Puts nicht nur wegen des gefallenen Underlyings deutlich teurer, sondern auch wegen des rasanten VIX-Anstiegs (zweiter Satz dieses Postings). Hinzu kommt, dass dann Eindeckungen früherer Puts (darunter solche mit wenig Restlaufzeit) eine kurzfristige Eindeckungsrallye (techn. Erholung) auslösen können. Mit Pech laufen die Indizes auch einfach nur in den Trendkanal zurück, weil Dipbuyer wieder mal Alles hochkaufen. Dann sind die prozyklischen Put-Käufer "unter Wasser".

Alles hat halt seinen Preis, auch die "Sicherheit" der trendfolgenden Puts und insbesondere K.O.s. Wir sehen ja hier auf Ariva, dass mittelfristige Trendfolger in der "oszillierenden" Topbildungsphase seit November regelmäßig mit Verlusten ausgestoppt werden. Geld verdienen nur die Hardcore-Zocker, die mehrmals täglich jeden 30 Punkte-Move im Dax mitnehmen.

Wer Zwischen-Tops in der aktuelle Deckelphase ("Diamant") für antizyklische Put-Käufe (Langläufer) nutzt, ist im Prinzip besser dran. Dem können freilich auch graue Haare wachsen, wenn es - zum Abschütteln der wankelmütigen Short-Calls - einen letzten Fake-Ausbruch nach oben gibt. Denn der KÖNNTE ja auch der Startschuss für die Mega-Hausse bis 1300 im SPX, den die "Poker-Analysten" von JPM bluffend verheißen. Einfach ist nichts.

Webinare im Juli

  
Der USA Bären-Thread TurboLuke
TurboLuke:

Aufgepasst

12
13.12.09 11:30
denn die Flucht in die kurzfristigen Bills nimmt wieder massiv zu, wie der Chart unten verdeutlichen soll. Da muss was faul sein im Busch, wenn die großen Jungs freiwillig auf Rendite verzichten und in die Kurzfristler wechseln.
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Der USA Bären-Thread 283149
Mein Blog:
turboluke.wordpress.com/
Der USA Bären-Thread fkuebler
fkuebler:

TurboLuke #409: Was passiert bei Bonds?

12
13.12.09 11:43

"Aufgepasst, denn die Flucht in die kurzfristigen Bills nimmt wieder massiv zu, wie der Chart unten verdeutlichen soll. Da muss was faul sein im Busch, wenn die großen Jungs freiwillig auf Rendite verzichten und in die Kurzfristler wechseln."

Vielleicht ist es ganz trivial so, dass das einfach ein simples Aufsteilen der Yield-Kurve ist, das aussagt, dass die langfristige Inflationserwartung zugenommen hat. Das könnte mit den "besseren" Arbeitslosenzahlen und den Retail-Sales und Confidence zu tun haben. Gleichzeitig bleiben die Renditen am kurzen Ende niedrig, weil Bernanke glaubwürdig bestätigt hat, dass die Kurzfristzinsen noch lange unten bleiben.

Wenn das alles so wäre, dann könnte ich mit Recht bei meinen Longbonds bleiben, weil ich ja einen realwirtschaftlichen Dabbeldipp erwarte, der die Yield-Kurve wieder verflachen würde.

Wenn nicht...? Nun ja, dann strenge ich vor dem Menschenrechtsgerichtshof eine Klage an, warum denn die Weltwirtschaft nicht zusammenbricht, nachdem der Bärenthread die Verpflichtung dazu doch eindeutig nachgewiesen hat! ;-)

 

P.S.: Darf ich hier mal eine ganz blöde Frage stellen? Ich habe Stockcharts auch abonniert, aber bisher keinen Weg gefunden, wie man mehrere Kurven überlagern kann. Ich weiss nicht, ob eine beschissenere Dokumentation als die zu Stockcharts überhaupt vorstellbar ist... :-(

Der USA Bären-Thread CarpeDies
CarpeDies:

Krise für M+E wohl noch nicht überwunden

11
13.12.09 12:02
Die Metallbranche kommt nicht aus dem Tief

Von Kerstin Schwenn

11. Dezember 2009 Die Metall- und Elektroindustrie wartet bisher vergeblich auf Anzeichen einer konjunkturellen Erholung. Im dritten Quartal ist die Branche sogar noch tiefer ins Minus geraten. Immer mehr Unternehmen werden von der Krise erfasst. „Für 2009 zeichnet sich erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte ein Abrutschen der gesamten Metall- und Elektroindustrie in die Verlustzone ab“, heißt es im aktuellen Gewinnreport des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, der dieser Zeitung vorliegt. Nach der Befragung des Ifo-Instituts erwarten die Unternehmen dieses Jahr im Durchschnitt nach Steuern 0,20 Euro Verlust je 100 Euro Umsatz. Ursache sind die deutlich geringere Produktion, sinkende Erzeugerpreise und die hohen Kosten der Beschäftigungssicherung.

Gesamtmetall-Chefvolkswirt Michael Stahl sagte dieser Zeitung am Donnerstag, die Hoffnung auf eine klare Aufwärtstendenz habe sich als verfrüht erwiesen. Im dritten Quartal hätten die 31 im H-Dax notierten Unternehmen aus der Metallindustrie im Durchschnitt einen Verlust von 1,8 Prozent des Umsatzes verzeichnet, nach einem Minus von 0,8 und 0,2 Prozent in den ersten beiden Quartalen. Die Beschäftigungssicherung und die damit einhergehenden höheren Lohnstückkosten belasteten die Betriebe sehr. „Im dritten Quartal 2009 waren immer noch 700 000 Beschäftigte der Branche in Kurzarbeit. Hier verbrennen die Unternehmen viel Geld.“ Vorhersagen für das vierte Quartal und das Jahr 2010 seien schwierig. Er erwarte ein Auf und Ab im Geschäftsverlauf – zumal die Unternehmen derzeit ihre Reserven verbrauchten.

Der Anteil der Unternehmen, die Verluste machen, hat sich in diesem Jahr dramatisch erhöht. Nach der Ifo-Umfrage macht in diesem Jahr knapp die Hälfte Verluste (45 Prozent) nach rund einem Viertel 2008 und 8 Prozent 2007. Die aktuelle Misere zeigt sich auch an der Renditestreuung: 45 Prozent der Unternehmen verbuchen zur Zeit Verluste, 13 Prozent erwarten eine Rendite von nur knapp über null, nur 11 Prozent kommen auf mehr als 3,5 Prozent. Die Ertragslage der Unternehmen hatte sich schon 2008 deutlich verschlechtert. Nach den Ifo-Hochrechnungen erzielten sie im Durchschnitt nach Steuern im vorigen Jahr nur noch eine Umsatzrendite von 2,6 Prozent. 2007 waren es 4,2 Prozent des Umsatzes, das beste Ergebnis seit 35 Jahren.

Die Produktion der Metall- und Elektrobetriebe schrumpfte im Oktober – zum ersten Mal nach drei Monaten wieder – um rund 1,5 Prozent. „Nach dem Rückgang bei den Auftragseingängen, die für die mittelfristigen Aussichten entscheidend sind, zeigen jetzt auch die Daten für die Produktion, dass die konjunkturelle Erholung noch keinesfalls in sicheren Bahnen verläuft“, sagte Stahl. Im Oktober ging auch der Auftragseingang im Vergleich zum September um 2,6 Prozent zurück. Die Unternehmen müssten in der Produktion fast 30 Prozent, im Auftragseingang rund 35 Prozent aufholen, um wieder das Niveau vor dem Absturz zu erreichen, sagte Stahl.
Der USA Bären-Thread 283151
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Das Wort zum Sonntag

20
13.12.09 12:11
Der TREND
ist dein FRIEND
wenn man ihn
rechtzeitig
ERKENNT



Streng genommen gibt einem der Trend von gestern nur eine statistische Wahrscheinlichkeit für den Trend von morgen - sofern "nichts Gravierendes passiert". In der Regel passiert auch nichts, so dass der gemeine Linienverlängerer (aka Trendfolgedepp) häufiger richtig als falsch liegt. Darauf weist er natürlich ununterbrochen hin - bis er, wenn es kracht, das Posten einstellt wie Vogel Strauß.

Den Trend von morgen könnte man besser erahnen, wenn man die Geschehnisse von morgen im Voraus wüsste. Würde z. B. durchsickern, dass Goldman-Sachs ein gravierendes Derivateproblem hat, könnte man die Chart-Schnittmuster von gestern in die Tonne treten (siehe Enron).

Hedgefonds-Fundi Doug Kass versucht das Problem zu lösen, indem er fundamentale Faktoren von morgen, die heute entweder noch nicht bekannt sind oder - branchentypisch - ignoriert werden, für die Vohersage von Trendwenden und Abstürzen heranzieht. Nach 30 Jahren Profi-Erfahrung (er verwaltet 4 Mrd. Dollar) verfügt er über ein Netzwerk von "Gnomen über den Alpen", die ihm manches zuraunen, was der gemeine Strichverlängerer bei Ariva in der Regel erst erfährt, wenn sein Strich über Nacht unvorhergesehen "weggebrochen" ist..

Kass' Mantra - "short on the analysis, cover on the news" - gekoppelt mit "tell me something I don't know" ist freilich keine Witwen- und Waisen-Strategie, mit der zaudernde Ariva-Rentner ihre "Life savings" in kurzlaufende Puts hauen sollten ;-)

Umgekehrt ist das, was Alle jetzt schon wissen, mit Sicherheit nichts, was die Börse von morgen bewegen wird.

"Was Alle jetzt schon wissen" ist die Quintessenz dessen, was Bubblevision mehrmals täglich zum Besten gibt. Daher ist es systembedingt "tückisch", ausgerechnet darauf seine Investment-Strategien aufzubauen.

Hier mal eine (teils karikierende) Aufzählung:

- die V-Erholung in USA ist "for real" und keine Bärenmarkt-Rallye
- die Regierungs-Päppeleien werden in nachhaltiges organisches Wachstum übergehen
- wir befinden uns in der Frühphase einer 45-Monats-Hausse wie nach 2003
- die ECRI-Frühindikatoren sind auf 35-Jahres-Hoch
- trotzdem wird die Fed die Nullzinsen frühestens 2011 anzuheben beginnen
- und überhaupt: "never fight the Fed"
- der Dollar wird zwar verfallen ("shit happens"), beschert US-Firmen aber Billionengewinne im Export
- der parallel zum Dollarverfall laufende Rohstoff-Boom untermauert die Hausse
- der Boom wird den Arbeitsmarkt beflügeln und die AL-Quote nachhaltig runterbringen
- das wird den Konsum und die Massennachfrage nach Allem, inkl. Aktien, hochtreiben
- die Hauspreise werden wie 2005 steigen und überschuldete Hausbesitzer "ausbailen"
- die CDS-Schrottpapiere der Banken werden wieder auf ihren Einstandspreis hochsteigen
- dann kann auch mark-to-market statt mark-to-phantasy wieder eingeführt werden
- Banken werden saubere Bilanzen ohne die bisherige FASB-Aufweichung ausweisen
- das bisschen, was dann nach fehlt, holen sie sich aus Kapitalerhöhungen und Börsengängen
- so werden die Banken wieder zu einem Bollwerk der Festung Amerika
- GS wird darin zum goldenen Ritter mit der goldenen Nase
- der finanziellen Revolution auf Derivate-Basis steht ein neuer Hyper-Boom bevor
- das Derivate-Volumen wird vom 10-fachen des Welt-BIP auf das 100-fache anwachsen
- alles völlig risikofrei, da AIG wieder alles versichert, inkl. der Fed
- dann läuft es auch mit der Konsumenten-Verschuldung wieder rund (Haus-ATM 2.0)
- all dies verstärkt sich gegenseitig und führt zu einem weltweiten Melt-up an den Börsen
- unterdessen können die Chinesen gern weiter unsere Schirme und Hosenknöpfe fertigen
- allerdings nur, wenn sie uns weiter unsere Staatsanleihen abkaufen
- ersatzweise oder ergänzend zieht China die Welt als Konjunktur-Lok aus dem Dreck
- und vor allem: Es gibt immer noch viel zu viel Liquidität an der Seitenlinie, die angelegt werden will
Der USA Bären-Thread CarpeDies
CarpeDies:

Kurzarbeit Fluch oder Segen ?

13
13.12.09 12:12
Derzeit belastet das Heer von Kurzarbeitern in Deutschland nicht nur die Staatskasse, sondern treibt auch die Lohnstückkosten massiv nach oben und zehrt die Rücklagen der Firmen nach und nach auf.
In der Vergangenheit  waren die Krisen immer von relativ kurzer Dauer, so dass die Kurzarbeit  wirklich zu einem Segen für die Gesellschaft geworden ist: Die Arbeiter haben ihren Job nicht verloren und die Firmen konnten Abfindungen, Personal-Umstrukturierungen in der Krise und Einarbeitungsaufwände für neue Mitarbeiter in der Zeit nach der Krise vermeiden.
Die Firmen gingen und gehen also auf Tauchstation weil sie wissen, dass sie wieder rechtzeitig zum Luftholen kommen.

Dieses Mal könnte die Situation anders sein. Sollte sich die Wirtschaft nicht so schnell bzw. überhaupt nicht mehr in dem notwendigen Maß erholen, so könnte sich das Kurzarbeitergeld als Brandbeschleuniger entpuppen, was Firmen und Staat schneller in grosse Not bringt.
Das nicht zu unterscchätzende Positive ist daran aber, dass letztendlich der Arbeitnehmer davon profitiert und die Verluste (neben dem Staat) auch durch die Anteilseigner der jeweiligen Firmen getragen werden müssen
Der USA Bären-Thread daiphong
daiphong:

AL #54406: Svatur - # 54386 - geniales Posting

15
13.12.09 13:21
So genial finde ich den Beitrag von swartur nicht. Manchen Frust kann ich zwar gur nachvollziehen, aber Mixtur und Zusammenschau finde ich gefährlich. Am Ende stehen die iranischen Ayatollahs, Korea-Kims samt ihren Atombomben als Verteidiger gegen die Herrschaft der Großfinanz samt Umweltpolitik. „Wahrhaftige Männer und Frauen, die sich hinter ihr Volk stellen.“ ??? soso.
Jeder Markt benötigt einen Finanzsektor, der eine ganze Reihe von Aufgaben hat. Das Problem ist, dass so ein Sektor nicht zu ausbeuterisch und mächtig wird, aber auch nicht zu unterentwickelt und abhängig von größeren Märkten. Das Problem gibts grundsätzlich mit jedem Sektor, ob Gesundheitswesen, Militär, Energiewirtschaft ....usw. .Fehlentwicklungen im Finanzsektor können aber weitreichend sein, besonders nachdem die Marktwirtschaft in neue Dimensionen vorgestoßen ist und Millarden von Menschen integriert. Durch die diversen Finanzsektoren der verschiedenen Marktebenen zirkulieren die Finanzermögen und Rentenansprüche dieser Milliarden. Man muss sie entsprechend regulieren, um große Zockereien, Plünderungen, Kreditbooms etc. zu verhindern und das Funktionieren von Märkten zu sichern. Machbar ist das, notwenig auch. Wahrscheinlich muss man viele Märkte stärker regionalisieren. Eine gewisse Anarchie  kann man aus Märkten aber nicht eliminieren, dadurch sind sie effektiv, damit muss man leben.
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Daiphong

4
13.12.09 13:27

Die Gefahr besteht darin, dass die Banken wegen ihrer zweifellos wichtigen Funktion Allmacht gewinnen und die Politik diktieren (bzw. "nasführen"), wie man in USA seit dem

Paulson-Raubzug auf Kosten der Steuerzahler

klar erkennen kann.

Der USA Bären-Thread Svartur
Svartur:

@daiphong

13
13.12.09 13:59
Am Ende sollen natürlich keine Diktatoren stehen, daß ist nicht die Aussage meines Postings.
Indem derzeit aber in Gut und Böse unterschieden wird und wir sehr einseitig darauf eingeschworen werden, ist es recht einfach sich selbst in die gute Ecke zu stellen.
Wenn ich mir zum Beispiel die US und europäische Politik im Rahmen der Landwirtschaft anschaue, wurden und werden definitiv Märkte in Afrika massiv beschädigt. Durch Subventionierungen können solche Märkte gar nicht erst beginnen sich zu entwickeln. Für die Menschen dort sind wir vielleicht dann gar nicht die "Guten", sondern eher imperialistische Mächte, die auf Kosten ärmerer existieren.
Wir denken hier, daß wir Nabel der Welt sind, sind wir aber nicht. Die USA und die UDSSR haben im Kalten Krieg in anderen Ländern sehr auf Kosten derer Bevölkerungen Politik betrieben. Die Ausbeutung der Ressourcen findet auf Kosten ärmster Menschen statt, die nicht an den Erlösen beteiligt werden.
Wir handeln gegenüber Menschen die weit weg sind also selbst von oben herab ausserordentlich diktatorisch, wenn uns die Politik der Regierungen nicht gefällt, wird ein Embargo verhängt, was wiederum die Bevölkerung der Länder massiv leiden läßt.
Jetzt wird das Argument kommen, daß man lediglich die Diktatoren zu einem Umdenken zwingen will mit solchen Maßnahmen, daß Argument ist gut, aber es gibt ein Gegenargument, daß wir nämlich diesen Diktatoren nur zu gern die Waffen liefern. Dazu gehören die USA, Rußland und auch Deutschland. Die Kriegswaffenkontrollgesetze werden sehr oft umgangen, faktisch sind wir gar nicht daran interessiert, daß arme Länder sonderlich reich werden, sie sind später unsere Konkurrenten.

Mit dem Iran ist das so eine Sache, auch hier fällt es mir sehr schwer, eine Meinung für oder gegen den Mainstream zu haben, zu vielfältig sind die Informationen. Fakt ist aber, der Präsident wurde demokratisch gewählt. Im Nahen Osten ist der Iran eines der demokratischsten Länder. Wir erlauben uns, Saudi Arabien als befreundet anzusehen, obwohl dort die Bevölkerung nicht gerade am Reichtum beteiligt wird. Dubai ist ebenfalls keine Demokratie, Ägypten hat Riesenprobleme, wir fliegen aber gern hin, weil wir billigen Urlaub dort geniessen können. Die Menschen dort gehen uns doch am Allerwertesten vorbei.

Zum Thema Finanzsektoren, es geht mir nicht darum so etwas abzuschaffen, oder in ein zu enges Regelwerk zu pressen, es geht nur darum, die Einflußnahme in die Politik weltweit zu brandmarken. Das ist der Kernpunkt, egal welcher Sektor in die Politik Einfluß hat, am Ende läuft es auf diktatorische Maßnahmen hinaus, weil Regierungen und Bevölkerung erpressbar sind.
Wir sind auch erpressbar, wir wollen unser Leben so angenehm wie möglich haben, also stimmen wir vielem zu, wo wir eigentlich ablehnend sein müßten. Das beginnt mit unserer Herstellung von Waffen und endet mit Unterstützung diktatorischer Regime, wenn sie uns in den Kram passen, da schliessen wir die Augen. Sehr gern sind wir Gutmenschen, wenn es darum geht Robben zu retten und jeder Robbenjäger ist ein Monster, gleichzeitig haben wir hier Massentierhaltung und sind nicht die nettesten zu kleinen Ferkeln. Welche Anmaßung ist darin enthalten? Was wir niedlich finden muß geschützt werden, was wir nicht sehen, weil wir es nicht täglich im Fernsehen in aller Abscheulichkeit gezeigt bekommen, interessiert uns nicht, also essen wir es, unabhängig vom Leid was entsteht.

Gleiches beim Klima, Obama hat deutlich gemacht warum er so erpicht auf den Klimaschutz ist. Wer hier die Nr1 ist, der ist die Weltmacht und das will er für die USA so haben. Fertig.
Die Menschen machen sich wiederum keinen Kopf, was auf sie zukommt, wird alles so beschlossen wie umgesetzt. Was bedeutet das für die ärmeren Länder? Wie geht eine Industrienation damit um?
Die Jugendlichen die sich in Kopenhagen stark machen, sind dorthin geflogen. Sie werden zu Hause einen PC haben, angenehm im Warmen sitzen und auch auf Autos nicht verzichten und ihre Waren werden von weither in die Geschäfte gebracht. Das alles wird bei der Umsetzung der Klimaziele wenn sie stirkt eingehalten werden sollen, nicht mehr möglich sein. Ich weiß nicht wie es umgesetzt werden soll, aber im Prinzip gibt es nur zwei Möglichkeiten, sie verarschen uns und zocken uns ab, sie nehmen es ernst und wir werden unseren Lebensstandard zurückschrauben müssen. Mit allen Konsequenzen für das tägliche Leben.

Wo wird eigentlich über die immense Vergeudung von Ressourcen durch die Militärmaschinerie weltweit geschrieben? Wo wird auf die mit Uran angereicherte Munition hingewiesen, mit der verseuchter Boden hinterlassen wird? Wo wird der Reichtum mit seinem immensen CO2 Verbrauch kritisiert? Ein Motorboot der gehobenen Klasse bläst locker 100 Liter Sprit in der Stunde raus. Die Jungs die nach Kopenhagen mit privatflugzeugen geflogen sind, verhalten sich nicht CO2 sparsam, es wird also die breite Masse treffen, wenn es umgesetzt wird, nicht diejenigen, die alles im Überfluß haben.

Darauf wollte ich aufmerksam machen und darauf, daß wir denken viel zu wissen, mich eingeschlossen, aber ständig mit Propaganda nur so zugeschüttet werden. Wir glauben gut informiert zu sein und erfahren später oder vielleicht nie, daß wir verarscht wurden.

Somit bleibt nur die Politik und ihrer Verantwortung uns gegenüber, um Vertrauen aufzubauen. Hast Du dieses Vertrauen? Wenn ja, erfreulich, wenn nein, warum nicht ?
Das meine ich mit wahrhaftig, wir brauchen nicht Politiker die sich "beeinflussen" lassen von der Großfinanz, sondern unabhängige Politiker die ehrlich mit uns umgehen und dann auch das Recht haben, daß wir fair mit ihnen umgehen. Solange aber das in meinen Augen nicht stattfindet, müssen wir kritisch bleiben und hinterfragen, uns versuchen so gut wie möglich eine Meinung durch unterschiedliche Standpunkte zu bilden und haben beileibe nicht das Recht auf andere Länder zu zeigen und deren Politik zu kritisieren.
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Fed "spielt" mit der Inflations-Erwartung

20
13.12.09 14:20

Nach langem Nachdenken hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass die Fed die zurzeit überall zu beobachtende gestiegene Inflationserwartung mit ihrer Nullzinspolitik und QE absichtlich geschürt hat, um die gewünschte Assetpreis-Inflationierung zu erzeugen.

Die Hoffnung ist, dass alle Assets - insbesondere US-Häuser - blasengetrieben wieder noch oben steigen, so dass US-Banken inkl. Fannie und Freddie am Ende ihre faulen Housing-ABS wieder auf den Einstands- bzw. Ausgabekurs zurückbringen können.

Dazu wird in allen Assetklassen - insbesondere Gold, Öl und Rohstoffen - eine von bewusst geschürter Inflationsangst getriebene Blase erzeugt. GS und andere Zockerbanken, die im Rohstoffbereich mitmischen, haben zum "Herstellen" der notwendigen "Korrelationen" - nicht zuletzt zu EUR/USD - ihre Future-Finger im Spiel.

Dies erklärt auch das Paradox, warum Öl nun schon zum zweiten Mal (nach 2008) einen Rekord-Run (Verdoppelung ab Dez.) hingelegt hat, obwohl die Weltnachfrage nachweislich zurückgeht.

Die geschürte Inflationsangst dringt weltweit in die Köpfe der Handelnden. Kaum einer wagt, den Konsens zu hinterfragen. Aggressive Fernseh-Werbung für Rohstoff-Fonds samt begleitender Inflationsboom-/Goldseiten/"Geld wir wertlos"-Literatur leisten ein Übriges.

So kaufte kürzlich die indische Zentralbank fast am Gold-Top 200 Tonnen Gold auf - die Hälfte der IWF-Bestände.  In Deutschland boomtseit 3 Monaten wieder die Immobilien-Nachfrage, weil sämtlich Anleger sich von der geschürten Panik haben anstecken lassen und nun in vermeintlich  "sichere Sachwerte" (wie Immobilien) flüchten.

Da wir aber tatsächlich Deflation haben (siehe # 54411 bzw. die vergessene Quelle dazu), wird sich jede Flucht in Sachwerte als teure Illusion erweisen, weil mittelfristig "Bargeld unterm Kopfkissen" alle anderen Assetklassen aus-performt. Wie in Japan.

Zur Verifizierung dieser These sollte man die gerade im Abflauen begriffene Gold/Öl/EUR-USD usw. Blase aufmerksam beobachten.

Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Operative SP-500 Gewinne steigen im 4. Qu.um 210 %

6
13.12.09 15:11
schreibt Marketwatch. Donnerwetter, antworte ich. 210 % sind wirklich eine Menge. Dann könnten jetzt auch Aktien um 210 % steigen.

www.marketwatch.com/story/...ed-oracle-2009-12-11?pagenumber=2



P.S.  Das ist kein Witz, sondern steht da wirklich:
(Verkleinert auf 98%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 283174
Der USA Bären-Thread fkuebler
fkuebler:

AL #417: Kann sein, kann nicht sein...

11
13.12.09 16:27

Zunächst:

"Die Hoffnung ist, dass alle Assets - insbesondere US-Häuser - blasengetrieben wieder noch oben steigen, so dass US-Banken inkl. Fannie und Freddie am Ende ihre faulen Housing-ABS wieder auf den Einstands- bzw. Ausgabekurs zurückbringen können."

Die Sache ist mMn breiter angelegt: es soll "Wealth" erzeugt werden, der Kreditwilligkeit und -fähigkeit einigermassen hochhält, um dadurch auch den Konsum einigermassen hochzuhalten und dadurch das Engineering irgendeiner Art von "soft landing" zu ermöglichen.

"Da wir aber tatsächlich Deflation haben (siehe # 54411 bzw. die vergessene Quelle dazu), wird sich jede Flucht in Sachwerte als teure Illusion erweisen, weil mittelfristig "Bargeld unterm Kopfkissen" alle anderen Assetklassen aus-performt. Wie in Japan."

Kann sein, kann nicht sein... Ich selbst neige zwar auch dieser Vermutung zu, vielleicht sogar 65:35. Aber wie uns ja schon Keynes zum Thema Langfristigkeit mitgeteilt hat, kommt es darauf eigentlich gar nicht an.

Entscheidend ist vielmehr, was die anderen Marktteilnehmer im Laufe der nächsten 1..2 Jahre über den wahrscheinlichen Ausgang denken werden... 

"Reflexitivität" nennt mein Überheld Soros so etwas ;-)

Und das kann sich sogar noch mehrfach ändern, so wie der Spielstand bei einem Fussballspiel, der sich einer Fundamentalanalyse ja auch nur begrenzt unterwirft... ;-)

Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Neues vom Bankhaus Rott

6
13.12.09 16:58
blog.bankhaus-rott.de/#post61
Der USA Bären-Thread CarpeDies
CarpeDies:

"Zerschlagt die Megabanken"

7
13.12.09 18:23
Kommentar Um die nächste Finanzkrise zu verhindern, müssen alle Staaten die Regulierung ihrer Banken verschärfen. Doch das allein reicht nicht: Sehr große Institute müssen aufgespalten werden.
von Joseph Stiglitz

Es ist eine erbitterte globale Kontroverse im Gange: Welche Regulierungsschritte sind erforderlich, um dafür zu sorgen, dass nicht in ein paar Jahren eine neue Finanzkrise ausbricht? Der Chef der Bank of England, Mervyn King , hat Beschränkungen bei der Art von Geschäften befürwortet, die Megabanken tätigen dürfen. Der britische Premierminister Gordon Brown  widerspricht: Northern Rock , die erste britische Bank, die umfiel und Kosten in Höhe von 50 Mrd. $ verursachte, habe schließlich ganz alltägliche Hypotheken vergeben.

Browns Beobachtung legt nahe, dass solche Beschränkungen nicht garantieren, dass es keine weitere Krise gibt; King jedoch hat recht, wenn er verlangt, dass Banken, die zu groß zum Scheitern sind, an die kurze Leine genommen werden müssen. Die USA haben allein dieses Jahr 106 kleinere Banken bankrottgehen lassen - zu geringen Kosten für den Staat. In den meisten Ländern sind die Großbanken für den Großteil der dem Steuerzahler entstandenen Kosten verantwortlich: Megabanken verursachen Megakosten.
Die Krise ist ein Ergebnis mindestens acht klar unterscheidbarer, aber zusammenhängender Versäumnisse:
- Banken, die zu groß sind, um sie scheitern zu lassen, sind Fehlanreize am Werk: Wenn sie zocken und damit Erfolg haben, stecken sie das Geld ein; wenn sie scheitern, zahlt der Steuerzahler.
- Die Finanzinstitute sind zu stark vernetzt, um sie scheitern zu lassen; der Teil von AIG , der die US-Steuerzahler 180 Mrd. $ gekostet hat, war relativ klein.

- Selbst wenn die einzelnen Banken klein sind: Falls sie - weil sie dieselben Modelle nutzen - ein korreliertes Verhalten an den Tag legen, kann dies systemische Risiken befeuern.
- Die Anreizstrukturen bei den Banken belohnen kurzfristiges Handeln und die Übernahme übertriebener Risiken.
- Bei der Beurteilung ihrer eigenen Risiken lassen die Banken externe Faktoren, die sie (oder ihr Scheitern) anderen aufbürden, unberücksichtigt - ein Grund dafür, dass wir Regulierung brauchen.
- Die Banken haben bei der Risikobewertung schlechte Arbeit geleistet - die von ihnen verwendeten Modelle hatten schwere Fehler.
- Die Anleger, die sich scheinbar noch weniger über die Risiken einer exzessiven Verschuldung im Klaren waren als die Banken, setzten diese enorm unter Druck, übertriebene Risiken einzugehen.
- Die Aufsichtsbehörden, die all dies eigentlich verstehen und systemische Risiken auslösende Handlungen verhindern sollten, haben versagt. Auch bei ihnen gab es fehlerhafte Modelle und Fehlanreize; und viel zu viele ließen sich von denen vereinnahmen, die sie eigentlich regulieren sollten.

Wenn wir mehr Vertrauen in unsere Regulierer und Aufseher haben könnten, könnten wir all die anderen Probleme ein bisschen entspannter betrachten. Doch Regulierung und Aufsicht sind fehlbar, und deshalb müssen wir das Problem von allen Seiten angehen.
Natürlich, Regulierung kostet Geld. Doch die Kosten einer unzureichenden Regulierungsstruktur sind enorm. Die Nutzen einer verstärkten Regulierung überwiegen die erhöhten Kosten bei Weitem.
King hat recht: Banken, die zu groß sind, um sie scheitern zu lassen, sind zu groß, um zu existieren. Und falls sie doch bestehen bleiben, dann im Rahmen eines sogenannten Versorgermodells, also streng reguliert.

Insbesondere führt es zu Verzerrungen auf den Finanzmärkten, wenn man zulässt, dass solche Banken weiter im Eigenhandel tätig sind. Warum sollte man ihnen das Zocken gestatten, wenn für ihre Verluste der Steuerzahler bürgt? Einige Großbanken sind inzwischen (entweder auf eigene Rechnung oder im Kundennamen) in ausreichend großem Umfang am Handel beteiligt, dass sie de facto denselben unfairen Vorteil dabei haben wie jemand, der Insidergeschäfte tätigt. Dies mag ihnen höhere Gewinne eintragen, aber auf Kosten anderer. Das sind verzerrte Wettbewerbsbedingungen, die kleinere Akteure zunehmend benachteiligen.
Das Einzige, worüber sich Ökonomen heute einig sind, ist die Wichtigkeit von Anreizen. Die Bankvorstände wurden für höhere Renditen belohnt - egal, ob diese ein Ergebnis besserer Leistungen oder bloß größerer Risiken waren. Entweder haben die Banker also ihre Aktionäre und Anleger betrogen oder die Beschaffenheit von Risiko und Belohnung nicht verstanden. Vielleicht beides. So oder so ist es entmutigend.
Angesichts des mangelnden Risikoverständnisses der Anleger und der Mängel bei der Corporate Governance hatten die Banker einen Anreiz, es zu unterlassen, gute Anreizstrukturen zu entwerfen. Es ist lebenswichtig, solche Fehler zu korrigieren - auf der Ebene des Unternehmens und der Manager.
Also muss man Institute, die zu wichtig sind, um sie scheitern zu lassen (oder aufzulösen), aufspalten. Wo dies nicht geht, muss man ihr Tun streng begrenzen und ihnen höhere Steuern und Kapitalanforderungen auferlegen, um Chancengleichheit herzustellen.
Aufspaltung und strengere Regulierung sind keine Fragen von Schwarz und Weiß: Je stärker wir die Größe beschränken, desto entspannter können wir in Bezug auf die Einzelheiten der Regulierung sein. Dies muss von verschiedenen Seiten her geschehen: durch Sondersteuern, erhöhte Kapitalanforderungen, eine strengere Aufsicht und Grenzen bei der Größe und Risikoübernahme.
Dieser Ansatz wird Krisen nicht verhindern. Aber er macht sie weniger wahrscheinlich - und weniger teuer, wenn sie denn eintreten.
Der USA Bären-Thread pfeifenlümmel
pfeifenlümmel:

Ungeliebtes Weihnachtsgeschenk

5
13.12.09 18:26
Der Freistaat Bayern als Eigentümer der BayernLB hat angeboten, die Hypo Alpe Adria faktisch an Österreich zu verschenken. Das stößt aber in Wien aber auf wenig Gegenliebe.

http://www.ariva.de/news/...-um-HGAA-Rettung-Ernste-Situation-3153802
Der USA Bären-Thread Stöffen
Stöffen:

Kübel, zu # 54419

7
13.12.09 18:35
"….der Kreditwilligkeit und -fähigkeit einigermassen hochhält, um dadurch auch den Konsum einigermassen hochzuhalten…."

Tscha, aber wie auch hier im Thread schon desöfteren angeführt, wollen die Pferde halt nicht so recht saufen. Aber ohne eine größere erkennbare Bereitschaft der "Sturmtruppen des Konsums" sprich dem US-Verbraucher, kann sich jeder leicht ausrechnen, wo es da künftig entlangehen könnte.

Doug Noland hat sich in seiner gewohnt akribischen Art mit dem Q3 2009 Flow of Funds-Report der Fed auseinandergesetzt, der letzte Satz ist bezeichnend:

Sein nüchternes Fazit:

There were no big surprises in this quarter’s “flow of funds” data.  I was somewhat surprised by non-financial debt growth below 3%.  Watching weekly corporate and municipal debt issuance, I expected stronger debt expansion from these sectors.  I view the continued contraction in mortgage and consumer debt as supporting the thesis of a very atypical reflation and recovery.  Considering the degree of monetary and fiscal stimulus, the general financial and economic response continues to be disconcerting.  There is as yet no indication that massive government pump-priming is fostering a self-reinforcing private-sector Credit recovery.

www.prudentbear.com/index.php/...bblebulletinview?art_id=10319
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Der USA Bären-Thread pfeifenlümmel
pfeifenlümmel:

Knall´s morgen in Österreich?

6
13.12.09 18:37
Ein interessanter Link von Geierwilli.  Das Drehbuch für den nächsten Thriller!
www.kleinezeitung.at/nachrichten/...eften-kaerntner-hypo.story
Der USA Bären-Thread relaxed
relaxed:

#54422 Es ist schlimm,

13
13.12.09 18:58
dass der deutsche Staat durch seine "Riester-Finanzlobby-Subvention" diese "Geldvernichtungsmechnanismen" fördert, zum Nachteil des "Riester-Sparers" und zum Nachteil des Steuerzahlers.

In der Schweiz gibt es zur privaten, steuerlich begünstigten Alterssicherung ein simples Vorsorge-Sparkonto bei der Bank. Das war dem deutschen Staat wohl zu einfach (oder im Politikerdeutsch "sozial unausgewogen") und hätte der Finanzlobby auch keine Provisionen eingebracht. Da verbrennen wir doch lieber "sozial ausgewogen" gemeinsam unser Geld. ;-)

Was soll man auch von Finanzministern halten, die voller Stolz in Talkshows verkünden, dass sie noch nie eine Aktie besessen hätten. ;-))

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