WDH: Biden wirft Trump Verunglimpfung von Gesundheitsexperten vor

Dienstag, 14.07.2020 21:49 von dpa-AFX - Aufrufe: 201

US-Präsident Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump.
Foto: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United State.

(Im Zitat im 2. Satz muss es "ihre" Gesundheitsexperten heißen.)

WILMINGTON (dpa-AFX) - Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat Amtsinhaber Donald Trump vorgeworfen, in der Corona-Pandemie Gesundheitsexperten schlechtzumachen. "Herr Präsident, bitte hören Sie auf ihre Gesundheitsexperten, statt sie zu verunglimpfen", sagte Biden am Dienstag bei einem Auftritt in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. In der Corona-Krise sei es bereits so schlimm gekommen, "dass sogar Donald Trump endlich entschieden hat, eine Maske in der Öffentlichkeit zu tragen". Dies sei allerdings nicht genug. Biden kritisierte auch Trumps Bestreben, das Land rasch zur Normalität zurückzuführen. ""Jetzt alles öffnen" ist keine Erfolgsstrategie."

In der Corona-Krise hatte das Verhältnis zwischen Trump und seinem Berater, dem Immunologen Anthony Fauci, zuletzt für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt. Trump hatte dem angesehenen Experten vergangene Woche "viele Fehler" vorgeworfen. Am Wochenende berichtete unter anderem die "Washington Post", dass sie eine Liste des Weißen Hauses mit Aussagen Faucis bekommen habe, die zeigen soll, dass er sich mit Blick auf die Corona-Pandemie mehrfach getäuscht habe.

Trump wird immer wieder vorgeworfen, dass er sein Augenmerk vor allem auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft legt und das Ausmaß der Pandemie im Land trotz der Daten herunterspielt. Zudem wird Trump vorgehalten, er sei ein schlechtes Vorbild, weil er normalerweise keine Maske in der Öffentlichkeit trägt. Bei einem Besuch in einem Militärkrankenhaus am Samstag hatte Trump einen Mund-Nasen-Schutz getragen.

Seit vergangener Woche haben die USA pro Tag rund 60 000 Neuinfektionen verzeichnet, eine Besserung ist nicht in Sicht. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land insgesamt bereits rund 3,4 Millionen Infektionen nachgewiesen, mehr als 136 000 starben infolge einer Covid-19-Erkrankung. Die Corona-Pandemie hat sich auch erheblich auf den Wahlkampf ausgewirkt. Biden will den Republikaner Trump am 3. November herausfordern./lkl/DP/he


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