Der E-Golf von Volkswagen.
Dienstag, 06.02.2024 08:37 von | Aufrufe: 363

VW-Rivale Toyota hebt Gewinnausblick an trotz Problemen bei Töchtern

Der E-Golf von Volkswagen. © Volkswagen AG

TOYOTA (dpa-AFX) - Der weltgrößte Autokonzern Toyota hat nach dem abgelaufenen Quartal trotz zahlreicher Probleme bei Töchtern seine Gewinnpläne für das Gesamtjahr hochgeschraubt. Die Japaner rechnen nun mit einem operativen Jahresgewinn von 4,9 Billionen Yen (30,7 Mrd Euro), wie sie am Dienstag in Toyota mitteilten. Bisher hatten sie lediglich 4,5 Billionen eingeplant. Analysten hatten bislang nur mit 4,7 Billionen gerechnet. Unter dem Strich dürften jetzt 4,5 Billionen Yen als Gewinn übrig bleiben. Das sind 550 Milliarden mehr als bis dato vom Management erwartet.

Auch beim Umsatz ist der Volkswagen-Konkurrent etwas optimistischer, obwohl sich die Absatzprognose wegen eines Produktionsstillstands bei der kriselnden Tochter Daihatsu leicht auf insgesamt 11,2 Millionen Fahrzeuge eintrübte. Die Toyota-Aktie zog spürbar an.

Das Papier gewann an der Tokioter Börse 4,8 Prozent auf 3135 Yen. Die Aktionäre können sich schon seit geraumer Zeit über einen guten Lauf freuen. Im Frühjahr vergangenen Jahres notierte der Kurs noch bei um die 1800 Yen, seitdem hat er rund drei Viertel zugelegt. Zum Vergleich: Die im Dax notierte Volkswagen-Vorzugsaktie hat in diesem Zeitraum auf der Stelle getreten.

Im dritten Geschäftsquartal (Ende Dezember) stieg der operative Gewinn um drei Viertel auf 1,7 Billionen Yen. Das war deutlich mehr als von Fachleuten geschätzt. Die Verkäufe zogen um gut vier Prozent auf 2,6 Millionen Fahrzeuge an, die Erlöse kletterten um fast ein Viertel auf 12 Billionen Yen. Unter dem Strich stand ein Plus von 87 Prozent auf 1,4 Billionen Yen Gewinn.

Toyota kämpft derweil mit einigen Schwierigkeiten. Im Dezember stoppte die Tochter Daihatsu alle Fahrzeugauslieferungen, weil nach bereits im Frühjahr festgestellten Problemen bei Türverkleidungen und Seitenaufpralltests neue Unregelmäßigkeiten bei Dutzenden Modellen entdeckt wurden. Im wichtigen Markt USA rief das Unternehmen eine Million Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus zurück wegen Problemen am Airbag.

Wegen Auffälligkeiten bei Leistungstests für Motoren stoppte der Konzern zudem Ende Januar die Auslieferung einiger Dieselmodelle. Auch bei der Lkw-Tochter Hino gibt es Ärger rund um fehlerhafte Daten zu Abgasen und Spritverbrauch. Der seit vergangenem Jahr amtierende Toyota-Vorstandschef Koji Sato will nun Mitte Februar Pläne präsentieren, wie der Konzern die vielen Baustellen angeht und aufarbeitet./men/zb/stk


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