Selbstmord eines Airline-Mitarbeiters mit gestohlenem Jet heizt Debatte um Gesundheitschecks an

Montag, 13.08.2018 21:34 von Handelsblatt

Der Flugzeug-Selbstmord erinnert an die Germanwings-Katastrophe vor zwei Jahren. Auszüge des Funkverkehrs zeigen, welche Tragödie sich abgespielt hat.

Suizidneigung, Flugzeug, Absturz – bei diesen Begriffen ist schnell vor allem eine Katastrophe vor Augen: der vom Copiloten herbeigeführte Crash der Germanwings-Maschine im März vor zwei Jahren, bei dem 149 Menschen ums Leben kamen.

Keine Überraschung also, dass das, was am vergangenen Freitag in Seattle in den USA geschah, sofort die Erinnerung an die fürchterlichen Geschehnisse in den französischen Alpen wachgerufen hat.

Ein Mitarbeiter der zu Alaska Air gehörenden Airline Horizon Air kaperte ein leeres Flugzeug, hob damit ab und stürzte nach rund einer Stunde in einem Wald auf einer Insel ab – offensichtlich in voller Absicht. Seitdem rätseln Experten, wie es so weit kommen konnte, vor allem, wie der Mann den zweimotorigen Turboprop-Jet vom Typ Bombardier Dash 8 Q400 starten und ohne Erlaubnis in die Luft bringen konnte.

War der Mann, dessen Namen mit Richard Russell angegeben wird, zunächst als Techniker identifiziert worden, stellte Horizon Air später klar, dass es sich um einen Mitarbeiter des Bodenpersonals handelte. Als solcher dürfte er relativ wenig Erfahrung mit dem Steuern eines Jets haben, auch wenn die Q400 als ein recht einfach zu handhabendes Flugzeug gilt.

Ausschnitte aus dem Funkverkehr zwischen Russell und dem Tower zeigen aber, dass der „Dieb“ wohl über Erfahrung mit Flugsimulationen verfügte. „Es ist voll geil. Ich habe ja zuvor schon Videogames gespielt. Ich weiß ein wenig, was ich tue“, rief er den Mitarbeitern im Tower zu.

Die, das belegen die teilweise schwer verständlichen Mitschnitte, gaben sich mit Unterstützung eines eilig herbeigerufenen Piloten alle Mühe, den selbsternannten Piloten sicher zu Boden zu geleiten. Doch der hatte offensichtlich anderes im Kopf.

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