Top-Thema

18.06.19
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Trump und Draghi locken Anleger aus der Deckung

Rohöl: Kein Versorgungsengpass zu erwarten

Dienstag, 21.05.2019 11:11 von GodmodeTrader

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Während am Ölmarkt zur Jahresmitte 2018 – auch aufgrund der erwarteten US-Sanktionen gegen den Iran – noch Angst vor Knappheit herrschte, kehrte sich dies gegen Ende 2018 um. Einige große Produzenten wie Saudi-Arabien, Russland und die USA weiteten ihre Ölförderung im Verlauf von 2018 aus, um die iranische Angebotslücke zu füllen, wie Dora Borbely, Analystin der DekaBank in der aktuellen Ausgabe von „Volkswirtschaft Rohstoffe“ schreibt.

Mit dem faktischen Wegfall der Sanktionseffekte gegen den Iran (aufgrund umfangreicher Ausnahmen) sei der globale Ölmarkt Ende 2018 überraschend in eine Überversorgung gerutscht. Deshalb hätten die OPEC-Länder zusammen mit Russland ab 2019 eine Produktionsdrosselung beschlossen, die den weltweiten Ölmarkt im ersten Quartal 2019 wieder weitgehend ins Gleichgewicht gebracht habe. Nach der Ankündigung des Endes der Ausnahmen bei den Sanktionen gelte es nun, diese Balance zwischen globaler Nachfrage und globalem Angebot zu halten, heißt es weiter.

„Die weltweite Nachfrage nach Rohöl dürfte in den kommenden Jahren aufgrund der geringeren Wachstumsdynamik nur moderat zunehmen. Nicht zuletzt wegen der stark steigenden US-Ölförderung ist für den Prognosezeitraum kein Versorgungsengpass am Rohölmarkt zu erwarten. Wir rechnen damit, dass der Ölpreis bis Ende 2020 im Durchschnitt etwas über 60 US-Dollar verharren wird, wobei auch mittelfristig ein nennenswerter Preisaufschlag der Sorte Brent gegenüber WTI bestehen bleiben wird“, so Borbely.

Rohöl-Kein-Versorgungsengpass-zu-erwarten-Tomke-Hansmann-GodmodeTrader.de-1
Rohöl WTI