Heyde Quartalszahlen

Freitag, 09.11.2001 10:59 von Aktiencheck - Aufrufe: 114

Die Kostensenkungsprogramme der Heyde AG (WKN 602670) zeigen Wirkung. Näheres entnehmen Sie bitte der aktuellen Pressemitteilung:

Die Erfolge des Restrukturierungsprogramms der Heyde-Gruppe werden im dritten Quartal 2001 erstmals deutlich im Zahlenwerk sichtbar. Die Heyde-Gruppe erzielte in diesem Zeitraum einen Umsatz von 29,4 Millionen EUR. Erstmals seit drei Quartalen wurde mit 3,0 Millionen EUR wieder ein positives Bruttoergebnis nach Umsatzkosten erwirtschaftet. Auch die Vertriebs- und Verwaltungskosten konnten deutlich gesenkt werden, so dass der Verlust vor Firmenwertabschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITA) mit 7,5 Millionen EUR um 10 Millionen EUR niedriger ausfiel als im Vorquartal.

Die Geschäftszahlen im Neunmonatszeitraum sind geprägt von den erheblichen Restrukturierungsarbeiten der ersten beiden Quartale. Der Umsatz liegt mit 95,5 Millionen EUR um 11,9 % über dem des Vergleichszeitraums des Vorjahres, das entspricht einem organischen Wachstum gegenüber dem entsprechenden Konsolidierungskreis des Vorjahres von 4 %. Der operative Verlust vor Firmenwertabschreibung (EBITA) stieg gegenüber dem Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres von 35,8 Millionen EUR auf 43,3 Millionen EUR, der Periodenfehlbetrag (Net loss) erhöhte sich von 46,4 Millionen EUR auf 58,1 Millionen EUR.

Der Verkauf der Produktsparte hat im dritten Quartal einen Netto-Mittelzufluss in Höhe von rund 30 Millionen EUR eingebracht. Diese Mittel wurden wie geplant vollständig zur Rückführung von Verbindlichkeiten genutzt, vor allem zur weitgehenden Tilgung der Überbrückungskredite unserer Hausbanken. Dadurch konnten sowohl die Nettoverschuldung von 30,9 Millionen EUR am 30. Juni 2001 auf 18,1 Millionen EUR als auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten insgesamt spürbar verringert werden. Der operative Cash Flow in der Heyde AG war im Monat September bereits wieder fast ausgeglichen.

Mit Ende des zweiten Quartals machten sich die Personalmaßnahmen vom März erstmals deutlich in den Umsatzkosten bemerkbar. Sie sanken gegenüber dem zweiten Quartal von 36,5 Millionen EUR, entsprechend 110 % vom Umsatz auf 26,5 Millionen EUR oder 89 % vom Umsatz. Dadurch konnten wir erstmals nach drei Quartalen wieder ein positives Bruttoergebnis nach Umsatzkosten erwirtschaften. Die Vertriebskosten liegen wie im Vorquartal bei 10,6 % des Umsatzes. Einschneidend wurden die allgemeinen Verwaltungskosten reduziert. Lagen sie im ersten Quartal noch bei 12,2 Millionen EUR oder 37 % vom Umsatz, so konnten sie im zweiten Quartal auf 9,6 Millionen EUR (28,9 %) und im dritten auf 6,4 Millionen EUR (21,7 %) gedrückt werden. Auch hier wirken sich die angekündigten Personal- und Sachkostenreduzierungen vor allem seit dem dritten Quartal nachhaltig aus.

Bereinigt um die restrukturierungsbedingten Sonderaufwendungen lagen die allgemeinen Verwaltungskosten im ersten Quartal bei 6,1 Millionen EUR, im zweiten Quartal bei 6,6 Millionen EUR und im dritten Quartal bei 4,5 Millionen EUR, entsprechend nur noch 15,1 %. Damit ist dies der erste Kostenblock, der bereits wieder auf ein Niveau zurückgefahren werden konnte, das eine nachhaltige Profitabilität der Heyde-Gruppe ermöglicht. Während sich die erfreulichen Kostensenkungseffekte weiter fortsetzen, drückt die rückläufige Nachfrage in den wichtigsten Heyde Märkten auf Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Interessenten und potentielle Neukunden legen eine stärkere Zurückhaltung an Tag als noch im vorigen Quartal angenommen. Dies scheint gegenwärtig dazu zu führen, dass sich die grundsätzlich weiterhin gegebene Notwendigkeit, in wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle und Informationstechnologien zu investieren, in geringerem Umfang in konkretes Neugeschäft umsetzen lässt als noch im Sommer geplant.

Umsatz und Ergebnis könnten daher im laufenden Jahr leicht niedriger ausfallen als zuletzt angekündigt. Bereits jetzt werden vorbeugende Maßnahmen für eine weitere Nachfrageschwäche in den kommenden Quartalen getroffen. Aufgrund des unverändert hohen Anteils an Geschäft mit langjährigen Bestandskunden, sowie aufgrund der jüngsten Messekontakte und der wieder leicht steigenden Anzahl von Angebotsvorbesprechungen hält die Heyde-Gruppe deshalb daran fest, im kommenden Geschäftsjahr wieder eine dreiprozentige EBITA-Rendite erzielen zu können.

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