Dienstag, 30.11.2021 10:12 von dpa-AFX | Aufrufe: 154

EZB-Vize de Guindos: Anleihenkäufe bleiben weiter notwendig

Euro-Zeichen vor dem Gebäude der EZB. © instamatics / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

FRANKFURT (dpa-AFX) - EZB-Vizepräsident Luis de Guindos erwartet, dass die Notenbank die Wirtschaft auch 2022 mit milliardenschweren Anleihenkäufen unterstützen wird. "Ich bin zuversichtlich, dass diese Nettokäufe während des nächsten Jahres weitergehen. Was danach kommt, weiß ich nicht", sagte de Guindos der französischen Zeitung "Les Echos" in einem am Dienstag veröffentlichten Interview.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) will bei seiner Sitzung am 16. Dezember entscheiden, wie es mit den Anleihenkäufen der Notenbank weitergeht. Nach bisheriger Planung läuft das zur Abfederung des Corona-Schocks aufgelegte Kaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) mit einem Volumen von 1,85 Billionen Euro im März 2022 aus. Im EZB-Rat gibt es Sympathien für die Idee, die Flexibilität dieses Programms auf andere Anleihenkäufe zu übertragen.

"Wir werden unser Pandemie-Notkaufprogramm an die Inflationsdynamik, an unsere Wirtschaftsprognosen und an die veränderte Gesundheitssituation anpassen", sagte de Guindos. "Aber wir werden die Käufe nicht auslaufen lassen, wie es die US-Notenbank getan hat." EZB-Präsidentin Christine Lagarde habe angekündigt, dass die Nettokäufe im März enden werden. "Sie könnten aber bei Bedarf wieder aufgenommen werden", sagte de Guindos.

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