Ahlers AG: Aufsichtsratsvorsitzender leitet Generationswechsel an der Spitze des Kontrollgremiums ein und schlägt die Verkleinerung des Gremiums vor.

Mittwoch, 06.02.2019 15:40 von DGAP - Aufrufe: 144

DGAP-News: Ahlers AG / Schlagwort(e): Personalie/Vorläufiges Ergebnis Ahlers AG: Aufsichtsratsvorsitzender leitet Generationswechsel an der Spitze des Kontrollgremiums ein und schlägt die Verkleinerung des Gremiums vor. 06.02.2019 / 15:36 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


PRESSEMITTEILUNG

6. Februar 2019

Aufsichtsratsvorsitzender leitet Generationswechsel an der Spitze des Kontrollgremiums ein und schlägt die Verkleinerung des Gremiums vor. Umsätze des vierten Quartals 2017/18 liegen im oberen Bereich der Erwartungen, die Ergebnisse sind planmäßig.

- Der Aufsichtsratsvorsitzende Prof Dr. Carl-Heinz Heuer leitet den Generationswechsel an der Spitze des Kontrollgremiums ein. In diesem Zuge regt er die Verkleinerung des Aufsichtsrats von sechs auf drei Mitglieder an, um mit schlanken Strukturen den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.

- Drei weitere Aufsichtsratsmitglieder bieten an, ihre Mandate zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2019 einvernehmlich niederzulegen. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender soll Alexander Gedat werden.

- Umsatzentwicklung des 4. Quartals 2017/18 mit -2,0 Prozent in schwierigem Umfeld weitgehend stabil. Ergebnis des 4. Quartals leicht gegenüber der Vorjahresperiode verbessert.

- Umsatzentwicklung im Gesamtjahr 2017/18 -5,4 Prozent geprägt durch zähes Anzug- und Jacken-Geschäft sowie schwierige Marktlage in Osteuropa vor allem in den Quartalen zwei und drei.

- Sonderaufwendungen für Maßnahmenpaket zur Effizienzsteigerung führen maßgeblich zu negativem Konzernergebnis nach Steuern (-7,0 Mio. EUR).

- Solide Bilanzstruktur mit 54 Prozent Eigenkapitalquote und reduziertem Net Working Capital

Aufsichtsratsvorsitzender regt Verkleinerung des Aufsichtsrats an Der Aufsichtsratsvorsitzende Prof Dr. Carl-Heinz Heuer (65) wird sein Mandat mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2019 nach 18 Jahren Tätigkeit niederlegen, davon fast 16 Jahre als Vorsitzender. Prof. Dr. Heuer möchte mit diesem Schritt die Verjüngung an der Spitze des Kontrollgremiums vorantreiben. Nach der Verkleinerung des Vorstands im Dezember 2018 regt der Aufsichtsratsvorsitzende mit ausdrücklicher Zustimmung der Großaktionärin WTW Beteiligungsgesellschaft mbH an, den Aufsichtsrat der Ahlers AG von sechs auf drei Mitglieder zu reduzieren. In dem herausfordernden Marktumfeld würde damit der Weg hin zu schlankeren und schlagkräftigen Strukturen konsequent beschritten. Die entsprechende Satzungsänderung soll der am 17. April 2019 stattfindenden Hauptversammlung vorgeschlagen werden. Prof. Dr. Julia von Ah (stellvertretende Vorsitzende), Herr Jörg-Viggo Müller und Herr Hans-Joachim Knauf (Arbeitnehmervertreter) haben der Gesellschaft heute angeboten, ihre Aufsichtsratsmandate ebenfalls mit Wirkung zum Ablauf der kommenden ordentlichen Hauptversammlung am 17. April 2019 niederzulegen, sollte die Hauptversammlung den Vorschlägen folgen. Herr Bernd Rauch hat sein Mandat bereits zum 31. Januar 2019 niedergelegt. Der Vorstand bedankt sich schon heute bei den ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedern für die jahrelange, engagierte Zusammenarbeit. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung mit Herrn Alexander Gedat (54), bis August 2017 CEO der Marc O'Polo AG, sowie Herrn Armin Fichtel (61), bis Ende 2017 CEO der s.Oliver Group, zwei äußerst erfahrene Kandidaten aus der Bekleidungsindustrie mit vertieften Kenntnissen des eCommerce zur Neubesetzung der vakanten Aufsichtsratsposten zur Wahl vorschlagen. Herr Gedat soll nach seiner Wahl auch den Vorsitz des Aufsichtsrats übernehmen. Als Arbeitnehmervertreterin bleibt Frau Heidrun Baumgart im Gremium.

Geschäftsentwicklung des vierten Quartals 2017/18 liegt im oberen Bereich der Erwartungen Der Vorstand hatte für die letzten drei Monate des Geschäftsjahres 2017/18 eine Umsatzentwicklung prognostiziert, die prozentual etwas besser ist als die der ersten neun Monate (-6,5 Prozent). Der Q4-Umsatz lag mit einem leichten Minus von 2,0 Prozent im oberen Bereich der Erwartungen. Die enttäuschende Entwicklung der drei Quartale zuvor verlangsamte sich dadurch deutlich. Das EBIT vor Sondereffekten des vierten Quartals lag um 0,4 Mio. EUR leicht über dem des Vorjahres.

Rückläufiger Umsatz im Gesamtjahr und starker Rückgang des EBITDA vor Sondereffekten Der versöhnliche Ausklang des Jahres im vierten Quartal ändert nichts an den enttäuschenden Zahlen des Gesamtjahres 2017/18. Die Umsatzentwicklung des Gesamtgeschäftsjahres 2017/18 wurde durch stark rückläufige Verkäufe von Anzügen und Jacken (Umsatzeffekt -9,7 Mio. EUR) und die schwierige Marktsituation in Osteuropa (-5,0 Mio. EUR) gebremst. Zusammengenommen ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2017/18 um 12,8 Mio. EUR bzw. 5,4 Prozent von 235,9 Mio. EUR auf 223,1 Mio. EUR zurück. Einsparungen bei Personalkosten und betrieblichen Aufwendungen dämpften den Umsatzeffekt auf die Ergebnisebenen vor Sondereffekten, konnten diesen jedoch nicht ausgleichen. Das EBITDA ging um 5,0 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR zurück (-58 Prozent, Vorjahr 8,7 Mio. EUR). Das EBIT vor Sondereffekten lag bei -1,4 Mio. EUR (Vorjahr 3,5 Mio. EUR) und entsprach damit dem nach dem dritten Quartal prognostizierten Wert.

Hohe Sonderaufwendungen durch Maßnahmenpaket zur Effizienzsteigerung Nach dem Ende des dritten Quartals 2018 hat der Vorstand ein umfassendes Effizienzpaket angekündigt, mit dem sich das Unternehmen auf Männerbekleidung konzentriert und zahlreiche Prozesse verschlankt. Das sollte zu Sonderaufwendungen in Höhe von etwa 5 Mio. EUR führen. Dieser Wert wurde auch überwiegend für Personalmaßnahmen im Jahresabschluss zurückgestellt. Im Vorjahr lag der Sonderaufwand bei 0,5 Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern fiel im Geschäftsjahr 2017/18 durch das niedrigere operative Ergebnis und vor allem deutlich höhere Sonderaufwendungen auf -7,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,9 Mio. EUR). Kompaktere Bilanz mit solider Struktur und niedrigerem Net Working Capital Ahlers hat im Geschäftsjahr 2017/18 trotz widriger Rahmenbedingungen seine solide Bilanzstruktur verteidigt. Die Eigenkapitalquote lag am 30. November 2018 mit 54 Prozent auf gewohnt hohem Niveau (Vorjahr 56 Prozent). Durch die Einführung von Factoring wurde die Nettofinanzverschuldung um 1,4 Mio. EUR reduziert. Das Net Working Capital (Saldo aus Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) ging um 8,8 Mio. EUR zurück und wäre ohne Factoring weitgehend stabil gewesen. img  

Den vollständigen Geschäftsbericht 2017/18 einschließlich der Prognose für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2018/19 veröffentlicht die Gesellschaft am 28. Februar 2019.

Ihre Ansprechpartnerin bei Rückfragen: Carla Henkel Online-/ Redakteurin Ahlers AG Tel. +49 (0) 5221 / 9792717 Fax:+49 (0) 5221 / 979274 Email: carla.henkel@ahlers-group.com

Kontakt: Michael Zielke Investor Relations Manager

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