US-Börsenbrief

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US-Börsenbrief moya

US-Börsenbrief

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Liebe Leser,


Neben dem Ölpreis und dem Ölpreis, war auch der Ölpreis ein großes Thema in der laufenden Börsenwoche. Experten beginnen endlich zu realisieren, dass sich der hohe Ölpreis auch auf die Konjunktur auswirkt – aha, schnell gemerkt. Zudem waren aber auch neue Übernahmen an der WallStreet, Akquisitionen, Ergebniswarnungen und ein weiterer Rücktritt eines Citibankers in dieser Woche an dem Finanzplatz Nr 1. (nein, nicht die Kö in Düsseldorf) großes Thema. In Deutschland freut man sich über die Wahl am 18.September. Die anderen passen sich der trüben Stimmung nach der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex an. Hier hatten mein ganz speziellen Freunde, die Analysten und Volkswirte, etwas Anderes erwartet. Nun, ich bin mir sicher, dass sich die Buben nun wieder anpassen werden und ihre Schätzungen revidieren. Man muss ja schließlich seine Fahne im Wind halten.
Erinnern Sie sich an die Prognosen vor 2 Wochen, der DAX kratzte an der 5.000er Marke und alle Bankberater kamen aus ihren Löchern gekrochen um weitere Hochstände zu avisieren?

Revidieren müssen wir unser Urteil über General Motors und Ford bisher nicht. Nun hat auch die Ratingagentur Moody’s endlich begriffen, wie schlecht es um diese Firmen steht. Beide Titel wurden im Rating massiv – auf Ramschniveau –heruntergestuft und mit einem negativen Ausblick versehen. Da gehen langsam die Lichter aus. Zudem sind die „bösen“ Hedgefonds wieder einmal im Gespräch, nicht bei GM, wohl aber bei DCX. Jetzt sollen sie DaimlerChrysler ins Visier genommen haben. Nun, das klingt als wollten die Geldgeber der Fonds DCX etwas antun. Als wolle man die AG abschießen oder mutwillig schädigen. Es komme Druck auf die AG, heißt es weiter. Ist es nicht mehr recht als schlecht, wenn Aktionäre ein besseres Management fordern und Verlustbringer abgestoßen werden sollen?

Hoffen wir für das Wochenende auf besseres Wetter und sinkende Pegelstände im Süden der Republik. Hoffentlich hat das Wasser nicht wieder so einen verheerenden Einfluss auf ein bestimmtes Ereignis im September. Aprospos September. Der steht ja nun vor der Tür und ist statistisch gesehen der schlechteste Börsenmonat. Seien Sie also bereit und einstiegsfreudig. Alles scheint primär abhängig vom Ölpreis zu sein. Ein Blick auf den Chart läßt für Elliott-Fans eine sich abschließende „3“ erkennen.
Sicher erinnern Sie sich an die Elliott-Wave-Theorie, die ich Ihnen hier vor kurzem nähergebracht hatte. Jeder Markt agiert in 5 Wellen nach oben oder unten und A,B,C-Korrekturwellen. Das Chartbild zeigt eine 1ste Welle zwischen den Jahren 1998 und 2000, eine 2te abwärtsgerichtete Welle zwischen den Jahren 2000 und 2001/02 und eine dritte aufwärtsgerichtete Welle bis ins Jahr 2005.

Sie erinnern sich auch an die Phantasie, die man haben muß? Der Theorie nach sollte der Ölpreis in eine Abwärtsbewegung übergehen, die in dem Bereich um US$ 50 führt. Dann setzt er zu einem finalen Anstieg an, der bisher unerreichte Preise zum Ziel hat. Dies sind allerdings Perspektiven, die extrem langfristig zu sehen sind. In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die wöchentlichen Umfragen zu US$ und DAX. Vorher muß ich Ihnen noch schnell die Geschichte eines kuriosen Kursanstiegs berichten.
RMD gehört zu der US-Aktiengesellschaft SCXC (Sciax Corp). Nach der Bekanntgabe, dass RMD einen alten Hip-Hop-Superstar verpflichtete, stieg die Aktie um sagenhafte 65%. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Kurs von US$ 0,00231 auf US$ 0,00381 stieg, aktuell notiert der Titel bei US$ 0,0024.

Zurück zu den Umfragen. Ein bullishes Sentiment für den US$ erwarten 57% der Befragten, 2% weniger als in der Vorwoche.
Bearish hingegen sind 20%, was einen Zuwachs von 8% bedeutet.
Neutral stimmen 23%, dies bedeutet einen Rückgang von 6%. Beim DAX stieg das Bullenlager um 3% auf 36%, während das Bärenlager um sagenhafte 17% auf 35% abnahm. 29% sehen die Entwicklung neutral, das sind 14% mehr als in der Vorwoche. Kein Umfrageergebnis, aber dennoch sei nebenbei bemerkt, dass der reis für einen Future-Kontrakt auf gefrorene Schweinebäuche auf die Schlachtbank geführt wurde. Er halbierte sich nahezu. Der Preis wohlgemerkt, nicht der Bauch. Hintergrund dieses heftigen Kurseinbruchs war der „Cold Storage Report“, welcher zeigte, dass die Lagerbestände in den Kühlhäusern um 115% über dem Niveau des Vorjahres lagen.

Heute berichtet Jürgen Büttner über die Börsen in Osteuropa. Am 2. September meldet sich dann Julia aus St.Petersburg wieder für Sie. Jetzt bleibt noch am Nachmittag die Verbraucherstimmung der Uni Michigan Aug.
05 abzuwarten, dann steht das Wochenende vor der Tür. In der kommenden Woche erwarten wir einmal mehr interessante Daten aus den USA. Zuerst das „Annual Economic Symposium“ mit Big Al am Wochenende und dann am kommenden Dienstag die FOMC-Sitzung.
Zudem öffnet die IFA in Berlin ihre Tore, von hier kommen immer wieder einmal faszinierende Neuigkeiten aus der Elektronik-Welt.


RUECKBLICK: US-AKTIENMAERKTE ARBEITEN HOHE ÖLPREISE EIN

Liebe Börsenfreunde!

Bereits die zweite Woche in Folge befinden sich die US- Aktienmärkte im Rückwärtsgang. Dies ist zum einen eine Reaktion auf die sehr gut verlaufende Quartalsberichtssaison, die mit stetig steigenden Kursen einherging und zum anderen die Ignoranz des auf Rekordniveau verharrenden Ölpreises während dieser Phase. Nun überlagern allerdings die Überlegungen, die von noch weiter steigenden Ölpreisen ausgehen, die Handelsszene an der Wall Street.

Mit einem Niveau von 10.450 Punkten befindet sich der Dow Jones in der Nähe der 200-Tage-Durchschnittslinie. Nun besteht die Möglichkeit, dass der Dow zunächst mit einer Gegenreaktion auf die vorangegangenen Verluste nochmals nach oben abprallt bzw. mit zunehmender Abwärtsdynamik deutlich unter die 200-Tage- Durchschnittslinie durchgereicht wird.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist in der kommenden Handelswoche mit einer starken Zunahme der Volatilität zu rechnen, zumal sich nun nach den zu Ende neigenden Ferientagen in den USA zahlreiche Fondsmanager, Händler und Investoren wieder am Arbeitsplatz einfinden. Doch welche Situation finden sie vor, wenn sie in den vergangenen Wochen die Beobachtung der Märkte etwas schleifen ließen?

Ich glaube die Eingangs erwähnte Analyse ist eine knappe Zusammenfassung auf diese Frage. Unterdessen kamen in der Berichtswoche überraschend negative Nachrichten von der US- Konjunkturfront. Es ist ein deutlicher Rückprall bei den Auftragseingängen für langlebige Güter nach zwei starken Monaten zu konstatieren.

Die US-Auftragseingänge für langlebige Güter sind im Juli um 4,9 Prozent gegenüber des Vormonats gefallen. Der Rückprall nach zwei starken Monaten fiel damit stärker aus als erwartet, da der Marktkonsens lediglich von einem Rückgang in Höhe von 1,5 Prozent ausging.

In der Abgrenzung ohne Transport schrumpften die Auftragseingänge um 3,2 Prozent. Neben dem Bereich Transport verzeichneten unter anderem auch die Bereiche Computer und Elektronik sowie Maschinenbau Rückgänge, die auf einen starken Juni folgten.

Für eine große Mehrheit der Volkswirte, die diese Daten kommentierten, zeigt sich darin zwar eine Verlangsamung der Dynamik, doch dies ist einzig eine Folge der zuvor gemeldeten ungewöhnlich hohen Großaufträge, nicht jedoch als ein erstes Zeichen eines Abklingens des Investitionszyklus zu interpretieren.

Als Umkehrschluss kann man daraus folgern, dass die US- Volkswirtschaft unverändert in einer robusten Verfassung verharrt. Dies ist allerdings nicht umgehend mit nun wieder steigenden Aktienkursen gleichzusetzen, da die Aktienbörsen ein Eigenleben führen, welches die Antizipation der vor uns liegenden Monate entspricht. Wir setzen die Wahrscheinlichkeit für einen sich beschleunigenden Abwärtstrend an den US- Aktienmärkten mit 70 Prozent unverändert hoch an.

Dennoch kann mit Sondersituationen, trotz eines von uns erwarteten schwächeren Gesamtmarktumfeldes, Geld verdient werden. Bitte lesen Sie hierzu das 2. Kapitel unter der Rubrik Ausblick.


TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE


MO N T A G, 29. August:

DE/GfK-Konsumklimaindikator September
EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Zinstender
US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel
GB/Feiertag ("Summer Bank Holiday"), Börse geschlossen

D I E N S T A G, 30. August:

EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
EU/EZB, Ausschreibung Langfrist-Refi-Tender
US/Auftragseingang Industrie Juli
US/Index des Verbrauchervertrauens August
US/Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC),Protokoll der Sitzung vom 9. August,

M I T T W O C H, 31. August:

DE/Arbeitsmarktdaten August
EU/Verbraucherpreise Eurozone August (Vorabschätzung)
EU/BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
EU/BIP-Prognose Eurozone Q3 und Q4
EU/EZB, Zuteilung Langfrist-Refi-Tender
US/BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
US/Index Einkaufsmanager Chicago August
US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche)

D O N N E R S T A G, 1. September:

DE/Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
EU/Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Eurozone August
EU/Arbeitsmarktdaten Juli
EU/EZB, Ergebnis der Ratssitzung, Frankfurt
US/Persönliche Ausgaben und Einkommen Juli
US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
US/ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe August
US/Bauausgaben Juli
US/Kfz-Absatzzahlen August
US/Saldo Wertpapierkäufe und –verkäufe ausländischer Investoren Juni
US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel
US/Congressional Budget Office (CBO), revidierter Haushalts- und Wirtschaftsausblick,


CHARTTECHNIK & AUSBLICK DOW JONES, S&P 500, NASDAQ, EURO UND GOLD


Index /Anleihe/Währung     Abstand vom 52 Wochen-Tief zum  52 Wochen Hoch; Aktueller Stand (25.08.2005);Änderung in Prozent vom: 18.08.2005 bis:   25.08.2005
Dow Jones 5% - 4%; 10554,93; -0,98%
Nasdaq Comp.11% - 5%; 2136,08; -0,08%
S&P 500 13% - 5%; 1237,81;-1,52%
Russell 2000 27% - 4%; 651,19; -2,01%
Gold 15% - 4%; 438,2; 0,04%
Oel (WTI);81% - 1%; 67,1; 6,17%
30-Jahr Anleihe 5% - 7%;4,37; -0,06
10-Jahr Anleihe 5% - 8%; 4,16; -0,06
Euro-Dollar 5% - 10%; 1,23; 0,01


Gruß Moya US-Börsenbrief 2077091



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