Jagd auf Red Hat Aktien

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Jagd auf Red Hat Aktien Nassie

Jagd auf Red Hat Aktien

 
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US-Investoren machen jetzt Jagd auf Red-Hat-Aktien
Software-Anbieter knöpft Microsoft immer größere Marktanteile ab - Fondsmanager kaufen über elf Millionen Anteilsscheine
von Bloomberg

Raleigh -  Red Hat hat mehrere Investoren davon überzeugt, dass der Softwareanbieter eine ernstzunehmende Gefahr für Konkurrent Microsoft darstellt. Seit Oktober haben sieben Vermögensverwalter jeweils mehr als eine halbe Million Aktien des weltgrößten Anbieters von Linux-Software gekauft. Zu den neuen Fans de Softwarefirma zählen Fidelity, Wellington Management und American Century Investments, die gemeinsam 11,1 Mio. Aktien erstanden.


Nach Angaben von Finanzvorstand Kevin Thompson halten institutionelle Investoren inzwischen 47 Prozent der Aktien, nach 5,8 Prozent im Juni 2000. Nicht zuletzt durch das Interesse der Vermögensverwalter konnte die Red-Hat-Aktie in weniger als sieben Monaten 31 Prozent zulegen und erreichte am Montag in New York 6,14 Dollar. Von dem Höchststand am 8. Dezember 1999 bei 302,62 Dollar ist die Red-Hat-Aktie jedoch weit entfernt.


Investoren gehen davon aus, dass Red Hat davon profitieren kann, dass sich immer mehr Kunden für einen PC mit Linux-Betriebssystem statt Windows von Microsoft entscheiden. Nach Angaben des Marktforschers IDC waren fast 14 Prozent der Server-Computer, die im vergangenen Jahr verkauft wurden, mit Linux ausgerüstet, nach elf Prozent 2001. IDC geht davon aus, dass dieser Anteil bis 2006 auf 25 Prozent anwachsen wird. Demgegenüber soll der Marktanteil von Windows-Servern von 60 Prozent auf 57 Prozent sinken.


"Linux findet immer breitere Zustimmung und Red Hat hat einen Weg gefunden, damit Geld zu verdienen", erklärt Walter Price, Vermögensverwalter bei Dresdner RCM Global Investors in San Francisco: "Sie haben die besten Chancen von allen Unternehmen, die Linux anbieten." Noch besteht keine Gefahr, dass Red Hat Branchenprimus Microsoft überholt. Im Geschäftsquartal bis Ende Februar erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 25,9 Mio. Dollar, das entspricht etwa 0,3 Prozent des Microsoft-Umsatzes. Im Dezember hat Red Hat mit 214.000 Dollar den ersten Quartalsgewinn gemeldet - Microsoft nimmt alle zehn Minuten so viel ein. Konkurrenz droht Red Hat jedoch auch von anderen Linux-Anbietern, wie der Suse Linux AG aus Nürnberg. Im vergangenen Jahr haben vier Rivalen von Red Hat - Suse Linux, Conectiva, SCO Group und Turbo-Linux - unter dem Namen United Linux eine Allianz geformt und eine gemeinsame Version von Linux entwickelt. Red Hat und die Rivalen bieten auf den Kunden zugeschnittene Versionen von Linux an.


Die Grundform von Linux ist samt Quellcode gratis im Internet erhältlich. Das Programm entstand im Zuge einer Bewegung, die sich für freie Quellcodes einsetzt und sich dagegen wendet, dass Computercodes im Besitz von Unternehmen sind, wie das bei Windows der Fall ist. "Da sie das Unternehmen sind, das diese Bewegung anführt, können sie schwerlich viel Geld für das Programm verlangen", führt Jimmy Chang, leitender Technologie-Analyst bei U.S. Trust in New York, aus: "Die Gewinnmarge ist sehr gering. Wie sie über einen längeren Zeitraum profitabel sein wollen, bleibt weiterhin die Frage."




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