Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

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Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse jack303
jack303:

Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

 
09.12.02 07:42
#1
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Seageates Börsengang hängt über der Tech-Rally

 
09.12.02 07:43
#2


Der in dieser Woche anstehende größte Börsengang seit mehr als einem Jahr, nämlich dem des Festplattenherstellers Seagate,  dürfte die Techrally dämpfen, denken Experten. Das Unternehmen dürfte 1,1 Milliarden Dollar einnehmen, wenn der Preis am oberen Ende der indizierten Preisspanne angesiedelt sein sollte. Das wäre mehr als alle bisherigen Börsengänge des laufenden Jahres zusammen eingebracht haben. (FT, S 20)

Mobilcom-Aufsichtsrat gegen den Verkauf von Freenet

Der von Mobilcom-Vorstand Thorsten Genz geplante Verkauf der Onlinetochter Freenet wird vom Aufsichtsrat abgelehnt. Der Dienst sie derzeit nur zu Schleuderpreisen auf den Markt zu bringen. Ein Verkauf sei voreilig und nach der Übernahme von sieben Milliarden Schulden durch France Telekom nicht notwendig. (Handelsblatt, S. 1)

Wirtschaftsnachrichten

Aufträge im japanischen Maschinenbau unerwartet stark gefallen

Die Aufträge im japanischen Maschinenbau sind im Oktober mit einem Minus von 4,1 unerwartet stark gefallen. Experten hatten einen Rückgang von 3,5 Prozent erwartet, nachdem dei Aufträge im September noch um 12,7 Prozent zugelegt hatten. (Bloomberg)

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich besorgt über Pensionsverpflichtungen

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sorgt sich über die Deckungslücken der Pensionskassen großer Unternehmen. Sie stellen nach ihrer Einschätzung ein Risiko für die Finanzmärkte dar. (Handelsblatt, S. 1)



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Dax auf Richtungssuche

 
#3


09. Dezember 2002 Schwache Arbeitsmarktzahlen in den USA am Freitag haben die Hoffnungen auf eine rasche Wirtschaftserholung merklich gedämpft. Mut machte allenfalls der Rücktritt des Finanzministers Paul O'Neill. Denn der könnte den Weg frei machen, für konjunkturelle Stimulationspakete. Und davon hoffen die Börsianer zu profitieren.

Bund-Future kaum verändert gesehen

Die konjunkturellen Signale sind alles andere als ermutigend. Das schränkt die Fantasie der Börsianer ein und dürfte im Umkehrschluss die Rentenmärkte stützen. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die vilatile Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen fortsetzt.

Euro zeigt sich etwas fester

Etwas fester zeigt sich der Euro am Montag im asiatischen Handel. Um 6.41 Uhr MEZ kostet ein Euro 1,0113 Dollar nach 1,0095 Dollar am Freitagabend in New York. Zum Yen notiert die US-Währung mit 122,92 Yen nach 123,70 Yen am Freitag in New York. Die Schwächetendenz wird unter anderem mit dem Rücktritt des US-Finanzministers Paul O'Neill begründet. Das gibt Spekulationen Raum, die USA könnten den Dollar sich abschwächen lassen.

Börse Tokio schließt schwächer

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Montag schwächer geschlossen. Japanische Investoren verhielten sich unter anderem angesichts der am Freitag bevorstehenden Veröffentlichung des Tankan-Konjunkturberichts zögerlich, sagten Händler. Die erwartete Ernennung der Nachfolger von US-Finanzminister Paul O'Neill und Wirtschaftsberater Lawrence Lindsey habe die Aktienkurse von exportorientierten Unternehmen gestärkt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,4 Prozent schwächer bei 8.828,05 Zählern, der breiter gefasste Topix-Index gab 0,67 Prozent auf 854,90 Punkte nach.

Aktien Hongkong am Mittag schwächer - China Mobile geben ab

Mit einer schwächeren Tendenz präsentieren sich die Kurse an der Börse in Hongkong am Montagmittag (Ortszeit). Zum Ende der ersten Sitzungshälfte ermäßigt sich der Hang-Seng-Index (HSI) um ein Prozent oder 95 Zähler auf 9.878. Ein Marktteilnehmer verweist zur Begründung auf die Verluste bei den Indexschwergewichten, die sich in den vergangenen Sitzung mit einer positiven Entwicklung gezeigt hätten. China Mobile, CNOOC und China Unicom präsentieren sich aktuell sehr schwach.Nach Einschätzung eines charttechnisch orientierten Händlers liegt eine Unterstützung für den HSI bei 9.800 Punkten, allerdings gebe es keinen Grund, diese Marke kurzfristig zu testen. Zu den Verlierern zählen wegen einer möglichen Abschwächung bei den Wohnungsverkäufen auch die Immobilienwerte.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach US-Börsenschluss

Die Titel von United Airlines haben am Freitag nach dem Ende des regulären Handels ihren Sinkflug fortgesetzt. Der Kurs fiel nachbörslich bis gegen 1.38 Uhr MEZ an der Nasdaq um 1,2 Prozent auf 0,92 Dollar, im regulären Handel ermäßigte sich das Papier um sieben Prozent. Die Anleger hätten die Aktie fallenlassen wie eine heiße Kartoffel, sagten Händler. Das “Wall Street Journal“ hatte berichtet, das Unternehmen werde eventuell am Sonntag oder Montag Gläubigerschutz beantragen.

Einen Insolvenzantrag hält die zweitgrößte US-Fluggesellschaft auch nach eigener Einschätzung für kaum noch abwendbar. Nach der Ablehnung von Kreditgarantien durch die US-Regierung werde ein Antrag auf Gläubigerschutz immer wahrscheinlicher, sagte der Chairman der Dachholding UAL, Glenn Tilton. Es sei aber noch keine Entscheidung gefallen. United braucht dringend Finanzhilfe, um in der nächsten Woche fällige Kredite von 920 Millionen Dollar zu begleichen.

Die Aktie von Rational Software verlor bei hohem Handelsvolumen im nachbörslichen Geschäft bis gegen 23.15 Uhr MEZ an der Nasdaq 0,1 Prozent auf 10,28 Dollar. Im regulären Geschäft haussierten die Papiere des Herstellers von Software-Tools um 26 Prozent, nachdem IBM das Unternehmen für 10,50 Dollar je Aktie übernimmt. IBM will Rational mit der eigenen Software-Gruppe fusionieren.

Wall Street schließt nach Ministerrücktritt etwas fester

Etwas fester sind die Aktienkurse am Freitag an Wall Street aus dem Handel gegangen. Die unerwartet schwachen Daten zum US-Arbeitsmarkt hatten den Markt zu Handelsbeginn kräftig nachgeben lassen, wobei der Dow-Jones-Index (DJIA) zeitweise über 100 Punkte verlor.

Nachdem der US-Finanzminister Paul O'Neill und der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Lindsey, ihre Rücktritte erklärt hatten, erholte sich der Markt. Der DJIA schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent oder 22 Punkten mit 8.646 Zählern. Der S&P-500-Index legte 0,6 Prozent oder sechs Zähler auf 912 zu. Der Nasdaq-Composite-Index stieg um 0,8 Prozent oder zwölf Stellen auf 1.422 Punkte.

Der Rücktritt des Finanzministers wurde am Markt begrüßt. Händler äußerten die Hoffnung, dass US-Präsident George Bush einen Nachfolger bestimme, der durch Steuererleichterungen Investitionsanreize schaffe.

Neben den Konjunkturdaten und den Nachrichten aus der Politik beeinflussten vor allem Analystenkommentare den Markt. Alcoa schlossen kaum verändert mit 23,92 Dollar. Die Analysten von Merrill Lynch haben auf Grund des Ausblicks die Prognosen für 2002 und 2003 gesenkt, ihre Kaufempfehlung jedoch bekräftigt. Merck fielen um 1,1 Prozent auf 58,57 Dollar. Die Deutsche Bank hat ihre Prognosen für das Unternehmen nach unten korrigiert. Auch im Fall von Merck begründeten die Analysten ihre Entscheidung mit dem Ausblick.

Branchenexperten zeigten sich zufrieden mit dem Ausblick von Intel. Ihrer Einschätzung nach bewegen sich die Prognosen am oberen Ende der Erwartungen. Die Aktie gab dennoch 1,3 Prozent auf 18,71 Dollar ab. Erklärt wurde der Kursrückgang mit der inzwischen hohen Bewertung, die dem langfristigen Wachstum des Chipherstellers nicht angemessen sei. IBM gaben 0,9 Prozent auf 82,32 Dollar ab. Die Analysten von Salomon Smith Barney hatten die Titel auf “In-line“ von “Outperform“ heruntergestuft. Zudem hatte IBM angekündigt, das Unternehmen Rational kaufen zu wollen. Rational sprangen um 26 Prozent auf 10,29 Dollar.

Ford ermäßigten sich um 1,4 Prozent auf 9,88 Dollar. Lehman Brothers hatte die Prognosen für das vierte Quartal des Automobilherstellers zurückgenommen. McDonalds büßten 4,3 Prozent auf 17,97 Dollar ein. Bei einer Explosion in einem McDonalds-Restaurant in Bombay waren am Freitag 17 Menschen verletzt worden, nachdem am Donnerstag in Indonesien bei einem Bombenanschlag auf ein Restaurant der Kette drei Menschen ums Leben gekommen waren.

US-Anleihen schließen etwas fester - Longbond gut behauptet

Etwas fester haben sich die US-Anleihen am Freitag im späten Geschäft gezeigt. Zehnjährige Titel mit einer Zinsausstattung von 4,0 Prozent gewannen 11/32 auf 99-8/32. die Rendite fiel von 4,121 auf 4,090 Prozent. Der Longbond mit einem Kupon von 5,375 Prozent stieg um 2/32 auf 105-28/32. Die Rendite lag keum verändert bei 4,981 Prozent. Enttäuschende Arbeitsmarktdaten ließen nach Auskunft von Händlern viele Anleger zunächst in den sicheren Hafen des Anleihemarkts flüchten. Davon habe vor allem das kurze Ende des Marktes profitiert.

Nachdem US-Finanzminister Paul O'Neill und der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Lindsey, kurz hintereinander ihre Rücktritte bekannt gegeben hatten, gaben vor allem die langfristigen Papiere einen großen Teil ihrer Kursgewinne wieder ab. Die Rücktritte führten am Markt zu Spekulationen darüber, dass die Politik künftig größere finanzielle Anreize schaffen werde. Die Folge werde ein höheres Defizit sein, das wiederum mit langfristigen Anleihen finanziert werden müsse. Die Zinsen langfristiger Titel könnten unter Druck geraten, hieß es dem Handel.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @la



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