Aktienfonds sind stark gefragt

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Aktienfonds sind stark gefragt EinsamerSamariter
EinsamerSam.:

Aktienfonds sind stark gefragt

 
19.01.06 14:35
#1
Verbesserung im Aktiensegment

Aktienfonds sind stark gefragt

Die Investmentgesellschaften setzten im November auf den europäischen Fondsmärkten Anteile im Gegenwert von netto 19,7 Mrd. Euro ab. Das meldet der Londoner Datenanbieter Feri Fund Market Information (Feri FMI).

HB FRANKFURT. Auffällig dabei ist das kräftig anziehende Geschäft bei Aktienfonds. In diesem Bereich verkauften die Anbieter Anteile für netto knapp 18,6 Mrd. Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vormonat Oktober. „Man spürt den steigenden Appetit der Anleger an dieser Vermögensklasse“, sagt Feri-FMI-Chefin Diana Mackay. Gefragt gewesen seien vor allem Portfolios für europäische Aktien und japanische Werte.

Laut Mackay sind internationale Anbieter die Gewinner des zunehmenden Interesses an Aktienfonds. Die November-Hitliste der am besten verkaufenden Gesellschaften führt JPMorgan Asset Management mit einem Nettoabsatz von 2,6 Mrd. Euro an, knapp gefolgt von Axa Investment Managers.

Ähnlich wie Mackay macht James Broderick, Leiter des europäischen Geschäftes bei JPMorgan Asset Management, vor allem zwei Gründe für die besseren Verkaufszahlen im Aktiensegment aus. „Die Anleger gewinnen Vertrauen in die Börsen, und es wird ihnen bewusst, dass sie mehr für die Altersvorsorge tun müssen“, sagt er. Im Bereich Vorsorge hätten die europäischen Investoren einen großen Nachholbedarf im Vergleich zur USA. Bei anhaltend guten Kapitalmarktentwicklungen erwartet er weiter gute Absatzzahlen.

Auch Heinz-Werner Rapp, Chief Investment Officer der deutschen Feri Finance AG erwartet für Anleger ein „gemäßigt positives Jahr 2006“. „Wir gehen davon aus, dass sich die meisten Anlageklassen positiv entwickeln werden, wenn auch nicht ganz so gut wie 2005“, erklärte Rapp.

Quelle: HANDELSBLATT, Donnerstag, 19. Januar 2006, 13:47 Uhr

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Der Einsame Samariter

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EinsamerSam.:

Fonds fürchten Massenflucht

 
20.01.06 08:49
#2
Allgemeine Schließung gefordert

Fonds fürchten Massenflucht

Die dritte Schließung eines offenen Immobilienfonds innerhalb nur weniger Wochen hat die Branche in höchste Aufregung versetzt. Auch wenn Bundesbankvorstand Meister sagt, dass die „Rückflüsse noch nicht Besorgnis erregend“ seien, fordern einige Anbieter die Schließung aller Immobilienfonds. Kein Anleger käme mehr an sein Geld heran.

DÜSSELDORF/FRANKFURT. Am Donnerstag hat die deutsche Investmentgesellschaft Kanam nach massiven Mittelabflüssen auch ihren zweiten Immobilienfonds, den Kanam Grundinvest, geschlossen. Verunsicherte Anleger hatten innerhalb von nur 24 Stunden rund 700 Millionen Euro aus dem Fonds abgezogen. Kanam teilte mit, die Aussetzung der Anteilsrücknahme an dem 3,2 Mrd. Euro schweren Fonds sei auf drei Monate befristet.

Aktienfonds sind stark gefragt 2343589 Anbieter fürchten nun, dass verängstigte Sparer weitere Mittel abziehen und so auch andere Fonds der fast 90 Mrd. Euro schweren Branche in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Nervosität ist groß: „Wenn eine Panik ausbricht, ist die Finanzaufsicht BaFin gefragt“, sagt Reinhard Mattern, Geschäftsführer der Hypo-Vereinsbank-Tochter iii-Investments. In allerletzter Konsequenz könne überlegt werden, ob zum Schutz der Anleger alle Fonds provisorisch geschlossen werden – ein Vorschlag, mit dem auch andere Anbieter schon an das BaFin herangetreten sein sollen. Für eine generelle Schließung aller Fonds gebe es keinen Grund, entgegnete jedoch eine BaFin-Sprecherin auf Nachfrage.

Auch Analysten warnen Anleger vor überstürzten Verkäufen. „Wer hektisch verkauft, schadet nur sich selbst“, sagt Helmut Knepel, Geschäftsführer von Feri Rating & Research. „Nur keine Panik“, appelliert auch Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Wenn sich die Anleger rational verhielten, werde es nicht zu einem Domino-Effekt kommen.

Zumal die bisherigen Fälle kaum vergleichbar waren. So hatte die Deutsche Bank ihren Fonds Grundbesitz-Invest am 13. Dezember 2005 geschlossen, nachdem die Anleger wegen bevorstehender Wertberichtigungen der Immobilien aus ihren Anteilen geflüchtet waren. Die Rückzugswelle bei Kanam dagegen hatte eine Verkaufsempfehlung der Ratingagentur Scope ausgelöst. Hintergrund waren Probleme des amerikanischen Kanam-Partners Mills, einer der größten Shoppingcenter-Betreiber der USA. „Sachlich nicht nachvollziehbar“ sei diese Einschätzung, schimpfte ein Kanam-Sprecher. Beide Kanam-Fonds seien kerngesund, bestätigte auch Bundesbankvorstand Edgar Meister dem Handelsblatt. Er ergänzte: „Es handelt sich bei Kanam um einen isolierten Vorgang, der durch den Streit mit der Ratingagentur ausgelöst wurde. Das hat nichts mit dem deutschen Immobilienmarkt oder Bewertungsfragen der Fonds zu tun.“

Auch viele Investmentgesellschaften stufen trotz der Zuspitzung der Lage die Wahrscheinlichkeit einer Kettenreaktion als gering ein. „Ich sehe gute Chancen, dass es nicht dazu kommt“, sagt ein Sprecher der zur Commerzbank gehörenden CGI. Ähnlich gering stuft auch die Sparkassengesellschaft Deka Immobilien Investment die Gefahr ein. Die Gesellschaften registrieren bisher keine Rückgabe von Fondsanteilen in auffälliger Höhe. „Die aktuellen Rückflüsse sind noch nicht Besorgnis erregend“, sagt Bundesbankvorstand Meister. Ein Sprecher der Difa berichtet von Mittelbewegungen „im normalen Bereich“. Auch aus diesem Grund halten viele Branchenvertreter die vorsorgliche Schließung aller Immobilienfonds bis zur Beruhigung der Lage für unangemessen.

Doch es gibt auch warnende Stimmen. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu einem Run kommt, der weite Teile des Marktes erfasst“, sagt Mark Wahrenburg, Professor für Bankbetriebslehre an der Universität Frankfurt. Auch Bankenprofessor Wolfgang Gerke warnt vor Gefahren für andere Fonds: „Ein Domino-Effekt ist nicht auszuschließen, wenn die Anbieter nicht entschieden gegenhalten.“ Notwendig sei jetzt, dass die Fondsgesellschaften – anders als die Deutsche Bank – deutlich machten, dass Anleger ihre Anteilsscheine jederzeit zurückgeben könnten.

Erster Schlag: Am 9. Dezember 2005 tauchen Meldungen auf, dass die Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate keine neuen Anteile für den offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Invest ausgibt. Sie kündigt die Neubewertung aller Fondsimmobilien an.

Zweiter Schlag: Am 13. Dezember 2005 schließt DB Real Estate den Grundbesitz-Invest auf Grund massiver Anteilsrückgaben.

Dritter Schlag: Am 15. Januar 2006 gibt die Ratingagentur Scope eine Verkaufsempfehlung für die beiden Fonds der Kanam-Gruppe.

Vierter Schlag: Am 17. Januar schließt Kanam den Fonds US-Grundinvest. Massive Abflüsse von Mitteln haben den Fonds in Liquiditätsnot gebracht.

Fünfter Schlag: Am 19. Januar muss Kanam auch seinen zweiten Fonds schließen.

Quelle: HANDELSBLATT, Freitag, 20. Januar 2006, 07:36 Uhr

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Der Einsame Samariter

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"20051206 1759 Platzt die Bubble am Markt der "

 
#3
Welches ist der zusammenhang zwischen eigenheimzulage und immobilienfonds ?

20051206 1759 Platzt die Bubble am Markt der Eigenheime ? http://www.ariva.de/board/239317


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