JSR-Wochenrückblick KW 39-2019

Montag, 30.09.2019 03:46 von Jörg Schulte

Marktbeobachter halten selbst eine Leitzinssenkung auf null Prozent für möglich. Die Citigroup hält dann sogar einen Goldpreis von über 2.000,- USD je Unze für möglich.

Am Aktienmarkt wird es nach den wohlwollend aufgenommenen Lockerungsmaßnahmen der Notenbanken nun deutlich ungemütlicher. Bereits in den vergangenen Wochen wiesen wir auf das Einbrechen wichtiger Konjunkturbarometer hin. So fiel nun auch der viel beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex im August auf 49,1 Zähler, und damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Mit einem Stand von unter 50 Punkten hat der Index die Expansionsschwelle verlassen. Auch wenn der parallel berechnete Einkaufsmanagerindex im September mit einem kleinen Anstieg, auf 51,0 Zähler, eine leichte Erholung verzeichnen konnte, kann unserer Meinung nach von einer Entwarnung keine Rede sein. Neben den wirtschaftlichen Sorgen belasten vor allem die geopolitischen Spannungen weiter. So sieht es auch die OECD, die mittlerweile von dem schwächsten Wachstum seit der Finanzkrise ausgehen. Ihren Berechnungen zufolge soll das diesjährige globale BIP bei lediglich 2,9 % liegen, während 2020 ein Wachstum von 3 % erwartet wird. Damit wurde die Prognose vom Mai von 3,2 % bzw. 3,4 % deutlich gekappt.

Nach einer angeblichen Entspannung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China hat US-Präsident Trump im Rahmen der UN-Sitzung Anfang vergangener Woche wieder scharfe Töne in Richtung Iran und China gesendet, was natürlich einmal mehr die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Handelskrieg zerstört hat, die aber als Voraussetzung für eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums gilt.

Die Notenbanken haben zwar begonnen der schwächelnden Wirtschaft entgegenzusteuern, indem die Fed den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt hat, während die EZB den Einlagenzinssatz für Banken um 0,1 Prozentpunkte auf - 0,5 % senkte und ab November die Anleihenkäufe wieder aufnimmt. Auch die japanische Notenbank hält an seinem Niedrigzinskurs fest und hat auch jüngst noch einmal die Bereitschaft signalisiert, bei Bedarf die Geldschleusen weiter zu öffnen.

Derzeit sieht es eher nach weiteren Zinssenkungen aus. Der Fed steht dafür allerdings mehr Munition zur Verfügung als der EZB. Experten zufolge würde man nur dann ohne weitere Zinssenkungen auskommen, wenn man sämtliche schwerwiegende Problemkomplexe wie Handelsstreit und harter Brexit bewältigen könnte. Aus heutiger Sicht erscheine das aber eher unwahrscheinlich.

Dazu passt auch dass Goldman Sachs seine Anleger schon einmal auf einen volatilen Oktober eingestimmt hat. Denn auch das charttechnische Bild bei den Indizes beginne sich einzutrüben, da sie zuletzt an ihre Widerstandsmarken herabgelaufen seien und nun drohen würden, nach unten wegzubrechen. Historischen Aufzeichnungen zufolge ist der Oktober allerdings fast immer ein volatilerer Börsenmonat.

Auch beim Goldpreis braut sich eventuell etwas Ungemach zusammen, was langfristig aber keinerlei Auswirkungen haben sollte. Zwar konnte in der vergangenen Woche der Goldpreis mal wieder seine Unterstützung im Bereich von gut 1.500,- USD je Unze erfolgreich testen. Mittlerweile bildet dieser Bereich einen guten Support. Doch zunächst deutet sich charttechnisch eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation an, deren Nackenlinie bei rund 1.480,- USD je Unze verläuft. Beim Bruch der Nackenlinie könnte sich ein Abwärtspotenzial von mindesten 70,- bis 90,- USD je Feinunze entfalten. Das bleibt wirklich spannend! Langfristig hingegen sieht es weiterhin gut aus für den Goldpreis. Denn Marktbeobachter halten selbst eine Senkung der Leitzinsen auf bis zu null Prozent für möglich. Nicht zuletzt auch deshalb hält die Citigroup sogar ein Durchbrechen der Marke von 2.000,- USD je Unze beim Gold für möglich.

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

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