"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!"

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maba71 :

"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!"

310
02.12.08 19:00
#1

"Auro loquente omnis oratio inanis est!"

Dieser Thread soll, auch insbesondere zum aktuellen Geschehen an den internationalen Finanzmärkten, das immerwährende Thema Gold und dessen Beziehung und Verflechtung zu Währungen / Währungssystemen/ Zentralbanken genau durchleuchten. Der Entstehung des eigentlichen "Mythos" Gold sind schon zahlreiche Threads gewidmet worden, die dies ausführlichst analysiert haben.

Von großem Interesse dürften die Zukunftsaussichten der Edelmetalle, insbesondere Gold, aufgrund der seit 1 Jahr anhaltenden Finanzmarktkrise sein, welche sich nunmehr rapide über die ganze Welt in eine globale Wirtschaftskrise verwandelt!

Noch immer gilt Gold als der "sichere Hafen" in schweren Zeiten!

Gold erreichte in diesem Jahr 2008 zum ersten Mal sein Allzeit-High im März von 1.032 US-Dollar! Währendessen wurde Gold in gehandelten US-Dollar um rund 25% abgewertet, während hingegen Gold sich in den meisten internationalen Währungen (z.B. Euro) immer noch beim Allzeithoch befindet, und das rund 9 Monate später! Ebenso ist die Nachfrage nach dem Edelmetall signifikant angestiegen im letzten halben Jahr, daß mittlerweile die größten Prägeanstalten der Welt Ihren Verkauf total eingestellt haben! In der Öffentlichkeit wird dies als "Überforderung" der einzelnen Prägeanstalten in Ihrer Produktion verteidigt, doch Insider im Edelmetallmarkt wissen genau, daß vor wenigen Jahren  bei weitem eine viel größere Anzahl von Gold- und Silbermünzen über die Theken gingen, und dies ohne eine Schließung oder Einstellung von Produktionen von statten ging! Es drängt sich der Verdacht auf, daß auch hier eine "regulierende Hand" von Oben in das freie Marktgeschehen eingreift, eingreifen muß, oder das es eine wirklich signifikante Knappheit des Edelmetalles mittlerweile gibt, die  jedoch der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden soll, um einen noch schlimmeren Ansturm auf das gelbe Metall zu verhindern, als er sowieso schon ist! Darüber wird zu diskutieren sein!

Im Moment teilt sich das Goldlager in unterschiedliche Preisgefüge auf! Große Edelmetallexperten wie z.B. Theodore Butler  bezichtigen öffentlich die amerikanische Finanzregierung, insbesondere die damit verbundene "COMEX" der Manipulation! Silber und Gold ist von den Wall-Street-Banken in großem Stile "short" manipuliert! Die 3 größten "Short-Positionen" umfassen mittlerweile mehr Unzen des Edelmetalles Gold, als überhaupt in einem Jahr gefördert werden kann. Bei Silber sind die rund 8 größten Silberhändler mit rund 200 Tagen der Weltminenproduktion "Short"! Das heißt, dass der physische Markt mit Hilfe des Papierhandels sowie von Verleihungen und Verkäufen der Zentralbanken und Bullionbanken von einigen wenigen Akteuren entscheidend beeinflusst werden kann! Auch hierüber gilt es zu diskutieren!

Es werden Hilferufe laut, die Welt benötigt ein neues Währunsgsystem oder zumindest eine Neuregulierung! Ebenso spielt hier Gold mit eine entscheidende Rolle! Goldstandard hat es schon gegeben, wurde 1971 wieder abgeschafft! Initiator war seinerzeit US-Präsident Roosevelt, der in den 30er Jahren dann gleich Nägel mit Köpfen machte und sogar ein "Goldverbot" mit Androhung von Gefängnisstrafe aussprach. Meiner Meinung nach war dies die größte Enteignungsmaschinerie des letzten Jahrhunderts am amerikanischen Volke! Dies soll nur beleuchten, zu was für Möglichkeiten Regierungen der Welt fähig sein können, wenn das so heiß geliebte System des "Fiat-Moneys" ins Wanken gerät!

Gold wird natürlich von den meisten Bankern der Welt "gemieden", aber nur in der Öffentlichkeit! Im Keller der Banken lagern die wahren Schätze und Reserven! Das Geld des kleinen Sparers jedoch sollte schon gefälligst im Kreislauf des Finanzwesens bleiben! Jeder Anstieg des Goldes wirft einen Schatten auf das existierende Papiergeld-System, welches auf Zins und Schulden aufgebaut ist! So gesehen ist Gold trotz seiner Stellung an der Seitenauslinie ein "stiller Wächter" über das Finanzwesen und vor Allem dessen Akteure!

Selbst ein ehemaliger Notenbankchef, Alan Greenspan über Gold (am 24.07.1998 vor dem U.S.House Banking Commitee):

"Papiergeld wird in extremis von niemandem angenommen - Gold dagegen schon!"

"Die USA sollten an Ihrem Goldstandard festhalten, Gold repräsentiert immer noch die höchste Zahlungsform der Welt!"

Oder einer der mächstigsten Bankiers der Welt, J.P.Morgan:

" Gold ist Geld und nichts anderes!"

Wie dem auch sei, Gold hat Jahrtausende überstanden, Kaiser, Kriege und Könige, steht für Sicherheit und Stabilität, ist Mythos und Nährboden zugleich für Theorien aller Art!

Ein Edelmetall, über das es sich zu reden lohnt! Heute und Auch in Zukunft!

Deswegen freue ich mich auf rege Diskussionen, eben wegen der Brisanz des Themas oft auch emotional geführt, jedoch nicht unter die Gürtellinie! Pro und Kontra sind herzlich willkommen, wenn es sachlich und unterlegt geführt wird! Ebenso soll auch das aktuelle Tagesgeschehen hier nicht zu kurz kommen, in der heutigen Zeit ist alle Art von Information wichtig für Anleger am Finanzmarktgeschehen! Leute die sich mit Charts und deren Deutung auskennen, sind herzlich eingeladen, ab und zu hier ein Update als Diskussionsgrundlage einzubringen!

Gold wird natürlich von den meisten Bankern der Welt "gemieden", aber nur in der Öffentlichkeit! Im Keller der Banken lagern die wahren Schätze und Reserven! Das Geld des kleinen Sparers jedoch sollte schon gefälligst im Kreislauf des Finanzwesens bleiben!

goldbild.jpg
"An der Börse sind 2 + 2 nicht 4, sondern 5 - 1 !"
"Papier ist nicht nur geduldig, es brennt auch gut!"
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warumist :

TTP

 
00:56


https://www.youtube.com/...=4yoaEzZ_0_M&feature=youtu.be&t=4m

"Wir schreiben das Jahr 2310. Der Siebtklässler Peter muss einen Aufsatz über die Menschen schreiben, die vor 300 Jahren gelebt haben. Damals, als es noch Autos gab. Er nennt seinen Aufsatz "Der Ölmensch" und verbindet das historische Datum 11. September 2011 mit der verpassten Chance, die Energiewende "
Dionysus :

da war letztens das Gerede von

6
01:08
"sozialistischer Misswirtschaft". Das eine war ein Video von einem Analysten-Bänker-Knaben zu Griechenland & Gold. Ich musste es nach wenigen Minuten abstellen, da schon am Anfang die Wiederholungen kamen, dass die sozialistischen Regierungen an den griechischen Misere schuld seien. Das was in Griechenland ablief hatte nichts mit Kapitalismus zu tun, das sei Sozialismus gewesen. Und hierbei im Forum pöbeln die einen auch gerne gegen die anderen. Dazu noch die übliche Witznummer Links vs. Rechts. Sind es doch mMn. Spaltbegriffe, die das durchsetzten gemeinsamer gesellschaftlicher Interessen verhindern sollen. Es geht um Werte, Ideologien, Ideale, sondern um rein pragmatische Machtsicherung und / oder Ausweitung und damit verbundenen Bereicherung. Wenn man nun die Begriffe ausser Acht lässt und einfach als Blendgranaten bezeichnet und dann die "Systeme" betrachtet, so hat in der UdSSR eine kleine Kaste von Unbekannten durch die Partei das System gesichert, so sichert eine kleine Kaste von Unbekannten durch 2 Parteien das System in der Übersee und so eine kleine Kaste von Unbekannten durch Räte und Kommissare das System der EU ab, das auf nationaler Ebene mit 2-4 Parteien / Mitglied abgesichert wird. UdSSR hatte Wahlen, USA haben Wahlen, EU hat Wahlen, Nationalstaaten innerhalb der EU haben Wahlen. Sogar das 3. Reich hatte Wahlen.
Nun, welche Bedeutung das Individuum und sogar Nationen aus der Sicht des Systems haben kann man sich sehr gut an der Sprache klarmachen. Bankenkrise, Weltwirtschaftskrise, Finanzkrise, Bankenrettung, Systemrelevanz, marktkonforme Demokratie, Vertrauen der Märkte zurückgewinnen, Wettbewerbsfähigkeit - innerhalb einer - Werte- und Solidargemeinschaft.

"Griechenland - nicht systemrelevant

Die Märkte mögen die Griechenlandkrise nicht. Aber Angst macht sie ihnen auch nicht. Das Thema ist durch."

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/...vant-13675352.html

Nun, wenn schon ein Staat nicht Systemrelevant ist, dann ist es ein einzelner Bürger schon mal gar nicht.

Spiegel 46/82 - http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14354979.html

"Die Ideologen, vor allem in der Sowjet-Union, sehen darin den Versuch des Westens, über die Kredite Druck auf den Ostblock auszuüben. Amerikanische Banker sind zu der Überzeugung gekommen, das Schuldenmachen im Westen sei auf Geheiß der Sowjet-Union geschehen, weil Moskau sich selbst habe entlasten S.158 wollen - mit der Absicht, das Geld nie wieder zurückzuzahlen.

Zusammengezählt ergeben die Verbindlichkeiten der Osteuropäer ohne Jugoslawien die gigantische Summe von 195 Milliarden Mark - das entspricht dem Nationaleinkommen von Ungarn und Bulgarien zusammen.

Aber Schulden haben die Osteuropäer nicht nur im Westen. Um die schwerfällige und unrentable Planwirtschaft, die immense Rüstungskosten zu tragen hat, überhaupt noch in Gang zu halten, mußte die Sowjet-Union Milliarden ausgeben. 1972 betrug die Finanzhilfe der Sowjet-Union für ihr Glacis in Osteuropa noch eine Milliarde Dollar. 1981 waren es mehr als 40 Milliarden."

"Niedergang auch in der Wirtschaft der sozialistischen deutschen Musterschüler - das Sozialprodukt ist statt um fünf, wie im Jahresplan vorgesehen, nur um drei Prozent gewachsen."

Die UdSSR hatte etwa 70 Jahre bestand und hatte einen Weltkrieg überstanden. Leider wissen wir es nicht, wie diese sich ohne die Einmischung der Amerikaner, also in einer friedliche Koexistenz entwickelt hätte. Ich bringe die UdSSR einerseits wegen den Schulden ins Spiel (schaut euch einfach diese lächerlichen Zahlen an :) ), anderseits weil es doch ein recht stabiles Gebilde mit langer Existenzdauer war. Zudem sehe ich einige Parallelen zur EU. Die Soviet Eliten bereicherten sich dadurch, dass die Güter (Ressourcen, Agrarprodukte) im Westen vertickt wurden und über schwarze Kanäle auch dort Gewaschen und Angelegt. Gutes Beispiel wären z.B. Getreideernten unter Stalin, die an Amerikaner verkauft wurden und zu Hungersnöten innerhalb der Bevölkerung führten.
Die Bundesrepublik beliefert mit ihren Produkten das Ausland, wobei die eigene Bevölkerung diese sich kaum noch leisten kann. Ist ähnlich wie die Produktion von Ikea in der DDR. Es ist für den Normalbürger egal, wie hart & produktiv er arbeitet - er hat nichts davon.
Nun weg von den Soviets und rüber zu den Amerikanern. Diese hatten in ihrer Geschichte "vier Meilensteine".
1. Unabhängigkeitserklärung 1776 -> Gründung
2. Bürgerkrieg 1861-1865 -> Zementierung des Staatenbundes unter Washingtons Führung
3. Etablierung der FED 1913 -> Abgabe der Macht über das Geldsystem, folglich auch Deregulierung des Finanzsektors
4. erneuerte Liberalisierung des Finanzsektors unter Reagan in den 80ern -> Verlagerung der Macht und Kompetenzen an den Finanzsektor

Der Staat zentralisierte also einerseits seine Macht und Kompetenzen und entmündigte sich selber zum Vorteil des Finanzsektors. Grob gesagt wurde die Macht erst gebündelt und an den größten Geldbeutel weiterverkauft. Dadurch wurde einerseits die Demokratie, oder besser gesagt der Einfluss der Bevölkerung auf den Staat unterwandert, anderseits entledigte sich der Staat damit auch seiner Grundfunktion als erster Diener des Volkes. Das Problem liegt also nicht in der Bezeichnung des Systems, sondern in der Verteilung der Macht und Kompetenz innerhalb dieses. War früher allerdings noch die Kontrolle über Menschen gleich zu setzten mit Macht, werden diese immer weniger Benötigt und werden nur zu störenden Kostenfaktoren.

Hier nun etwas ganz ganz "linkes" - "Es wird Zeit, dem Land Gesetze zu schenken, auf dass die Reichen die Armen nicht unterdrücken."
Der Satz ist mittlerweile fast 4000 Jahre alt und stammt aus dem Prolog des Codex Hammurabi. Das Problem ist also recht alt. Man kann die Verwaltungsform nennen wie man will - sobald die Machtkompetenzen sich auf einem Flecken sammeln, geht nicht unbedingt das System, aber ein Großteil der Bevölkerung vor die Hunde. Dabei Spielt es keine Rolle, ob Kleriker wie im Mittelalter, Adel wie in der Neuzeit, Monarchen wie in der Moderne, die Industriellen, Apparatchiks oder die Finanzmärkte, herrschen.

Ich selber Bewundere keltische, germanische und slavische (Kosaken) Organisationsformen. Kelten wählten ihre Könige, gaben ihnen Privilegien und Köpften sie dann schnell bei der Vernachlässigung der Pflichten. Bei den Germanen hatten die Adligen nur die Funktion eines Moderators in Rahmen von Volksabstimmungen. Die Kosaken hatten hingegen nur ein Kriegsrecht bei Gefahr im Vollzug. Sonst herrschte Anarchie im Rahmen einer Glaubens- und Dorfgemeinschaft.
badeschaum0. :

D : GR : Referendum

 
06:38
Das BILD-Referendum
Sollen wir Griechenland mit weiteren Steuer-Milliarden unterstützen?
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Am Sonntag sollen die Griechen abstimmen, ob sie das Sparpaket für ihr Land akzeptieren.
Wir Deutschen sollten gefragt werden, ob wir weiter zahlen wollen!
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Europa zahlt seit fünf Jahren für das bankrotte Griechenland! Insgesamt erhielt Athen rund 325 Milliarden Euro. Deutschlands Anteil daran: rund 88 Milliarden Euro!
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Auch die Deutschen sollen dazu befragt werden! Und entscheiden können, ob sie überhaupt weiter für Griechenland zahlen wollen.
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Das BILD-Referendum :
http://www.bild.de/politik/inland/...ld-referendum-41599084.bild.html
badeschaum0. :

IWF : Währungsfonds völlig unvorbereitet

2
06:40
Währungsfonds völlig unvorbereitet
Athen erschüttert die Prinzipien des IWF

Eine der mächtigsten Institutionen der Welt wird von einer bankrotten Regierung vorgeführt. Das finanzielle Risiko, das der IWF in Griechenland einging, ist groß. Doch für den Fonds geht es um mehr als nur um Geld.

Der Internationale Währungsfonds hat die Macht, selbst großen Staaten wie Brasilien oder Indonesien die Wirtschaftspolitik zu diktieren. Noch nie hat ein wirtschaftlich entwickeltes Land es gewagt, seine Schulden beim Fonds nicht zu begleichen. Zu groß ist die Angst der Regierungen, bei einem Zerwürfnis mit der mächtigen Institution wirtschaftlich nie wieder auf die Beine zu kommen.
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http://www.n-tv.de/wirtschaft/...nzipien-des-IWF-article15423791.html
elgreco :

Das muss man lesen

3
06:52
Manchmal denke ich mir, ich liege vielleicht falsch - denke dann weiter nach und komme wieder zu dem Schluss, dass ich Recht habe.

Hier ein wunderbarer Artikel, der Mann kann besser schreiben als ich, ist sicher auch glaubhafter - das muss man ganz einfach lesen:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/...EEEE9FA4A5E7A177C5
SG70 :

vanille

 
06:53
Ich stimme dir absolut zu, dass Wohlstand (der dann häufig in Konsum fließt) nicht der Maßstab für eine Gesellschaft sein muss. Aber leider erkennst du einen elementaren Punkt nicht und das hat nichts mit deiner oder meiner persönlichen Einstellung zu tun. Wenn die Mehrheit der Menschen in GR oder der DDR diesen Wohlstand (Konsum) hätten nicht haben wollen, dann würde die DDR heute noch existieren und wir hätten keine Probleme in GR.
Egal ob es dir oder mir gefällt, die Mehrheit der Menschen in der DDR oder GR wollte und will den westlichen Wohlstand. Das werfe ich niemandem vor, absolut ok.

Nur und das ist der Punkt, alles hat Konsequenzen. Wenn man den westlichen Wohlstand will, benötigt man eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Wenn man ihn nicht will, dann nicht. Aber das eine ohne das andere geht nicht, außer man findet einen "Deppen", der das dauerhaft bezahlt... und den gibt es leider nicht...

Aber es ist ebenso wie bei uns in kleinen. Wer 5000 bis 10.000 Euro im Monat verdienen will, der hat keine 40 Stunden Woche, da werden keine Überstunden bezahlt und Hauptschule und Maurerlehre reicht halt auch nicht usw. Muss aber auch niemand in D tun, jeder kann auch Hauptschule abbrechen und als Putzfrau/-mann arbeiten. Aber dann muss man eben auch bereit sein, mit wenig zufrieden zu sein.
Treppwitz :

#187368

 
06:54
Ich glaube, die hier so oft und gern gehegten Untergangsphantasien gehen über eine blosse Bestrafung der "Eliten" noch weit hinaus. Ich habe früher schon einmal geschrieben, dass ich darin den Wunsch erkenne, möglichst den ganzen Rest der Gesellschaft so tief in den Abgrund zu stürzen, dass man sich selbst endlich einmal an der Spitze wähnen kann. Das Grundproblem einiger Schreiber hier ist einfach, dass Anspruch und Wirklichkeit bei ihnen so dermassen weit auseinanderklaffen, dass ständige Frustration die einzig mögliche Konsequenz ist. Die halten sich tatsächlich für eine kleine, elitäre Gruppe, die die ganze Welt verstanden hat und deshalb auch dazu befähigt wäre, Führungspositionen einzunehmen. Die Realität besteht aber nunmal darin, dass sie unterdurchschnittlich intelligent, gebildet und arbeitswillig sind, ganz zu schweigen von Ethik und Sozialverhalten. Aber da ihnen auch die Fähigkeit zur kritischen Introspektion völlig abgeht, schieben sie ihr Versagen eben immer auf "das System", das deshalb in seiner Gänze überwunden werden muss, bevor sie endlich den Platz einnehmen können, der ihnen zusteht. Da würde wahrscheinlich noch nicht mal mehr ein Psychiater helfen, obwohl zumindest der Versuch einer Therapie dringend angeraten wäre.
SG70 :

HMK

 
07:05
Bei GR drehst du schon wieder die Schuldfrage um. GR wollte in den Euro und hat GS dafür bezahlt, dass die Bilanzen dem entsprechen. Zusätzlich sollte man mal klar sagen, dass weder GR noch GS betrogen hat. Es wurden z.B. Schulden in die Zukunft verlagert usw. Natürlich Trickserei, aber nicht direkt illegal oder eine Straftat. GS wurde dafür bezahlt dies zu tun. Das machen eben nun mal Firmen, wie Steuerberater (bei uns Kleinen) oder GS (bei den Großen). Da gleich wieder von US Geopolitik oder Sollbruchstelle zu sprechen ist wirklich paranoid.
Es ist die Tätigkeit von Unternehmensberater rechtliche Grauzonen zu finden, um kostengünstig Mitarbeiter zu entlassen, es ist die Arbeit von Steuerberatern, dass ihre Klienten möglichst wenig Steuern bezahlen und es war die Arbeit von GS GR "nach außen" eurofähig zu machen. Nochmals bei allen diesen ist das Ziel nicht illegales zu tun, aber eben rechtliche Grauzonen zu finden, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Genau dafür werden solche Firmen bezahlt...

Natürlich ist es ein Teil der Wahrheit, dass die EU auch nicht so genau hinsehen wollte. Aber mM hatte das einfach 2 Gründe:
1. GR war für 2% des BIPs der Eurozone verantwortlich. Dass ein solcher Zwerg solche Verwerfungen wie 2010 verursachen konnte, war damals nicht abzusehen. Die Vernetzungen und Folgen wurden eigentlich erst mit Lehman der Politik und uns allen bewußt.
2. GR ist einfach die älteste Demokratie in Europa und deshalb wollte man diese auch dabei haben.
Silverhair :

Guck an: #...442

 
07:07
Wir sind Kosaken !
Und meist Links-Odrige oder Rechts-Rheinische  :-)
flk1973 :

:-)

 
07:16


ne ... man wollte Griechenland schon immer im EUR haben !! Man hat sogar die
Scheinchen bereits optisch auf Griechenland Beitritt getrimmt ...
Die Gelder fliessen deshalb so reichlich, weil Politiker ungern Fehler zugeben
wollen, reichlich Ökonome warnten vor der Aufnahme mancher Länder, weill es
für beide Seiten schlecht sei !!
Man ignorierte diese Warnungen mit Absicht - nicht nur in Griechenland ....
1ALPHA :

#187445 Beten für den Frieden?

3
07:42
Der von Dir eingestellte Text elgreco ist recht gut - könnte zwar weniger komprimiert -also detaillierter - sein, was aber verständlich ist, denn komplexe Texte überfordern Viele.

Einen Punkt im Text lehne ich aber ab: "Beten für den Frieden". Beten in der Situation dient nur der Selbstberuhigung. Beten hilft auch den USA nicht, sondern nur vermehrte Exporte, um die steigenden Zinszahlungen an Länder wie China+Rußland im kommenden Zinszyklus durch Warenlieferungen aufzubringen.

Schaue ich mir die vielen Billionen US$ hohe Auslandverschuldung der USA an, so erkenne ich aber keine realistische Möglichkeit, die benötigten ExportWaren zu erstellen. Im Gegenteil, denn schon in etwa 3 Jahren beginnt auch der Export Chinas zu profitieren von den dann günstigen Energielieferungen aus Rußland, während gleichzeitig die Menge des BilligGases aus Rußland Richtung "EU" massiv abnimmt, was auch zu geringeren Transferzahlungen an die USA führt.
Zusätzlich befürchte ich dann - durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der preiswerteren China-Produkte - mehr Armut und Arbeitslosigkeit in ZentralEuropa und dadurch zunehmende Probleme zwischen den kulturellen Gruppen.

Und dann? Was bleibt dann? Beten?


Vanille65 :

SG70

2
08:09
Du bist nicht mal in der Lage dich auf eine ethische Diskussion einzulassen.
Du landest ausnahmslos immer wieder bei Geld und Konsum, merkst Du das Überhaupt noch ?
badeschaum0. :

Singapore Diamond Investment Exchange

 
08:10
Diamanten werden erstmals elektronisch gehandelt

Mit der Singapore Diamond Investment Exchange öffnet im September die erste Diamanten-Börse, an der Diamanten-Preise in Echtzeit notiert werden.

Eigentlich ist jeder Diamant ein Unikat. Jeder Stein muss deshalb einzeln betrachtet und bewertet werden, um einen Preis festlegen zu können. Dieser Umstand erschwert den börsengesteuerten Handel mit Diamanten – wie dies bei anderen Rohstoffen problemlos möglich ist. Diamanten als Investment-Klasse zu handeln, war damit bislang praktisch ausgeschlossen.
-
http://www.diamantwerte.de/...s-elektronisch-gehandelt/diamanten/988/
badeschaum0. :

Iran holt 13 Tonnen Gold

 
08:11
Die Lockerung der internationalen Sanktionen erlaubt es der Zentralbank des Iran, Gold aus Südafrika in die Heimat zu überführen.

Der Iran hat Goldreserven heimgeholt, die in Südafrika gelagert waren. Das gab die iranische Zentralbank am gestrigen Montag bekannt.

„Die Summe von 13 Tonnen Gold, die zuvor gekauft wurden und in den vergangenen zwei Jahren in Südafrika gelagert waren, aber aufgrund der Sanktionen nicht an Iran geliefert werden könnten, wurden in der vergangenen Nacht an die Schatzkammer der Zentralbank des Iran überführt“, erklärt der Präsident der iranischen Zentralbank, Valiollah Seif laut der staatlichen Nachrichtenagentur Fars.
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http://www.goldreporter.de/...t-13-tonnen-gold-nach-hause/gold/51548/
badeschaum0. :

Europas Presse:

 
08:22
Griechenland
Europas Presse: Genervt vom Referendum

Die anfängliche Syriza-Euphorie in Griechenland ist verschwunden. Auch in der europäischen Presse hat die griechische Regierung letzte Sympathien verspielt: Das bevorstehende Referendum stößt auf harsche Kritik.

"Welchen Sinn hat ein Referendum, wenn die Regierung schon entschieden hat?", schreibt die liberale slowakische Tageszeitung "Sme". Sie hält das Referendum für überflüssig. Noch weiter geht die tschechische Zeitung "Hospodarske noviny", die harsche Kritik an Ministerpräsident Alexis Tsipras übt: "Tsipras hätte schon im April oder Mai zurücktreten müssen, um eine Regierung an die Reihe kommen zu lassen, die sich mit Europa hätte einigen können. Stattdessen ging er bis zum bitteren Ende und hatte sogar noch die Dreistigkeit, ein völlig überflüssiges Referendum auszurufen."
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stimmungslage in der EU :
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Verständnis für die Not der griechischen Bevölkerung und den möglichen positiven Ausgang des Referendums äußert auch die polnische "Gazeta Wyborcza": "Jeder will ein höheres Lebensniveau, daher ist nicht ausgeschlossen, dass die Mehrheit für den Vorschlag der Regierung stimmt:
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Eine klare Ansage zur Sparpolitik kommt von der französischen Tageszeitung "Le Figaro": "Mit Ausnahme Griechenlands haben sich alle, Irland, Portugal, und Spanien, im Eiltempo reformiert, um den Euro zu behalten. W
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http://www.dw.com/de/europas-presse-genervt-vom-referendum/a-18558043
badeschaum0. :

Hauptziel der Flüchtlinge

 
08:23
Griechenland wird zum Hauptziel der Flüchtlinge in Europa

Das UN-Flüchtlingshilfswerk schlägt Alarm: Die Zahl der Flüchtlinge, die übers Mittelmeer nach Europa kommen, erreicht einen Rekordstand. Zudem verschiebt sich der Hauptstrom der Migranten von Italien nach Griechenland.

In diesem Jahr haben bereits 137.000 Menschen die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer zu europäischen Küsten gewagt. Das sind 83 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mitteilte. Parallel dazu wuchs die Zahl der unterwegs ums Leben gekommenen Menschen deutlich: 1867 Menschen starben in diesem Jahr bei der Flucht auf dem Meer, davon allein 1308 im April. Nachdem die EU angesichts der beispiellosen Zahl von Ertrunkenen im April ihre Such- und Rettungseinsätze ausgeweitet hatte, ging die Zahl der Todesopfer nach UN-Angaben deutlich zurück. Im Mai gab es demnach 68 Tote, im Juni zwölf.
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http://www.dw.com/de/...iel-der-fl%C3%BCchtlinge-in-europa/a-18556946
Galearis :

und von dort weiter nach D.....

 
08:26
Robbi11 :

Die älteste Demokratie

 
08:34
Sei Griechenland, ist ein Schlagwort, denn von Demos=Volk war da nichts. Es war eine Aristokratie, welche sich demokratischer Diskussion bediente. Ansonsten gab es Leibeigene und Sklaven.  Die Wiedereinführung der griechischen Sprache war eine nationale Tat. Jeder Staat sollte nicht auf fremde Hilfe angewiesen sein,er sollte zuerst
Seine eigene lebensfähige Struktur finden. Aber das ist vielleicht auch nur eine Ideologie.
Galearis :

Ziehprass in blecherner Rüstung bzw Pappmache

 
08:34
er war nur der Spaltpilz der überwiegend faulen auf kredit und steuervermeidenden lebenden Bevölkerung.
No more Bail-out. Faß ohne Boden.
charly503 :

die haben, denke ich auch Hunger,

 
08:58
welch ein Glück das es auch andere Bringer gibt!

https://www.radio-utopie.de/2015/07/03/...er-als-morden-auf-der-erde/
elgreco :

So schaut es aus:

 
09:04
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/...westen-retten.html

Wer das nicht wahrhaben will ist im Stil von Sinn und damit einfach in der Masse der Blutsauger - Lohnaempfaenger - er will ja auch leben. Charakter spielt eben bei vielen Leuten keine Rolle und Intelligenz fuer Weitsicht ist auch nicht vorhanden.  
charly503 :

kann es mehr zerstörerische Politik geben

 
09:22
als wie sie jetzt schon vom Präsi betrieben wird?

http://de.sputniknews.com/politik/20150702/303053475.html
Ideal :

hmm der knallt ja früher hoch als ich es

 
09:25
mir dachte.Da freut sich ja mein A0S9GB welches physisch hinterlegt ist.Mal schuen wie weit der heuthochknallen wird.Denn die unsicherheiten und die nachfrage werden Goldin den kommenden tagen beflügeln.

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