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Ein Kofferhersteller rollt nach Frankreich

Dienstag, 04.10.2016 11:20 von

Unter Geschäftsreisenden gelten sie als Statussymbol: Rimowa-Koffer. Nun übernimmt die französische Luxusgruppe LVMH 80 Prozent am deutschen Kofferhersteller – und macht einen 23-jährigen Berufseinsteiger zum Chef.

Die französische Luxusgruppe LVMH von Bernard Arnault kauft zum ersten Mal in Deutschland zu. Sie übernimmt für 640 Millionen Euro 80 Prozent des Kofferherstellers Rimowa. Abgeschlossen werden soll das Geschäft im Januar 2017 – wenn die Wettbewerbshüter zustimmen.

Das Kölner Familienunternehmen ist bekannt für seine hochpreisigen Rollkoffer aus Aluminium und wird in dritter Generation von Dieter Morszeck geleitet. Der behält nach Angaben von LVMH 20 Prozent der Anteile und bleibt Co-Geschäftsführer. Neben ihm tritt Arnaults 23-jähriger Sohn Alexandre in die Leitung des Unternehmens ein. Für ihn, der frisch von der Eliteuniversität Polytechnique kommt, ist es die erste Verantwortung in einem Unternehmen.

Dass die erste Akquisition in Deutschland ausgerechnet ein Unternehmen betrifft, das exklusiven Reisebedarf herstellt, liegt vielleicht auch an der Tradition des französischen Luxusherstellers: Schließlich ist der Koffer- und Lederwarenhersteller Louis Vuitton seine bekannteste und wertvollste Marke. Wie Rimowa ist Louis Vuitton als Sattlerei entstanden. Der aus Nordfrankreich stammende Arnault hat durch das Sammeln wertvoller Marken wie Louis Vuitton, Moët&Chandon und Hennessy sein Imperium des Luxus aufgebaut.

In Deutschland war er bislang nicht vertreten. In den vergangenen Jahren konzentrierte LVMH sich auf die Expansion in Asien und generell in den Schwellenländern. Seitdem die schwächeln, rückt Europa wieder stärker in den Fokus. Seit zwei Jahren ist auch die Kooperation deutscher und französischer Luxushersteller enger geworden, über die beiden Verbände Comité Colbert und Meisterkreis.

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