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„Der Zug geht ab wie Schmitz' Katze“

Mittwoch, 14.09.2016 14:40 von

Die Bahn stellt ihren neuen Hochgeschwindigkeitszug vor. Die Mitarbeiter sind vom ICE 4 begeistert, die Kunden sollen es werden. Die WirtschaftsWoche hat Probe gesessen. Vieles ist gelungen, aber nicht alles wird besser.Wenn man wissen will, wie ein neues Hightechmonster so ist, fragt man am besten die, die es am meisten nutzen. Markus Paetow fährt seit 25 Jahren als Lokomotivführer bei der Deutschen Bahn. Er hat sie alle durch: den ICE der ersten bis zur dritten Generation. Der ICE 1 sei bisher sein „Lieblingszug“, sagt er, weil er die Hochgeschwindigkeit Anfang der Neunzigerjahre auf die Schiene gebracht hat und „relativ robust“ sei.Seit einigen Wochen testet Paetow den neuen ICE 4, den die Deutsche Bahn spätestens Ende 2017 in den Regelbetrieb übernehmen will. „Der Zug“, sagt der Bahner, „geht ab wie Schmitz' Katze“. „Er liegt wie ein Brett auf der Schiene.“ Der Zug sei luftgefedert, besser und ruhiger als jedes Vorgängermodell. „Das ist wie Schweben durch die Republik.“"Das Rückgrat der Fernverkehrsflotte"Paetow ist begeistert. Seine Kollegen sind es ebenfalls. Und künftig sollen es auch die Kunden sein. Doch ob das so sein wird, hängt davon ab, ob die Fahrgäste die Innovationen, die der Bahn-Vorstand verspricht, auch wirklich schätzen werden.Für die Deutsche Bahn ist der heutige Tag jedenfalls ein ganz wichtiger. Das Unternehmen stellt in Berlin ihren ersten ICE4 der Öffentlichkeit vor. Ein Produkt von Siemens (Siemens Aktie) und Bombardier. Der Zug werde „das Rückgrat der Fernverkehrsflotte“ sein, sagt Berthold Huber. Der Personenverkehrsvorstand schwärmt von der „größten und teuersten Bestellung“ in der Geschichte des Konzerns. 130 Züge im Wert von 5,3 Milliarden Euro sind geordert. Sie sollen die Metropolen im Stundentakt miteinander verbinden. „Perspektivisch zwei Mal pro Stunde“, so Huber.

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