Der „Gold-Euro“ – eine Versicherung gegen den Euro-Crash

Mittwoch, 14.09.2016 08:20 von

Die Einführung eines „Gold-Euro“ würde Anleger vor Negativzinsen und Inflationsgefahren schützen. Er könnte auch als potentielles Notgeld dienen, falls der Euro auseinanderbrechen sollte. Ein Gastbeitrag.

Thomas Mayer ist Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institutes und war Chefvolkswirt der Deutschen Bank; Flossbach von Storch setzt in der Vermögensverwaltung gerne auch auf Gold (Goldkurs). Thorsten Polleit ist Chefökonom des Goldhändlers Degussa und volkswirtschaftlicher Berater der Polleit & Riechert Investment Management LLP; Ulrich van Suntum lehrt VWL an der Universität Münster und ist stellvertretender Vorsitzender der Euro-kritischen Alfa-Partei, der Abspaltung der AfD.

Während Flüchtlinge, Türkei und islamistischer Terror derzeit die Schlagzeilen bestimmen, schwelt die Eurokrise weiter. Ein Scheitern des Euro ist möglich, manche halten das sogar für wahrscheinlich. Im Folgenden beschreiben wir die Idee einer Schattenwährung, des „Gold-Euro“, die im Fall eines Auseinanderbrechens der Eurozone sofort als Notgeld und gegebenenfalls auch als dauerhafte Währung landesweit oder regional im Euroraum genutzt werden könnte.

Der Gold-Euro soll zunächst vor allem eine inflationsgesicherte und gegen Negativzinsen immunisierte Wertaufbewahrung ermöglichen, und zwar durch Bindung des Wertaufbewahrungsmittels an das Gold. Damit würden die Sparer zwar den Schwankungen des Goldpreises unterliegen, hätten jedoch in langfristiger Sicht einen verlässlichen Schutz gegen die in Euro auftretende Inflation. Im Grundsatz könnte der Gold-Euro auch die beiden anderen Geldfunktionen erfüllen, d.h. sowohl als Recheneinheit als auch als Zahlungsmittel dienen, wenn hohe Schwankungen der Euro-Inflation diese Funktionen der Gemeinschaftswährung einschränken.

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