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Bilanzmanipulation, Finanzchef gefeuert – alles nur ein Fake

Mittwoch, 23.11.2016 10:40 von

Gefälschte Mitteilungen haben Vinci (Vinci Aktie) für Aufruhr gesorgt – der Aktienkurs des französischen Baukonzerns krachte um bis zu 18 Prozent ein. Offenbar steckt eine NGO hinter der kriminellen Aktion.

Nach dem Kurssturz der Aktie des Bau- und Dienstleistungskonzerns Vinci diskutiert man in Frankreich darüber, wie ein grotesker Betrug so erfolgreich sein konnte. Die Betrüger hatten ein gefälschtes Kommuniqué verschickt, in dem angebliche Bilanzmanipulationen gemeldet wurden, die zur Entlassung des Finanzchefs geführt hätten. Vinci müsse seinen Jahresabschluss für 2015 und das erste Halbjahr 2016 erneuern und vermutlich einen Verlust ausweisen. Der Fake wurde an mehrere Nachrichtenagenturen und Zeitungen geschickt. Bloomberg verbreitete kurz nach 16 Uhr eine Meldung.

Das Kommuniqué war unterzeichnet mit dem Namen des echten Pressechefs. Unter einer falschen Telefonnummer soll sich eine Person gemeldet haben, die die vermeintliche Bilanzfälschung bestätigt haben soll. Rund 20 Minuten später folgte ein weiteres Kommuniqué, das energisch dementierte, dass der Finanzchef entlassen werde. Die Bilanzprobleme seien aufgrund einer Indiskretion bekannt geworden. Dieses zweite Fake-Kommuniqué, unterzeichnet von einer anderen Person, löste offenbar noch größere Bestürzung aus.

Innerhalb kürzester Zeit stürzte die Vinci-Aktie um bis zu 18 Prozent ab. Kurz nach 17 Uhr schließlich dementierte Vinci die Bloomberg-Meldung, der Aktienkurs begann, sich wieder zu erholen. Das Papier schloss aber leicht im Minus. Der falsche Pressesprecher soll sich später bei der Agentur gemeldet und als Mitarbeiter einer NGO bezeichnet haben, die Rache an Vinci nehmen wolle, weil der Baukonzern sich in Russland und Frankreich Verfehlungen zuschulden kommen lasse und in Katar Bauarbeiter unmenschlich behandele.

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