Angst vor der Abschottung

Freitag, 18.11.2016 13:20 von

Die Wahl von Donald Trump erschüttert die Schwellenländer. „America First“ statt eines freien Handels ist Gift für viele der aufstrebenden Exportstaaten. Besonders Mexiko und China müssen sich Sorgen machen.

Wer vor der US-Präsidentschaftswahl wissen wollte, wie die Chancen auf einen Sieg von Donald Trump standen, brauchte dafür  gar nicht auf die Wahlumfragen zu schauen. Ein Blick auf die Entwicklung des mexikanischen Pesos reichte. Die Währung fiel zum US-Dollar jedes Mal, wenn Trump in den Umfragen vor Hillary Clinton lag.

Seit die Amerikaner den Republikaner gewählt haben, der eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen will und das Freihandelsabkommen Nafta – die wirtschaftliche Lebensader des südlichen Nachbarn – infrage stellt, hat der Peso bis zu zehn Prozent gegenüber dem Dollar (Dollarkurs) verloren. Dabei fiel er auf ein historisches Tief.

Doch nicht nur Mexiko fürchtet Trump. Dessen Wahlkampfslogan „America First“ lehrt viele Schwellenländer das Gruseln. Denn der zunehmende Wohlstand der Emerging Markets basiert überwiegend auf einem relativ freien Welthandel. Trump will sein Heimatland wieder stark machen, vielen US-Amerikanern ihr Selbstbewusstsein zurückgeben – und das eben auch auf Kosten der restlichen Welt. Der Harvard-Ökonom und frühere US-Finanzminister Larry Summers warnt bereits vor einem „substanziell gestiegenen Risiko einer Finanzkrise in Schwellenländern“. Die befürchtete protektionistische Politik der Regierung Trump untergrabe das Vertrauen in die globalen Märkte.

„America First“ gilt auch für Investoren

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