Die Flagge der Europäischen Union.
Mittwoch, 08.05.2024 11:49 von | Aufrufe: 147

Aktien Europa: Erholung setzt sich weiter fort - Erneut Rekord an Londoner Börse

Die Flagge der Europäischen Union. pixabay.com

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben auch am Mittwoch ihre Erholung mit gedrosseltem Tempo fortgesetzt. Der wichtigste britische Index, der "Footsie", setzte zugleich seinen Rekordlauf fort. Unterstützung kam erneut von Unternehmensseite. In Summe überzeugten die weiteren vorgelegten Quartalsbilanzen die Anleger. Positiv war zudem mit Blick auf Konjunktursignale, dass in der größten europäischen Volkswirtschaft Deutschland die Industrie im März nicht so deutlich schwächelte wie erwartet. Im gesamten ersten Quartal stieg die Industrieproduktion zudem leicht.

Der EuroStoxx 50 stieg am späten Vormittag um 0,56 Prozent auf 5043,97 Punkte. Damit legte der Leitindex der Eurozonen den nunmehr vierten Handelstag in Folge zu. Für den französischen Cac 40 ging es um 0,96 Prozent auf 8153,45 Punkte hoch.

Am Londoner Markt erklomm der FTSE 100 eine neue Bestmarke und gewann zuletzt dann 0,36 Prozent auf 8343,20 Zähler. Im vergangenen Monat war er um 5 Prozent gestiegen und entwickelte sich damit besser als die US-Börsen.

Besonders gefragt waren an diesem Tag Aktien aus der Nahrungsmittel- und Getränkebranche. So gewannen die Papiere von Ahold Delhaize als einer der Favoriten im EuroStoxx 3,4 Prozent. AB Inbev stiegen sogar um 4,9 Prozent. Die Geschäfte des Supermarktbetreibers Ahold entwickelten sich in einem schwierigen Konsumfeld zum Jahresstart stabil. Analyst William Woods von Bernstein Research sprach von starken Resultaten in einem schwierigen Umfeld.

Außerdem startete der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev trotz weiterhin schwacher Geschäfte in den USA besser als befürchtet in das Jahr 2024. Analyst Edward Mundy von Jefferies sprach von einer starken Gewinnentwicklung beim Hersteller von Bieren wie Beck's, Budweiser und Stella Artois.

Besondere Aufmerksamkeit wurde den Papieren des angeschlagenen französischen Bahntechnikkonzerns Alstom zuteil. Sie gingen zunächst sehr kräftig auf Berg- und Talfahrt, bevor sie sich bei plus 1,9 Prozent dann einpendelten. Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen, ein wie erwarteter Ausblick sowie eine angekündigte milliardenschweren Kapitalerhöhung hatte die Aktie zum Handelsstart um etwas mehr als 7 Prozent gedrückt.

Rasch drehten die Alstom-Aktien jedoch ins Plus und sprangen bis zu elf Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit Oktober 2023. Am Markt wurde vor allem auf "Short Squeezes" verwiesen. Darunter versteht man starke, sich selbst verstärkende Kursgewinne. Auslöser sind Spekulanten, die bisher durch Leerverkäufe auf fallende Kurse gesetzt hatten und diese Position nun rasch auflösen müssen, um nicht noch mehr Kapital zu verlieren.

Direct Line gaben in London nach einem Zwischenbericht zum ersten Quartal um 2,6 Prozent nach. Laut Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown ist es noch ein langer Weg, wenn der Versicherer eine stabile Dividende zahlen und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen wolle./ck/zb


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