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VW wehrt sich gegen Anordnung für Tarifverhandlungen

Freitag, 02.09.2016 08:20 von

Volkswagen möchte nicht mit knapp 160 Spezialisten im US-Werk Chattanooga über einen eignen Tarifvertrag verhandeln. Die Gruppe sei zu klein. Der Autobauer geht nun gegen die Anordnung einer US-Behörden in Berufung.

Das jahrelange Ringen um mehr Einfluss der US-Autogewerkschaft UAW bei Volkswagen (VW Aktie) im Werk Chattanooga geht in die nächste Runde. Der Konzern kündigte am Donnerstagabend Berufung gegen eine Entscheidung der US-Behörde für Arbeitsbeziehungen (NLRB) an, wonach die Niedersachsen Tarifverhandlungen mit den Mitarbeitern der Instandhaltung in Chattanooga (US-Bundesstaat Tennessee) aufnehmen müssen. Man wolle keine Trennung der Belegschaft in Mitarbeiter der Produktion und jener in der Instandhaltung, hieß es zur Begründung.

Die Behörde hatte im April entschieden, dass die knapp 160 Spezialisten für Roboter und Maschinen im VW-Werk in Chattanooga wegen ihrer Ausbildung und Arbeitsweise andere Interessen als die übrigen Beschäftigten haben und deshalb über die UAW mit ihrem Arbeitgeber eigene Tarifverhandlungen führen dürften. Volkswagen argumentiert dagegen, dass derartige Entscheidungen nur für alle 1400 Beschäftigte gemeinsam getroffen werden sollten.

Die UAW versucht seit Jahren, Mitarbeiter in dem Werk gewerkschaftlich zu organisieren, um für die Belegschaft dort Tarifverträge aushandeln zu dürfen. Vergangenes Jahr hatte eine Mehrheit der Beschäftigten aus der Instandhaltung für eine Vertretung durch die Automobilgewerkschaft gestimmt. Die Abstimmung markiert einen der wenigen Siege der UAW im ansonsten weitgehend gewerkschaftsfreien Süden der USA.

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