Union Investment - UniGlobal-Fonds: 10/2013-Bericht, Portfolio etwas umgestellt

Donnerstag, 14.11.2013 10:52 von Aktiencheck

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die vorläufige Einigung im US-Haushaltsstreit hat im Oktober die Aktienkurse weltweit beflügelt, so die Experten von Union Investment in ihrem Kommentar zum UniGlobal (UniGlobal).

Unter dem Strich sei der MSCI World in lokaler Währung um 3,9 Prozent gestiegen. Der US-amerikanische S&P 500 habe sich um 4,5 Prozent verbessert. Der EURO STOXX 50 habe um 6,0 Prozent zulegen können.

Trotz der verbesserten Anlegerstimmung bleibe die Haushaltssituation in den USA als Belastungsfaktor bestehen. Mit der Entscheidung im Senat seien der Budgetstreit in den Januar 2014 und die Anhebung der Schuldenobergrenze de facto in das Frühjahr nächsten Jahres verschoben worden.

Für die Staaten an der europäischen Peripherie habe es zum Monatsende indes gute Neuigkeiten gegeben: in Form der BIP-Zahlen (Bruttoinlandsprodukt) für Spanien, das die Rezession nach zwei Jahren überwunden habe, und in Form eines überraschend positiven Einkaufsmanagerindexes für Italiens Dienstleister.

Im Berichtszeitraum habe das Fondsmanagement das Portfolio etwas umgestellt. Unter dem Strich seien im Oktober mehr Aktien abgestoßen worden als gekauft. So hätten sich die Experten unter anderem von Titeln des US-amerikanischen Versicherers Aflac getrennt. Das Unternehmen habe unlängst seinen Gewinnausblick für das kommende Jahr gekürzt. Überdies hätten die Experten Aktien des ebenfalls US-amerikanischen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Towers Watson veräußert. Das Papier habe in der Vergangenheit deutlich an Wert gewonnen und die Experten hätten die Gelegenheit genutzt, um Gewinne zu realisieren.

Mit den frei gewordenen Mitteln hätten die Experten unter anderem Anteile am deutschen Software-Unternehmen SAP sowie am US-Gesundheitskonzern Edwards Lifesciences gekauft, der zu den Technologieführern bei der Herstellung von Herzklappen zähle. In Folge des wachsenden Mittelstandes in den Schwellenländern sowie der Alterung der Gesellschaft in den Industriestaaten werde mit einer Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mit steigenden Behandlungszahlen gerechnet.

Nordamerika bleibe die wichtigste Anlageregion des Fonds. Hier seien rund 50 Prozent der Aktienanlagen investiert. Auf die Länder der Eurozone würden etwa 16 Prozent, auf die übrigen europäischen Staaten rund 15 Prozent der Aktienanlagen des Portfolios entfallen. (Stand vom 31.10.2013) (14.11.2013/fc/a/f)