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Trump-Sieg lässt Anleger in Gold fliehen

Mittwoch, 09.11.2016 13:20 von

Mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten ist an den Börsen alles gefragt, was sicher ist – vor allem die Krisenwährung Gold (Goldkurs). Goldanleger dürften noch länger zu den wenigen Gewinnern dieser Wahl gehören.

Der 45. US-Präsident steht für Vieles, das Investoren ein Graus ist: Mehr Protektionismus, höhere Zölle, weniger Freihandel, Abschiebung von Immigranten, größere Nähe zu Russland. Gleichzeitig gilt Donald Trump als wirtschaftsfreundlich, er will die US-Wirtschaft zum Beispiel durch deutliche Steuersenkungen entlasten.

Unwahrscheinlich auch, dass die US-Notenbank Federal Reserve nach Trumps Wahlsieg die Zinsen im Dezember wie geplant anheben wird. Trump gilt zwar als Gegner der Geldpolitik von Fed-Chefin Janet Yellen. Aber die Unsicherheit über die Zukunft der USA ist nun groß, und in diesem Umfeld könnte eine Zinserhöhung eine riskante Belastungsprobe für die Konjunktur sein.

Die Sorge über die wirtschaftlichen Effekte von Trumps Politik dürfte sich nach Einschätzung von Börsenkennern noch so lange halten, bis dessen Amtsführung eine realistische Einschätzung der Folgen für die Weltwirtschaft möglich macht. Der Dollar (Dollarkurs) gab in der Wahlnacht gegenüber Euro (+ 0,6 Prozent) und Yen (+1,5 Prozent) bereits deutlich nach, gleichzeitig setzte eine Flucht in die Krisenwährung Gold ein.Nach knapp 1270 Dollar zum Handelsschluss am Dienstag kletterte der Preis für das Edelmetall in der Nacht zeitweise auf mehr als 1336 Dollar pro Feinunze – ein Plus von 5,2 Prozent und damit der stärkste Anstieg seit dem Brexit-Schock. Erst mit der zunehmenden Gewissheit, dass Trump klar die Wahl gewonnen hat, fiel der Goldpreis wieder. Gegen 10:00 Uhr MEZ notierte Gold noch bei rund 1300 Dollar je Feinunze und behauptete somit noch immer einen Anstieg um 2,4 Prozent.

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