Tausche Anzug gegen T-Shirt

Mittwoch, 14.09.2016 12:00 von

Wenn eine Bank etwas auf sich hält, braucht sie eine digitale Ideenschmiede. Auch die staatliche KfW will mitmachen – und hat ein Digitallabor gebaut. Doch mit alten Gewohnheiten zu brechen, ist gar nicht so einfach.

Pressegespräche sind wie Pingpong: Journalisten fragen, ihr Gegenüber spielt den Ball (Ball Aktie) zurück. Bei der staatlichen Förderbank KfW nehmen sie die Sache mit dem Pingpong ziemlich wörtlich: KfW-Personalvorstand Günther Bräunig setzte sich am Dienstag an eine Tischtennisplatte im neuen „Digitallabor“ der Bank, um Fragen der Presse zu beantworten. Etwa diese: Was soll das Ganze? „Wir wollen hier die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Finanzsektor testen“, antwortet Bräunig. Deshalb hat die KfW in ihrem neuen Bürogebäude in der Bockenheimer Straße auch reichlich „Open Space“ für neue Ideen vorgesehen. Die hippe Ideenschmiede wartet mit einer Tischtennisplatte und quietschbunten Flugzeugtrolleys auf, die aussehen, als habe sie Virgin-Airlines-Gründer Richard Branson handkoloriert.

Derlei Startup-Feeling zu verbreiten, ist in der Frankfurter Bankenwelt schwer in Mode: Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie), Commerzbank (Commerzbank Aktie) und Co. wollen nicht als Bank-Dinosaurier aussterben. Wer etwas auf sich hält, hat eigene Ideenschmieden aufgelegt, tut sich mit jungen Fintechs zusammen oder gründet eigene Ableger. Ganz so weit geht die staatliche Förderbank KfW dann lieber doch nicht: Ihre eigenen Mitarbeiter sollen im Digitallabor erst einmal ausloten, inwieweit die Digitalisierung neue Chancen für die Bank eröffnet. Dabei sucht die staatliche Bank den direkten Draht zu Kunden, die sich etwa für Gewerbekredite oder Immobiliendarlehen interessieren. Die Fördergelder sollen aber weiter über Hausbanken vergeben werden: Am so genannten Durchleitungsprinzip wolle die KfW auch im Internetzeitalter nicht rütteln, versprach Vorstandschef Ulrich Schröder kürzlich auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“ in Frankfurt.

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