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ROUNDUP: Sender, Services und Druck treiben Bertelsmann an - Umsatz stockt

Mittwoch, 31.08.2016 12:14 von

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - Angetrieben von der Sendertochter RTL Group (RTL Group Aktie), dem Dienstleister Arvato und dem Druckgeschäft hat der Bertelsmann-Konzern seinen Halbjahresgewinn deutlich steigern können. Wie die Unternehmensgruppe mit fast 120 000 Mitarbeitern am Mittwoch mitteilte, stieg der Ertrag in den ersten sechs Monaten 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,1 Prozent auf 482 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebita), das Auskunft über den Profit der laufenden Geschäfte gibt, verbesserte sich bei den Güterslohern auf den Rekordwert von 1,11 Milliarden Euro (plus 4,7 Prozent).

Der Gesamtumsatz von Bertelsmann allerdings stagnierte nach Abschluss der ersten Jahreshälfte bei 8 Milliarden Euro. Gründe dafür waren die deutlich sinkenden Erlöse bei der Verlagsgruppe Penguin Random House um über 10 Prozent sowie der andauernde Umbau bei der Hamburger Zeitschriftentochter Gruner + Jahr.

Für das Gesamtjahr bleibt Bertelsmann-Chef Thomas Rabe aber optimistisch. Er geht von einem höheren Umsatz als 2015 (17,1 Milliarden Euro) aus. Unterm Strich sollen in dem Konzern weit über eine Milliarde Euro an Gewinn übrig bleiben.

Erstmals präsentierte das Unternehmen für alle acht Bereiche detaillierte Halbjahreszahlen. Vorstandschef Rabe will das Bildungsgeschäft langfristig zur dritten großen Umsatzsäule ausbauen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es hier auch mit 28 Prozent einen klaren Umsatzsprung auf 64 Millionen Euro. Noch ist dieser Unternehmensbereich aber in der Investitionsphase und bringt in diesem Jahr 13 Millionen Euro Verlust (2015: 3 Millionen).

Auf ähnlich niedrigem Niveau bewegt sich noch die junge Investitionssparte. Für diesen Sektor meldete Bertelsmann nach Anfangsverlusten 2015 von 7 Millionen Euro jetzt einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 42 Millionen Euro.

Eigentümer des Bertelsmann-Konzerns sind Stiftungen - allen voran die Bertelsmann-Stiftung. Die restlichen Anteile von knapp 20 Prozent hält die Familie Mohn./lic/DP/stb