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ROUNDUP 2: Rheinland-Pfalz will Opel in Kaiserslautern sichern

Mittwoch, 15.02.2017 17:51 von

(neu: Landesregierung und Oberbürgermeister von Kaiserslautern, 1. und 3. Absatz)

MAINZ/KAISERSLAUTERN (dpa-AFX) - Die rheinland-pfälzische Landesregierung will dabei helfen, die Opel-Werke in Deutschland bei einer möglichen Übernahme durch den französischen Autokonzern PSA zu retten. "Meine Landesregierung wird alles dafür tun, um die Standorte zu erhalten", erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz. "Wir wollen dazu beitragen, dass eine Allianz (Allianz Aktie) der Autohersteller allen Seiten etwas bringt." Dazu stehe Rheinland-Pfalz mit der Bundesregierung und Hessen in Kontakt. Wichtig sei, dass sich die Opel-Standorte nicht untereinander ausspielen ließen und dass Ruhe hereingebracht werde.

Die Landesregierung will eine "Task Force" unter Führung des Wirtschaftsministeriums bilden. Die Ministerpräsidenten der drei Länder mit Opel-Standorten - Dreyer, Volker Bouffier (Hessen, CDU) und Bodo Ramelow (Linke) sprachen mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Telefon über Opel. In Kaiserslautern stellen rund 2100 Beschäftigte Motoren und Fahrwerkskomponenten für Opel her. Das Hauptwerk Rüsselsheim ist von der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz etwas mehr als 10 Kilometer Luftlinie entfernt.

Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) sieht auch Chancen. Das Ziel des Verkaufsprozesses müsse eine erfolgreiche Allianz zwischen Opel und PSA sein, die die Standorte dauerhaft sichere, sagte er laut Staatskanzlei. "Opel kann auch unter der Führung von Peugeot (Peugeot Aktie) eine gute Zukunft haben." Kaiserslautern sei ein attraktiver Standort, der im Wettbewerb mit anderen Regionen bestehen könne. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rheinland-Pfalz, Dietmar Muscheid, forderte eine Beteiligung der Beschäftigten an Verhandlungen. Mitbestimmung sei eine Notwendigkeit. Ähnlich forderte dies auch der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD).

Der OB von Kaiserslautern, Klaus Weichel (SPD), will Kontakt zu den Stadtoberhäuptern der anderen Opel-Standorte aufnehmen. Er wolle sich eng abstimmen, sagte Weichel dem SWR.

Tausende Jobs stehen nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer bei einer möglichen Übernahme auf dem Spiel. Vor allem am Stammsitz Rüsselsheim könnten zentrale Einheiten verkleinert oder ganz abgebaut werden, weil ihre Aufgaben im Konzern übernommen würden, sagte der Direktor des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen. Die vorhandenen Kapazitäten seien eher zu groß, so dass die Lage für die Opel-Werke in Eisenach und Kaiserslautern über Nacht schlechter geworden sei.

Die Konzerne loten nach eigenen Angaben verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus. Die beiden Autohersteller arbeiten bereits seit 2012 bei verschiedenen Projekten in Europa zusammen./vr/pz/DP/tos