Reimanns kaufen Krispy Kreme – zum zweiten Mal

Mittwoch, 05.10.2016 11:20 von

Seit Jahren bastelt die Milliardärsfamilie Reimann an ihrem Kaffee- und Luxusimperium. Erst im Mai hatte der Clan für einen Milliarden-Betrag die US-Donutkette Krispy Kreme gekauft – und jetzt auch den Europa-Ableger.

Die US-Donut-Hersteller Krispy Kreme kauft seinen europäischen Ableger von einem Finanzinvestor zurück. Eigentlich in Deutschland kaum eine Meldung wert, denn die Donut-Kette ist vor allem in England und Irland stark – hierzulande ist der Konkurrent Dunkin' Donuts ungleich größer.

Was den Krispy-Kreme-Deal interessant macht: Hinter dem Unternehmen steht die deutsche Milliardärsfamilie Reimann. Wie viel sich die Familie den Europa-Ableger hat kosten lassen, ist nicht bekannt. Marktkennern zufolge dürfte die JAB Holding, das Finanz-Vehikel des Clans, zwischen 215 und 245 Millionen Euro gezahlt haben.

Ob das Geld gut angelegt ist, wird sich erst noch zeigen: Unter der Führung des Finanzinvestors Alcuin Capital hat Krispy Kreme große Wachstumspläne erarbeitet: Mit weiteren Niederlassungen und dem Eintritt in weitere Länder soll die Marke gestärkt werden, das Ebitda soll zuletzt um rund zehn Prozent gewachsen sein.

Der Milliardärsclan hat damit gerade noch rechtzeitig zugegriffen: Alcuin wollte das Europa-Geschäft des Donut-Herstellers eigentlich an die Börse bringen. Auch ohne Börsengang dürfte sich der Deal für das Londoner Finanzunternehmen gelohnt haben: Der kolportierte Kaufpreis liegt genau in dem Bereich, den Alcuin für den IPO angepeilt hatte.

Die Übernahme fügt sich in eine Reihe weiterer Deals der Reimanns ein. Seit vier Jahren feilt Geschäftsführer Peter Harf im Auftrag des Clans an einem globalen Kaffee-Imperium, das bereits diverse Kaffee-Hersteller (unter anderem den US-Nespresso-Konkurrenten Keurig Green Mountain), Krispy Kreme und verschiedene Kaffeehausketten umfasst. Weitere Hintergründe über die Familie und die Pläne von Peter Harf lesen Sie hier.

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