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Pannenserie kostet im Sommerquartal Milliarden

Mittwoch, 12.10.2016 15:20 von

Samsung rechnet für das dritte Quartal mit knapp 2,1 Milliarden Euro weniger Gewinn. Auch beim Umsatz korrigiert das Unternehmen seine Erwartungen nach unten. Grund ist die Pannenserie um das Smartphone Galaxy Note 7.

Das Desaster mit Bränden beim Smartphone-Flaggschiff Galaxy Note 7 verhagelt Samsung das dritte Quartal. Der südkoreanische Konzern teilte am Mittwoch mit, beim operativen Gewinn im Zeitraum Juli bis September sei mit umgerechnet knapp 2,1 Milliarden Euro weniger zu rechnen. Damit dürfte das Ergebnis des Smartphone-Weltmarktführers zum Vorjahr um 30 Prozent einbrechen. Samsung geht zudem von weniger Umsatz aus.

Erst am Dienstag hatte der Apple (Apple Aktie) -Rivale beim Galaxy Note 7, das eigentlich dem neuen iPhone Paroli bieten sollte, nach mehreren Bränden wegen mutmaßlich defekter Akkus den Stecker gezogen. Der Verkauf der rund 800 Euro teuren Geräte werde dauerhaft gestoppt, erklärten die Asiaten. Der Versuch, defekte Geräte auszutauschen, war zuvor gescheitert, nachdem auch ein Ersatzhandy Feuer gefangen hatte. Große Mobilfunk-Anbieter weigerten sich daraufhin, ihren Kunden das Note 7 zu verkaufen. Zudem bekräftigten mehrere Fluggesellschaften, das Smartphone dürfe an Bord einer Maschine weder betrieben noch aufgeladen werden. Analysten zufolge könnte der Rückzug Samsung am Ende bis zu 17 Milliarden Dollar (Dollarkurs) Umsatz kosten.

Samsung rechnet für das Sommerquartal jetzt noch mit einem Betriebsergebnis von 4,2 Milliarden Euro (5,2 Billionen Won), ein Drittel weniger als bisher. Der Umsatz dürfte sich nach neuer Schätzung auf 37 Milliarden Euro summieren. Samsung-Aktien waren am Mittwoch mit einem Minus von knapp einem Prozent aus dem Handel gegangen, seit Wochenbeginn haben sie zehn Prozent an Wert eingebüßt. Allerdings kam die Gewinnwarnung erst nach Börsenschluss in Seoul. Die südkoreanische Regierung sorgt sich bereits um mögliche Exporteinbußen durch die Probleme beim Vorzeige-Konzern des Landes.

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