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Obama blockiert Aixtron-​Übernahme durch Unternehmen aus China

„Oft werden Versprechen gebrochen“

Dienstag, 25.10.2016 14:40 von

Investoren aus China müssen in Deutschland mehr für Übernahmen zahlen als westliche Konkurrenten. Das liegt auch an ihrer mangelnden Zuverlässigkeit.

Chinesische Unternehmen machen mit Übernahmen Furore. Bei Aixtron müssen die Investoren allerdings gerade einen Rückschlag einstecken, weil Deutschland das Geschäft erst prüfen will. Woher kommen die Bedenken?Die Bundesregierung argumentiert mit Sicherheitsbedenken. Diese liegen etwa vor, wenn die Technologie eines Unternehmens für militärische Zwecke oder Spionage gegen Deutschland eingesetzt werden könnten. Ich weiß natürlich nicht, ob die Regierung im Fall Aixtron konkrete Erkenntnisse hat, die Sicherheitsbedenken rechtfertigen, halte diese aber für vorgeschoben. Ich glaube stattdessen, dass die Politik die Wettbewerbsvorteile der deutschen Industrie schützen will. Die Chinesen haben es ganz offen auf ihre sogenannte „Agenda 2025“ gesetzt, dass sie durch den Kauf von internationalen Unternehmen technische Rückstände wettmachen wollen.

Warum hat die Bundesregierung dann den Einstieg des chinesischen Haugerätekonzerns Midea beim deutschen Roboterbauer Kuka durchgewunken?Durchgewunken wurde der Fall Kuka nicht. Dort ist die Gefahr eines Know-how-Abflusses wegen des digitalisierten Geschäftsmodells noch deutlich größer. Die Politik hat den Einstieg der Chinesen allerdings mit anderen Mitteln zu verhindern versucht als bei Aixtron und wollte einen alternativen Erwerber für Kuka finden. Das hat aber nicht geklappt, weil deutsche Unternehmen nicht mithalten konnten oder wollten bei dem, was die Chinesen geboten haben.Der Nachholbedarf lässt chinesische Investoren immerhin hohe Preise für westliche Unternehmen zahlen, worüber sich der deutsche Mittelstand freuen sollte.Diese Preisaufschläge haben einen anderen Grund. Sie sind der Unzuverlässigkeit und der Unerfahrenheit vieler chinesischer Geschäftspartner geschuldet. Sie müssen mehr bieten als Investoren aus dem Westen, um überhaupt in die engere Wahl zu kommen.

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