Top-Thema

22:34 Uhr +1,55%
Aktien New York Schluss: Beeindruckende Rekordrally für Dow und S&P 500

Jobabbau vor allem in Deutschland

Freitag, 30.09.2016 14:40 von

Weniger Stellen, weniger Geschäftsbereiche, mehr Digitalisierung - der neue Konzernchef Zielke baut die Commerzbank (Commerzbank Aktie) radikal um. Der Vorstand ist überzeugt, die Bank damit profitabler zu machen.

Die Commerzbank schließt bei ihrem gewaltigen Stellenabbau betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Das Institut werde aber „alles tun“, um solche Schritte zu vermeiden, sagte Konzernchef Martin Zielke am Freitag in Frankfurt. „Wir sind uns einig, dass das Ziel sein muss, möglichst verträgliche Lösungen zu finden.“ Treffen werde die Schrumpfkur vor allem Deutschland, die Details sollen nun mit den Betriebsräten verhandelt werden.

Der Dax-Konzern hatte am Vortag angekündigt, 9600 seiner derzeit gut 45.000 Vollzeitstellen bis zum Jahr 2020 zu streichen. Weil die Bank zugleich 2300 neue Arbeitsplätze in Einheiten im In- und Ausland schaffen will, fallen unter dem Strich 7300 Vollzeitstellen weg.

„Die Entscheidung für den Personalabbau ist mir sehr schwergefallen“, versicherte der frühere Privatkundenchef Zielke, der den Vorstandsvorsitz im Mai übernommen hatte. Der Bank bleibe aber angesichts des massiven Umbruchs in der Branche keine andere Wahl. „Wir verdienen einfach nicht genug Geld“, betonte Zielke. „Wir müssen dringend selbst etwas tun, um die Bank wieder deutlich profitabler und wettbewerbsfähiger zu machen.“

Von der Konzentration auf die beiden Geschäftsbereiche Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden verspricht sich die Bank einen kräftigen Schub. „Insgesamt wollen wir bis 2020 im deutschen Markt netto zwei Millionen neue Kunden im Privatkundengeschäft gewinnen“, sagte Zielke. „Mir ist bewusst, dass das ambitioniert ist, aber wir haben gezeigt, dass so etwas möglich ist.“ Seit Ende 2012 bis einschließlich Juni 2016 kamen 940.000 zusätzliche Privatkunden hinzu, bis Jahresende sollen es eine Million sein. Damit hätte die Bank dann zwölf Millionen Privatkunden.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.