Gold: Frisches Zehnmonatstief

Donnerstag, 01.12.2016 10:31 von

München (GodmodeTrader.de) – Gold gibt am Donnerstag weiter nach und hat bei 1.168,04 US-Dollar je Feinunze ein knappes Zehnmonatstief erreicht. Dabei belastet das Edelmetall die Aussicht auf eine baldige Zinsanhebung der Federal Reserve Bank (Fed).

Bekräftigt wurde diese Einschätzung durch die gestern gemeldeten Daten vom US-Arbeitsmarkt. So haben US-Unternehmen im November deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Wie „Automatic Data Processing“ (ADP) mitteilte, ist die Zahl der Beschäftigten im US-Privatsektor (ex Agrar) um 216.000 gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um lediglich 161.000 gerechnet. Die robusten Daten stimmen bezüglich des am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktberichts für November optimistisch. Analysten kalkulieren im Schnitt mit einem Zuwachs um 165.000 Stellen.

Hinzu kommen neue Kommentare von Fed-Vertretern. So sieht sich der Chef der Notenbank von Dallas, Robert Kaplan, gestrigen Äußerungen zufolge durch die jüngsten Konjunkturdaten in seiner Einschätzung bestätigt, dass eine Reduzierung des Expansionsgrades der US-Geldpolitik „in naher Zukunft" sinnvoll erscheint. Die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im Dezember liegt laut FedWatch-Tool der CME derzeit bei 96,3 Prozent.

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Gold

Gold ist seit dem Wahlsieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen unter Druck. Der steigende US-Dollar, die Aussicht auf ein höheres US-Wirtschaftswachstum und steigende Inflationsraten und -Zinssätze haben die US-Staatsanleihenrenditen zulegen und im Gegenzug das zinslose Edelmetall an Wert verlieren lassen. Dass Gold in der Anlegergunst gesunken ist, spiegelt sich auch im SPDR Gold Trust, dem weltgrößten Gold-ETF wider, dessen Bestände am Mittwoch um 0,13 Prozent auf 883,86 Tonnen gesunken sind.

Gegen 10:25 Uhr MEZ wird Gold mit einem Minus von 0,27 Prozent bei 1.170,15 US-Dollar je Feinunze gehandelt.