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Eine Ausrede namens Brexit

Dienstag, 25.10.2016 18:40 von

Nach nur einem Quartal ist Opel zurück in der Verlustzone. Schuld ist der Brexit und das schwache britische Pfund, sagt man in Rüsselsheim. Doch das ist nicht das einzige Problem. Eine Analyse.

Opel ist zurück – in den roten Zahlen. Das erste Quartal haben die Rüsselsheimer mit einem Verlust von umgerechnet 130 Millionen Euro abgeschlossen. Das ist zwar besser als im Vorjahr, aber insgesamt eine Enttäuschung. Immerhin hatte man jüngst noch die Rückkehr in die Gewinnzone gefeiert.

Die Schuld dafür gibt man in Rüsselsheim dem Brexit. Seit die Briten beschlossen haben, sich aus der EU verabschieden zu wollen, wertet das britische Pfund immer weiter ab. Dementsprechend schwer haben es Importfahrzeuge oder Hersteller, die einen großen Teil ihrer Bauteile importieren müssen.

Tatsächlich ist Großbritannien für die Rüsselsheimer einer der wichtigsten Absatzmärkte. Und der Absatz der Opel-Fahrzeuge, die auf der Insel unter dem Logo der Schwestermarke Vauxhall verkauft werden, schwächelte zuletzt spürbar. Das macht sich in der Produktion bemerkbar. Im Werk in Eisenach, wo Corsa und Adam gebaut werden, hat Opel bereits bis zum Jahresende Kurzarbeit angemeldet.

Immerhin ist Opel einer der wenigen Hersteller, die diese Verluste zumindest teilweise mit einer Produktion auf der Insel ausgleichen können. In Luton läuft der Opel Vitara vom Band, in Ellesmore Port der neue Astra. So lange das Pfund schwach steht, wächst der Vorteil für den Hersteller, die in England produzieren und zu exportieren.

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