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„Die Spaltung Amerikas ist wirklich tief“

Donnerstag, 10.11.2016 18:40 von

Auch Rich Lesser, Chef der Boston Consulting Group, hat Trumps Wahlsieg überrascht. Im Interview spricht er über die Frustration vieler seiner Landsleute, Amerikas Wirtschaft und die Aussichten unter dem neuen Präsidenten.

Wenn Rich Lesser nicht gerade bei Kunden in der Welt unterwegs ist, arbeitet er von seinen Büros in New York oder Peking aus. Am Morgen nach der aufreibenden Nacht, in der die Amerikaner Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten wählten, nimmt sich der BCG-Chef und Amerikaner eine Stunde Zeit, die Fragen des Handelsblatts per Videoschalte zu beantworten.

Herr Lesser, willkommen im Handelsblatt Election Camp in Washington. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Ihnen bewusst wurde, dass Donald Trump und nicht Hillary Clinton ins Weiße Haus einziehen wird?Ich war überrascht. Natürlich habe ich im Vorfeld einige Umfragen wahrgenommen, die Donald Trump nachvollziehbare Chancen eingeräumt haben. Aber nachdem das FBI am Sonntag erklärt hatte, kein Verfahren gegen Hillary Clinton in der E-Mail-Affäre einzuleiten, schien es ziemlich wahrscheinlich, dass sie gewinnen würde.

Der Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman hat das Ergebnis auf Twitter als „Desaster“ bezeichnet. Hat er recht? Die Unsicherheit jedenfalls ist groß. Egal, ob man Hillary Clinton mag oder nicht, mit ihr wäre es berechenbarer gewesen. Donald Trump hat keine unmittelbare Regierungserfahrung, also ist es schwerer vorherzusagen, welche seiner politischen Ansätze, die er im Wahlkampf angekündigt hat, er umsetzt. Aber ich halte es für wahrscheinlich, dass es in einigen Bereichen große Veränderungen geben wird, zum Beispiel bei den Gesundheitsgesetzen.

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