Die Richterin, die Trump die Grenzen aufzeigt

Donnerstag, 10.11.2016 02:20 von

Im US-Bundesstaat Nevada soll es schwere Wahlmanipulationen gegeben haben. Das jedenfalls sieht Präsidentschaftskandidat Donald Trump so. Doch seinen Eilantrag weist eine Richterin auf bemerkenswerte Art zurück.

Richterin Gloria J. Sturman aus Clark County in Nevada ist eine resolute Frau, und jetzt auch ein Internetstar. „Haben Sie schon mal Twitter gesehen? Oder TV-Shows? Es gibt Trolle im Internet“, kanzelte sie ruhig, aber sehr bestimmt, einen verdatterten Anwalt des Trump-Teams in ihrem Gerichtssaal ab, „die solche Informationen bekommen und dann Menschen schikanieren, die nichts anderes machen, als ihren Mitbürgern helfen zur Wahl zu gehen. Warum soll ich eine Verfügung ausstellen, um die Namen von Menschen öffentlich zu machen, die nur ihre öffentliche Pflicht erfüllen?“ Das Video ist bereits ein viraler Hit.

Der Anwalt hatte zuvor die Namen der ehrenamtlichen Wahlhelfer verlangt, die am vergangenen Freitag entschieden hatten, eine Wahlstation in einem Supermarkt nach der offiziellen Schlusszeit um 20 Uhr offen zu halten, damit mehrere hundert Menschen, die seit Stunden in einer langen Schlange gewartet hatten, noch ihre Stimme abgeben konnten. Nachdem der Supermarkt – ausgerechnet ein mexikanischer – dann um 22 Uhr geschlossen hatte, hatte ein aufgebrachter „Wahlbeobachter“ des Donald-Trump-Teams berichtet, habe man sogar noch die Menschen, die im Laden waren, wählen lassen.

Deshalb schritt das juristische Team des Republikaners sofort in Aktion und verlangte die Namen der Mitarbeiter und ein Aussortieren der Wahlurnen des mexikanischen Supermarktes. So sollten die dort abgegebenen Stimmen ungültig gemacht werden können, falls die Wahlprozeduren für illegal erklärt würden. Völlig unmöglich, klärte die Richterin die Anwälte auf. Das Wahlsystem sei nun mal so angelegt, dass man geheim wähle.

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