Die Mechanik der Liebe

Freitag, 16.09.2016 14:00 von

Früher gab es Kleinanzeigen in der „Zeit“, heute gibt es Parship. Herr K. hat den Eindruck, dass jetzt alle parshippen – wenn sie nicht elitepartnern. Immerhin kommt die Sache so in die gnädigen Hände der Mathematik.

Koslowski parshippt jetzt. Es ist ein Milliardenmarkt. Alle parshippen mittlerweile, hat Herr K. den Eindruck. Manche elitepartnern auch. Außer ihm natürlich, denn er ist ja schon verheiratet. Wobei Berger aus dem Marketing ... na ja, darüber sollten wir hier vielleicht nicht reden, aber der ist angeblich mal auf einem weniger gut beleumundeten Portal verhaltensauffällig geworden, wo Konfession oder Musikgeschmack nicht unbedingt ausschlaggebend sind für ein erstes Date.

Berger sähe gern aus wie der ältere Bruder von Justin Timberlake, ist ebenfalls verheiratet, aber in dieser Beziehung offenbar etwas ... nun ja ... toleranter? Man weiß es natürlich nicht genau. Herrn K.s Assistentin hat das nur von einer Freundin aus der Personalabteilung gehört, die einen Bekannten hat, dessen Schwippschwägerin ... da verliert sich irgendwann Bergers Spur.

Es würde ja auch niemand zugeben, ebenfalls auf Seiten wie wildehausfrauen.de unterwegs zu sein. Vielleicht tut man Berger auch unrecht. Vielleicht verbringt er seine knapp bemessene Freizeit mit einem Taizé-Gebetskreis und ehrenamtlichem Engagement in einem Erstaufnahmelager. Aber das Gerücht ist einfach zu gut, als dass man es nicht genießen könnte, auch wenn wir schon wieder abschweifen.

Wenn es heute jedenfalls noch irgendwelche Kommunikations-Tabus geben sollte: Die Partnersuche zählt nicht mehr dazu. „Ich parshippe jetzt“, erzählt Herrn K.s Kollege Koslowski also in der Kantine in einem Ton, als müsse man ihn dazu beglückwünschen.

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