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Bitcoin accepted: Wo und wie kann man heute mit Bitcoins bezahlen?

Freitag, 10.11.2017 11:30 von Janine-Isabell Franz

Bitcoin etabliert sich immer mehr als Zahlungsmittel.
Bitcoin etabliert sich immer mehr als Zahlungsmittel. - pixabay.com / CC0
Das Bezahlen mit Bitcoins ist in den Medien und im Alltag derzeit präsenter denn je. Unternehmensriesen wie Microsoft oder Starbucks machen es vor. Doch auch kleinere Unternehmen könnten in Zukunft nachziehen.

Bitcoin ist die derzeit wohl bekannteste Kryptowährung. Mit einem Preis von mehr als 6.000 Euro pro Bitcoin wohl auch die Teuerste. Erst kürzlich hat Australien nach Japan im April den Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Doch auch außerhalb dieser beiden Länder kann man bereits mit Bitcoins bezahlen. Allen voran sind dabei die US-amerikanischen IT-Riesen Microsoft, Mozilla und Dell. Die Bitcoin-Welle hat jedoch sämtliche Bereiche des täglichen Lebens überschwemmt. Angefangen hat alles im Mai 2010 mit der Bestellung einer Pizza für 10.000 Bitcoins, die ein Nutzer in einem Bitcoin-Forum aufgegeben hatte. Damals besaßen die Bitcoins einen Gegenwert von gerade einmal 41 US-Dollar. Heute sind die 10.000 Bitcoins schon 71 Millionen US-Dollar wert.

Viele größere Unternehmen machen es bereits möglich

Der Bitcoin hat sich mittlerweile so etabliert, dass man neben einer Pizza auch das Onlineshopping bezahlen oder die nächste Reise buchen kann. So bietet der Online-Reiseanbieter Expedia seinen Kunden an, Hotel- und Reisebuchungen auch per Bitcoin zu bezahlen. Der japanische Onlinehändler Rakuten lässt seine Kunden ebenfalls mit der Kryptowährung bezahlen. Sogar die japanische Airline Peach will es bis Ende des Jahres 2017 möglich machen, Flugtickets mit Bitcoins zu bezahlen. Andere Unternehmen haben nachgezogen. Auch die US-amerikanische Kaffeehauskette Starbucks macht das Bezahlen mit Bitcoins möglich. Seit Juli bietet auch Lieferando, die Onlineplattform für Essensbestellungen, seinen Kunden die Möglichkeit, ihr Lieblingsessen mit Bitcoins zu bezahlen. Als Vorreiter in ihrem Bereich gilt auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die es bereits seit 2014 ermöglicht, Spenden in Form von Bitcoins zu überweisen.

Das Bitcoin-Fieber greift also auf immer mehr Unternehmen über. Kürzlich kamen Spekulationen auf, denen zufolge auch der Onlineversandhändler Amazon bald Bitcoins als offizielles Zahlungsmittel akzeptieren wird. Bei der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen äußerte sich Amazon nicht dazu. Anfang November berichtete jedoch "Der Aktionär", dass Amazon sich drei Domains gesichert hat, die im Zusammenhang mit Kryptowährungen stünden, unter anderem auch mit Bitcoin.

Mit einem Klick bezahlen

Das Bezahlen mit Bitcoins funktioniert über sogenannte Wallets - digitale Geldbörsen, die über den PC, das Smartphone oder im Internet bedient werden können. Beispiele dafür sind ArcBit, Bitpay Wallet, BitGo oder Fold. Über letztere können Nutzer bereits ihren Kaffee bei Starbucks bezahlen. Dazu laden sie über die App Bitcoins auf ihr Konto und bezahlen, indem ein von der App generierter Barcode gescannt wird. Bei vielen kleinen und privaten Geschäften, wie etwa Cafés oder Restaurants, ist die Möglichkeit mit Bitcoins bezahlen zu können jedoch noch eingeschränkt.

Bei jeder Bitcoin-Transaktion sollten sich Nutzer jedoch darüber im Klaren sein, dass diese gespeichert und veröffentlicht wird. Auch der Kontostand der Bitcoin-Adresse ist öffentlich einsehbar. Die Identität des Bezahlenden kann jedoch laut der Bitcoin-Plattform "Bitcoin.org" nicht nachverfolgt werden. Bitcoin-Zahlungen können auch nicht rückgängig gemacht werden, so die Plattform weiter. Nur der Empfänger kann den jeweiligen Betrag zurückzahlen.