Du schreibst:
"Die überproportionalen Preissteigerungen bei Sachwerten über Jahrzehnte könnte man schon als Merkmal zunehmender Instabilität interpretieren. "
Ich würde die "regelmäßigen" Anstiege der Mittelgerade nicht so negativ interpretieren, wie du (oder habe ich das falsch verstanden?), ich sehe es eher so, dass diese Mittelgerade einfach der aktuelle "Nullpunkt" ist.
Bzw. die Orientierung, bei welchem Zahlenwert sich gerade in diesem Moment der "faire Wert unseres Planeten" befindet...
;)
Als universellem Ausdruck einer Mischung aus Inflation (größter Anteil: >60%) und tatsächlich zugewonnenem Mehrwert in Form von Produktivitätsverbesserungen, technologischem Fortschritt, Verbreiterung der Wissenbasis, Lebensverlängerung, Zunahme der Weltbevölkerung und damit des real existierenden humanen Mehrwerts, Verlängerung der "effektiven" Lebensarbeitszeit (geringerer Krankenstand, gesünderes Leben), in Jahrzehnten gewachsenen immer komplexeren Strukturen und Abläufen bei der Produktion von Produkten (z.B. Autos, sollte ein Autokonzern oder Chipfabrikant der 1970er Jahre komplett in die heutige Zeit teleportiert werden und heute Produkte auf eine Weise produzieren, wie wir das heute tun, würde er das unmöglich schaffen können, der Stand der Fertigung heute ist ein Prozess, der musste tatsächlich wachsen und Reifen von 1970-2018) und damit einhergehend höhere Wertschöpfungstiefe in allen Bereichen des Lebens.
Zunehmende Instabilität erwächst daher m.E. nicht aus dem permaneten Anstieg der Mittelgerade selber, sondern tatsächlich eher durch ein überproportionales Abweichen der realen Kurse von der Mittelgerade nach oben.
Das bestätigt sich sehr gut auch durch die zurückliegenden 118 Jahre Börsengeschichte.
In den vergangenen 118 Jahren gab es genau nur ein einziges Mal ein 1929... und das geschah auch im Umkreis von 2 **Weltkriegen**.
Also inmitten "echter" Instabilität, wo wirklich haufenweise "echte" Werte vernichtet wurden.
Also wie groß kann die Wahrscheinlichkeit sein, dass wir ausgerechnet jetzt und in absehbarer Zeit ein neues 1929 bekommen sollten...
M.E. sehrsehrsehr gering.
Unser 2000 und auch das 2007 war schon schlimm und auch nötig und gesund, um die Übertreibung von 2000 komplett abzubauen.
Jetzt geht es erstmal für ein Jahrzehnt in die andere Richtung.
Dafür spricht nicht nur die "Mittelgerade", sondern dafür sprechen auch sehrsehr viele fundamentale Gründe.
Ich kann nicht stark genug betonen, wir stehen vermutlich erst am Beginn der großen Rally des 21. Jahrhunderts.
Am Fuße des BigbigBooms, vielleicht sogar der BigbigBobble, who knows... vorstellen kann ich es mir schon!!
Aber die Reihenfolge ist sonnenklar: zuerst die Bubble, dann der Bust.
Umgekehrt ist es nicht möglich.
Ansonsten, ich finde es erstaunlich, wie stark unsere Ideen sich ähneln und das wir auch noch fast die selben Charts posten ist fast schon unheimlich.
:D
Noch ein paar Worte zu obigem Zitat von dir:
Was mit den angesammelten und übertriebenen Werten der oberen 1% ist, ist doch wirklich schon fast egal, weil wie du selber sagst: dieses Mittel befinden sich quasi in einem Paralleluniversum und haben kaum Einfluss auf unsere Lebensrealität, weil sie tatsächlich zum Großteil einfach nur herumliegen und "virtuell" immer mehr werden.
Einfach da die oberen 1% diese Werte gar in in reale Dienstleistungen einlösen können, da sie diese unglaubliche Vielfalt an Leistungen niemals innerhalb eines normalen Lebens komplett in Anspruch nehmen könnten.
Mag sein, dass diese Mittel irgendwann gebusted werden oder vielleicht auch nicht.
Im Endeffekt macht das kaum einen Unterschied für alle Beteiligten.
Nichteinmal für die 1%.
Wenn ein Milliardär 90% seines Vermögens verliert, wird das real fast genausowenig Auswirkungen auf seinen Lebensstil haben, wie wenn er aus dieser 1 Mrd 10 Mrd macht.
Überfluss ist halt Überfluss.
Noch mehr geht nicht, selbst wenn es auf dem Konto so aussieht.
Real wird einer mit 10 Mrd kaum anders leben, als einer mit 100 Mio auf dem Konto.
Okayokay,einer mit 10Mrd kauft sich evtl eine Villa die kostet 1Mrd.
Aber das ist ja nur virtuelles Geld für einen virtuellen Wert.
Der echte (Bau)Wert der Villa wird vielleicht bei 30Mio liegen und der Rest des Werte ergibt sich durch virtuelle Güter, wie "Lage" inmitten anderer Mrd-Villen oder Vorbesitzer war sonstwer etc..
Das meine ich mit Paralelluniversum: die oberen 1% zahlen Mondpreise, die die Dinge gar nicht "real" wert sind. Und wenn sie dann in 10 jahren die selbe Villa für 10Mrd verkaufen?
Wen juckt es schon?
"Die überproportionalen Preissteigerungen bei Sachwerten über Jahrzehnte könnte man schon als Merkmal zunehmender Instabilität interpretieren. "
Ich würde die "regelmäßigen" Anstiege der Mittelgerade nicht so negativ interpretieren, wie du (oder habe ich das falsch verstanden?), ich sehe es eher so, dass diese Mittelgerade einfach der aktuelle "Nullpunkt" ist.
Bzw. die Orientierung, bei welchem Zahlenwert sich gerade in diesem Moment der "faire Wert unseres Planeten" befindet...
;)
Als universellem Ausdruck einer Mischung aus Inflation (größter Anteil: >60%) und tatsächlich zugewonnenem Mehrwert in Form von Produktivitätsverbesserungen, technologischem Fortschritt, Verbreiterung der Wissenbasis, Lebensverlängerung, Zunahme der Weltbevölkerung und damit des real existierenden humanen Mehrwerts, Verlängerung der "effektiven" Lebensarbeitszeit (geringerer Krankenstand, gesünderes Leben), in Jahrzehnten gewachsenen immer komplexeren Strukturen und Abläufen bei der Produktion von Produkten (z.B. Autos, sollte ein Autokonzern oder Chipfabrikant der 1970er Jahre komplett in die heutige Zeit teleportiert werden und heute Produkte auf eine Weise produzieren, wie wir das heute tun, würde er das unmöglich schaffen können, der Stand der Fertigung heute ist ein Prozess, der musste tatsächlich wachsen und Reifen von 1970-2018) und damit einhergehend höhere Wertschöpfungstiefe in allen Bereichen des Lebens.
Zunehmende Instabilität erwächst daher m.E. nicht aus dem permaneten Anstieg der Mittelgerade selber, sondern tatsächlich eher durch ein überproportionales Abweichen der realen Kurse von der Mittelgerade nach oben.
Das bestätigt sich sehr gut auch durch die zurückliegenden 118 Jahre Börsengeschichte.
In den vergangenen 118 Jahren gab es genau nur ein einziges Mal ein 1929... und das geschah auch im Umkreis von 2 **Weltkriegen**.
Also inmitten "echter" Instabilität, wo wirklich haufenweise "echte" Werte vernichtet wurden.
Also wie groß kann die Wahrscheinlichkeit sein, dass wir ausgerechnet jetzt und in absehbarer Zeit ein neues 1929 bekommen sollten...
M.E. sehrsehrsehr gering.
Unser 2000 und auch das 2007 war schon schlimm und auch nötig und gesund, um die Übertreibung von 2000 komplett abzubauen.
Jetzt geht es erstmal für ein Jahrzehnt in die andere Richtung.
Dafür spricht nicht nur die "Mittelgerade", sondern dafür sprechen auch sehrsehr viele fundamentale Gründe.
Ich kann nicht stark genug betonen, wir stehen vermutlich erst am Beginn der großen Rally des 21. Jahrhunderts.
Am Fuße des BigbigBooms, vielleicht sogar der BigbigBobble, who knows... vorstellen kann ich es mir schon!!
Aber die Reihenfolge ist sonnenklar: zuerst die Bubble, dann der Bust.
Umgekehrt ist es nicht möglich.
Ansonsten, ich finde es erstaunlich, wie stark unsere Ideen sich ähneln und das wir auch noch fast die selben Charts posten ist fast schon unheimlich.
:D
Noch ein paar Worte zu obigem Zitat von dir:
Was mit den angesammelten und übertriebenen Werten der oberen 1% ist, ist doch wirklich schon fast egal, weil wie du selber sagst: dieses Mittel befinden sich quasi in einem Paralleluniversum und haben kaum Einfluss auf unsere Lebensrealität, weil sie tatsächlich zum Großteil einfach nur herumliegen und "virtuell" immer mehr werden.
Einfach da die oberen 1% diese Werte gar in in reale Dienstleistungen einlösen können, da sie diese unglaubliche Vielfalt an Leistungen niemals innerhalb eines normalen Lebens komplett in Anspruch nehmen könnten.
Mag sein, dass diese Mittel irgendwann gebusted werden oder vielleicht auch nicht.
Im Endeffekt macht das kaum einen Unterschied für alle Beteiligten.
Nichteinmal für die 1%.
Wenn ein Milliardär 90% seines Vermögens verliert, wird das real fast genausowenig Auswirkungen auf seinen Lebensstil haben, wie wenn er aus dieser 1 Mrd 10 Mrd macht.
Überfluss ist halt Überfluss.
Noch mehr geht nicht, selbst wenn es auf dem Konto so aussieht.
Real wird einer mit 10 Mrd kaum anders leben, als einer mit 100 Mio auf dem Konto.
Okayokay,einer mit 10Mrd kauft sich evtl eine Villa die kostet 1Mrd.
Aber das ist ja nur virtuelles Geld für einen virtuellen Wert.
Der echte (Bau)Wert der Villa wird vielleicht bei 30Mio liegen und der Rest des Werte ergibt sich durch virtuelle Güter, wie "Lage" inmitten anderer Mrd-Villen oder Vorbesitzer war sonstwer etc..
Das meine ich mit Paralelluniversum: die oberen 1% zahlen Mondpreise, die die Dinge gar nicht "real" wert sind. Und wenn sie dann in 10 jahren die selbe Villa für 10Mrd verkaufen?
Wen juckt es schon?
