Anzeige
Meldung des Tages: SILBER-TSUNAMI: $82/Unze – PRINCE SILVER EXPANDIERT BOHRPROGRAMM NACH HISTORISCHEM PREISANSTIEG
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 5050  5051  5053  5054  ...

Der USA Bären-Thread

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf Mercedes-Benz Group AG

Strategie Hebel
Steigender Mercedes-Benz Group AG-Kurs 5,03 10,22 19,32
Fallender Mercedes-Benz Group AG-Kurs 4,81 9,92 19,39
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB18QQ0 , DE000NB4ABK0 , DE000NB4P250 , DE000NG56XN2 , DE000NG8L750 , DE000NG8S9N0 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Beiträge: 156.447
Zugriffe: 26.367.341 / Heute: 1.067
S&P 500 6.886,51 -0,20% Perf. seit Threadbeginn:   +372,01%
 
lifeguard:

starker dollar (noch?)

2
13.11.16 10:38
genau wegen dieser problematik (starker dollar gleich weniger export) gehe ich davon aus, dass trump versuchen wird, die währung zu schwächen. dass die kombination hoher zinsen mit gleichzeitig schwacher währung nicht einfach zu erreichen ist, das bestreite ich gar nicht.

ich würde trump einen tabubruch mittels monetarisierung der staatsschulden, beziehungsweise der die finanzierung seines stimulusprogrammes direkt durch die notenbank durchaus zutrauen. dies würde meiner meinung nach den effekt hohe inflation und schwächung der währung haben.
Antworten
Anti Lemming:

Ergänzendes zu Banken und Bankenkrise

 
13.11.16 10:42
Man könnte argumentieren, dass wegen Trumps 5,3-Billionen-Stimulus so viel frisches Geld in den Markt fließt, dass auch bei steigenden Langlauf-Renditen (steilere Zinskurve) die Junkbond-Blase nicht platzt.

Hinzu kommt, dass Wall Street nichts unversucht lassen dürfte, das Anziehen der Zinsen am langen Ende als Normalisierung hinzustellen. Das Argument wird lauten (und lautet teils jetzt schon): Die US-Wirtschaft "wächst wieder". Deshalb sei es "normal", dass Langlaufzinsen und Kredite sukzessive teurer werden. So sei es auch von 2002 bis 2007 gelaufen.

Wer so argumentiert, übersieht jedoch, dass das "Trump-Wachstum" überwiegend aus neuem Stimulus und Neuverschuldung kommen wird. Es ist daher künstlich. Die neu geschaffene Infrastruktur mag schön für die Sicherheit (keine kollabierenden Brücken mehr) und Lebensqualität (kein Geholper auf den Straßen mehr) sein, aber sie erzeugt keinen Cash-Flow, aus dem die 5,3 Billionen Neukredit zurückgezahlt werden könnten.

Und genau deshalb ist es auch fraglich, woher Trump die 5,3 Billionen Neuverschuldung für die Stimulus-Sause überhaupt hernehmen will. Investoren dürften eher vorsichtig agieren. Denn sie sorgen sich um die wachsende US-Staatsverschuldung (könnte auf kritische 135 % steigen), der kein adäquates BIP-Wachstum gegenübersteht.

Neues QE der Fed zum Aufkaufen der Bond-Neuemissionen geht auch nicht (2009/10 hat die Fed als "Staatsanleihenkäufer der letzten Instanz" fungiert). Denn es passt nicht zur Erholungs-/Wachstumslüge und auch nicht zur von der Fed angestrebten Normalisierung des Zinsniveaus.

Warten wir also ab, wie künftige US-Staatsanleihen-Auktionen unter Trump laufen werden. Darin zeigt sich das Vertrauen in sein Konzept. Laufen sie grottig wie Freitag die Auktion neuer US-30jährigen, dann wird es schwierig mit Mr. Trumps neuer Schuldensause.
Antworten
lifeguard:

bankenrallye

 
13.11.16 10:44
hallo al, bei den banken könnten nicht nur die einnahmen steigen dank steigender zinsen, auch auf der kostenseite besteht hoffnung. die compliance kosten sind in den letzten zehn jahren geradezu explodiert. mit trump besteht die hoffnung, das völlig überbordende regelwerk etwas zu entmisten und durch weniger regeln, welche dafür intelligenter und tielführender formuliert sind, zu ersetzen.  
Antworten
Anti Lemming:

Ich räume ein,

2
13.11.16 10:51
dass der Feld-, Wald- und Wiesen-"Erklärjournalismus" zum Börsengeschehen (Handelsblatt in # 270 und meine Kritik an dem Artikel in # 277) von dieser Komplexität überfordert wäre, ebenso vermutlich die Leser.

Außerdem ist meine Interpretation bärisch. Das hat im HB schon deshalb keinen Platz, weil das HB hoch bezahlte Anzeigen von Fonds lancieren will, die unendliche Börsenanstiege verheißen.
Antworten
Anti Lemming:

# 280

2
13.11.16 10:55
Das komplexe, 850 Seiten umfassende Dodd-Frank-Gesetz wird Trump nicht ohne weiteres kippen können. Es wurde erlassen, um die Macht der Banken zu beschränken. Hintergrund ist, eine erneute spekulative Finanzkrise wie 2008 ff. zu vermeiden.

Obama hat das Dodd-Frank-Gesetz schon reichlich weichgespült. Wenn Trump seinen Reden Taten folgen lassen wollte (man darf ja noch träumen), müsste er die Zockerbanken eher noch stärker regulieren.
Antworten
lifeguard:

sell in may

 
13.11.16 11:32
sell in may and go away, but remember to come back in september.

kommt übrigens von uns schwimmmeistern, wir widmen uns dann voll unserer nebentätigkeit. und wenn ihr einen von uns seht mit einer rolex daytona, sea dweller oder einer iwc chronograph am handgelenk, ja, die uhr könnte echt sein.
Der USA Bären-Thread 952116
Antworten
Anti Lemming:

# 283 - September 2008 war ein großartiger Monat,

 
13.11.16 13:10
um nach Sell in May (2008) wieder einzusteigen.

Ein halbes Jahr später hatten sich die Indizes halbiert.

Ob man Gewinne oder Verluste gemacht hat mit dem damaligen "come back in September", hing allein davon ab, ob man long oder short war.

Aus dem Leichenberg der Longs soll 2009 auch der eine oder andere Arm mit einer Rolex herausgeragt haben.

Wie du siehst, ist alles relativ. Je siegessicherer eine Seite wird, desto größer werden die Chance der anderen.
Antworten
Katzenpirat:

#276 #279

 
13.11.16 14:09
Ich kann obige Argumentationen bestens nachvollziehen und will sie auch nicht grundsätzlich in Frage stellen. Ich möchte aber auf ALLE Szenarien, die uns in den nächsten Monaten und Jahren aus den USA erwarten, vorbereitet sein und deshalb die Diskussion weiterführen.

1. Wenn Trump nicht sehr rasch sein Gesicht verlieren will (Steuern runter, Infrastrukturausgaben rauf) wird es wohl oder übel daraufhinauslaufen, dass die Staatsschulden steigen. Ich denke, die kritischen Reps (und linke Demokraten) kann er für sein Stimulusprogramm ins Boot holen, wenn er ihnen hinter den Kulissen nur genügend Versprechungen macht.

2. Ich finde den Vergleich mit Italien und den USA etwas gewagt. Der Dollar ist die Weltleitwährung, die Produktivität in den USA ist einiges höher (auch unter Berücksichtigung der ital. Schattenwirtschaft). Die USA wird sicher weniger Mühe haben die Anleihen unter die Leute zu bringen.

3. Die Auslandsverschuldung der USA im Vergleich zu Japan ist ein Problem. Die Trumpjünger sind aber auch patriotisch. Was ist, wenn er an seine 50% appelliert, US-Bonds aufzukaufen, zum Wohle des Landes? Weshalb nicht den ersten Lohn der zukünftigen Maurer aus dem Rostgürtel gleich in Form von US-Bonds ausbezahlen?

4. Gemäss deiner groben Rechnung/Schätzung ist ein Anstieg der US-Staatsschuldenquote auf 135% denkbar. (Ich nehme an, du meinst bis Ende Amtszeit, Ende 2020?) Man könnte aber auch zu einem anderen Resultat kommen.

Angenommen das BIP-Wachstum steigt tatsächlich wie von Druckenmiller erhofft aufgrund von  Deregulierung, Steuersenkungen tatäschlich um 4 % p. a. dann könnte das US-BIP von 18.5 Bio (2016) auf 21.6 Bio (2020) anwachsen (Inflation mal weggelassen). Die Staatsschuldenquote per Ende 2020 könnte man aufgrund dieser Zahlen so veranschlagen:

Staatsschulden 2020: Staatsschulden 2016 + Zuwachs durch Stimulus bis Ende 2020 = 20 Bio + 5.3 Bio = 25.3 Bio $
Schuldenquote 2020: Schulden 2020/BIP 2020 = 25.3/21.6 = 1.17 bzw. 117%
(vermutlich sind die 5.3 Stimulusausgaben über einen längeren Zeitraum als 4 Jahre angedacht. Das habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Sind die Mehrausgaben über einen längeren Zeitraum vorgesehen, wäre die Schuldenquote entsprechend tiefer.)

5. In meiner obigen Rechnung fehlen die veranschlagten Ausfälle durch die geplante Steuersenkungen (4.4 Bio $ in 10 Jahren). Diese sollen aber durch Steuermehreinnahmen bedingt durch das Wachstum, Derregulierung z. B. der Umweltauflagen und Sparmassnahmen (Obamacare, Penny-Plan) kompensiert werden.

Selbstverständlich ist das alles eine Milchmädchenrechnung. Die zudem das Schneeballsytem "Staatsverschuldung" nur unwesentlich verlangsamt. Das Wachstum von 4 % jährlich reine Spekulation. Ich möchte aber die Amis nicht unterschätzen. Das kommt immer wieder vor und hilft uns auch nicht weiter.
Antworten
Anti Lemming:

# 285

 
13.11.16 14:52
"Ich denke, die kritischen Reps (und linke Demokraten) kann er für sein Stimulusprogramm ins Boot holen, wenn er ihnen hinter den Kulissen nur genügend Versprechungen macht."

Trump hat im Kongress ohnehin eine republikanische Mehrheit, mit der er Durchregieren kann. Sand im Getriebe sind allenfalls die rechten Reps von der Tea Party, die weniger (bis gar keinen) Staat wollen. Sie werden aber ebenfalls von Trump bedient, weil der Anteil des Stimulus, der für Steuersenkungen verbraten wird (der Staat muss das wegen der Steuersenkungen fehlende Geld in der Steuerkasse dann mit Krediten reinholen) überwiegend der 1 % Elite zugute kommt.

D.h. wenn Trump im Verhältnis Infrastruktur-Ausgaben zu Steuersenkungen passend gewichtet, werden die Reps das Paket vermutlich einstimmig absegnen - und was die Dems wollen, ist egal, weil sie überstimmt werden.

Die Kritik der Reps, das Stimulus nichts bringe außer Überschuldung, hört man von ihnen übrigens nur, wenn die Dems an der Regierung sind ;-)

Dennoch wird auch Trumps Stimulus wenig bringen und als Strohfeuer verpuffen. Nennenswertes BIP-Wachstum außer einer temporären Blüte in der Bauwirtschaft dürfte es nicht geben. Schon Obama musste 5 Dollar Stimulus auf den Kopf hauen, um für 1 Dollar Wachstum zu erzeugen. 117 % US-Schuldenquote "nach Trump" scheint mir zu optimistisch hinsichtlich des beim BIP realistisch Machbaren.

Dass "Deregulierung" der Joker zu Wachstum sei, halte ich für eine Spinstory. "Deregulierung" wagen nach dem 2008-Fiasko ja nicht einmal mehr die Banker selber (öffentlich) zu fordern. ;-)

Deregulierung bringt im Prinzip Blasen. Die aktuelle Blase bei Junk-Bonds ist aber bereits nicht mehr zu toppen. Sie ist prall bis zum Bersten. Da hat die Fed mit QE und ZIRP schon "hervorragende Vorarbeit" geleistet. Wenn Trump da noch weiter bläst, bekommt er nur Besuch von M. Lewinsky.
Antworten
Dreiklang:

Die USA sind nicht erpressbar (276)

3
13.11.16 16:11
Kurz: Die Amis sind wegen ihre hohen Auslandsverschuldung erpressbar, die Japaner nicht. Japan ist insofern ein Sonderfall. (Anti-Lemming)

Die USA geben die Weltleitwährung heraus und sämtliche Forderungen des Auslands gegen die USA  werden in Dollar notiert. Dank der FED sind diese Forderungen implizit stets gedeckt (der Fall Lehman war die große Ausnahme, ein politisches Spiel auf Risiko, und die USA haben es auch noch geschafft, diese Ausnahme zu ihrem Vorteil zu verwenden). Die Deckung mit Fiat-Money (FED) ist mit ein  Grund für das Vertrauen in den Dollar, mag es noch so widersinnig(!) erscheinen.

Was nun einen eventuellen Bond-Crash bei UST betrifft, so hat die Regierung leichtes Spiel. Denn letztlich kann die FED zu jedem gewünschten Zins UST kaufen. Auch wenn die aktuelle Umlaufrendite für UST bei 5% läge: Wenn die FED neue Anleihen für 2% kaufen will, dann sagt sie das Goldman-Sachs. GS kauft dann das Papier zu 99,99% (ein bisschen was will GS auch noch verdienen) vom Staat und reicht es zu 100% an die FED weiter. Die FED bezahlt GS mit Zentralbankgeld. Nichts Neues unter der Sonne... Das lukrative Zweitgeschäft besteht für Goldman-Sachs dann u.a. darin, heruntergedrückte UST auf dem Sekundärmarkt aufzukaufen und daraus Zins und Kurssteigerung bis zur Maturität zu kassieren. Die FED rechnet sowieso nicht anders - sie hält bis zur Maturität und macht damit auch Gewinn. Lediglich Draghi/EZB bringen es zustande, Anleihen mit negativer Rendite zu kaufen und "Strafzins" für die zwangsläufig entstehenden Einlagen bei der EZB zu kassieren, was die Geschäftsbanken, aber auch Pensionsfonds etc. existenziell betrifft.


Antworten
Dreiklang:

Trump versus Dollar-Trade

7
13.11.16 16:50
Wenn Trump die USA real rekapitalisieren möchte, muss er den seit Reagan : "Reaganomics" laufenden $-Trade beenden. Der $-Trade bestand und besteht darin, unter Ausnutzung der Weltleitwährungsfunktion das Ausland mit $ (Fiat-Money)  monetär zu kapitalisieren. Um die $ in das Ausland zu bringen, kamen sowohl verstärkte Importe als auch Auslandsinvestitionen in Frage. Alles mit Fiat-Geld. Daraus resultierte eine enorme Verbilligung und Ausweitung des Angebotes in den USA. Die USA konnten ihre konsumptiven Ausgaben, wozu auch die Rüstung gehört, seit Reagan enorm steigern. Die  Ausweitung/Verbilligung des Angebotes über Importe ging aber zwangsläufig mit einer Aushöhlung der eigenen industriellen Basis einher (ein spezieller Fall von "Dutch Disease")

Um eine Blockade von Importen über eine Abwertung zu erreichen, müsste der Dollar um mindestens 50% abwerten. Gegen wen? Gegen den Euro? Wenn es darum geht, im Wettlauf die eigene Währung zu ruinieren, hat Draghi unschlagbare Vorteile. Gegen den Renmimbi? Ja, da haben wir es mit einer Staatswirtschaft zu tun. Es gibt noch viele andere Argumente dagegen.

Was bleibt, sind Einfuhrzölle. Diese wirken nicht nur unterstützend für den Wiederaufbau eigener Wertschöpfung, sondern verschaffen dem Staat auch Einnahmen. Importzölle wirken auch unterstützend für die Währung, so dass Zinsanstiege trotz der importbedingten (Zoll) Preissteigerung moderat gehalten werden können. Die Entscheidung für Importzölle ist viel wichtiger als die für ein gigantisches Infrastruktur-Programm. Es wird wohl auf eine Kombination beider hinauslaufen.

Die Abschaltung des Spielzeugladens "Silicon-Valley" könnte eine Folge von prohibitiven Import-Zöllen sein, aber dem kann Trump gelassen entgegensehen. Kalifornien wählt sowieso die Demokraten, egal wie er entscheidet.  Die gesamte "Recovery" seit 2008 konnte man auf das King-County in WA, die San-Francisco-Bay und Manhattan abbilden. Noch mehr Amazon, Facebook  und Netflix bringen aber  niemanden weiter.

Im Unterschied zu den USA hat Japan diese Optionen (Zölle) übrigens nicht. Japan ist ein Export-Land. Japan stellt die Güter, die es braucht, selbst her. Außer Rohstoffe.

Womit wir beim Öl sind. Trump möchte die eigene Fracking-Förderung erhalten und die Rechtfertigung leitet sich daraus ab, diese als strategisch relevant anzusehen. Möglichst weitgehende Unabhängigkeit von Ölimporten. Auch wenn das den Staat etwas kostet.




Antworten
Anti Lemming:

Dreiklang # 287

 
13.11.16 17:42
"Was nun einen eventuellen Bond-Crash bei UST betrifft, so hat die Regierung leichtes Spiel. Denn letztlich kann die FED zu jedem gewünschten Zins UST kaufen."

Würde es ausländische Investoren nicht stutzig stimmen, wenn der Fed erneut - mitten in einer "Erholung" - mit QE käme? Staatsanleihenaufkäufe der Fed sind immer QE, das lässt sich nicht schönreden.

Die ökonomische Propaganda in USA lautet derzeit: "USA erholt sich." Sogar die Leitzinsen sollen wieder steigen.

QE lässt sich mMn nur als reine Notmaßnahme rechtfertigen. Die Leitzinsen müssten dazu nahe Null sein. Wenn der US-Leitzins demnächst auf 0,75 oder gar 1 % steigt, kann nicht gleichzeitig QE4 durchgezogen werden.

D.h. bevor es QE4 gäbe, müsste die Fed die Zinsen wieder auf nahe Null senken. Zinssenkungen haben eine höhere Priorität und sind auch einfacher zu machen.

Die Weltleitwährung Dollar steht und fällt mit der Kreditwürdigkeit der USA, Die einstige Bonitäts-Bestnote AAA ist längst verloren. Stiege die US-Schuldenquote (wie von mir geschätzt) auf 135 %, weil Trump die Staatsverschuldung um weitere 25 % hochschraubt, dann müssten Moody's und Co nochmals die US-Bonität runterstufen. Jedenfalls wenn sie an USA die gleichen Maßstäbe anlegen wie an die PIIGS. (Klar sind die Agenturen in dem Punkt auch parteiisch...)

Eines ist gewiss: Auch USA kann die Staatsschuldenquote nicht beliebig hochschrauben. Der damit verbunde Niedergang der Bonität ist ein Risiko für den US-Bondmarkt, den US-Dollar und den Status als Leitmacht. Irgendwann ist das Vertrauen auch verspielt. (Die Chinesen sind übrigens bereits 2008 auf Distanz gegangen.)
Antworten
Anti Lemming:

Zinsenkung in Neuseeland löst Erdbeben aus

5
13.11.16 17:59

(Aus der Serie: vulgärjournalistische Kausalitäts-Konstruktionen für Dummies, zuletzt in # 277)


Notenbank von Neuseeland senkt Leitzins auf Rekordtief

11.8.16 - WELLINGTON (dpa-AFX) - Die Notenbank von Neuseeland hat ihren Leitzins erwartungsgemäß auf den bisher niedrigsten Stand in der Geschichte gesenkt. Im Kampf gegen die zu geringe Inflation sei der Leitzins von 2,25 auf 2,0 Prozent reduziert worden, teilte die Zentralbank in der Nacht zum Donnerstag in Wellington mit. 

----------------------

Schwere Erdbeben in Neuseeland - Tsunami-Warnung

13.11.16 - Wellington (Reuters) - In Neuseeland hat sich am Sonntag ein schweres Erdbeben ereignet. Das Beben der Stärke 7,4 habe ein Gebiet rund 90 Kilometer nördlich der Stadt Christchurch auf der Südinsel Neuseelands erschüttert, meldete das US-Institut USGS.

----------------------

A.L. Es dauerte drei Monate, bis die gewichtige Entscheidung der Zentralbank Neuseelands in seismisch aktive Gesteinstiefen gesickert war.


Antworten
Saurier:

Flassbeck zur Gesamtlage ...

 
14.11.16 01:01
... 70s ab 01:31:45 sagt er was zum Worst Case:
youtu.be/5WogPUyxNM4
Ein Szenario wie in den 1930ern für möglich zu halten ist schon interessant - zumal da kein vom eigenem Wunschdenken geprägter "Börsenspezialist" spricht..
Antworten
Anti Lemming:

American Apparel ist zum 2. Mal pleite

 
14.11.16 08:24
Schöner Auftakt zum Trump-Sieg.

www.reuters.com/article/...uptcy-americanapparel-idUSKBN1390GX

American Apparel LLC filed its second bankruptcy in just over a year on Monday, weighed down by intense competitive pressures facing U.S. teen retailers and a rocky relationship with its founder.

The second bankruptcy comes as the retailer struggles to overcome years of losses and rising online competition. The company became a part of popular culture for its racy advertising and mercurial founder, Dov Charney.

American Apparel listed assets and liabilities in the range of $100 million to $500 million, according to a Delaware court filing...
Der USA Bären-Thread 952208
Antworten
Anti Lemming:

Fallstudien

3
14.11.16 09:02
Der USA Bären-Thread 952216
Antworten
Anti Lemming:

Trump senkt zu niedrige US-Steuern noch weiter

 
14.11.16 09:22
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/...r-staats-schulden/

Schulden-Krise
USA stehen vor einer Explosion der Staats-Schulden

Die Steuerpläne von Donald Trump werden zu einer drastischen Erhöhung der Staatsschulden führen.  
Antworten
Saurier:

WTI - Der nächste Richtungswechsel kommt bestimmt

 
14.11.16 10:35
... vielleicht bei 42$ im Laufe dieser Woche. Könnte man handeln beim Longsignal (CCI#-100, MA4+EMA4 gedreht) auf Tagesbasis, auf Wochenbasis gleichwohl, zumal es auf Monatsbasis aufwärts geht.
(Verkleinert auf 68%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 952244
Antworten
Dreiklang:

SPIEGEL-Ökonom im Panikmodus

5
14.11.16 16:29
Zuviel Inkonsistenz auf einmal, der Professor Müller gibt sich ja alle Mühe, aber die Wallstreet-Platte sollte er gegen eine andere austauschen:

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...scheitern-a-1121012.html
Zitate:
Kein unrealistisches Szenario: Während die Bauindustrie boomt, gehen weitere Industriearbeitsplätze im Rostgürtel des amerikanischen mittleren Westens verloren, also gerade dort, wo die Leute für Trump gestimmt haben, weil er ihnen neue, bessere Jobs versprochen hat.

Es geht Trump um die Binnenwirtschaft. Die ist gerade auch im "Rust Belt".

Ohnehin wird ein trumpsches Ausgabenprogramm auf eine Volkswirtschaft treffen, die bereits heute nahe der Vollbeschäftigungsschwelle arbeitet und die inzwischen kräftige Lohnzuwächse produziert.
Ach... gerade hatten wir die Arbeitslosen im Rostgürtel. Hat die amerik. Wirtschaft nun ein "Output Gap" oder nicht, Herr Müller?

Sollte Trump tatsächlich ein großes schuldenfinanziertes Ausgabenprogramm ins Werk setzen, wird Amerika Billionen Dollar im Ausland borgen müssen

Nein. Es geht Trump darum, die Binnenwertschöpfung hochzufahren. Dollar aus dem Ausland muss er weder borgen noch er will er diese überhaupt haben (!). Das kriegen die USA schon alleine hin.

Wertet in der Folge der Dollar auf, wie in den frühen Achtzigerjahren unter Reagan, würde das US-Handelsdefizit steigen, statt, wie von Trump versprochen, zu sinken. Betriebe würden an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, weiterer Jobabbau inklusive.

Und da ist der große Unterschied. Der Dollar wird aufwerten - aber die anderen Länder werden davon diesmal im Unterschied zu den goldenen 80ern nichts haben, da ja keine Importe generiert werden, sondern "nur" Binnenwertschöpfung. Da liegt ein dickes Problem - für Europa. Der merkantilistische Ansatz Trumps beendet das deutsche Geschäftsmodell mit "Exportweltmeista" - mindestens genauso lange, wie Draghi mit Negativzinsen den Euro künstlich unten hält. Wenn Draghi da nicht reagiert (er muss die Negativzinsen beenden) - dann werden wir Strafzölle bei Export in die USA (und evtl. auch woandershin) sehen. Das ist nämlich die Befürchtung des Professors: Die Amis lassen uns in good old Europe einfach sitzen.

Und Freund Krugman, sonst immer ein Freund expansiver Finanzpolitik, hält plötzlich die Klappe.
Antworten
lifeguard:

zinsen

2
14.11.16 18:21
(Verkleinert auf 66%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 952362
Antworten
lifeguard:

kurs gegen rendite

2
14.11.16 18:24
(Verkleinert auf 52%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 952364
Antworten
lifeguard:

der liebling meiner pensionskasse...

 
14.11.16 18:26
alle grafiken aus: www.fuw.ch/article/der-zins-schock-am-anleihenmarkt/
(Verkleinert auf 74%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 952365
Antworten
Anti Lemming:

# 296 Binnenwertschöpfung? Woher?

2
14.11.16 18:34
Die Billionen an Dollar, die Trump ausgeben will, können nur aus neuen US-Staatsanleihen (UST) kommen, die die US-Regierung herausgibt. Die Aktion rangiert ja unter "Stimulusprogramm".

Da Ausländer nicht viel mehr UST kaufen können und/oder wollen als jetzt (Euro-QE läuft bald aus, Chinesen kaufen lieber Firmen, Sachwerte usw.), bliebe im Wesentlichen nur die Fed, um die Billionen an neuen Staatsanleihen aufzukaufen. Das wäre aber QE4 und wäre nicht zu rechtfertigen, solange USA nicht in einer neuen Wirtschaftskrise steckt. QE4 ist auch mit den jetzt steigenden US-Leitzinsen kaum vereinbar. Grundsätzlich ist QE ein Joker, den Notenbanken aus dem Ärmel ziehen können, wenn Nullzinsen allein nicht mehr stimulierend wirken - also ein Instrument für akute schwere Krisen.

Ein selbstragender Aufschwung kann sich aus der Trump-Verschuldungs-Sause mMn auch nicht entwickeln, weil die fertigen Straßen und Brücken keinen nennenswerten Cashflow abwerfen. Zwar können die Bauarbeiter, solange sie die Jobs haben, mehr Geld für Konsum ausgeben. Aber was machen sie, wenn die Straßen fertig und die Programme abgelaufen sind?

Der einzige Unterschied zu heute wird dann eine noch höhere US-Staatsverschuldung sein, während das Stimulanz-Strohfeuer verpufft. Dann können die Amis nur auf breiteren, schöneren Straßen zum Arbeitsamt fahren...

Warum sollte Stimulanz unter Trump besser laufen als in den letzten Jahren unter Obama?

Bereits JETZT liegt die US-Staatsschuldenquote bei über 100 %. Sie dürfte dann auf 135 % steigen. D.h. US-Staatsanleihen werden dann zunehmend ausfallgefährdet. Rating-Agenturen werden die US-Bonität weiter senken. Die Renditen am langen Ende könnten - vom Markt getrieben (= UST-Verkäufe von Privatinvestoren) - steigen. Anstiegsgrund wäre Angst vor Ausfall (Risikoaversion) und nicht eine etwaige Wirtschaftsbelebung.

Folgen: Wenn die Renditen am langen Ende der US-Zinskurve deutlich steigen (tun sie jetzt schon, siehe # 297), dürfte die in den letzten Jahren bis zum Bersten aufgepumpte Junkbond-Blase platzen. Es gibt dann kaum noch Aktienrückkäufe. Die Börsen brechen ein, die nächste Finanzkrise kommt. Und die Notenbanken haben ihr Pulver schon in der ersten großen Finanzkrise in 2008 fast komplett verschossen.
Antworten
Anti Lemming:

Lance Roberts warnt vor Überbewertung

2
14.11.16 19:28
und sieht für 2017 - im Gegensatz zum Wall-Street-Konsens - Chance für Enttäuschungen. Am Ende des Postings habe ich Roberts' Langzeit-Chart des Case-Shiller-KGV (unten) kommentiert. Der SP-500 wäre bei 1400 fair bewertet.

realinvestmentadvice.com/...-about-a-new-secular-bull-market/

...While being a “stark raving bull” going into 2017 is certainly fashionable currently; as investors, we should place our faith, and hard earned savings, into the reality of the underlying fundamentals. It is entirely conceivable the current momentum driven markets, fueled by ongoing Central Bank interventions combined with optimism over the potential for economic reforms under the new administration, could certainly drift higher in the months to come. However, the reality is that the current underlying demographic trends, economic realities, and market fundamentals do not provide the base to support current price levels much less the entrance into a secular bull market akin to that of the 80’s and 90’s.

Of course, with virtual entirety of Wall Street being extremely bullish on the markets and economy going into 2017, along with bullish sentiment at extremely high levels, it certainly brings to mind Bob Farrell’s Rule #9 which states:

  “When all experts agree – something else is bound to happen.”

There are simply too many things we “don’t know that we don’t know.”  For that reason alone, 2017 could well turn out to be an interesting year for all the wrong reasons.



Hier ein Langzeit-Chart des Case-Shiller-KGV, das zurzeit bei über 25 liegt. Historisch war bei 25 bislang der Deckel drauf. Dass organisches Wachstum (statt wie bisher KGV-Aufblasung) hinzu kommt, ist angesichts der weltweiten Wirtschaftsflaute unwahrscheinlich. Der Chart stammt aus obigem Link.

Legt man beim CAPE den langjährigen Schnitt von 16,17 (gestrichelte Linie) zugrunde, wäre der SP-500 (aktuell 2170) fair bewertet bei 1400. Und dabei ist 16,7 nur der Mittelwert, der in Krisen auch stark unterboten werden kann. Werte um 6 hatten wir zuletzt 1980, das entspräche einem SP-500-Stand von nur 520.
(Verkleinert auf 60%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 952383
Antworten
Anti Lemming:

SocGen warnt vor US-Bond-Crash

2
14.11.16 19:57
www.marketwatch.com/story/...hats-concerning-goldman-sachs-2016-11-14

Velocity of Trump-fueled Treasury selloff has Wall Street spooked

As investors stepped on the bond-rout gas on Monday, pushing Treasury yields to their highest levels in months, concerns among strategists ramped up.

Goldman Sachs, for one, warned clients that the speed of the move has them worried about a deeper fallout in interest-rate markets, including vulnerable economies around the globe.

Bond markets, which were closed Friday for the Veterans Day holiday, resumed a vicious selloff on Monday, marking a fifth-straight session of climbing yields beginning last week after Republican Donald Trump beat Democrat Hillary Clinton in the U.S. presidential election. The latest action pushed yields on the benchmark 10-year notes to levels not seen in around a year. Bond prices and yields move in the opposite direction.

Even before the renewed leg to the selloff began, Goldman Sachs analyst Francesco Garzarelli was warning clients about the possibility of things getting much worse. He said in a note out Friday higher yields aren’t a huge surprise as markets need to replace U.S. inflation expectations from “very depressed levels.”
“more headroom for nominal yields and break-even inflation to rise.”

...With growth expectations come higher inflation expectations. And that leads to a repricing in the long end of the Treasury yield curve as investors demand to pay less and capture a higher premium for assuming increased risk of inflation, which erodes real returns. [Das ist die Schönwetter-Erklärung] A flurry of bond issuance to fund federal spending could also aggravate a rise in bond yields as more bond supply crowds the market. [Das kommt meiner Erklärung in # 300 näher ;-)]...
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 5050  5051  5053  5054  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf Mercedes-Benz Group AG

Strategie Hebel
Steigender Mercedes-Benz Group AG-Kurs 5,03 10,22 19,32
Fallender Mercedes-Benz Group AG-Kurs 4,81 9,92 19,39
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB18QQ0 , DE000NB4ABK0 , DE000NB4P250 , DE000NG56XN2 , DE000NG8L750 , DE000NG8S9N0 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.795 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 11:22
469 156.446 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 01.01.26 14:00
  55 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax ARIVA.DE 19.10.25 10:00
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--