Anzeige
Meldung des Tages: J.P. Morgan sieht 5.000–6.000 US-Dollar Gold!!!
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 4258  4259  4261  4262  ...

Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.447
Zugriffe: 26.367.674 / Heute: 1.401
S&P 500 kein aktueller Kurs verfügbar
 
Fillorkill:

'Hortung'..

 
03.08.13 16:15
beschreibt Cashklumpen, die sich mangels Aussicht auf rentable Investition der aktiven bzw umlaufenden Geldmenge entziehen. Vor dem Hintergrund eines postrecessiven moderaten Wachstums und auf Basis eines kumulierten Überangebotes an Kapital relativ zur Nachfrage - das kausale Problem dieser 'Übergangszeit' - versucht QE vergeblich, diese Cashklumpen via Druck auf den Zins in den Umlauf zurückzuzwingen. Vergeblich, denn QE berührt weder dieses kausale Problen noch - da es sich nicht um Deficit Spending / Staatsfinanzierung handelt - die Investitionsquote. ..

Tatsächlich beeinflusst QE trotz seines beachtlichen Volumens die langen Zinsen nur marginal, wie Bernanke zuletzt zur Kenntnis nehmen musste. Hortung ist damit keine Funktion von QE, sondern auf der Oberfläche eine der Investitionsquote. Hortung wird jedoch grundsätzlich bleiben, weil keine Chance besteht, das Überangebot an Kapital selbst bei dramatisch anziehender Konjunktur vollständig zu absorbieren. Dies erledigt dann der nächste Bärenmakt, denn dies ist sein Job....
people are strange (when you're a stranger)
Antworten
Stöffen:

Inflation um jeden Preis

6
03.08.13 16:24
Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen eigentlich doch recht deutlich auf, dass eine Tolerierung immer höherer Inflationsraten der Konjunktur nicht hilft, sondern später um so schmerzhafter bekämpft werden muss. Nichtsdestotrotz fordert der Senior Economist der Federal Reserve Bank of Richmond die EZB auf, das Gaspedal der Druckerpresse stärker durchzutreten.

Die Federal Reserve gibt der EZB eine klare Richtung vor: Es müssten unbegrenzt Staatsanleihen gekauft werden, bis die Wirtschaft wieder wächst. Die Inflation, die dadurch entstehen würde, müsste man der deutschen Öffentlichkeit nur richtig erklären.
Robert Hetzel, ein hochrangiger Ökonom der US-Zentralbank, schreibt in seinem Bericht über die Geldpolitik der EZB:

"die EZB müsse den Widerstand gegen das Gelddrucken überwinden"

und

"Die EZB muss deutlich machen, dass die Überschuss-Länder über einen langen Zeitraum eine Inflation oberhalb von 2 Prozent haben werden. Sie wird der deutschen Öffentlichkeit erklären müssen, dass eine solche Inflation kein Zeichen für einen Mangel an Disziplin ist."

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...chmackhaft-machen/

Desweiteren weist Claus Vogt in seinem aktuellen Kommentar auf die aktuell geänderte Berechnungsmethode für das US-Bruttoinlandsprodukts hin.  Nach der alten Methode betrug das US-BIP im ersten Quartal 2013 15,984 Billionen Dollar. Nach der neuen Methode sind es 16,535 Billionen. Wie durch Zauberhand ist die US-Wirtschaftsleistung ab sofort also um stattliche 551 Milliarden Dollar größer als bisher. Unzweideutig macht Vogt hier jedoch klar, dass eine offiziell möglichst niedrig ausgewiesene Inflationsrate einen erheblichen Einfluss auf die BIP-Zahlen hat.

www.goldseiten.de/artikel/...-das-US-Bruttoinlandsprodukt.html
Der USA Bären-Thread 629641
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Fillorkill:

ps wer glaubt,

 
03.08.13 16:30

QE beeinflusse (massgeblich) den langen Zins, kann ja mal die relative Performance des Bundfuture erklären:

Der USA Bären-Thread 629642
people are strange (when you're a stranger)
Antworten
Fillorkill:

ein letztes, bevor ich wieder draussen bin

 
03.08.13 16:54

Horten ist nicht identisch mit Deleveraging. Denn das gibt es ja auch noch, quasi als Gegenstück ein und desselben Vorganges. Eine Kapitalblase ist auf der Gegenseite stets eine Kreditblase - und da hat man mit der Rückabwicklung der letzten noch reichlich zu tun:


Der USA Bären-Thread 629649
people are strange (when you're a stranger)
Antworten
Anti Lemming:

Prviate-Equity-Firmen nutzen Rallye für "Exit"

3
03.08.13 18:39
Fortress to Blackstone Say Now Is Time to Sell on Surge
By Devin Banerjee - Aug 2, 2013 6:00 AM GMT+0200

Private-equity managers from Fortress Investment Group LLC (FIG) to Blackstone Group LP (BX), which made billions by buying low and selling high, say now is the time to exit investments as stocks rally and interest rates start to rise

[A.L.: Dass Tapering kommt, ist sicher, unklar ist nur noch wann. Die Mehrheit der Fondsmanager rechnet mit Dezember oder später, 14 % aber schon mit Sept. - siehe Umfrage unten. Wenn sich die Anzeichen verdichten, wird der Markt das Tapering mit einem Abverkauf vorwegnehmen, vermutlich mehrere Wochen im Voraus.].

Fortress, the first publicly traded buyout firm in the U.S., is preparing holdings for public offerings while struggling to find attractive new deals [kein Wunder, PE müsste auf die Mondkurse ja noch einen Goodwill obendrauf zahlen, A.L.], Wesley Edens, who runs Fortress"s $14.3 billion private-equity business, said on a conference call with investors yesterday. ....

"This is a better time for selling our existing investments than making new investments," Briger said on the call. "There"s been more uncertainty that"s been fed into the markets."...

..."It"s almost biblical: there is a time to reap and there"s a time to sow," Apollo (APO)"s Black said at a conference in April. "We think it"s a fabulous environment to be selling. We"re selling everything that"s not nailed down in our portfolio."

www.bloomberg.com/news/2013-08-01/...ow-is-time-to-sell-on-rally.html

Wenn die BigBoys raus gehen und die Dumbs rein, was ist dann wohl vielversprechender?

Die "buy low & sell high" Strategie funktioniert nur, wenn man am (vermuteten) High auch wirklich rauszugeht und nicht (wie Lehna und Kicky) von den Anstiegen buchstäblich "high" (berauscht) wird.



.
Hier eine Umfrage, wann Fondsmanager mit dem Beginn der QE-Reduzierung rechnen.
Artikel dazu: www.zerohedge.com/news/2013-08-02/when-market-thinks-taper-will-begin


(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 629661
Antworten
Stöffen:

Sollte die Fed wirklich tapern

4
03.08.13 19:26
und ihre monetäre Expansion einschränken, so dürften die Asset-Preise in zwangsläufiger Folge einknicken. Der angefügte Chart illustriert die Korrelation zwischen der Bilanz-Ausweitung der Fed und dem Anstieg des S&P500 recht ordentlich.

Die Frage lautet also: Wann und wieviel wird möglicherweise getapert?

Lance Roberts geht u.a. auch dieser Frage nach und liefert einige interessante Fakten hierzu.

"3 Risks That Could Cause A Short Term Correction"

www.streettalklive.com/daily-x-change/...-term-correction.html
(Verkleinert auf 58%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 629663
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Anti Lemming:

Stöffen - tatsächliches US-BIP in # 477

6
03.08.13 19:36

Hier noch eine mMn interessante Ergänzung zu Claus Vogt, der im zweiten Teil von # 477 (unten) schreibt, dass das BIP grundsätzlich eine inflationsbereinigte Größe ist. Um es zu ermitteln, wird von den Wachstums-Rohdaten die Inflationsrate (BIP-Deflator) abgezogen.

Das Problem dabei ist, dass die US-Inflationsrate stark geschönt ist. Würde man - wie shadowstats - die Erhebungsmethode von 1970 zur Inflationsbestimmung verwenden, läge die heutige Inflation um satte 5 % höher.

Das BIP-Wachstum läge entsprechend um 5 % niedriger: Wir hättten dann statt des eh schon (angesichts von Mega-QE) traurigen aktuellen US-BIP-Wachstums von nur 1,7 % ein faktisches von -3,3 %.Das ist Deflation vom Feinsten.


Vorgestern hatte ich zu diesem Thema hier in Post von Mish reingestellt...

www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4257#jumppos106439

...in dem für die Berechnung des aktuellen US-BIP unterschiedliche BIP-Deflatoren angesetzt werden:

  • Das am Mittwoch (31.7.) veröffentliche offizielle BIP basiert auf dem BIP-Deflator der BEA, der bei 0,71% liegt (wurde abgerundet auf 0,7 %). Daraus errrechnet sich ein US-BIP-Wachstum von 1,67 %. Dieser Wert wurde für die Presse auf 1,7 % aufgerundet.
  • Bei einem hypothetische BIP-Deflator von 1,6 % deflator (Schätzung von Briefing.com) hätte das BIP-Wachstum nur bei 0,78 % gelegen.
  • Hätte man (was plausibel scheint) den durchschnittlichen Deflator der letzten 14 Quartale zugrunde gelegt - der bei 1,75 % liegt -, so wäre man für das US-BIP-Wachstum im zweiten Quartal nur auf 0,64 % gekommen, was gerundet 0,6 % ergibt.


US-Inflationsrate in Prozent (blau = alte Berechnungsmethode, entspricht der von Shadowstats; rot = neue, seit 1981 offizielle Methode)

(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 629664
Antworten
Anti Lemming:

Hinzu kommt

2
03.08.13 19:55
dass die Wachstums-Rohdaten - mit ziemlich zweifelhaften Begründungen - ...

www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4255#jumppos106384

... seit 1. August höher angesetzt werden.

Das am 31.7. gemeldete US-BIP stieg dank der neuen Berechnungsgrundlagen um satte 545 Milliarden Dollar - auf 16,5 Billionen. Ohne die Statistikverdrehungen (bisherige Methode) hätte es bei 15,95 Bio. gelegen.

Diese künstliche BIP-Aufblasung müsste man in den Berechnungen in # 482 noch zusätzlich berücksichtigen.

Bei einem BIP-Deflator von 1,75 % (= rot hervorgehoben am Ende von # 482) und Ermittlung der Wachstums-Rohdaten nach der alten Methode hätten die US-Statistiker für das US-BIP-Wachstum im Q2/13 mit Glück gerade noch eine schwarze Null ermittelt.
Antworten
Anti Lemming:

Fazit

9
03.08.13 20:03
Es wird

gelogen, verbogen, betrogen, verzogen, gesogen und falsch gewogen!
Antworten
Stöffen:

Richtig, AL

2
03.08.13 20:15
Für den Staat ergeben sich sehr angenehme Nebeneffekte, denn zur Berechnung des Realwachstums wird das nominelle Wachstum mit der Inflationsrate deflationiert. Je niedriger die ausgewiesene Inflationsrate, desto höher das Realwachstums. In den USA erhöht sich daher das ausgewiesene Wachstum allein durch die veränderte Berechnung der Inflationsrate.

Cui bono?

Der österreichische Nobelpreisträger Friedrich A. von Hayek schrieb diesbezüglich in einem Artikel der New York Times von 1982:

"The only way you can finance a deficit is by inflation. You cannot raise this amount by genuine borrowing. [...] A large government deficit is a certain way to inflation."

Was schlichtweg bedeutet: Die einzige Möglichkeit ein Budgetdefizit zu finanzieren, ist durch Inflation. Man kann diese Summe nicht durch echte (d.h. durch reale Werte gedeckte) Schuldenaufnahme aufbringen. Ein großes Budgetdefizit ist ein definitiv sicherer Weg hin zu Inflation.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Fillorkill:

Al - ist die Bondrendite für Dich real ?

 
03.08.13 20:40
Wäre Shadowstats Inflation authentisch, würden Notes bei - 6 % rentieren. Willst Du das im Ernst behaupten ?
people are strange (when you're a stranger)
Antworten
Anti Lemming:

Nicht ganz, Stöffen

 
03.08.13 20:50
"Was schlichtweg bedeutet: Die einzige Möglichkeit ein Budgetdefizit zu finanzieren, ist durch Inflation."

Genauer müsste man sagen: Die Amis finanzieren ihr Budgetdefizit, indem sie ihre Inflation VERSTECKEN.

Hier die Begründung:

Da die Amis ihr Q2/2013-BIP von 15,95 auf 16,5 Bio. "hochgemogelt" haben (dank statistischer Tricks), liegt nun auch die Schuldenquote nicht mehr bei 110 %, sondern "nur noch" bei 106 % - obwohl sich der Schuldenstand um keinen Cent verringert hat.

Bald werden in USA die ersten Artikel erscheinen, wie toll es den Amis gelungen ist, ihre Schuldenquote zu senken. Und die Autoren werden sich sicherlich nicht entblöden, dies auf die "heilsamen Folgen" von QE zurückzuführen.

Noch toller aber ist, dass jetzt wieder 545 Mrd. neue Schulden "für lau" aufgenommen werden können, denn dann ist die Quote wieder bei den vorherigen 110 % - und das galt zuvor ja auch noch als "hinnehmbar" ;-)
Antworten
Fillorkill:

'Budget Deficit'

 
03.08.13 21:03

'Die einzige Möglichkeit ein Budgetdefizit zu finanzieren, ist durch Inflation. Man kann diese Summe nicht durch echte (d.h. durch reale Werte gedeckte) Schuldenaufnahme aufbringen. Ein großes Budgetdefizit ist ein definitiv sicherer Weg hin zu Inflation.'


Für Zerohedge-Leser möglicherweise überraschend:

US DELIVERS ITS BIGGEST BUDGET SURPLUS IN 5 YEARS

More  

According to new Monthly Treasury Statement , the U.S. posted a $116.5 billion budget surplus in June.

Revenue climbed 10.2% to $286.6 billion, while outlays plunged 46.8% to $170.1 billion.

This is the biggest surplus since April 2008.

This was also higher than the $115 billion surplus expected by the CBO and by economists surveyed by Bloomberg.

"



"The deficit has dropped to an estimated 4.4% of GDP in the past four quarters from 8.0% in the previous four quarters and more than 10% at the peak in 2009....'




Read more: www.businessinsider.com/us-budget-surplus-2013-7

people are strange (when you're a stranger)
Antworten
Anti Lemming:

Fill - # 486

6
03.08.13 21:15
Inflation ist das, was man in USA faktisch zahlen muss.

Wenn das Essen beim Italiener "Bianca" in 5, Bleecker Street, letztes Jahr 100 Dollar gekostet hat und dieses Jahr 106,75 Dollar, dann sind das 6,75 % Inflation.

US-10jährige mit 2,7 % nominaler Zinsrendite hätten demnach eine inflationsbereinigte Realrendite von rund -4 Prozent. (Errechnet sich aus +2,7 % nominaler Rendite abzüglich 1,75 % tatsächlichem BIP-Deflator (siehe Ende von # 482, in rot), auf die noch 5 % Shadowstat-Inflation aufzuschlagen ist (= alte Berechnung von 1970).

Bei Cash, das praktisch zinsfrei auf Konten liegt, beträgt der Kaufkraftverlust pro Jahr somit satte -6,75 %. ("Curse on cash").

Der Preis des Italiener-Essens gibt die gleichen Inflationswerte übrigens "ganz unkompliziert" wieder. Das Essen wurde um 6,75 % teurer.

Ursache für den realen Kaufkraftverlust ist das Gelddrucken der Fed in Kombination mit Nullzinspolitik. Die Zinsrenditen der Langläufer wurde durch QE extrem nach unten manipuliert (= nicht mehr marktadäquat).

Natürlich würde Bernanke mir vorrechnen, dass meine Rechnung falsch ist, weil der offizielle "Deflator" ja nur bei 0,71 % gelegen hat. Auf diesen extrem niedrigen Wert kommen US-Statistiker allerdings nur deshalb, weil sie alles, was teurer wird (Heizung im Winter, Kühlung im Sommer, Benzin, Nahrung, Health Care, Restaurantbesuche) schlichtweg unberücksichtigt lassen. All dies fließt in die Kernrate (die die Fed nimmt) nicht ein.

Würde die tatsächliche Inflation von 6,75 % - und dies bei Nullzins auf Spareinlagen! - vermeldet, hinge Bernanke schon längst am nächsten Laternenpfahl. Geteert und gefedert! ;-)
Antworten
Anti Lemming:

# 488

3
03.08.13 21:31
Was nützten monatliche Ausreißer? Im selben Artikel, den Du verlinkt hast, steht:

Fiscal year-to-date, the budget deficit sits at $510 billion.

zu deutsch:

Im ersten Halbjahr 2013 belief sich das US-Haushaltsdefizit auf 510 Milliarden!

Rechne ich dies auf das Gesamtjahr 2013 hoch, komme ich auf 1040 Milliarden.

Das Defizit läge dann, bezogen auf das BIP von 16,5 Bio. (= NEUE Berechnung), bei immer noch 6,3 %! (Nach alter BIP-Berechnung läge es sogar bei 6,5 %).

Das ist mehr als das Doppelte dessen, was gemäß Maastricht-Kriterien in Eurozonen-Staaten an jährlicher Neuverschuldung maximal erlaubt ist.

Daher eine Bitte, Fill. Verschone den Bärenthread mit solchen unreflektierten und lediglich effektheischenden Belehrungen. Danke.
Antworten
Anti Lemming:

Schöner Chart bei Lance Roberts

4
03.08.13 21:50
(aus dem Artikel, den Stöffen in # 481 verlinkt hat)

Der Chart unten zeigt, dass Kleinanleger - wie üblich - an Tops gierig werden ("buy high"), nachdem sie zuvor am Low in tiefe Hoffnungslosigkeit ("sell low") geworden waren.

Die Gier ist aktuell noch extremer als am letzten großen Top in 2007.

(Ich hatte gehofft, die Deppen hätten nach dem 2003- und 2008-Debakel endlich mal was gelernt - Fehlanzeige!)
(Verkleinert auf 73%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 629685
Antworten
Wartemal:

ach ne

 
03.08.13 21:55
Antworten
Wartemal:

Parallelen zu 2008 sind da

2
03.08.13 22:06
BofA: Our Biggest Clients Haven't Unloaded This Much Stock Since 2008

Read more: www.businessinsider.com/...ock-since-2008-2013-7#ixzz2awEGJTrW

VIELLEICHT WEIL =

Is 3.80 The Scariest Number For The Bulls? www.zerohedge.com/news/2013-02-23/380-scariest-number-bulls

Chart Of The Day: New Homes Suffer Biggest Two-Month Price Drop Since Lehman, Second Highest Ever www.zerohedge.com/news/2013-07-24/...ehman-second-highest-ever

Mortgage delinquencies take a sharp turn up www.cnbc.com/id/100914292

Up In ARMs: Adjustable Rate Mortgage Applications Soar To 2008 Pre-Lehman Mania Levels www.zerohedge.com/print/476776

ICH DENKE, ES HÄNGT AUCH MIT EUROPA ZUSAMMEN
Antworten
Fillorkill:

Al, das Fiskaljahr endet im September...,

 
03.08.13 22:46
und das Deficit lag per Juni bei gut 500 M. In der laufenden Periode wurde bereits 4 x ein Überschuss erzielt - mit steigender Tendenz. Der Abschluss wird also vermutlich in der Nähe des zuletzt gesehen Niveaus tendieren. Das 'unreflektiert' gebe ich also zurück...
people are strange (when you're a stranger)
Antworten
Anti Lemming:

Der Tabelle in # 347 ist zu entnehmen,

3
04.08.13 10:25
dass das geschätzte US-Haushaltsdefizit im Fiskaljahr 2013 bei 642 Mrd. Dollar liegen wird.

Liest man Fillorkills Postings # 488 und # 494, könnte man den Eindruck gewinnen, dass USA kaum noch Neuverschuldung betreibe, da ja "in der laufenden [Fiskal-]Periode bereits 4 x einen Überschuss erzielt" wurde. Womit Fill offenbar suggerieren will, dass die US-Wirtschaft "dank QE" derart gesundet ist, dass überhaupt kein Deficit Spending mehr betrieben werden muss ;-) QE komme ja eh nicht in der Realwirtschaft an (Dauer-Schnapsidee von Fill).

Fakt ist: Der (inoffizielle) Hauptzweck von QE war/ist die Refinanzierung des Deficit Spendings. Allerdings ist letzteres seit 2009, als es auf 1,413 Billionen hochschoss,  rückläufig - siehe Tabelle unten (linke Spalte).

Einen regelrechten Sprung gab es zur Jahreswende 2012/2013, weil zum 1.1.2013 das Fiscal Cliff wirksam wurde - mit der Folge, dass sich das Steueraufkommen in USA seitdem deutlich erhöht hat. Das neue Mega-QE von 85 Mrd. pro Monat, das Bernanke zeitgleich aufgelegt hat, war offenbar eine Vorsorgemaßnahme, um die Folgen des Fiscal Cliffs abzumildern.

Entscheidend aber ist, dass Geithner zeitgleich noch ein zweites Problem bekam: Die US-Schuldengrenze wurde im Janur 2013 erreicht. Er musste seitdem zahlreiche Tricks anwenden, um die US-Neuverschuldung gleichsam "außerbilanziell" zu refinanzieren.

Die Zeit: Dies mache bald "außergewöhnliche Maßnahmen" zwingend, um eine Staatspleite zu verhindern. Sein Ministerium werde in Kürze Schritte ergreifen, um sich einen Manövrierraum im Umfang von 200 Milliarden Dollar zu schaffen, schrieb Geithner an den Kongress. ... www.zeit.de/politik/ausland/2012-12/usa-geithner-haushaltsstreit

Folge: Bereits für Jan. 2013 meldete Geithner einen völlig "überaschenden" Haushaltsüberschuss.

Wenn die US-Neuverschuldung wegen Erreichen der Schuldenobergrenze sozusagen "an den Haushaltsbüchern vorbei" fortgesetzt wird, taucht sie darin natürlich auch nicht mehr auf.

Und schon meldet sich Schlauberger Fillorkill und "weist nach", dass sich das chronische US-Defizit in Luft aufgelöst hätte. Wunder geschehen immer wieder.

Hier noch mal die Tabelle aus # 347:
Der USA Bären-Thread 629751
Antworten
lady luck:

Citi: "Be Careful Of The Big Con"

 
04.08.13 11:10
Be careful about being too quick to believe that the sluggish economic dynamic that has “dogged us” for the last 6 years is yet fully behind us. If we are correct then the Fed is likely going to have to agonize in the 4th quarter whether to stick with its implicit guidance and taper and even if they go ahead with that decision they may find themselves having to reverse it later.



www.zerohedge.com/print/477166
Antworten
Stöffen:

Das QE gedopte Comeback der US-Banken

6
04.08.13 11:43
Aktuell wird vermeldet, dass die noch laufende Berichtssaison in den USA aufzeigen wird, dass am Ende die Gewinne der S&P500-Unternehmen insgesamt um rund 3,3 Prozent im zweiten Quartal gestiegen sein werden. Auffällig ist jedoch hierbei, dass der Anstieg der Banken-Gewinne in etwa 27 Prozent beträgt und der Finanzsektor mit einer Gewichtung im S&P500 von 16,8% nur noch knapp hinter dem Technologiesektor (17,6%) notiert. Während sich die US-Ökonomie weiterhin im verhaltenen Dümpel-Modus bewegt, befindet sich der US-Finanzsektor auf dem besten Weg, wieder wie bereits vor 2008 das größte Segment im S&P500 zu bilden. Und wie es ausschaut, hat das Quantitative Easing der Fed daran einen nicht unerheblichen Anteil, wie auch das mybudget360-Blog herausstellt.

The uneasiness of Quantitative Easing: How QE is ineffective with helping the broader economy in favor of boosting support for too big to fail banks.

".....Households continue to deleverage even though the Fed has allowed massive leverage to infiltrate the banking system.  Where is this leverage going?  Well for one, deep into the stock market.  Another area is the residential real estate market that is benefitting from QE and the artificially low interest rate that is brought on from QE.  It is a simple path to understand:

   -1.  QE function purchases MBS at artificially low rates

   -2.  Banks push product to public (and collect nice fees servicing and originating these loans)

   -3.  Banking profits are solid but rates are low (time to chase profits)

   -4.  5 million foreclosures and bargain basement prices in many real estate markets (push out the local crowd with all cash buying)

   -5.  Chase yield while handing out 0 percent on savings to regular customers

How is this even viewed as a success? So we are trading a normal market rate mortgage on say a $150,000 home for an artificially low rate mortgage and a $250,000 home?  Yet American households have seen their income retreat to levels last seen in the 1990s.  Is this the goal of QE?  All you need to do is look at banking profits and compare this to household income and wealth and you’ll see what the true intention of QE was.  It is time the public pays attention to QE."

www.mybudget360.com/...oney-finance-low-rates-failing-economy/
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Dreiklang:

Hortung in der Liquiditätsfalle

6
04.08.13 12:04
Die Hortung erfolgt derzeit in Geld und Knappheitsgütern. Bei ZIRP/Nullzins liegt eine Liquiditätsfalle vor. Nach Keynes haben wir diese jetzt - doch eine Liquiditätsfalle schließt nach Keynes Hortung von Sachgütern aus! Denn nach Keynes wird die hohe Liquiditätskasse vorgehalten, um Güter "später" und "günstiger" zu kaufen. Die Liquiditätsfalle ist nichts anderes als eine Überangebotsfalle - doch letztgenannte haben wir wg. Leistungskrise nicht.

Die Güterhortung beruht auf dem Versprechen von Preisstützung (freundlich umschrieben, Preisstützung  == Bernanke-Put) und der Drohung mit Inflation(unfreundlich umschrieben).  Das Monetäre Kapital schlägt Gewinn daraus, weil es darauf vertrauen kann, dass man Bernanke, FED, EZB etc. eben nicht trauen kann. Die Güterhortung geht vom Kapital aus, wobei Banken das Privileg besitzen, nicht einmal Kapital, sondern nur (selbstgeschaffenes) Geld zu brauchen.  

Es geht dabei nicht darum, Güter zu erwerben und langfristig zu halten, sondern Gewinn aus dem Güterumschlag zu erzielen. Dank Terminkontrakten und entsprechend zeitgerechtem Aufkauf (physisch) lassen sich Märkte leicht in bestimmte Richtungen bewegen. Das kann sogar so weit gehen, dass die eig. Produzenten dieser Güter dabei komplett leer ausgehen. Ziel muss es sein, die von den Notenbanken bewirkte Inflation zu übertreffen - womit die Geldentwertung überkompensiert wird. Verwendet man noch das von den Notenbanken billigst zu beziehende Geld als Hebel, kommt man wesentlich über den Inflationsverlust hinaus.

Dieser Mehrwert wird ausschließlich von der Kaufkraft der Bürger, also aus dem Endglied der Realwirtschaft, bezogen. Da die Realwirtschaft als Ganzes alle Schulden trägt inklusive der Staatsschulden, ist die Gegenposition, das Monetäre Kapital, stets im Vorteil und ein "Herausinflationieren aus den Schulden" ist unmöglich.

Hortung erfolgt, wenn Investitionen in Firmenexpansion wegen mangelnder Wachstumsperspektiven (Leistungskrise) nicht mehr lohnt.

Welche Hortung? Hortung von Geld - ja. Hortung von Sachgütern - nein. Warum sollte eine Firma das Lager an  Vorprodukten aufstocken, wenn sie damit rechnen muss, ihre Produkte nicht mehr loszuwerden?

Hortung an Vorprodukten würde dann erfolgen, wenn man damit rechnen muss, diese nicht "just in time" beziehen zu können und/oder bei galoppierender Inflation (bei der Weimarinflation waren die Firmen absolut darauf angewiesen, stets ein gefülltes Lager zu haben, darin steckte der eigentliche Wert des Unternehmens...)


Die klassische Hortung (nach meinem Verständnis) ist der Kauf von Rohstoffen. Endliche, knappe Ware wird mit Geld gekauft, dass anschließend beliebig vermehrt werden kann. Wer diesen Deal über Verschuldung finanziert, macht am Ende Inflationierungsgewinne. Sie stammen letztlich von Amerikas Schuldnern, die nicht in Sachwerten, sondern in Dollaranleihen sind.


s.o.


Daher - da wirst Du mir vermutlich zustimmen - wirkt QE-Reduzierung dem Dollar-Carrytrade entgegen (weil der Dollar dadurch stärker wird).

Wenn man Hortung so definiert wie ich oben, dann werden bei QE-Reduzierung  spekalutive Inflationierungszocks insgesamt weniger interessant. Das hieße, auch die Hortung (die ich dazu zähle) ginge zurück, sie würde unattraktiv.


Ich gehe soweit zu sagen: Die Hortung würde aufhören.

Ich vermute daher, dass Du Hortung anders definierst.

Nein, ich vermag keinen Unterschied zu erkennen. Nur hebe ich das Prozesshafte daran: Liquiditätsfalle UND Hortung gemeinsam - stärker hervor.
Antworten
Anti Lemming:

Chart zu # 496

7
04.08.13 12:27
US-Konsumentenvertrauen = prozyklischer, stark an Aktienständen ausgerichteter Head-Fake (gefördert von US-Medien), der als Kontraindikator gewertet werden kann.

Das steigende Konsumentenvertrauen steht im Widerspruch zur sich objektiv verschlechternden wirtschaftlichen Lage der US-Unter- und Mittelschicht.

Diese "99 %" sind gebeutelt von:

- Reallohn-Abbau

- steigenden Benzin-, Energie- und Nahrungspreisen infolge von ZIRP und QE

- abnehmender Jobqualität (weniger hochbezahlte Fachjobs, mehr Niedriglohnjobs bei McDonalds und Co. sowie in Altersheimen und Healthcare)

- drastischer Zunahme von Halbtagsstellen: In 2013 waren 77 % aller neuen US-Jobs Halbtagsjobs (= Produktivitätsgewinne werden überwiegend von Firmen vereinnahmt)

- kalte Enteignung der Sparguthaben durch finanzielle Repression (de facto -6,75 % Realzins auf Cash-Einlagen, siehe # 489)
(Verkleinert auf 62%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 629769
Antworten
zaphod42:

Das Konsumentenvertrauen

3
04.08.13 12:33
ist ein zuverlässiger Taktgeber. Es ist mit dem Aktienmarkt rückgekoppelt, weil die Amis oft erst nach einem Blick ins Depot shoppen gehen.

Der Big Bear ist erst zu erwarten, wenn der Chart unter den Aufwärtstrend fällt, also 45-50. Eine kurzfristige Korrektur der Aktienmäkte ist jedoch im August/September hochwahrscheinlich.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 4258  4259  4261  4262  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.795 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 11:22
469 156.446 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 01.01.26 14:00
  55 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax ARIVA.DE 19.10.25 10:00
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--