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Meldung des Tages: SILBER-TSUNAMI: $82/Unze – PRINCE SILVER EXPANDIERT BOHRPROGRAMM NACH HISTORISCHEM PREISANSTIEG
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Der USA Bären-Thread


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Berix:

Conti

2
30.07.13 22:11
Da würde mich mal interessieren ob das nach dieser Meldung ein Freudensprung oder ein Kurzquetsch war:
www.comdirect.de/inf/aktien/detail/...04&NEWS_CATEGORY=EWF
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 628632
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wawidu:

DOW-Stagnation

4
30.07.13 22:16
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 628636
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Berix:

#377 DOW sieht nach Welle 4 aus

 
30.07.13 22:31
die 5 dann bis Trendlinie oben
http://www.ariva.de/forum/Unpassendes-483838?page=1#jumppos35
.. das wäre dann wirklich mal eine potentielle Shortsituation.
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Dreiklang:

Angebotsrepression 2013 versus USA 1929

7
30.07.13 23:13

Die "Great Depression" betraf ein Land, das mit weitem Abstand das reichste Land der Welt war. Das Platzen einer Finanzblase schlug auf die Realwirtschaft mit bis dahin nicht  für möglich gehaltener Heftigkeit durch. Keynes entwickelte daraufhin das Konzept massiver Intervention durch staatlich gestützte Nachfrage. Im Umkehrschluss ergibt sich daraus Keynes'  Deutung der Krise, nämlich dass  ein relatives Überangebot zu einer Angebotsfalle  geführt haben musste, in der mangels Nachfrage das Angebot seinen eigenen Preiszusammenbruch inszeniert.

Dass es überhaupt soweit kommen konnte, lag im Reichtum der USA selbst begründet UND im raschen Fortschritt der Produktivität, welcher eine Schwäche des Arbeitsmarktes in einen  Zusammenbruch  überführte. Zuviel Angebot, zuviel Leistung, also auch eine "Leistungsfalle". Das Gegenkonzept: Stützung der Nachfrage, was auch auf die Preise stützende Wirkung entfaltet.

USA 2008/2013 : Das Pferd wird von hinten aufgezäumt. Da gar keine Angebots- bzw Leistungsfalle vorliegt, sondern eine Leistungskrise (d.h. Preisniveau im Verhältnis zur Kaufkraft zu hoch)  entscheidet man sich für  Preisstützung mit der "Brechstange" (ZIRP, QE). welche das Angebot einschränkt. Wo kein Angebot, können die Preise nicht fallen. Dass die Realwirtschaft damit zwangsläufig ausgebremst wird, wird in Kauf genommen: "anemic recovery".

Mit Das deckt sich mit meiner schon öfter geposteten Feststellung: "Deflation kann man nicht weginflationieren." (A.L.)  zeigt sich das  Bären-Thread-Dilemma: Denn man kann (leider) die  deflationäre Wirkung des Kaufkraftverlustes sehr wohl "weginflationieren" - nur den Kaufkraftverlust selbst kann man , ganz im Gegensatz zur FED-Propaganda, natürlich nicht "weginflationieren".  Die (QE) Flut hebt eben nicht alle Boote, sondern setzt die Boote auf Strand.


Deshalb ist der Implikationspfeil von mir wissentlich umgedreht worden:


...geht der Implikationspfeil in Deiner Schlussfolgerunge mMn in die falsche Richtung.

Du schreibst:

"Bei Nullzins wird es keine Erholung geben": Dieser Satz gilt weiterhin.

Korrekt müsste es mMn heißen:

WEIL es keine Erholung gibt, bleibt es bei Nullzinsen.

Anderenfalls könnte man glauben, dass die Fed durch Leitzinserhöhungen einen Aufschwung herbeischaffen könnte.


(#6109 vom 18.07.)


Genau das ist das Problem: Die FED kann mit Zinserhöhung (Einstellung von QE würde reichen) die Realwirtschaft wieder ankurbeln, warum? Weil dann die Hortung aus der Realwirtschaft (endlich) verschwinden würde. Selbstverständlich und unvermeidlich  ginge das mit nachgebenden Preisen einher.

Antworten
mercuryfx:

Erhöhung der Wirtschaftsleistung durch Statistik

5
31.07.13 08:46
Künftig erfasst das BEA, welche Pensionszahlungen Unternehmen und staatliche Einrichtungen den Beschäftigten versprochen haben – wenn diese vorab fixiert sind. Bizarrerweise wird damit das Bruttoinlandsprodukt um etwa 30 Milliarden Dollar zunehmen, weil die Arbeitgeber mehr versprachen als sie eingezahlt haben.


www.faz.net/aktuell/finanzen/...generalueberholt-12313200.html
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Anti Lemming:

Dreiklang # 379

5
31.07.13 10:03
Du schreibst: Die FED kann mit Zinserhöhung (Einstellung von QE würde reichen) die Realwirtschaft wieder ankurbeln, warum? Weil dann die Hortung aus der Realwirtschaft (endlich) verschwinden würde. Selbstverständlich und unvermeidlich ginge das mit nachgebenden Preisen einher.

Deine Argumentation ist sehr abstrakt und für mich nur mit erheblichen Verrenkungen im Oberstübchen nachzuvollziehen, was freilich nicht heißt, dass sie unzutreffend sein muss.

Fangen wir an mit den "Preisen", die zurzeit von der Fed (noch) hoch gehalten werden. Das gilt vor allem für Asset-Preise inkl. Hauspreise sowie für Rohstoff-, Energie- und Nahrungsmittelpreise, weil die allesamt durch die Sekundärwirkungen von QE bzw. durch das Zocken mit QE-Geld nach oben manipuliert worden sind. Dies verzerrt den Markt.

Was also passiert bei Tapering bzw. QE-Reduzierung? Alle o. g. Preise kämen runter (was Du ja auch oben schreibst).  Am stärksten wäre der Kursrückgang bei länger laufenden US-Staatsanleihen und MBS, weil diese ja direkt von der Fed aufgekauft werden und daher, wenn die Fed weniger "nachfragt", am stärksten einknicken. Wir sehen es seit Mai, obwohl Tapering da lediglich vorangekündigt wurde.

Auch die mittels QE hochgejubelten Rohstoff-Preise sind seitdem runtergekommen (u. a. Kupfer, Kali). Eine Sonderrolle spielt US-Öl, das "wegen" der Nahost-Unruhen, vor allem aber wegen der Reisessaison und der Profitinteressen von Exxon und Co. sogar gestiegen ist von 90 Dollar im Mai auf kürzlich bis knapp 110 Dollar. Hohe Benzinpreise sind in USA poltisches Gift, wie man am seitdem gesunkenen Verbrauchervertrauen (# 369) sieht.

Was passiert mit sonstigen Konsumartikeln, z. B. mit Flatscreen-TVs oder Bekleidung? Die meisten Konsumartikel (außer Lebensmitteln) sind Importartikel, sie werden überwiegend zu Billiglöhnen in Übersee (China) produziert. Die Händler oder Hersteller (Nike), die Sporthosen für 1 Dollar in Bangladesh (unter übelsten Arbeitsbedingungen) zusammennähen lassen und anschließen für 39 Dollar in USA verkaufen, haben eine extreme Profitspanne, so dass z. B. bei wegbrechender Nachfrage viel "Preisgestaltungsfreiraum" bleibt. Sie könnten also die Preise senken und immer noch gut verdienen.

Die Kernfrage bleibt: SINKT die US-Nachfrage, wenn QE reduziert wird? Oder steigt sie gar, weil QE-Reduzierung gemäß Deinem obigen Satz ja förderlich für die US-Realwirtschaft sein soll?

Bernanke plädiert für Ersteres: QE schafft Nachfrage. Leute wie Fill argumentieren, dass sei nicht so, weil QE "gar nicht in der Realwirtschaft ankommt". Meine Gegenthese zu Fill lautet, dass QE in erheblichem Maße zur Staatsfinanzierung verwendet wird. Das "darf" Bernanke natürlich nicht sagen, weil er sonst als Gelddrucker gegeißelt würde. Stattdessen lautet die offizielle Begründung. QE macht Kredite billiger, und billige Kredite sorgen für höherer Nachfrage.

Fakt ist: QE päppelt über damit querfinanzierte Staatsaufträge (Rüstung usw.) das BIP und schafft auf diesem Umweg reale Arbeitsplätze. Diese Staatsaufträge werden aus Neuverschuldung finanziert, die seit Anfang 2013 zu 100 % aus QE refinanziert wird.

Das schafft für Bernanke seit Anfang 2013 ein Glaubwürdigkeitsproblem, weil seitdem in Netto-Monetarisierung von US-Staatsschuld betrieben wird (siehe Tabelle in # 347 - www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4253#jumppos106347

Ohne weiteres QE würde das Geld für die Refinanzierung dieser Staatsaufträge fehlen. Bislang haben sich "organisches Wachstum" und "Multiplikatoreffekte" aus QE zum Leidwesen Bernankes, der beides aufgrund fragwürdige Studien "vorhergesagt" und sogar "eingeplant" hatte, partout eingestellt. Damit läuft Bernanke die Zeit weg. QE kann faktisch nur (keynsianisch) dazu dienen, Nachfrage VORZIEHEN, um die Wartezeit bis zum "Kick-off" zu verkürzen. Wenn der "Kick-off" nicht kommt, wird QE zur Dauerveranstaltung, und Bernies Weisheiten und Hoffnungen kann man in die Tonne treten.

Tapering bzw. das QE-Ende würde sich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken, weil das BIP dann (mangels Staatsaufträgen und Staatsbeihilfen) sogar in den roten Bereich fallen könnte. Die Stimmung, auch bei den Unternehmen, würde sich eintrüben. Über psychologische Kaskadisierungen - Vertrauensschwund bei Firmen und Verbrauchern - , Auftragsstornierungen usw. würde Bernankes mühsam in die US-Wirtschaft gepumpte heiße Luft langsam (und dann immer schneller) entweichen.

Wir hätten dann, um Dreiklangs Terminologie zu benutzen, nach wie vor die mit (und trotz) QE vorhandene Leistungskrise, die wegen zunehmener Arbeitslosigkeit noch durch eine Nachfragekrise verschärft würde. Das ohnehin vorhandene Überangebot bliebe wie Blei in den Läden liegen.

In der Folge würden mMn die Preise (inkl. Assetpreise) fallen, ohne dass diese Preisreduzierungen zu Nachfrageerhöhungen führen.

Was was passiert, wenn Preise fallen, ohne dass der Umsatz dadurch steigt? Wir bekämen die von Bernanke befürchtete, sich selbst verstärkende deflationäre Abwärtsspirale: Firmen bauen Kapazitäten ab (statt neue auf) und versuchen ihre Margen über Kostensenkungen (vor allem Entlassungen) zu retten. Das Heer der US-Arbeitslosen schwillt weiter an. Die Nachfrage wird noch geringer. Psychologische Pumpwirkungen aus steigenden Aktien- und Assetpreisen (für Bessergestellte) verpuffen und kehren sich ins Gegenteil um.

Wenn ich all dies zusammennehme, macht - zumindest für mich - Deine Aussage am Anfang des Postings (und in # 379 ingesamt) wenig Sinn. QE-Reduzierung dürfte die US-Wirtschaft mMn nicht "ankurbeln", sondern weiter abwürgen. Sie ist eh schon auf dem absteigenden Ast, weil sich die Wirkung von QE mit der Zeit immer weiter verkleinert (siehe rückläufige US-BIP in den letzten Jahren). Die mit QE erkaufte Wartezeit hat Bernanke nutzlos verstreichen lassen - in der vergeblichen Hoffnung, der heilige Geist der Marktwirtschaft (Selbstheilung) würde in seine Planwirtschaft fahren.

Deine Aussage träfe nur zu, wenn die QE-Reduzierung zu einem Zeitpunkt erfolgte, an dem die US-Wirtschaft wieder ihre "escape velocity" erreicht hätte, also intern hinreichend erstarkt wäre, so dass QE NICHT MEHR NÖTIG wäre. Davon sind wir aber mMn weit entfernt (Wir haben lediglich eine Aktienblase, die aufgrund der Propaganda von US-Medien von hiesigen Medien wie Handelsblatt und Co. hedonistisch als Wirtschaftserholung fehlinterpretiert wird.)

Ich habe sogar den Eindruck, dass QE "immer nötiger" wird und USA inzwischen auf Gedeih und Verderb auf weiteres QE angewiesen ist. Die große Frage - und Bernies größtes Problem - ist, ob das Ausland (USA ist der weltgrößte Schuldner) dabei noch lange mitspielt. Denn die Tabelle in # 347 zeigt, dass USA bereits Netto-Monetarisierung betreibt. Das ist für ausländische Gläubiger der "Vertrauenskiller" schlechthin.

Das Absacken der US-Langläuferkurse - von US-Medien hedonistisch als "Große Rotation in Aktien" verkauft - könnte in Wahrheit der Anfang vom Ende des "Weltvertrauens" in US-Staatsanleihen sein. Die Amis können insofern fast von Glück reden, dass Japan wohl noch schneller von einer (Staats-)Vertrauenskrise heimgesucht wird.

Verschwindet bei QE-Ende die "Hortung"? QE-Reduzierung ist, wie ja auch Bernanke immer wieder betont, "noch längst" nicht gleichzusetzen mit Leitzinserhöhungen. Daher gäbe es auch bei QE-Reduzierung noch keine Zinsen auf's Konto (= weitere Hortungstendenz). Stellt sich jedoch durch QE-Reduzierung eine Deflation ein, würde die Hortung von Sachwerten nichts mehr bringen, sie ist an latente Inflationserwartung gekoppelt (siehe Goldpreis). Bei Deflation würde sogar Kapitalhaltung wieder interessant, es sei denn, die Fed führte negative Leitzinsen ein. Nur als Beispiel: Warum nicht eine Caterpillar für 100 Dollar verkaufen, das Cash halten, und dann nach dem nächsten Crash für 20 Dollar wieder einsteigen? So kann man den impliziten Wert von gehaltenem Bargeld schnell verfünffachen ;-)
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Anti Lemming:

# 380 US-BIP-Revision = Lügennummer

5
31.07.13 10:16
Die FAZ schreibt:

Erste Schätzungen des BEA deuten darauf hin, dass die amerikanische Wirtschaft im Endergebnis der Revision fast drei Prozent größer sein wird als bisher bekannt [A.L.: LOL]. Rund 2 Prozentpunkte gehen allein auf die Verbuchung von F&E als Investitionen zurück.Damit zementieren die Vereinigten Staaten ihre Spitzenstellung als größte Wirtschaft in der Welt.

Allein schon der von mir fett hervorgehobene Satz zeigt, wie armselig es um die hiesige "amerika-fromme" Medienkultur bestellt ist. Was bringt es denn, wenn auch Grund statistischer "Gimmicks" das BIP um 3 % hochgelogen wird? Wieso stärkt das "Amerikas Spitzenstellung... in der Welt"? MMn stärkt es nur die Stellung Amerikas als unverschämtester Marktmanipulierer.

Fast übel kann einem werden, wenn man dann noch Folgendes liegt (ebenfalls aus FAZ):

Ähnlich kapitalisiert wie F&E-Ausgaben werden in Amerika künftig auch Ausgaben für Filme und Fernsehserien, für Bücher und „künstlerische Originale“. Damit wird in den Vereinigten Staaten erstmals den Urheberrechten ein offiziell geschätzter Wert zugeordnet. Erste Schätzungen des BEA bezifferten die Investitionen in künstlerische Originale für das Jahr 2007 auf 70 Milliarden Dollar.

Wie wir wissen, werden Urheberrechte weltweit mit Füßen getreten. Der Raubkopier-Kult steht derart in Blüte, dass es in D. sogar die "Piratenpartei" ins Parlament schaffte. Und ausgerechnet in dieser Ära sollen Urheberrechte nun ERSTMALS zusätzlich dem BIP zugeschlagen werden (und mit 70 Mrd. sogar noch stärker als die 30 Mrd. aus der Pensions-Revision)??

Antworten
Palaimon:

SEC kommt in die Puschen

9
31.07.13 10:57

Rohstoffmarkt Manipulationen häufen sich

30.07.2013 ·  Strom, Aluminium, Öl, Gold – nahezu überall gibt es den Verdacht, dass Banken und Unternehmen die Preise künstlich in die Höhe treiben. JP Morgan, Barclays und Goldman Sachs sind nur einige Beispiele.

Weiter hier:

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...nen-haeufen-sich-12312353.html
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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Anti Lemming:

F&E-Ausgaben auf's BIP anrechnen?

3
31.07.13 11:01
In Ihrer "Grundüberholung" der BIP-Ermittlung (FAZ, # 380) wollen die Amis - dem neuen internationalen Standard folgend - Forschungs- und Entwicklungsausgaben dem BIP zuschlagen. Dies ALLEIN wird das US-BIP um 2 % erhöhen. Weitere Gimmicks steigern die Erhöhung auf 3 %. Wir hätten dann plötzlich wieder Wachstum, obwohl alles beim Alten bleibt.

Die heute nachmittag gemeldeten US-BIP-Zahlen werden bereits auf diese Weise "geschönt" sein.

Was ist davon zu halten? Früher sprach man von KOSTEN für F&E. Das macht mMn auch mehr Sinn, weil das Endergebnis von F&E - speziell bei Grundlagenforschung - kaum vorhersehbar ist. F&E kann zu Innovationen führen, oder eben auch nicht. So führt zum Beispiel im Pharmasektor nur ein kleiner Bruchteil der F&E-Aktivitäten zu neuen Produkten.

Da die mit F&E anteilig erzeugten Firmengewinne ohnehin ins BIP einfließen, ist es mMn tautologisch ("doppelt gemoppelt"), F&E zusätzlich als Investition ins BIP einfließen zu lassen.

F&E ist vor allem ein Kostenfaktor. Sonst könnte man ja auch die Miete für Produktionshallen separat als "Investition" ins BIP einfließen lassen, weil die Firmen damit Gewinne erzielen wollen.

Fazit: Mit den neuen Statistiktricks soll offenbar auf Teufel heraus das BIP aufgebläht werden (weltweit). Dies passt zu den Vorschlägen von Ökonomen, das BIP künftig nicht mehr um Inflation zu bereinigen (nominales BIP = reales BIP), um zu vertuschen, dass QE-Pumpwachstum unterm Strich (= inflationsbereinigt) eine Nullnummer ist.

Fatal für die Fed wäre, wenn sie heute abend aufgrund des schön gerechneten "BIP-Wachstums" QE-Reduzierungen ankündigt, weil sich durch die Statistik-Gimmicks faktisch gar nichts geändert hat, die QE-Bremse aber dennoch negative Folgen hätte (siehe # 381).
Antworten
Anti Lemming:

Rohstoff-Geschacher der Big-Five-Banken

5
31.07.13 11:10
Ich hatte bereits vor fünf Jahren im Bären- und "Anti-Rohstoff"-Thread auf diese unlautere Praxis der US-Großbanken hingewiesen. Dafür wurden ich von Leuten wie Biomüll als "Verschwörungsapostel" abgekanzelt. Denn in Wahrheit habe ja "die unendliche Nachfrage" aus den Schwellenländern und "Oil Peak" die Rohstoffpreise so stark steigen lassen.

Jetzt bestätigt die FAZ (# 383), dass meine damaligen Thesen auf den Punkt waren. Die Peak-Oil-Webseite wurde inzwischen sogar stillgelegt.

In fünf Jahren wird es vielleicht auch Konsens sein, dass meine heutige Generalthese, wonach man "einen Wirtschaftsaufschwung nicht herbeidrucken kann", ebenfalls auf den Punkt war.

Wenn man kritisch postet, bekommt man meist eisigen Gegenwind und wird als Nörgler, Pessimist, Weltverneiner usw. hingestellt. Wenn die Thesen sich dann Jahre später bewahrheiten, behaupten die Kritiker steif und fest, dass sie ja selber "schon immer darauf hingewiesen hätten". ;-)
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Anti Lemming:

Derivate-Position der Deutschen Bank

3
31.07.13 11:43
Aktuell rund 20 Mal so hoch wie das deutsche BIP - und dies, obwohl die Deutsche Bank schon seit Monaten Deleveraging betreibt.

www.zerohedge.com/node/477021
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 628763
Antworten
Anti Lemming:

ECRI: USA ist seit 1912 in Rezession

4
31.07.13 12:18
und insgesamt in einem noch schlechterem Zustand als Japan in den 1990ern.

www.zerohedge.com/news/2013-07-30/...hman-achuthan-us-worse-japan-90s

Lakshman Achuthan: The US Entered Recession Last Year And "Is Worse Than Japan In the 90s"
Submitted by Tyler Durden on 07/30/2013 20:18 -0400
 
Despite Tom Keene's best efforts to appear fair-and-balanced, this brief interview on Bloomberg TV places ECRI's Lakshman Achuthan in the uncomfortable position of destroying every propagandized 'fact' that the mainstream media is entrusted with disseminating to the Pavlovian investing community. From recessions with job growth ("we believe a US recession began in 2012") to the wealth divide and from GDP revisions to job quality differentials, Achuthan warns the US is becoming Japan, "U.S. growth over the last five years is weaker than Japan during the Lost Decades." (mein Reden, A.L.).  Keene's insistence that things are on-the-up (though admitting that Achuthan's call on the decline in growth was correct) is met with the rhetorical question, "you wouldn't have four years of zero-interest rate policy and quantitative easing if everything was okay."
Antworten
Anti Lemming:

Kontenplünderung zur Bankenrettung wird EU-Recht

7
31.07.13 12:39
Die Privatkonten-Plünderung zur Rettung maroder Banken ("Zypern-Modell") wird ab morgen in ganz Europa gesetzlich möglich sein. (Den Artikel hat Palamoin entdeckt.)

Zwangsabgabe von Privatvermögen bei Banken wird EU-Recht

Henrik Voigt in DAX Daily
vom 31. Juli 2013, 08:30 Uhr

In typischer Manier hat die EU kürzlich eine Verordnung erlassen, nach der ab 01. August (morgen!!!) die Vermögen der Bank-Kunden herangezogen werden, wenn eine Bank in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Die Zustimmung eines nationalen Parlaments zu dieser Verordnung ist nicht mehr notwendig. Eine kleine Umfrage in meinem in Finanzen und Politik ansonsten recht bewandertem Bekanntenkreis ergab: die Leute haben keinen blassen Schimmer, was ab dieser Woche auf Sie zukommt. Das nenne ich eine geschickte Tarnung im Sommerloch!

Sie sollten sich ab sofort sehr genau überlegen, welcher Bank Sie Ihr Geld anvertrauen. Es könnte eines Tages einfach weg sein - allen Einlagensicherungen zum Trotz. In der EU-Verordnung heißt es...

www.investor-verlag.de/newsletter/dd/aktuell/
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Anti Lemming:

Konsensthese: "Erholung in zweiter Jahreshälfte"

3
31.07.13 12:56
könnte schlicht und ergreifend darauf basieren, dass das US-BIP dann nach der neuen Ermittlungsmethode (# 380) ermittelt wird, die die Ergebnisse gegenüber der alten Methode mit Hilfe einiger Rechentricks um netto 300 Basispunkte erhöht (d.h. gemeldetes "4 % Wachstum", obwohl es nach heutiger Methode nur 1 Prozent wären).
Antworten
Anti Lemming:

Summers macht sich für Bernanke-Nachfolge schön

2
31.07.13 13:01
Er sagt, er halte zwar weiterhin an seiner (kritisch beäugten) These fest, dass QE für die US-Wirtschaft nicht viel bringe. Daraus folge aber zugleich, dass QE nicht sonderlich schade...

www.marketwatch.com/story/...on-feds-bond-buying-2013-07-30-201032550

Das stimmt natürlich nur, wenn man die mit QE erzeugte Rohstoffinflationierung ignoriert, die als Extrasteuer auf den US-Verbrauchern lastet.
Antworten
WielandSchmi.:

Rohstoffinflationierung

 
31.07.13 14:09

Könnte es nicht auch sein, dass die Rohstoffpreise deshalb steigen, weil die Weltwirtschaft insgesamt doch wächst? Also mehr Rohstoffe verbraucht werden. Wir haben zumindest 2008 gesehen, dass die Rohstoffe doch ziemlich empfindlich auf Konjunkureinbrüche reagieren.

 

Antworten
lady luck:

#387: interessante long term charts

3
31.07.13 14:19
v. american enterprise institute (think tank der us republikaner) untermauern einige obig genannter inhalte u. getätigter aussagen:
www.aei.org/outlook/economics/...me-unlucky-recession-in-2014/
Antworten
Anti Lemming:

Wieland - # 391

3
31.07.13 14:26
2008 hat die Spekulation mit Rohstoffen ziemlich empfindlich auf den Konjunktureinbruch reagiert. Zockerbanken und große Hedgefonds verunsicherte es zutiefst, dass eine eigentlich als TBTF-geltende "systemrelevante" Bank wie Lehman einfach fallen gelassen wurde. Sie waren voller Sorge, dass sie selber "die nächste Lehman" sein könnten. Davor schützte nur massives Deleveraging - sprich: der Abbau riesiger spekulativer Rohstoffpositionen.

Die Akteure ahnten zu dieser Zeit noch nicht, dass all dies ein abgekartetes Spiel von US-Finanzminister Hank Paulson war, um mit gezielt erzeugter Marktpanik den "alternativlosen" AIG-Bailout aus Staatskosten zu erzwingen, der wiederum seiner Ex-Firma Goldman sowie der Deutschen Bank den (ziemlich wund spekulierten) Hintern rettete.
Antworten
Anti Lemming:

Lady Luck - # 392

2
31.07.13 14:37
Die Chart sind interessant. Ebenfalls interessant finde ich, mit welcher Verve auch die Republikaner vom American Enterprise Institute (ein ziemlich rechter Thinktank) die hemmungslose Assetaufblähung wollen. Am Ende des von Dir verlinkten Artikels empfehlen die Autoren, dass USA die Geldpolitik nur noch vom Erreichen eines Inflationszieles abhängig machen sollte (unten fett). Das ist exakt das, was Abe in Japan zelebriert.

Geldfluten wird normalerweise mit eher demokratischer ("linker") Politik in Verbindung gebracht (z. B. Hollande). Bei der Bundestagwahl wirbt Merkel mit Sparen, Steinbrück hingegen hofft, mit weiterer Flutung und Geldgeschenken für die Griechen punkten zu können.

Der AEI-Artikel zeigt, dass auch ziemlich rechte Leute die US-Blähpolitik wollen, und diese sogar mit alleiniger Fixierung auf das Inflationsziel forciert vorantreiben.


Finally, the role of monetary policy needs to be gradually returned to maintaining low and stable inflation. Monetary policy cannot persistently enhance growth, lower unemployment, or otherwise alter real economic performance. Attempting to do so has led to disappointment. The rising disenchantment with quantitative easing reflects this reality. The transition to inflation-only targeting for monetary policy needs to be clearly articulated and undertaken gradually. The path may not be smooth as the elevated volatility and growth-reducing uncertainty accompanying the recent, too-abrupt tapering has shown.
Antworten
Anti Lemming:

ADP meldet mehr Privatjobs als erwartet

2
31.07.13 14:43
www.marketwatch.com/story/...0000-jobs-in-july-adp-2013-07-31-8911755

Private sector adds 200,000 jobs in July: ADP
By Robert Schroeder

WASHINGTON (MarketWatch) - Private-sector employers added 200,000 jobs in July, according to Automatic Data Processing Inc., above economists' expectations. Analysts were expecting an increase of 185,000 private jobs in July, compared to an original June estimate of 188,000 jobs gained. ADP on Wednesday revised its June figure up by 10,000 to 198,000. The U.S. Department of Labor will report on both private- and public-sector payrolls on Friday, and economists surveyed by MarketWatch expect that nonfarm-payroll employment grew by 175,000 in July, below June's gain of 195,000.


A.L.: Als Vorhersage für die relevanteren BLS-Zahlen am Freitag taugt der ADP-Bericht in der Regel wenig. Oft war er sogar ein Kontraindikator.

Offen bleibt auch, ob der in schwindelnder Höhe balancierende Aktienmarkt "gute" Arbeitsmarktdaten nicht negativ (im Sinne von baldigem Tapering) wertet.
Antworten
lady luck:

bin mir sicher dass - wie so oft - die adp-zahlen

 
31.07.13 14:58
mitte august nach unten revidiert werden.
wie so vieles, entsprechend neuer wertungsmethode...
www.marketwatch.com/story/...-to-know-2013-07-31?link=MW_pulse
Antworten
Anti Lemming:

US-BIP steigt durch Revision auf 16,53 Billionen

 
31.07.13 15:25
Nach herkömmlicher Berechnung würde es bei nur 15,98 Billionen liegen. Die 550 Mrd. Zuwachs wurde mit zig Gimmicks von den Statistikern "hinzu erfunden".

Sinn der Übung scheint mir vor allem zu sein, die bedrohliche Schulden/BIP-Quote der Amis, die bereits 110 % erreicht hat, kosmetisch nach unten zu bringen.

Zerohedge zeigt einen Chart, wie sich die BIP-Neuberechungen für die letzten 5 Jahre rückblickend bemerkbar machen:

Curious how the comprehensive revision of GDP looks like? Here's how: following the "revised data", Q1 GDP in nominal terms stood at $16.535 trillion. Previously, it was $15.984 trillion. And that is how you add $550 billion in "groath." More importantly, here is the full breakdown of GDP on a quarterly basis: of note - Q1 2011 GDP growth was revised from +0.1% to -1.3%: close call with recession there.

www.zerohedge.com/news/2013-07-31/...-gdp-chart-pre-and-post-revision

Eins ist sicher: In USA wurde NOCH NIE eine Statistik-Innovation eingeführt, die Zahlen zum Nachteil Amerikas verändert hätte. Jede Neuerung brachte optische Blähung und scheinbare Verbesserung. Ob die Neuerungen Sinn machen (# 384), spielt keine Rolle.

(Verkleinert auf 56%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 628820
Antworten
Palaimon:

#390 Und warum Summers Obama's Liebling ist

5
31.07.13 15:34
Says Obama:

Larry Summers for Fed Chief... He's got my vote. Absolutely!
Why? You just have to get to know the guy and you'll see he's perfectly qualified to head the Federal Reserve.
Here's just part of his resume.

Find out why Obama is so keen on Larry Summers. Here?s what he?d likely say, as told to our own Shah Gilani. Money Morning - Only The News You Can Profit From.
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
Anti Lemming:

Das BIP-Wachstum lag mit 1,7 % in Q2 dann auch

 
31.07.13 15:35
"über Erwartung" von 1 % - aber die Zahlen kann man bei dem ganzen Getürke eh in der Pfeife rauchen.

www.marketwatch.com/story/...my-grows-17-in-second-quarter-2013-07-31

July 31, 2013, 8:59 a.m. EDT
U.S. economy grows 1.7% in second quarter

The U.S. economy grew 1.7% in the second quarter, aided by solid consumer spending (wer's glaubt...) and a ramp-up in business investment, the government said Wednesday.

The increase in gross domestic product was faster than Wall Street expected and suggests the U.S. economy remains on a stable but moderate growth path...

Economists polled by MarketWatch had forecast a 1% gain in U.S. growth. GDP is the broadest measure of an economy’s health, reflecting the value of all the goods and services a nation produces.

The growth rate in the first quarter, however, was revised down to 1.1% from a prior estimate of 1.8% as part of the government’s periodic overhaul of how it measures the size of the economy...

Nimmt man den Mittelwert aus dem ersten und dem zweiten Quartal, dann hat sich dieser kaum verändert.

neu: 1,1 % + 1,7 %
alt: 1,8 %  + 1,0 % (erw.)

Die US-BIP-Zahlen geben allerdings jeweils den hochgerechneten Jahreswert an. Die alten Zahlen (und Methoden) hätten suggeriert, die Tendenz gehe nach unten (zweite Zeile), die neuen suggerieren Aufschwung (erste Zeile).
Antworten
Anti Lemming:

# 398

 
31.07.13 15:39
Du hast am Anfang weggelassen: "Dies ist, was Obama vermutlich sagen würde"...

Fazit: Wichtigtuerei
Antworten
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