Daraufhin Goldman:
.
|
In China haben wir bekanntlich eine pseudo-kapitalistische Planwirtschaft. Wenn die BIP-Zahlen zu klein ausfallen, schieben die KP-Funktionäre (die im Orwell'schen "Farm-der-Tiere"-Stil inzwischen teils zu "Schweine"-Milliardären mutiert sind) einfach ein paar neue Infrastrukturmaßnahmen an, die dann staatseigene Firmen (die gleichwohl börsennotiert sind) umgehend ausführen. Und siehe da - der Einkaufsmanager-Umfrage-Index (treffender wäre: Staatsplan-Umsetzer-Sentiment-Index) steigt wieder über 50.
Daher seien nun, wie gestern auch Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld (ex Siemens) verlautbarte, neue starke Wachstums- und Nachfrageimpulse aus China zu erwarten. Kleinfeld hat daraufhin die Alu-Umsatzprognose für 2013 um 7 % erhöht. (Der Alcoa-Kurs stieg nachbörslich trotzdem nur marginal).
Man muss sich daher fragen, was passiert, wenn die in China die Planziele des ["neuen 5-Jahresplans" [;-)] wider Erwarten nicht erreicht werden. Diese Studie wurde gerade angefertigt. Ergebnis: Wenn Chinas Wirtschaft um -3 % schrumpft, dann geht das Welt-BIP um -0,6 % zurück. Bei einer harten Landung Chinas würde das Welt-BIP sogar um -1,5 % einbrechen.
Die Ironie daran ist, dass der ganze erzkapitalistische Goldman-Rattenschwanz letztlich auf Gedeih und Verderb vom "Erfolg" chinesischer Planwirtschaftler abhängt, die bislang erfolgreich "Kapitalismus" inszenieren konnten.
Zerohedge:
Following on from our earlier discussion of how a Chinese hard landing would evolve, SocGen now examines how a Chinese hard landing would impact the global economy. They see the contagion in several ways: mechanically (since China is part of the global economy) and through trade, financial and market channels. Mechanically, a slump in Chinese GDP growth to just 3% would cut our global GDP growth forecast by 0.6pp. Add to that the channels of transmission to the global economy, and our expectation is that a Chinese hard landing would result in 1.5pp being slashed from global GDP growth in the first year.
How important is China as a source of global demand?
With imports equivalent to 30% of its GDP, China is a major source of global demand. Exports to China as a percentage of GDP are largest in Asia and amongst the commodity exporters, so these countries would be hardest hit. Drawing on different studies, mainly from the IMF and the OECD, we estimate that the impact of the trade channel from the type of hard landing in China described in the previous section would cut GDP growth by around 4.5pp in Taiwan, 2.5pp in South Korea and Malaysia, 1.2pp in Australia, 0.6pp in Japan, 0.3pp in the euro area and 0.2pp in the US. For the global economy ex-China, the trade channel effects would bring about a reduction of around 0.7pp to GDP growth.
www.zerohedge.com/news/2013-01-08/hard-landing-china-part-2-rest-world-impact
Guter Text.
Ich bin dir sehr dankbar dafür, weil meine Beschäftigung mit deiner Argumentationskette in mir selber einen Erkenntnisgewinn ausgelöst hat.
Du hast m.E. Recht, die Welt hat sich seit 2001 und erst recht seit 2007 dramatisch verändert.
Du erkennst die Neuen Regeln, du siehst die Neue Weltordnung.
Nennen wir sie ruhig Neue Weltordnung der Schwachsinnsgesetze, oder Neue Weltordnung des ausgeglichenen Chaos, die Neue TDC-Weltordnung (1 Trillion-Dollar-Coins).
Du erkennst die Makulatur und du siehst den offensichtlichen Schwachsinn.
Doch warum verschließt du dich der Schlussfolgerung aus diesem Wissen so sehr?
Die Regeln sind so willkürlich geworden, dass jeder Furz neuerdings die Börsen auf ATH befördern kann. Daher wird es vorerst keinen nachhaltigen Absturz geben können, wie ihn die alten Regeln erwarten ließen.
Die Welt spielt (vorerst) nicht mehr nach den alten Regeln.
Du tust aber so als würde sie dies noch tun müssen.
Und dementsprechend bist du Jahre zu früh im Bärenmood.
Ich will nicht vorgreifen, aber auch die "alten" Regeln sind selber schon nur Makulatur der "alten" Regeln DAVOR gewesen, usw...
Wie auch immer: die "alten" Regeln sind derzeit außer Kraft.
Das müssen sie sein, da sonst schon längst alles zusammengebrochen wäre.
Der beste Beweis dafür dass die alten Regeln außer Kraft sein MÜSSEN, ist, dass die Börsen jetzt so weit oben stehen und erst recht 2013 ATH ansteuern werden.
Naja, sie sind nicht ganz außer Kraft sondern eher:
Die Hierarchie ist hoffentlich klar:
Primäres Ziel ist die Gesellschaftsordnung!
Man würde niemals die Gesellschaftsordnung zerstören, um die Ordnung des Geldsystems aufrecht zu erhalten!
Umgekehrtes findet derzeit statt:
Man überlagert die alte Ordnung des Geldsystems mit neuen Regeln, so dass alles eine zeitlang weiterlaufen kann.
So haben das schon i.d. 60ern die USA gehandhabt, als einfach mal eben der Goldstandard abgeschafft wurde.
Jetzt wirds halt nur immer krasser.
Niemand wird das Geldsystem seiner selbst Willen aufrecht erhalten.
Es wurde auch nicht um seiner selbst WIllen geschaffen.
Es wurde geschaffen, um die Gesellschaftsordnung herzustellen.
Daher sind auch alle "alten" Gesetze in Wirklichkeit eher menschengemachte Glaubenssätze, die man leicht mit neuen "ausgedachten" Gesetzen außer Kraft setzen kann.
Auch wenn wir sie noch so emporheben die "alten" Gesetze des Geldsystems, dass die meisten normalen Menschen denken, es seien unumstößliche Naturgesetze.
FALSCH!
Gehirnwäsche!
Schon die ersten Ur-Gesetze des Geldsystems waren "Makulatur"!
Wir dürfen es niemals vergessen:
Ohne menschnliches Zutun würden diese Geldmarkt-Gesetze im Gegenssatz zu Naturgesetzen nicht weiter existieren.
Sie funktionieren nur, weil alle daran glauben und alle sich daran halten.
Sie sind genauso menschengemacht-vergänglich wie die Glaubenssätze der Bibel und weder mehr noch weniger wert, als einem Ziel zu dienen.
Oder ein besserer Vergleich, der dir evtl. gut zugänglich ist:
i.d. Naturwissenschaften werden permanent Widersprüche zu alten Naturgesetzen gefunden.
Da man die alten Naturgesetze nicht einfach abschaffen kann, weil neue experimentelle Erkenntnisse ihnen z.T. widersprechen, erweitert man das Gesetzesystem permanent um Sonderregelungen und z.B. neue Dimensionen.
Bsp.: Wellentheorie des Lichts, später erweitert um die Quantentheorie. Scheinbar Gegensätze (Licht ist eine Welle und zugleich ein Teilchen) wurden vereint. Weiter gehts mit Stringtheorie, wo Gegensätze einfach in neue Dimensionen verbannt werden, etc...
Wir befinden uns derzeit auf dem Weg in eine neue Dimension der Geldmarktordnung und kaum ist diese Tür mal geöffnet, so gibt es kein Zurück mehr.
Fakt und Fazit jedoch bleibt:
Aus der Erkenntnis, dass die Geldmarktgesetze allesammt höchst flexibel anwendbare Menschenschwachsinnsideen sind und definitv KEINE Naturgesetze muss man die Bereitsschaft schöpfen sich den neuen Gesetzen anzupassen, ansonsten spült einen der Lauf der Geschichte einfach beiseite....
... fünfdimensionale Zeit!
:)
Abgesehen davon, die europäischen Staaten haben sich mit EU hat sich eh schon ihr nächste Dimension geschaffen, in der sie sich verschulden können.
Zusätzlich zu den Staatsschulden können jetzt auch EU_schulden angesammelt werden.
TOLL!
Auch wenn der Humor immer mit an Board bleiben soll:
"Die Unordnung des Geldsystems wird die Gesellschaftsordnung zerstören."
Das ist eine Kausal-Verwechslung deinerseits.
Unsere komplexe arbeitsteilige Gesellschaftsordnung kann nur existieren, da wir ein Geldsystem haben.
Von daher ist deine Aussage m.E. "falsch rum".
Etwas, was etwas überhaupt ermöglicht, kann dieses nicht zugleich zerstören.
Das Geldsystem an sich ermöglicht erst unsere derzeitige Gesellschaftsordnung.
Natürlich ist es -da menschengemacht- mangelhaft und bedarf immer neuer Ausbesserungen (Schwachsinnsgesetze), die jedoch bislang noch nicht einen Kollaps befürchten lassen.
Jedes Geldsystem ist übrigends immer vom Kollaps bedroht, das ist normal und scheinbar auch wichtig für die Psyche des Herdentiers Mensch: nur unter Androhung von Ungemach rafft das faule Viech sich auf auch mal was arbeiten zu gehn.
Also, was ich sagen wollte, überbewerte bitte nicht die ganzen "alten" Regeln, die gerade scheinbar verletzt werden, was deiner Auffassung nach in 2013 schon zum Kollaps führen muss.
Es wird jetzt nach Einschätzung meiner Wenigkeit sicherlich länger und weiter nach oben gehen, als die meisten glauben.
Die neuen Schwachsinnsregeln lassen da noch einige an Steigerungspotential zu, einfach schon deswegen weil sie neu sind.
Bin mal gespannt wie lange sich der nächste Bärenmarkt, der sicher kommen wird, auf der Zeitachse nach hinten schieben wird.
"Die Unordnung des Geldsystems wird die Gesellschaftsordnung zerstören."
Das schöne am Geldsystem ist, dass es genau so konzipiert ist, dass man die Regeln ständig ändern/erneuern/ergänzen kann, ohne komplett "von vorne" anfangen zu müssen.
Das zeigt ja schön der ESM.
Es gibt ein Problem?
Wir schaffen eine Lösung aus dem Nichts, und wenns eine 1TBC ist.
Ich denke weiterhin das Geldsystem ist mathematisch betrachtet ein instabiles Gleichgewicht, aber der Mensch kann bei den Regeln so viel cheaten, dass es sich doch immer wieder in Lot bringen lässt, bevor der nächste Zusammenbruch kommt.
Ich vermute, diesmal wurde einfach eine dramatisch neue Dimension aufgestoßen, was die Möglichkeiten des Cheatens anbelangt und daher wird sich auch der laufende Boom m.E. entsprechend lange halten, bis es zum nächsten "größten Zusammenbruch aller Zeiten kommt".
Wir haben inzwischen einen schönen gesunden Bullenmarkt, gemäß:
„A bull market climbs always a wall of worry.“
http://www.ariva.de/forum/...te-unlimited-474678?page=137#jumppos3444
Vielleicht liege ich ja falsch, das wird sich noch zeigen.
Alter Schwede, ich möchte Dich ja nicht belehren, aber mit "Zeit" allein ist es nicht getan, man braucht da schon die "Raum-Zeit", die laut Einstein in der Nähe großer Schwarzer Löcher sogar gekrümmt sein kann. Für Laien ist das schwer vorstellbar. Meine Gewährsmänner aus New York können das aber anhand einer anschaulichen Anekdote verdeutlichen: Immer wenn sie sich der Goldman-Zentrale (= "Schwarzes Finanz-Loch") näherten, verbogen sich ihre Euro-Münzen zu langgezogenen Ovalen!
Hier die physikalische Erklärung (Gravitations-Gradient in der Umgebung großer Schwarzer Löcher):
For a 10 sol mass black hole-
'..At a circumference of 100,000 km, your head towards the stars, your feet towards the hole, you already know that something strange is going on. There would be a slight tug downward on your feet, the gravity gradient would be 1/8th of Earths g from head to foot.. At a circumference of 50,000 km, pain begins, 4 Earth g from head to foot.. At a circumference of 20,000 km, there is a 15 Earth g stretching force.
www.myspace.com/120129993/blog/406229950
Die Euro-Krise ließe sich in der Tat am einfachsten quantenmechanisch lösen. Wenn man alle umlaufenden Euros quantenmechanisch miteinander verschränkte, würde fortan die Heisenberg'sche Unschärferelation gelten: Man könnte dann nur noch die Umlaufgeschwindigkeit der Euros ODER ihren exakten Ort bestimmen, nie aber beides gleichzeitig. Sämtliche Euros befänden sich dann in einer "Superposition" und erschienen gleichzeitig in allen Bankbilanzen. Keine Bank könnte mehr pleite gehen.
Der Haken an der Sache ist, dass diese quantenmechanische Verschränkung zusammenbrechen würde, wenn auch nur ein einziger Euro irgendwo gemessen würde. Das heißt konkret, dass keine Bank mehr abends ihre Kassenbestände zählen dürfte. Täte dies auch nur ein Kassierer dennoch, so würde dies sofort einen Kollaps der Wellenfunktion auslösen, der die Euro-Superposition zusammenbrechen ließe, sämtliche Bank-Bilanzen schlagartig ins Minus beförderte und infolge der daraus resultierenden Massenpleiten zugleich den Kollaps der Weltwirtschaft heraufbeschwörte. PIIGS-Bankern dürfte es nicht sonderlich schwer fallen, die abendlichen Kassenbestände nur noch grob zu schätzen, das ist dort ja schon seit der Euroeinführung gängige Praxis. Die Gefahr lauert beim kleinlich genauen Banker an der Ecke!
Du siehst, ich bin für positive Lösungen offen, was andernorts bestritten wird, aber man kann halt kein Problem problemlos durch eine noch größeres substituieren. Aufmerksamen Bänkern hätten dies übrigens schon vor der Einführung von QE dämmern können.
www.thestreet.com/story/11805510/1/...kass-15-surprises-for-2013.html
Hier zunächst die von Kass genannten "Hintergründe":
Kass liegt damit deutlich unter der Konsens-Erwartung, die für den SP-500 einen Jahresendstand von 1575 (Goldman) "vorsieht".
Hier der Anfang seiner Liste mit den "15 Überraschungen für 2013":
Surprise No. 1: The U.S. economy disappoints relative to consensus expectations.
......
|
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| 469 | 156.447 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 04.01.26 10:00 | |
| 29 | 3.795 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 02.01.26 11:22 | |
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |