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Der USA Bären-Thread


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Zum Bleistift

10
24.09.12 20:18
Habe mein Ariva-Trader-Depot direkt zu Anfang September, als viele Dinge noch in der Schwebe hingen, u.a. Stichwort BVG-Entscheid, etc., mir dieses mal spaßeshalber voll short-mäßig ausgepolstert, auch um mal zu sehen, ob die schon vorab johlenden Claqueure denn recht behalten werden. Sie haben recht behalten.

Das Ergebnis ist eindeutig und ich bin froh, derlei Wetten nicht mit realem Kapital eingegangen zu sein, das wäre fürwahr der Depot-Crusher schlechthin gewesen.

Als klarer Opportunist habe ich exakt das Gegenteil gehandelt, u.a. Tonnen von CoBa, Enel, usw., gekauft. Und ich muss sagen, das kam nicht schlecht. Soll ich jetzt etwa denken: "Danke, Herr Draghi, we're saved?" No, denn Kurzfrist-Profits unterminieren keinesfalls meine längerfristige Perspektiven, aber sie helfen mir ein gutes Stück weit, meine bärischen Qualen zu ertragen. LOL.
Der USA Bären-Thread 539505
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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permanent:

QE, eine andere Sichtweise

12
24.09.12 20:28

Von der FED wurde das Argument der Jobkreation zur Rechtfertigung von QE genutzt.

Ich behaupte das Gegenteil: QE vernichtet Jobs. Ich will diese Aussage nicht einfach plakativ in den Raum stellen sondern mit einm Argument unterbauen das hier gerne zur Diskussion gestellt werden soll.

Durch QE steht vielen großen Konzernen mit gesunden Bilanzen (Siemens, BMW, VW, Bayer, BASF, Pfizer, Merck, Amgen, Intel, GE, GSK, Novartiv, Syngenta  nur um hier einige Beispiele zu nennen) Kapital zu extrem günstigen Konditionen zur Verfügung wie es in der Geschichte bisher noch nie vorgekommen ist.  Gleiches gilt für eine Reihe von Ländern.

Nächster Schritt der Üeberlegung: 
Wir kennen in der Ökonomie und Betriebswirtschaftslehre die Begriffe der Produktionsfaktoren, die aus der Historie (Adam Smith) Arbeit, Boden und Kapital zum heutigen Arbeit, Bildung (Humank.) und Kapital wurden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Produktionsfaktor
Die Produktionsfaktoren deren Wirtschaftlichkeit in Produktivität gemessen wird sind zu einem guten Teil untereinander substituierbar.
Wenn nun der Faktor Kapial im Preis zu den anderen Faktoren (hier insbesondere Arbeit) stark sinkt, so gerät ein Unternehmenslenker bei seinen Investitionsentscheidungen zwangsläufig zu der Folgerung mehr Kapital und weniger Arbeit einzusetzen.

Nun ist meine Überlegung lediglich meinen Gedanken und meinem wirtschaftlichen Verständnis entsprungen. Man müsste zur Verifikation dieser These empisiche Datenreihen analysieren um zu sehen wie treffend meine Argumentation ist.

Ich hoffe ich konnte mit dieser Eingangsthese von QE als Jobkiller eine Diskussion in diesem Zusammenhang starten.

Permanent

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relaxed:

#100027 Ist deine These nicht schon lange

8
24.09.12 20:44
dadurch bewiesen, dass die genannten Konzerne im Wesentlichen durch Akquisition und nicht organisch wachsen? Jede Akquisition, begünstigt durch billiges Geld (QE), führt nach der Integration in den Konzern zu Jobverlusten ... man muss doch die Synergien nutzen. ;-)
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.
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permanent:

relaxed, nur bedingt, nehmen wir das

4
24.09.12 21:11

Beispiel BMW, keinerlei Aquisitionen in seit dem Rover Debakel, Verkäufe auf Rekordniveau also durchaus organisches Wachstum.
Bei den Pharmaunternehmen sieht es sicher anders aus, es fehlt im Vergleich zu kleinen Biotechs oft die Innovationskraft trotz immensen Kapitals. Das liegt aber wohl auch daran, dass sehr gute Forscher die auch unternehmerisch denken lieber zu kleinen Unternehmen gehen oder sogar selbst eines gründen.

Permanent

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erstdenkenda.:

@permanent: toller Beitrag ...

9
24.09.12 21:15
Also ich will es mal definieren wie ich es sehe ...

Das Problem mit QE und es ist eine Jobkiller und es ist es doch nicht weil ...

QE ist eine Fiktion ... es wird dem Wirtschaftssystem, siehe Indezes suggeriert die Wirtschaft brummt heute und in Zukunft, viel Geld wird in die Unternehmen gesteckt, die vielleicht Produzieren aber nicht verkaufen.

Das Geld aus QE hat kein Chance in das System und die die es brauchen zu gelangen und wenn es das täte wäre es sogar negativ ... den dann hätten wir eine Hyperinfaltion aufgrunde der extremen Mengen an Geld...

Also man sieht das QE auf keinem Fall hilft sondern nur eine heile Welt vorgaukelt, die garnicht existiert und im Gegenteil würde es wirken, so wären die Probleme daraus noch viel größer.
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permanent:

Daimler kürzt Schichten in Sindelfingen

8
24.09.12 21:37

Daimler kürzt Schichten in Sindelfingen

Der Automobilkonzern Daimler kürzt im Werk Sindelfingen die Produktion quer über alle Baureihen. Das Unternehmen plant zwar einen Rekordabsatz für dieses Jahr, doch die Fertigung im vierten Quartal ist ein Streitpunkt. Mehr…

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erstdenkenda.:

@permanent haste gelesen von heffa ford und opel

2
24.09.12 21:54
eine Woche Werke dicht !
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Stöffen:

Die aktuell bearishe Ghoulman Sucks-Ansage

4
24.09.12 21:59
jedoch sollte man da mal besser ein Auge auf die Banken halten, welche als TBTF gelten. LOL.

Goldman Sachs: 'Cliff' to Hit Stocks Next Quarter

Goldman Sachs strategists expect the "fiscal cliff" to push the market lower in the fourth quarter, and they recommend investors sell the stocks that have lagged so far this year.

finance.yahoo.com/news/...achs-cliff-hit-stocks-173259600.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Fillorkill:

Permanent,

4
24.09.12 22:37

Was macht denn ein produzierender Unternehmer mit dem 'Produktionsfaktor' Kapital ? Nichts anderes als dieses in die anderen 'Produktionsfaktoren' Arbeit, Maschinerie, Infrastruktur usf zu investieren.  Zumindest theoretisch, denn die Investition erfolgt nur insofern und insoweit, als begründete Hoffung auf Erfüllung des allem vorausgesetzten Renditekriteriums besteht. Daraus folgt logisch, dass die Kosten des 'Faktors' Kapitals ein Kriterium unter anderen für die Investionsbereitschaft ist. ..

 

Nachrangiges Motiv für QE ist es daher, die Kosten für Kapital nicht zum Investitionshindernis werden zu lassen. Vorrangiges Motiv ist hingegen, dem Sentiment das Info zu vermitteln, dass die Krise limitiert und unter Kontrolle sei - steigende Aktien dienen dafür durchaus als Demonstration. QE zielt also vorrangig auf die Nachfrageseite. Trotz oder wegen QE hat das Gewinnwachstum im S&P das 08'er Tief bekanntlich deutlich hinter sich gelassen.  Dass dieses Gewinnwachstum bislang nicht wesentlich zu neuen Arbeitsplätzen führt, hat hingegen mit den Kosten für Kapital bzw dessen relativer Verfügbarkeit nichts zu tun - sondern verweist auf die relative Deindustrialisierung der US, die hier schon mehrfach eindringlich beschrieben wurde...

 

Fill

contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
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Kicky:

Die Bundesbank greift den IWF frontal an

11
24.09.12 22:48
Die Bundesbank hat vor "substanziellen" finanziellen Risiken für den IWF gewarnt – und sieht den Fonds sogar kurz vor einer Kompetenzüberschreitung.
Die Bundesbank hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) vor einer Überdehnung seiner Helfer-Rolle durch zu risikoreiche Kreditvergaben gewarnt. "Durch die Übernahme zu hoher Risiken würde sich der IWF tendenziell von einem Liquiditätsmechanismus zu einem Kreditinstitut wandeln", schrieb die Bundesbank in ihrem Monatsbericht.

Ein solcher Wandel stände "weder im Einklang mit den rechtlichen und institutionellen Vorgaben des IWF-Abkommens noch mit seinem Finanzierungsmechanismus und seinen Möglichkeiten der Risikoabsicherung". Gehe der IWF mit Finanzhilfen an Krisenländer zu weit, könnten die Aussichten der vom IWF unterstützen Anpassungsprogramme geschmälert werden.

"Im Zuge der jüngsten Finanzkrise hat der IWF seine Finanzierungsfunktion zur Unterstützung von Mitgliedsländern bei der Krisenbewältigung und zur Vermeidung von Ansteckungseffekten stark ausgeweitet", hieß es in dem Bundesbank-Bericht, ohne das damit konkret auf die Euro-Staatsschuldenkrise eingegangen wurde. Insofern erfülle der IWF seine wichtige systemische Rolle.

Gleichzeitig haben die mit IWF-Finanzhilfen verbundenen Risiken für den Fonds substanziell zugenommen", und zwar quantitativ wie qualitativ. Die Bundesbank verwies kritisch auf eine gesunkene Effizienz von IWF-gestützten Anpassungsprogrammen sowie auf den weitgehenden Verzicht auf wirtschaftspolitische Anpassungsvorgaben bei neu entwickelten vorsorglichen Hilfeinstrumenten.

"Verschlechterung des Risikoprofils"

Die Bundesbank kommt in ihrer Analyse zu dem Schluss, dass neben positiv zu beurteilenden Reformen auch Änderungen beim IWF stehen, die die Risiken erhöht haben. "Insbesondere die Ausweitung der Finanzierungsfunktion des Fonds und die Aufweichung der Standards für die Mittelvergabe haben zu einer Verschlechterung seines Risikoprofils geführt", hieß es in dem Bericht.

"Die Bereitschaft zu einer immer weitreichenderen Absicherung beziehungsweise Substituierung der Finanzierung seitens privater Gläubiger birgt nicht nur die Gefahr, den IWF in seinem institutionellen Aufbau zu überfordern." Im Übrigen sei auch die finanzielle Leistungsfähigkeit des IWF begrenzt.

Der Fonds sollte sich daher nach Auffassung der Bundesbank auf seine primären Kompetenzen und Expertisen konzentrieren, wie etwa seine Überwachungsfunktion zur Krisenvorbeugung sowie auf seine zielgerichtete Finanzierungsrolle im Rahmen effizienter Programme zur Überwindung temporärer Zahlungsbilanzprobleme.

www.welt.de/finanzen/article109434697/...n-IWF-frontal-an.html

Germany's central bank has launched a blistering attack on the International Monetary Fund, accusing officials of spraying around money like confetti and overstepping their legal mandate.
www.telegraph.co.uk/finance/...ates-IMF-for-saving-Europe.html
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Fillorkill:

Eddl,

2
25.09.12 00:07

'Also man sieht das QE auf keinem Fall hilft sondern nur eine heile Welt  vorgaukelt, die garnicht existiert und im Gegenteil würde es wirken, so  wären die Probleme daraus noch viel größer'. Richtig !  Und jetzt lies das nur noch als Indikation für den kommenden grossen Bärenmarkt.

contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
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permanent:

EZB stellt Anleihenkäufe auf den Prüfstand

8
25.09.12 06:30

Vor wenigen Wochen hat EZB-Chef Draghi die Bereitschaft erklärt, unbegrenzt Anleihen der Euro-Krisenländer zu kaufen. Jetzt sollen Juristen von EZB und Bundesbank prüfen, ob der Plan EU-Verträge bricht. Mehr…

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permanent:

Caterpillars Gewinnwarnung lässt Böses ahnen

10
25.09.12 06:31

Der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar gilt als Barometer für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Nun hat das Unternehmen seine Prognose für 2015 gesenkt - aus zwei Gründen. Mehr…

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permanent:

Fehlallokationen durch QE

10
25.09.12 08:27

Um an die Diskussion Entstehung von Inflation durch QE:

http://www.ariva.de/forum/...ren-Thread-283343?page=4000#jump14226011

und QE als Arbeitsplatzvernichter:
http://www.ariva.de/forum/...ren-Thread-283343?page=4001#jump14227245
anzuknüpfen möchte ich in diesem Posting noch einmal auf die massive Fehlallokation von Kapital durch QE hinweisen.

In einem intakten wirtschaftlichen Umfeld ist das Kapitalangebot endlich. Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Durch QE wird dieser Kreislauf durchbrochen, es kommt zu Verzerrungen auf den Märkten. Der Preis der Finanzierung entspricht nicht mehr Angebot und Nachfrage. Dadurch werden einige Länder aber auch Unternehmen übervorteilt. So kommt es zu Fehlstrukturen die unerwünscht sind und im nachhinein nur schwer korregiert werden können.

@Fil: Bei der Diskussion um die Substitution von Arbeit durch Kapital muss man den investiven Charakter von Kapital berücksichtigen. Dies war auch der Grund für die Eingeschränktheit meiner These zum Thema QE als Jobkiller. Man muss tiefere Untersuchungen  durchführen um einen tatsächlichen Effekt zu ermitteln und beweisen zu können.
Dazu bin ich nicht in der Lage das schlichtweg das Datenmaterial fehlt. Ich bin mir sicher, dass dieser Punkt in einiger Zeit von wissenschaftlicher Seite aufgegriffen wird.  Ex Post, wie immer zu spät.

Permanent

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permanent:

Öffentliche vs. private Verschuldung

12
25.09.12 08:42

Nehmen wir ein Land wie Deutschland, in dem die Finanzen noch relativ ordentlich sind.

Eine Privatperson möchte ein Haus bauen und freut sich über den günstigen Finanzierungssatz von 3% über 15 Jahre.
Nun ist die Intention die Schulden zu tilgen. Nach 15 Jahren ist die Hälfte der Schulden getilgt und ein höherer Refinanzierungssatz ist nicht schön aber kein KO Kriterium. Ein Fakt mit dem ich Leben muss.

Ein öffentlicher Schuldner, in diesem Fall Deutschland, freut sich ebenfalls über den günstigen Finanzierungssatz (15 Jahre sind unüblich aber nehmen wir es aus Gründen der Vergleichbarkeit).
Der öffentliche Schuldner kann zu 2% über 15 Jahr finanzieren.
Nun besteht keine Intention die Schulden zu tilgen. Nach 15 Jahren steht der volle Betrag zur Refinanzierung bei wesentlich höheren Kreditkosten an.
Ich stelle fest: Der Staat sitzt in der Scheiße. Das könnte ich auch heute bereits sehen.

Das will der Politiker jedoch nicht da er in 15 Jahren nicht mehr im Amt ist.

Permanent

Antworten
A.L.:

# 26 - zum Bleistift (2)

10
25.09.12 08:57
Stöffen, bei Shorts ist Timing das Entscheidende.

Wenn die Gazetten den Weltuntergang verkünden (Anfang Sept.), ist es meistens keine gute Zeit für einen Shorteinstieg.

Hier der Chart meines Musterdepots aus dem laufenden Monat, das Plus wurde überwiegend mit Short-Posis generiert.

www.ariva.de/depot/private/chart.m?depot_id=594257
Der USA Bären-Thread 539566
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Pichel:

permanent #39, dazu passt:

5
25.09.12 09:01
Neue Jobs mit wenig Kohle

www.rottmeyer.de/neue-jobs-mit-wenig-kohle/
... (automatisch gekürzt) ...
Antworten
erstdenkenda.:

jandaya

3
25.09.12 09:02
Spanien: Erzeugerpreise im August (m/m) +1,1% nach +0,8% im Vormonat.
Antworten
erstdenkenda.:

sorry falscher ... weil ich hier doch noch am

2
25.09.12 09:02
lesen bin ... Entschuldigung!
Antworten
Stöffen:

Yo AL

5
25.09.12 09:21
die benannte Geschichte mit dem Trading-Depot war ja eben ein spaßiger Versuch, nicht mehr und nicht weniger. In den Monaten zuvor sind meine Paper-Trades hier auch wesentlich erfolgreicher gelaufen.

Aber in einer Zeit, in der die Fed den Takt an den Börsen vorgibt, kann durchaus das beste Short-Timing in die Buchse gehen.

Fed Williams: QE3 asset purchases may be expanded

SAN FRANCISCO (MarketWatch) — The Federal Reserve could expand its stimulus package to include assets other than mortgage-backed securities if the U.S. economy fails to respond to its latest effort to jump-start the economy.

“Unlike our past asset-purchase programs, this one doesn’t have a preset expiration date,” said San Francisco Fed President John Williams at a speech at the City Club on Monday. “Instead, it is explicitly linked to what happens with the economy.”

At its monetary-policy meeting on Sept. 13, the U.S. central bank said it would buy $40 billion worth of mortgage-backed securities per month as part of a stimulus plan colloquially known as QE3 — for Round 3 of quantitative easing.

“We might even expand our purchases to include other assets,” he said.

While the Fed is limited to what it can hold on its books, it can increase purchases of U.S. Treasurys, mortgage-backed securities, and debt issued by agencies such as Freddie Mac and Fannie Mac, Williams said.

He also suggested that the Fed could extend Operation Twist beyond the end of the year, when it is due to expire, and continue buying longer-term Treasurys if the economic recovery does not make substantial progress.

There are measurable and significant impacts from Fed’s policies from QE1 and QE2 in the market, but economic growth is not strong enough and still has a long way to go, he said.

Meanwhile, unless Europe heads nearer a worst-case scenario — a wholesale breakup of the euro zone — Williams considers the domestic “fiscal cliff” scenario a bigger threat to the U.S. economy, he said. The fiscal cliff refers to the federal tax increases and spending cuts that set to go into effect under current legislation.

“I don’t expect all these tax hikes and spending cuts to take place as scheduled,” Williams allowed. “Still, there’s little doubt that a number of austerity measures will hit. I expect that to slow our economy’s forward progress.”

finance.yahoo.com/news/...s-qe3-asset-purchases-223514697.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
A.L.:

# 034 - Woher kommt das SP-500-Gewinnwachstum?

5
25.09.12 10:04
Das starke Gewinnwachstum der SP-500 Firmen seit 2009 resultiert im Wesentlichen aus den Massenentlassungen während der Lehman-Krise. (Das US-Arbeitslosen-Heer ist seitdem riesig und bis heute Besorgnis erregend hoch.). Nach den Massenentlassungen waren die US-Firmen "lean to the bone" (verschlankt bis auf die Knochen). Entsprechend stieg die Arbeitsproduktivität, und die Lohnstückkosten sanken.

Hier wurde in der Tat Arbeit substituiert, wie Permanent oben schreibt. Und zwar ganz einfach dadurch, dass vorhandene Arbeit auf weniger Köpfe verteilt wurde. Die restlichen Köpfe wurden in die AL entlassen. Effizienzsteigerungen in der Krise erfolgen nicht durch Investitionen, sondern durch gezielte Einsparungen (hier: Löhne).

Als es dann wieder besser lief, haben US-Unternehmen neue Jobs vor allem in China und anderen Billiglohnländern geschaffen. Caterpillar hat dort seitdem ganze Werke aus dem Boden gestampft. Auch Apple lässt ausschließlich in China fertigen.

In USA wurde derweil die Massennachfrage künstlich hoch gehalten. Dies geschah u. a. durch Transferzahlungen (darunter zig AL-Geld-Verlängerungen und Steuersenkungen). Das Geld dafür stammt aus massiver - und langfristig unhaltbarer - Neuverschuldung in Höhe von 10-BIP-Prozent (Jahr für Jahr seit 2009). Diese Neuverschuldung wurde größtenteils aus QE refinanziert, weil Ausländer (China) an US-Staatsanleihen seit der Krise deutlich weniger Interesse zeigen.

Für die US-Firmen war dies die beste aller Welten: Sie konnten zu einem immer größeren Anteil zu China-Löhnen produzieren und derweil die Produkte zu gewohnt hohen Ami-Preisen verkaufen (siehe Apple/Foxconn), da der Konsum nicht zurückging.

Die hohe AL, die US-Firmen mit den Massenentlassungen verursacht hatten, wurde derweil zur Staatssache deklariert ("die Fed soll mit QE Arbeitsplätze schaffen", LOL). Dies ist auch eine Art "Sozialisierung von Verlusten" - hier in der Weise, dass die sozialen Folgekosten von Maßnahmen (Entlassungen), die zur Gewinnmaximierung führten, an den Staat weitergereicht wurden.

Dass Du, Fillorkill, diese hochkomplizierte Gemengelage allein durch die Sentiment-Brille siehst und interpretierst, zeugt von der reduktionistischen AZ-Weltsicht. Wenn man nichts hat als einen Hammer, sieht die ganze Welt halt wie ein Nagel aus ;-)

Man muss hier klar unterscheiden zwischen den "Begründungen", die Bernanke und Geithner liefern, und der oben beschriebenen Realität. Obama kann ja schlecht öffentlich erklären, dass die hohe US-Staatsverschuldung vor allem dazu dient, den in China produzierenden US-Firmen weiterhin einen lukrativen heimischen Absatzmarkt zu bieten.

Das Sentiment-Argument, wonach steigende Aktien und Assets die Stimmung heben und den Konsum fördern - man hört es auch laufend von Bernanke - ist schon allein deshalb sehr zweifelhaft, weil nur die oberen 20 % der Amis nennenswert Aktien besitzen. Die aber konsumieren sowieso. Die restlichen 80 % der Amis halten ganze 10 % aller Aktien.

Dass der US-Konsum nicht abreißt, liegt nicht an den steigenden Aktien (die vor allem den Reichen nützen), sondern an Geithners Transferzahlungen und neuen fragwürdigen Kreditkonstuktionen (Subprime-Automarkt).

QE hat in dem Kontext eine Doppelfunktion: Es treibt stimmungsmäßig Aktien hoch (was den Reichen nützt), und refinanziert Geithners Transferzahlungen (was den Konsum hoch hält). Die Kosten zahlen letztlich die US-Gläubiger (China), die sich in der Vergangenheit mit US-Staatsanleihen vollgesogen haben. Grund: QE entwertet den Dollar und damit die von diesen Ländern als "Staats-Ersparnisse" erworbenen US-Staatsanleihen. Amerika ist der weltweit größte Schuldner und missbraucht mit QE ziemlich frech die Leitwährungsfunktion des US-Dollars.

QE wird auch künftig Kapital künstlich verbilligen. Wenn US-Firmen vor der Entscheidung stehen, einen Arbeitsplatz zu schaffen oder stattdessen eine Maschine zu kaufen (sprich: Arbeit durch Maschinen zu substituieren), so werden sie angesichts des billigen Kapitals auch weiterhin der Maschine den Vorzug geben (dort wo es geht). Ich stimme somit Permanents Argument zu, dass QE letztlich Arbeitsplätze VERNICHTET.

Man sollte zudem im Auge halten, dass die Gewinnmargen der US-Firmen zurzeit auf dem höchsten Stand seit 60 Jahren sind (Quelle: Doug Kass). Es besteht erhöhte Gefahr eines "reversal to the mean". Kass hält die 120 Dollar, die der "Konsens" dem SP-500-Gewinn für 2013 zubilligt, für deutlich überhöht. Die zurzeit rekordhohen Margen und Gewinne der SP-500-Firmen könnten sich daher demnächst als "Gewinnblase" entpuppen. Es wäre nicht die erste Blase in USA.
Antworten
A.L.:

Stöffen # 045

 
25.09.12 10:26
"Aber in einer Zeit, in der die Fed den Takt an den Börsen vorgibt, kann durchaus das beste Short-Timing in die Buchse gehen."

Dagegen hilft, abzuwarten, bis die Entscheidungen (Bernanke & Draghi) durch sind.
Antworten
Gegenpol:

Deutschland das neue Spanien?

6
25.09.12 10:26
Überspitzt formuliert befindet sich Deutschland in einer ähnlichen Lage, wie einst die Staaten der Peripherie der Eurozone. Deutschland kann sich momentan durch die Euro-Krise zu Traumkonditionen refinanzieren, das gilt für den privaten, wie auch öffentlichen Sektor. In der gleichen Situation befand sich bspw. Spanien ab 1995, als die Euro-Einführung langsam akut wurde.
Der öffentliche, wie auch private Sektor in Deutschland wiederholt momentan die Fehler der Peripherie-Staaten ab 1995. Anstatt den günstigen Refinanzierungszinssatz zu nutzen, um die Staatsschulden abzutragen, wird er für Wählergeschenke (Betreuungsgeld, Hartz 4 Erhöhung) verfrühstückt. Der private Sektor nutzt die günstigen Zinsen um die Fremdfinanzierung bei Immobilien massiv auszubauen. Investoren können sich über die KFW zu einem Zinssatz von 1,26 % (max 50.000 EUR) über 10 Jahre refinanzieren und erhalten zudem einen Tilgungszuschuss von 10 %, sofern die Immobilie den Kriterien eines KFW-40 Hauses entsprechen.
Durch die geringen Zinsen werden nun Immobilien attraktiv, die vorher Renditetechnisch uninteressant waren. Die geringen Zinsen sorgen somit für massive Fehlallokationen von Kapital und Beschäftigung.

Die Rückabwicklung dieser strukturellen Fehlentwicklungen (In Spanien brachen Studenten ihr Studium ab, um am Bau zu arbeiten oder studierten Architektur) ist entweder schwer vollziehbar oder schlicht unmöglich. Ein Grund für die Zinssenkungen der EZB ist sicherlich auch der EURIBOR, der von dieser Zinsentwicklung stark profitiert. Die Spanier, wie auch Italiener bevorzugen bei ihren Hypotheken variable Zinszahlungen, die sich am EURIBOR orientieren. In Spanien sind die Finanzierungen an den 3-Monats-EURIBOR gekoppelt, wohingegen in Italien der 1-Monats-EURIBOR eine übergeordnete Rolle spielt. Die Zinssenkungen sorgen nun dafür, dass die Zinsbelastung der Kreditnehmer sinkt, wodurch die Ausfallraten dezimiert werden. Schon allein aus diesem Aspekt heraus, kann die EZB keine großen Zinserhöhungen ins Auge fassen.
Antworten
A.L.:

# 038 Caterpillar-Warnung

2
25.09.12 10:37
Nicht nur Finanzminister, auf CFOs von Firmen können durch Blicke in die Glaskugel in der Regel nichts Erhellendes erkennen.

Wer 2012 eine Prognose für 2015 wagt, bewegt sich auf sehr dünnem Eis.

Gut möglich, dass Caterpillar durch seinen "Hauptstandort China" sozusagen Vor-Ort-Erkenntnisse darüber erlangt hat, dass in China und anderen BRICs die bisherige Expansion/Sonderkonjunktur, die sie zur Ersatzkonjunkturlokomotive für USA machte, sich ihrem Ende zuneigt.

Ich hab aber eine vielleicht noch passendere Erklärung. 2015 soll nach Bernankes letzter Erklärung die US-Nullzinspolitik enden ;-)

Im Ernst glaube ich, dass Bernanke eher noch weniger in die Zukunft schauen kann als Firmen. Dass B. das Ende von ZIRP mit 2015 bezifferte, ist rein symbolisch. Die Mohrrübe wird halt 3 Meter vor den Esel gehängt. 2013 wird die Frist dann auf 2016 verlängert usw. Dann hängt die Rübe immer noch 3 Meter vor dem Esel.
Antworten
Gegenpol:

Deutschland das neue Spanien? (2)

3
25.09.12 10:49
Sollte sich die Weltwirtschaft tatsächlich stabilisieren, würde Deutschland an dieser Entwicklung überproportional partizipieren. Durch die Hartz-4 Reformen und der damit einhergehenden Lohnzurückhaltung konnte Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit massiv ausbauen. Als zusätzlicher Stimulator wirkt das niedrige Zinsniveau und der geringe Außenwert des Euros.

Bei einer prosperierenden Weltwirtschaft würde die Beschäftigung in Deutschland sukzessiv ansteigen, da Kapital, sowie Arbeitskräfte in Deutschland relativ billig sind. Ebenso kann der geringe Außenwert des Euro als künstliches Konjunkturprogramm angesehen werden. Aufgrund der Beschäftigungsentwicklung hätten die Gewerkschaften gute Argumente um höhere Löhne zu fordern, welches die Inflation in Deutschland befeuern würde. In diesem Szenario würden die Vermögenspreise (Immobilien, Aktien) in Deutschland explodieren. Und genau diese Entwicklungen würden dazu führen, dass die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langsam unterminiert wird, womit ein neuer Abschwung vorprogrammiert wäre!

Ich habe hier lediglich eines von vielen Szenarien erörtert, bevor hier noch eine Hetzjagd auf mich veranstaltet wird :) ;)
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