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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.832,38 -0,98% Perf. seit Threadbeginn:   +368,30%
 
Anti Lemming:

# 823 - griech. Schuldenschnitt

 
31.12.11 12:15
75 % hört sich für mich schon mal plausibler an als die bislang rumgereichten 50 %.

Realistischer wäre wohl 100 %, da die Griechen "fertig haben".
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Stöffen:

Moin Folkz

8
31.12.11 14:02
Vorab möchte ich allen Thread-Membern hier ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr wünschen.

Und was Jeremy Grantham betrifft, so möchte ich an dieser Stelle nochmals eure werte Aufmerksamkeit auf ein Interview von Grantham mit der schweizerischen Finews vom Juli diesen Jahres lenken. Interessanterweise bekundete Grantham seinerzeit an genannter Stelle schon eine gößere Wahrscheinlichkeit, dass die US-Börsen in 2012 nochmals stärker werden zulegen können und leitet seine Sicht u.a. aus der historischen Entwicklung des Präsidentschaftszyklus ab, ein Zyklus, welcher seiner Meinung nach auch diesmal funktionieren sollte. In seinem aktuellen Investoren-Brief rudert Grantham da jedoch schon ein gutes Stück weit zurück, wenn er skeptischerweise aktuell ausführt, dass "The Presidential Cycle this year was indeed very unusually poor (-2.7%) – the second worst since the start of the game in 1932 – finishing very near the lows for the year on September 30. (The Presidential Cycle is October 1 to October 1.)" Granthams aktuelle Analyse sollte mMn von daher auch ein Stück weit zur Vorsicht mahnen.

Ein kurzer Auszug aus dem damaligen Gespräch mir der Finews, dann der Link.

Jeremy Grantham über die US-Finanzlobby, Gold und den nächsten Crash

Finews: Wo droht der nächste Crash?

Jeremy Grantham: In der fehlgeleiteten Politik der US- Notenbank. Die Leute von der Federal Reserve manipulieren mittels Geldpolitik die Börsenkurse. Das zwingt die Banken, Wertschriften zu kaufen. Der heutige Notenbankchef Ben Bernanke hat nie verhehlt, die Märkte zu stimulieren.

Ist das falsch?

Dadurch wird die Krise nie ausgesessen. Das war schon bei der Dotcom-Krise der Fall, als die Kurse im März 2003 schlagartig wieder nach oben gingen und 2009 erneut. Anstatt einer Demokratie herrscht in den USA heute eine Corpokratie Die Finanzlobby diktiert die politischen Entscheide.

Nochmals, wann platzt die nächste Blase?

Jeremy Grantham: Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Aktienmarkt bis im Oktober 2012 nochmals 20 bis 30 Prozent zulegt, um dann abzustürzen.

Wie das?

Jeremy Grantham: Kennen Sie den Präsidentschafts-Zyklus? Anhand der Amtszeit eines US-Präsidenten lassen sich an den Märkten gewisse Entwicklungsmuster ableiten. In der Regel – seit 1932 gab es nur zwei Ausnahmen – ist das vierte Jahr einer Amtszeit nie ein Bärenmarkt. Die letzten zwölf Monate profitieren vom Aufwind, den das dritte, jeweils beste Jahr vorgelegt hat. Seit Oktober 2010 verzeichneten die Märkte ein Plus von 20 Prozent. Der Zyklus wird auch diesmal funktionieren. Die Ernüchterung folgt nach den Wahlen.

www.finews.ch/news/finanzplatz/...gold-und-den-naechsten-crash
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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wawidu:

@platsch

3
31.12.11 16:38
stockcharts.com/school/...:chart_patterns:head_and_shoulders_t

Schau dir hier bitte insbesondere den Chart von Archer Daniels Midland und dessen Analyse an!

Nachfolgend ein Chart mit Inverse Head and Shoulders. Man erkennt hier deutlich den Anstieg des Durchschnittsvolumens von links nach rechts (grüne Gerade).
Der USA Bären-Thread 472293
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wawidu:

platsch # 91823

2
31.12.11 16:54
Zur Arbeitslosenquote und den wöchentlichen Arbeitslosenzahlen lies bitte meinen Gastbeitrag bei "Querschüsse"

www.querschuesse.de/...ldquo;-der-u-s-arbeitsmarktdatenreihen/

und den folgenden Kommentar dazu:

Andres Müller - 30. Dezember 2011

"Die Langzeitarbeitslosigkeit ist von hoher Bedeutung, da ja Ausgesteuerte nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik erscheinen. Die Rekordzeit von 41 Wochen durchschnittlicher Arbeitslosigkeit in den USA verweist darauf, dass den herkömmlichen Statistiken nicht mehr zu trauen ist. Je länger die Menschen Arbeitslos bleiben, desto grösser wird das Zerrbild das die Arbeitslosenämter mitteilen. Das ist auch bei uns in der Schweiz so, da neue Gesetze in diesem Jahr die Rahmenfristen der Versicherten gekürzt haben, wird schneller ausgesteuert als früher -womit die Arbeitslosenzahl relativ dazu Rückläufig ist. Tatsächlich ist auch eine Ausgesteuerter natürlich Arbeitslos, auch wenn er nicht mehr erfasst wird. ..."
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Anti Lemming:

Das erwarten Manager in 2012

2
31.12.11 17:20
www.ftd.de/karriere-management/management/...d-von-2012/60148162.html
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 472313
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Platschquatsc.:

Du bist mir schon einer wawidu

5
31.12.11 17:56
"...Nachfolgend ein Chart mit Inverse Head and Shoulders. Man erkennt hier deutlich den Anstieg des Durchschnittsvolumens von links nach rechts (grüne Gerade)...."

Stellst den Link zu "Head and Shoulders Top (Reversal)" hier rein und klaust dir einen Chart aus "Head and Shoulders Bottom (Reversal)", malst noch ne grüne Linie aufs Durchschnittsvolumen, verkaufst das Ganze dann als Konsens und denkst es merkt keiner.
Dabei steht dort nichts anderes als was ich gepostet habe.(soweit ich das mit meinen paar Brocken Englisch hinbekomme)
Und genau so wie du es wiedermal praktizierst funktioniert Charttechnik eben nicht, sich bei dem einen Artikel bedienen und vom anderen Artikel ein Bildchen nehmen, zurecht malen bis es passt und den Rest ignorieren der das Gegenteil sagt.
Der USA Bären-Thread 472322
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Kicky:

Economic Cycle Research Institute (ECRI):recession

4
31.12.11 18:58
....On September 30th, ECRI publicly announced that the U.S. is tipping into a recession, a call the Institute had announced to its private clients on September 21st. Here is an excerpt from the announcement:

   Early last week, ECRI notified clients that the U.S. economy is indeed tipping into a new recession. And there's nothing that policy makers can do to head it off.

   ECRI's recession call isn't based on just one or two leading indexes, but on dozens of specialized leading indexes, including the U.S. Long Leading Index, which was the first to turn down — before the Arab Spring and Japanese earthquake — to be followed by downturns in the Weekly Leading Index and other shorter-leading indexes. In fact, the most reliable forward-looking indicators are now collectively behaving as they did on the cusp of full-blown recessions, not "soft landings."

For a close look at this movement of this index in recent months, here's a snapshot of the data since 2000
s.unten


What is particularly striking about ECRI's current recession call is the fervor and certainty of the language in the public press release:

   Here's what ECRI's recession call really says: if you think this is a bad economy, you haven’t seen anything yet. And that has profound implications for both Main Street and Wall Street.....

ECRI doesn't provide the general public with the analytical details behind its calls, but latest the Hoisington Investment Management quarterly report a similar forecast for negative growth with an interesting analysis that warrants close reading. Here is the opening paragraph and a snippet near from the conclusion:

   Negative economic growth will probably be registered in the U.S. during the fourth quarter of 2011, and in subsequent quarters in 2012. Though partially caused by monetary and fiscal actions and excessive indebtedness, this contraction has been further aggravated by three current cyclical developments: a) declining productivity, b) elevated inventory investment, and c) contracting real wage income....

   In summary, the case for an impending recession rests not only on cyclical precursors evident in productivity, real wages, and inventory investment, but also on the dysfunctionality of monetary and fiscal policy.


Read more: www.businessinsider.com/...kly-Leading-Index.php#ixzz1i8VMkewG
(Verkleinert auf 61%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 472328
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Kicky:

funktionierender Link

 
31.12.11 18:59
www.businessinsider.com/...ually-unchanged-for-7-weeks-2011-12
Antworten
Kicky:

Washington liefert Abfangraketen an Emirate

 
31.12.11 19:07
31.12.2011  ·  Nach einem offenbar abgeschlossenen Waffengeschäft mit Saudi-Arabien liefern die Vereinigten Staaten nun auch Raketen an die Vereinigten Arabischen Emirate.
www.faz.net/aktuell/politik/ausland/...n-emirate-11586759.html

dazu passt auch dass einer der meist gelesenen Beiträge bei zerohedge letztes Jahr der Bericht über die Stationierung des amerikanischen Flugzeugträgers vor der Küste von Syrien bei Lattakia war
www.zerohedge.com/news/...senting-most-popular-posts-past-year
www.zerohedge.com/news/...-americans-leave-country-immediately
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Malko07:

Stehen

4
31.12.11 19:19
interessante Monate bevor oder wird es ein langweiliges Jahr?

Der USA Bären-Thread 12516203baer45.schmartz.de/bilder/Strickerinnen.jpg" style="max-width:560px" />

Allen hier einen gutes Rutsch und ein "fröhliches" 2012
Antworten
wawidu:

platsch # 91831

2
31.12.11 19:31
Sorry, aber die Interpretation des Chartfragmentals von ATT aus 1998 als inverse SHS durch stockcharts.com halte ich für sehr fragwürdig. Zu kurzfristige Fragmentale verstellen häufig den Blick auf den längerfristigen Kontext. Und dieser lässt in 1998 die übergeordnete Formation einer sog. "bull flag" erkennen. "Bull flags" treten verschiedentlich im Rahmen von Korrekturen in langfristigen Uptrends auf. Nach einem Herauslaufen der Preiskurve aus solchen und einem Test der oberen Begrenzung setzt sich der Uptrend i.d.R. fort. Die Divergenz der Preisniveaus von ATT in dem von dir und dem von mir eingestellten Chart resultiert aus einem Aktiensplit in 2000 im Verhältnis 1 zu 2.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 472331
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obgicou:

Hallo Bärengemeinde

9
31.12.11 20:07
es steht mal wieder Spitz auf Knopf; sowohl PQs invSKS als auch eine normale SKS Formation in den großen Leitindizes ist zum jetzigen Zeitpunkt vertretbar. Bei ersterer sind wir kurz vorm Durchbrechen der Neckline, bei letzter am Top der 2. Schulter.
Ich "tippe" auf die Normalversion, das heißt ich werde mit engen Stopps am Jahresanfang den Markt shorten. Das "Tippen" ist eine Kombination von fundamentalen und technischen Analysen, die ich gelesen und selbst angestellt habe.

Euch allen viel Erfolg und vor allem Gesundheit im neuen Jahr
Antworten
daiphong:

allen ein gutes 2012 !

5
31.12.11 21:48
(Verkleinert auf 50%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 472339
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Anti Lemming:

Hoffe alle sind gut reingerutscht

6
01.01.12 12:32

in das Maya-Jahr 2012, das sicherlich wieder einige Überraschungen in petto hat.

Ob die Haupttendenz dieser Überraschungen "nach oben" weist, wie Doug Kass meint, der 2012 mit neuen Allzeithochs im SP-500 rechnet, oder nach unten, wie die Fundi-Strategen Hussmann und Grantham (siehe Chart-Extrapolation des typischen Post-Bubble Environments) nahelegen, bleibt "everybody's guess".

Wir dürften bei der Beteiligung an diesem Ratespiel wieder viel "Spaß und Unterhaltung" haben und bei geschickten Guestimates wohl auch den einen oder anderen Euro abräumen. Chancen sehe ich bei relativ kurzfristigem Reiten der laufenden Vola-Wellen (jeweils antizyklisch, d. h. oben short und unten long) und möglicherweise auch strategisch mit Shorten von US-Longbonds (z. B. long TBT oder short UBT). Zum Shorten von US-Bonds bringe ich im nächsten Posting noch einige Details.

Antworten
Anti Lemming:

Sind Japans UST-Käufe forciertes "QE3 lite"?

5
01.01.12 13:03
Verfolgen die Amis mit dem Druck, den ihre Zockerbanken auf ausländische Währungen wie den Yen (nahe Allzeithoch zum Dollar) ausüben, ein strategisches Konzept, das auf eine Art "QE3 lite" (mit forcierten US-Treasurieskäufen seitens Ausländern) hinausläuft?

Die US-Strategie könnte dabei so aussehen:

1. US-Hedgefonds inkl. Großzocker (GS und Co.) shorten USD/JPY im laufenden Dollar-Carrytrade.

2. Japans Exportwirtschaft leidet unter der exorbitanten Yen-Stärke. Analysten hatten für Ende 2011 im Mittel ein USD/JPY-Kursziel von 100, faktisch notiert das Paar trotz zahlreicher japanischer Interventionen knapp unter 77 (Jahres-SK am Freitag).

3. Um den Yen im eigenen Interesse zu schwächen, interveniert Japans Notenbank - gezwungen von Goldman und Co. - laufend am Devisenmarkt, verkauft also Yen gegen Dollar. Die so eingesammelten Dollar-Bestände legen die Japaner in US-Staatsanleihen an. Laut dem Artikelauszug unten (aus Permanents Posting) intervenierte Japan in der Größenordnung von 100 Mrd. Dollar. Das ist immerhin mehr als 10 % des Gesamtvolumens von QE2.

4. Diese Treasurieskäufe der Japaner führten zu einer Kursrallye bei US-Langläufern (siehe Kurs-Chart in # 796 und Zins-Chart in # 802), die letztlich auf Marktmanipulation der Amis (1) zurückgeht. Die Käufe der Japaner überkompensierten dabei die starken Verkäufe anderer UST-Halter wie China.

5. Dieser Zustand ist forciert und labil. Japans "Firepower" am Devisenmarkt ist wegen heimischer Überschuldung sehr begrenzt. In der Folge könnte in 2012 der Yen deutlich fallen (USD/JPY würde dann deutlich steigen, siehe Chart unten grün). Außerdem würde, wenn Japan nicht mehr kauft, der Kursrallye bei US-Staatsanleihen (UST) ein Ende gesetzt, was die von mir genannten strategischen Shortpositionen (long TBT) "rechtfertigt". Man muss dabei freilich immer auf QE3 seitens der Fed gefasst sein.

Die Amis haben bei Verlautbarungen in den letzten Tagen China - offenbar vorsorglich - die lang gehegte Behauptung zurückgenommen, China sei ein "Währungsmanipulator" - vermutlich weil sie im laufenden Währungsweltkrieg inzwischen selber zu viel Dreck am Stecken haben.


Aus Permanents Posting Nr. 818:

The drop in foreign holdings would be far more pronounced had Japan not intervened to buy dollars and sell yen during August and October. The proceeds of dollar purchases, seen in the vicinity of $100 billion in October, went mainly into the Treasury market.

"If not for the bulge of purchases at the end of October due to Japanese intervention it's fair to say we would have seen consistent falls in holdings of Treasurys for most if not all of the second half of the year", said Mr. Briggs.

The previous record four week drop for custody holdings at the Fed was a $56 billion decline in September, when the 10-year yield dropped to 1.67 percent, its lowest level since 1945.

With September and December marking the final months of the third and fourth quarters respectively, the sales by foreign central banks [Japaner kaufen hier stark gegen den Trend... A.L.] may be nascent evidence of a new trend.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 472430
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Malko07:

An eine weltweite Rezession

10
01.01.12 13:20
glaube ich für 2012 noch nicht. Wenn ich versuche das gerade gelaufene Quartal und das kommende Quartal abzuschätzen, glaube ich, dass die reale Wirtschaft etwas besser laufen wird als von den "Finanzprofis" erwartet. Dafür stehen die gut gefüllten Auftragsbücher in der Industrie. Im Finanzsektor dagegen wird es wohl weiter bergab gehen. Weiter zu schauen wage ich noch nicht. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass wir die weltwirtschaftliche Eintrübung schon hinter uns haben und die Finanzmärkte wie üblich alles verpennt haben.

Im Februar werden wir dann erleben wie es in der Eurozone weiter gehen wird und können dann abschätzen mit welcher Geschwindigkeit es mit der "Problemlösung" weiter gehen wird. Stotterer sind nicht unwahrscheinlich. Ab dem Zeitpunkt an dem der Markt an eine akzeptable mittel- und längerfristige Lösung glauben wird, sind deutsche Staatsanleihen gute Shortkandidaten. Bis dahin sollte man die Finger davon lassen. Gleichzeitig werden etliche andere Mitglieder in der Eurozone Longkandidaten.

Im Sommer steigt dann die Wahrscheinlichkeit einer Pleite Griechenlands dann rapide an. Die Vorbereitungen in Europa dazu werden abgeschlossen und die meisten Kreditversicherungen dazu abgelaufen sein. Griechenland kann sich ab diesem Zeitpunkt nichts mehr erlauben.

Zwischenzeitlich und später droht ein heißer Konflikt mit dem Iran. Diese Wahrscheinlichkeit steigt auch mit dem Druck der auf Obama bezüglich der Wiederwahl lasten wird. Ist allerdings auch stark von der "Qualität" seines Widersachers abhängig. Auch zum Zudecken der Finanzprobleme und zur Erlangung der Freiheit wieder richtig feste Geld drucken zu können käme ein derartiger Konflikt gerade recht.

Auch die arabische Welt hat weiterhin das Potential für große Überraschungen. Da ist noch nichts gelaufen. Üblicherweise weichen die Herrschaftscliquen nicht freiwillig und friedlich. Sie gehen meistens nur in Deckung um anschließend wieder loszulegen.  Das führt dann schlussendlich zu blutigen Aufständen mit allen möglichen Überraschungen.

..............

Summa Summarum eine Lage voller potentieller Überraschungen von denen keine einzige Eintreffen muss. Es ist eben absolut problematisch mit der Zukunft ... Wer hätte z.B. das Jahr 2011 inklusive Atomausstieg vorausgesehen?
Antworten
Anti Lemming:

Es bleibt aber

8
01.01.12 13:41
bei dem Effekt, dass Analysten die Erwartungen in den letzten Monaten zu sehr nach unten geschraubt hatten, so dass vor allem in USA das "Besser als erwartet" zum einen relativ leicht erreichbar war, zum anderen immer noch nicht mit "läuft gut" gleichsetzbar ist. Dieselben Zahlen hätten bei zu optimistischen Erwartungen ein Baisse-Signal abgegeben (man denke nur an ISM-Zahlen um/unter 50).

Auf diesen Effekt haben auch Grantham und Hussman (hier im Thread in den letzten Tagen gepostet) hingewiesen.

Die vollen Auftragsbücher der Industrie sind zwar im Prinzip positiv, wir wissen aber aus Herbst 2008, dass die Aufträge bei widrigen Umständen (dazu zählen auch "überraschende" Rezessionen, siehe ECRI) ruckzuck storniert werden können.

Analysten haben sich in den letzten 40 Jahren immer an Auftragsbüchern orientiert. Waren diese (meist an Tops wie Ende 2007) sehr voll, wurden überzogene Erwartungen (samt Kurszielen wie DAX 10000) munter weiter in die Zukunft projiziert. Kam es dann zu Einbrüchen wie im Herbst 2008, schwenkten sie in die umgekehrte Richtung.

Fakt bleibt, dass die Mehrzahl der Analysten und auch die Mehrzahl der Firmenbosse, die AGs vorstehen, in den letzten 40 Jahren praktisch keine der vielen Rezessionen und Einbrüche vorausgesehen haben. Die meisten sind permabullisch. Wer sich auf diese Leute als Quelle stützt, informiert sich in dem Sinne recht einseitig.
Antworten
Malko07:

Aufträge sind keine Garantie

5
01.01.12 14:03
für die Zukunft aber der einzige reale Indikator den wir haben, wesentlich besser als irgendwelche stimmungsgetriebenen Abfragen. Mit guten Auftragsbücher meinte ich auch nicht diejenigen in den USA sondern diejenigen bei uns. Was so alles in den Fachmedien diesbezüglich veröffentlicht wird, interessiert mich relativ wenig, da es selten stimmt. Da lebe ich lieber von Aussagen von denjenigen die selbst einen Blick in die Bücher haben. Diese Daten kombiniert mit dem was man sonst noch so in der realen Welt sieht, ergab für mich in der Vergangenheit ein qualitativ bessere Prognose.

Aufträge können uns natürlich nicht eine Lehman-Pleite oder einen Krieg mit dem Iran voraussagen. Aber das kann eh keiner.

Wie bei uns die Wirtschaft real läuft hat nun auch absolut nicht mit den Aktienpreisen zu tun. So einfach ist das Spiel nicht. Aus Sicht der realen Wirtschaft hätten wir dieses Jahr im DAX neue Allzeithochs erleben müssen. Aber das Spiel mit Aktien läuft bekanntlich anders.

Ich würde auch nie von der heutigen Auftragslage Vorhersagen für z.B. die 2. Jahreshälfte tun. So etwas funktioniert nur zufällig und deshalb funktionieren ja auch so viele Prognosen nicht. Auf jeden Fall gehöre ich hier du den wenigen die bezüglich des gerade laufenden Quartals und des kommenden Quartals die größte Trefferrate hatte.  Da gab es hier nicht wenige, die verweigerten sich noch den offiziellen Zahlen, so weit hatten sie sich verstiegen.

Eine kleine Auswahl an Risiken hatte ich ja vorgestellt. Und die beeinflussen alle die reale wirtschaftlich Entwicklung und Aktienpreise sind wieder ganz was anderes.
Antworten
Anti Lemming:

FAZ - schlecht recherchiert

6
01.01.12 14:15
FAZ:

Noch 356 Tage hat diese Welt. Am 21. Dezember 2012, dem Tag der Wintersonnenwende, wird der Maya-Gott Bolon Yokte vom Himmel steigen, er wird Vulkanausbrüche, Erdbeben und Flutwellen mit sich bringen, dann ist Weltuntergang. So will es eine alte indianische Prophezeiung. Zum Trost: Die paar Maya, die in Südamerika noch ihr Dasein fristen, glauben selbst überhaupt nicht, dass die Welt dann untergeht, sie gehen nicht anders ins Jahr 2012 als in die Jahre zuvor....

www.faz.net/aktuell/politik/...012-der-gordische-knoten-11586804.html

In Südamerika leben kaum Mayas, es ist das Land der Inkas. Die Mayas leben überwiegend auf der Nordhalbkugel, besonders viele in Mexiko (Yucatan), Belize und Guatemala - dort freilich zu Millionen.

FAZ weiter:

Ein Jahr wie 2011 macht es einem leicht, sich nach einer einfacheren Welt zu sehnen oder zu glauben, dass diese zu raffiniert und trickreich geworden ist, um überleben zu können. In Wahrheit aber hat es wohl nie eine Zeit gegeben, in der alles klar und eindeutig war, in der man genau wusste, wo man steht, was zu tun ist, was passieren wird. Eher ist es doch so, dass selbst mit gehörigem Abstand kaum zu verstehen ist, warum die Dinge kamen, wie sie kamen. Immer gab es viele Gründe, Absichten, Unwägbarkeiten. Geschichte wird durch Fortwursteln gemacht. Das aber ist unglamourös und mühsam. Sich zu wünschen, damit aufhören zu können, heißt jedoch tatsächlich, sich nach einer Katastrophe zu sehnen. Der Wunsch fußt in dem Irrtum, aus dem Nichtverständnis eines Ganzen folge die Sinnlosigkeit aller seiner Bestandteile.


"Das Ganze" ist keinesfalls so unverständlich, wie der FAZ-Autor es darzustellen versucht. Man muss sich "dem Ganzen" nur mit den richtigen Fragen nähern: Die Finanz-Eskapaden der letzten Jahren inkl. Euro-Krise sind im wesentlichen ein Produkt der weltweiten Finanzmafia, die die Politik in Geißelhaft genommen hat. Hinzu kommt, dass korrumpierte Politiker im Sinne der Finanzmafia agieren.

Eine solche globale, auf den Punkt gebrachte Erklärung des vermeintlich "unverständlichen Ganzen" passt aber nicht in das (CDU-)Weltbild der FAZ. Daher wird "das Ganze" hilfsweise zum Mysterium verklärt - und an dessen marode Selbstheilungskräfte geglaubt.

In dem Sinne ist die FAZ (ex Schirrmacher) dem Spiritualismus näher als der logisch-klärenden Sachanalyse. Damit entfällt für den obigen FAZ-Autor implizit die Basis, sich polemisch über Maya-Prophezeihungen zu erheben.
Antworten
Eidgenosse:

Allen hier auch von mir

5
01.01.12 14:23
die besten Wünsche zum neuen Jahr.

Ein vermutlich spannendes Jahr, oder auch noch mehrere, stehen bevor. Gespannt bin ich zum Beispiel jetzt schon was der Dezember mit seinen Untergangsprophezeihungen so alles hervorbringt.
Auch die eigentlich unlösbare Schuldenkrise in der EU und den USA, und überhaupt überall, bringt noch einiges an potential. Ein Short im Bund würde ich da eher nicht empfehlen.
Die Energiepreise, vorallem Öl, dürften auch noch zum Thema werden. So wirklich nachvollziehen kann ich die Politik der Autosubventionen nicht. Vorallem in China muss man annehmen das die nicht nur Autos kaufen sondern auch damit rumfahren wollen.
Ein zurückrudern der Politik in diesem Bereich, wie in China schon begonnen, wird dann wohl deutliche Überkapazitäten der Autoindustrie zu Tage fördern.
Es gibt dann auch noch Probleme im Bereich Pensionskassen, Krankenkassen, Invalidenversicherungen, die auch noch einer Lösung bedürfen.
Alles Strukturprobleme die viel zu lange vor uns hergeschoben wurden und nun als fast unüberwindbarer Berg vor uns stehen.

Alles einer "fünf vor zwölf" Politik zu verdanken. Nur ists jetzt eher schon fünf nach zwölf.

Spannend bleibts auf jeden Fall.
Antworten
Malko07:

Wieso sollte eine Schuldenkrise

2
01.01.12 14:45
nicht lösbar sein? Primär ist dazu der Wille sie zu lösen notwendig. Dieser Wille fehlt (noch) in den USA, in der Eurozone ist er allerdings massiv vorhanden, nicht bei allen Mitgliedern, aber bei der Mehrheit. Es muss in der Eurozone nicht gelingen aber die Chance ist erheblich dass es gelingen kann. Nicht das Problem, das man angeht ist gefährlich, es ist nur bewusst. Wieso viele Menschen gerade dann Angst bekommen, ist mir unverständlich. Oder glauben die, es würde nur existieren wenn sich die Mehrheit dessen bewusst ist?

Die Eurozone liegt momentan unter massiven Beschuss der angelsächsischen Staaten und der weltweiten Finanzmafia. Aber auch das ist kein Grund traurig zu sein. Es ist nur der Beweis, dass man die richtige Richtung eingeschlagen hat. Man muss also seinen Weg nur beharrlich und konsequent weiterverfolgen und nicht auf das Gewäsch der Finanzpropaganda hören. Das Trommelfeuer wird noch gehörig zulegen, besonders in der Lautstärke. Davor kann uns nur eine andere Ablenkung (von der realen Lage in den USA)  retten wie z.B. einen Krieg.
Antworten
Anti Lemming:

Eidgenosse

3
01.01.12 15:17
"Ein Short im Bund würde ich da eher nicht empfehlen."

Short auf den Bund wäre lukrativ, wenn Eurobonds kämen.

Short auf US-Langläufer wäre lukrativ, wenn die US-Bondnachfrage wegbricht, weil Ausländer nicht mehr kaufen (Japans aktuelle sind mMn eher befristet, die sind selber fast pleite).

Die wohl wichtigste Frage bleibt, ob "Institutionelle" auch weiterhin bei Aktienschwäche in Rentenpapiere wie Staatsanleihen umschichten - und ob die Fed mit QE3 die US- Bondrallye weiter am Leben halten wird und kann.

Ich glaube, dass Aktien und Bonds (sowie Rohstoffe/Metalle) bis zum Sommer in einer generellen Parallel-Blase, die  auf zuviel Liqudität durch die Notenbanken basierte, hoch getrieben wurden.

Die Kehrseite wäre eine nun folgende Umkehrbewegung könnte eine (deflationäre) Flucht aus "Sachwerten aller Art" (wegen rückläufigen Preismomentums) in Cash/Dollar werden. Die Dollar-Rallye der letzten Monate ging einher mit Schwäche im Rohstoffsektor und damit im Prinzip mit einer Dolllar-Carrytrade-Rückabwicklung. Sie wurde auch durch gezielte Euro-Bashing der US-Ratingagenturen gespeist.

- Falls primär Liquidität den Ausschlag gab und diese nun wegbricht (z. B. wegen Weigerung einer Geldflutung in Europa), könnte der damit einhergehende Abfluss von von Geld aus allen Assetklassen auch einen Short auf US-Langläufer lukrativ machen (zumindest als Trade ab den aktuellen Mondkursen)

- Falls es bei der traditionellen Assetumschichtung der Institutionellen bleibt, könnten Bonds bei rezessionsbedingter Aktienschwäche in 2012 noch weiter steigen, wobei die aktuellen Tiefzinsen aber eine Art Deckel bilden (nur QE3 könnte dann noch weiteren Schub bringen). D.h. das Verlustpotenzial bei einem UST-Short wäre weit geringer als das Gewinnpotenzial.

- Im mMn unwahrscheinlichen Fall von Doug Kass' Megarallye im US-Aktienmarkt (Kass erwartet ATH im SP-500 in 2012) könnte short US-Bonds ebenfalls interessant werden, sofern nicht QE3 der Motor dieser Rallye ist. Kass' Analyse basiert ja darauf, dass die US-Wirtschaft positiver entwickelt, als der seiner Meinung nach übertrieben negative Konsens erwartet. Bei positiver Wirtschaftsentwicklung ist die Beibehaltung traditioneller Umschichtbewegungen (dann raus aus Bonds und rein in Aktien) wahrscheinlicher.

FAZIT: Falls diese Überlegungen zutreffen , wäre Short UST ein Win-Win-Trade....
Antworten
Anti Lemming:

PIIGS-Geldbedarf höher als EFSF-Mittel

5
01.01.12 15:59
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 472457
Antworten
Eidgenosse:

Anti, ich habe mal geschrieben das

4
01.01.12 16:40
jede weitere Kreditvergabe der EZB die Nettoliquidität verringert und die Deflationsgefahr erhöht. Ich bin mir ziemlich sicher das es so ist, warum sollte sonst:

-der Bund bei 140 sein?
-Aktien als Sachwerte tiefer oder gleich wie vor 10 Jahren?
-selbst US-Bonds zu lächerlichen Zinsen gesucht?

das sind doch eindeutige Signale das die Geldschwemme eben nicht vorhanden ist, da können die noch Billionen zu 0.5% raushauen es wird nur schlimmer.

Eine Erhöhung der Zinsen ist meiner Meinung nach ausgeschlossen. Wenn alle bei Null sind, sind wir wenigstens soweit das keine neuen Belastungen dazukommen. Eventuell kann man dann den Schuldenberg anfangen abzutragen.
Aber bis wir da sind gibts noch einige Rückschläge und Diskussionen. Ein zumindest teilweiser Zusammenbruch scheint da eher wahrscheinlich.
Antworten
wawidu:

Gold als Währungsreserve

2
01.01.12 18:11
Die Frage, welche Rolle Gold aus monetärer Sicht spielt, haben wir im BT schon verschiedentlich diskutiert, ohne dass wir zu einem Konsens gekommen wären. Es ist hier halt wie in der Politik: verschiedene Parteien mit teils übereinstimmenden, aber auch mit divergierenden Auffassungen. Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich euch ein paar neuere Veröffentlichungen zum Thema "Gold als Reservewährung" und einige Zahlen zur historischen Entwicklung der FIAT-Währungen in Relation zum Goldpreis vermitteln.

www.wallstreet-online.de/nachricht/...vewaehrung-oder-rohstoff

politik-news.net/...cht-der-offiziellen-goldbestande-weltweit/

www.gold-goldbarren.com/rolle-goldreserven-deckung-waehrung/

Zum letzten Artikel Folgendes: Gold spielt in der Zahntechnik aktuell nur noch eine geringe Rolle. Im letzten Jahr hatte ich ein Kariesproblem bei einem Backenzahn. Mein Zahnarzt meinte damals: "Sie haben zwar bereits einige Goldplomben in ihren Zähnen, doch bevor ich Ihnen erneut eine solche anrate, versuchen wir es zunächst lieber einmal mit einer Kunststoffeinlage. Wenn ich Ihnen den Preis für eine Goldplombe nenne, dürften Sie Tränen in die Augen bekommen." Ich habe mir den Preis der Goldplombe und der Kunststoffplombe nennen lassen, bekam keine Tränen in die Augen und habe mich trotzdem für Kunststoff entschieden. Der Preisunterschied ist in der Tat enorm: Der der Goldplombe übersteigt den der Kunststoffplombe um den Faktor 10. Ich sehe nicht ein, dass mich meine Erben nach meinem Tode als "Ausschlachtobjekt" für Zahngold verwenden könnten! ;-)))  

Im Anhang der Ratio-Chart USD/Gold. In der Nachkriegszeit zeigen sich zwei Hochs: 1985 bei 0,53 und 20001 bei 0,45. Aktuell liegt die Ratio bei 0,05.

Hier die Wertverluste der großen FIAT-Währungen gegenüber Gold seit ihren letzten Hochs (Stand 30.12.2011), wobei ich darauf hinweise, dass YEN, Euro und Britisches Pfund ihre Nachkriegshochs erst in 1999 verzeichneten:

USD: minus 89 % (gegenüber 2001)
Britisches Pfund: minus 84,4 %
Euro: minus 80 %
Yen: minus 77,5 %
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
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