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Die beiden Kandidaten im Portrait

Hillary Clinton
Hillary Clinton
Persönliche Daten Geboren am 26. Oktober 1947 in Chicago, Illinois, als Hillary Diane Rodham
Verheiratet mit Bill Clinton (Präsident von 1993 bis 2001)
Gemeinsam haben sie eine Tochter, Chelsea Clinton.
Ausbildung
und Beruf
Studium Rechtswissenschaften an der Universität Yale, anschließend Rechtsanwältin. Mitglied im Vorstand der Supermarktkette Wal-Mart (1986 bis 1992), First Lady der Vereinigten Staaten (1993 bis 2001).
Politische Karriere Senatorin für den Bundesstaat New York (2000 bis 2009), Niederlage gegen Barack Obama bei der Präsidentschaftskandidatur der demokratischen Partei (2008), US-Außenministerin (2009 bis 2013).
Politische Schwerpunkte Höhere Steuersätze für Besserverdiener einführen, Einwanderungspolitik reformieren, härtere Waffengesetze, Gesundheitsreform „Obamacare“ beibehalten, stärkere Haftung von Finanzmarkt-Akteuren.
Prominente Unterstützer Elton John, Lady Gaga, Kate Perry, Lena Dunham, Ellen Pompeo, Kerry Washington, Viola Davis, Richard Gere u.v.m.
Fundraising Die gesammelten Wahlkampfspenden von Hillary Clinton erreichten im August 2016 eine Rekordhöhe von 143 Millionen Dollar. Hiermit übertrumpfte sie Barack Obama, der im August 2012 nur über 97 Millionen Dollar an Spenden verfügte.


Familienfreundlich und liberal: So lässt sich die Wirtschaftspolitik Hillary Clintons nach ihrer Rede vom 11.8.2016 im US-Bundesstaat Michigan am besten beschreiben. Sie setzt unter anderem auf kostenlose Studienplätze, ein duales Ausbildungsmodell nach deutschem Vorbild und verspricht ihren Wählern zehn Millionen neue Jobs bis 2020. Investitionen in die Infrastruktur, wie etwa Geld für die Sanierung von Brücken und Straßen, sollen einen Großteil der versprochenen Arbeitsplätze schaffen. Daneben will sie den Sektor Erneuerbare Energien zu einem wesentlichen Standbein für die amerikanische Wirtschaft ausbauen, die Rückbesinnung auf die industrielle Produktion fördern und „die Kraft des Privatsektors“ freisetzen. Nach einer früheren Befürwortung sprach sie sich in einer jüngsten Rede gegen das Handelsabkommen TPP aus. Die Wallstreet attackierte sie als unfair und profitsüchtig, äußerte sich aber sonst zurückhaltend. Den Dodd-Frank Wall Street Reform Act möchte sie beibehalten. Zum Thema Mindestlohn schwieg sie.
Donald Trump
Donald Trump
Persönliche Daten Geboren am 14. Juni 1946 in Queens, New York City.
Verheiratet in dritter Ehe mit Melania Trump. Fünf Kinder; drei aus erster Ehe, eins aus zweiter, eins mit seiner aktuellen Frau.
Ausbildung
und Beruf
Studium an der Fordham University und der Wharton School of Finance, Einstieg in die Firma seines Vaters, die sich mit Immobilien befasst; Übernahme der Firma (1971), Umsetzung verschiedener Projekte wie Grand Hyatt Hotel und Trump Tower in New York, seit 2004 Hauptrolle in der Reality-Show „The Apprentice“.
Politische Karriere Nach erfolgloser Kandidatur bei den Vorwahlen für die kleine Reform Party erklärte Trump im Juni 2015 seinen Wunsch, bei den Präsidentschaftswahlen 2016 zu kandidieren.
Politische Schwerpunkte Steuersenkungen; Abschiebung illegaler Einwanderer; Mauerbau an der mexikanischen Grenze; Abschaffung von „Obamacare“.
Prominente Unterstützer Mike Tyson, Hulk Hogan, Chuck Norris und andere.
Fundraising Mitte 2016 sah es so aus, als würde Trump das Geld für seinen Wahlkampf ausgehen: Bis dato hatte er behauptet, seinen Wahlkampf aus eigenem Vermögen bezahlen zu können und sich somit die Unabhängigkeit von Lobbyisten zu sichern. Da die Ausgaben für seine Kampagne seine für 2016 prognostizierten Einnahmen jedoch übersteigen, ist der Milliardär nun auch auf Spendengelder angewiesen.
Donald Trump will die amerikanische Wirtschaft stärken, indem er Handelsverträge neu verhandelt und die Zufuhr von Waren aus China bremst. Außerdem will er Einwanderungen stoppen und Abwanderungen heimischer Fabriken ins Ausland verbieten. Er ist der Meinung, dass die Konkurrenz aus China schuld an den Problemen auf dem US-Arbeitsmarkt sei. Er wirft China vor, die Währung zu manipulieren und beklagt Arbeitsbedingungen und Umweltstandards chinesischer Unternehmen. Sein Versprechen einer „Explosion aus Jobs, Wohlstand und Chancen“ will er umsetzen, indem er „Arbeitsplätze in die USA zurückholt“. Sein Lieblingsbeispiel ist Apple: Er will den Konzern zwingen, künftig „iPhones in Amerika zu produzieren“. Über Handelspartner, die die USA seiner Meinung nach betrügen, will er Strafzölle verhängen. In verschiedenen Interviews hat er bislang wiederholt, den Dodd-Frank Wall Street Reform Act annullieren zu wollen. Ähnlich wie Clinton, will er TPP blockieren, Sozialleistungen nicht kürzen und auch nicht den Eintritt ins Rentenalter erhöhen. Jüngst signalisierte er seine Zustimmung zu einer Erhöhung des Mindestlohns.

Interview mit Dr. Martin Thunert

„Die Republikaner müssen sich fragen, ob Trump nur ein Unfall war.“
E-Mail-Affaire, frauenfeindliche Sprüche und zwei Kandidaten, die selbst in ihren eigenen Parteien höchst umstritten sind: Der Wahlkampf in den USA gleicht in manchen Phasen einer überdrehten Reality-Show. Wir sprachen mit Dr. Martin Thunert vom Heidelberg Center for American Studies über die Gräben in der amerikanischen Gesellschaft und die Folgen der Wahl für die Beziehungen zu Deutschland.

ARIVA.DE: Schon bevor die US-Amerikaner ihr neues Staatsoberhaupt überhaupt gewählt haben, hat der republikanische Kandidat Donald Trump indirekt Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Ergebnisses geschürt. Hat Trump damit endgültig überzogen?
Dr. Martin Thunert: Er hat im TV-Duell gesagt, er werde sich am Wahltag dazu äußern, ob er das Ergebnis akzeptiert. Ich denke, es war weder verantwortungsvoll noch klug von ihm, sich so zu äußern. Ich würde die Aussage aber nicht so hoch hängen. Trump wird wahrscheinlich argumentieren, dass Hillary Clinton wegen der E-Mail-Affaire hätte angeklagt werden müssen und dass sie daher gar nicht hätte antreten dürfen. Es ist natürlich seine Strategie, Hillary Clinton jetzt schon zu delegitimieren, falls sie gewählt wird. Trump ist das Verlieren nicht gewöhnt. Was ich viel entscheidender finde, ist, dass es Donald Trump zu fast keinem Zeitpunkt bislang gelungen ist, den Vorwahlkampf-Modus zu verlassen.

Gesamtes Interview anzeigen »

Exporte

Das US-Geschäft: Ein wesentlicher Faktor für viele deutsche Konzerne
Die deutsche Wirtschaft ist stark exportorientiert: Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von Deutschland Waren im Wert von fast 1.200 Milliarden Euro exportiert. Die Außenhandelsbilanz schloss mit dem bisher höchsten Überschuss von rund 248 Milliarden Euro ab. Bezogen auf die Exporte sind die USA der wichtigste Handelspartner Deutschlands: In kein Land exportierten deutsche Firmen 2015 wertmäßig mehr als in die Vereinigten Staaten von Amerika (114 Milliarden Euro).

Geht es um Absätze von deutschen Konzernen in den USA , fällt der Blick schnell auf die Automobilhersteller. Tatsächlich lag der Anteil am Konzernumsatz, der in den Vereinigten Staaten erzielt wird, bei Volkswagen und BMW zuletzt unter 20 Prozent. Bei Daimler fällt der US-Anteil mit 28 Prozent vom Gesamtumsatz schon größer aus. Doch es gibt zahlreiche andere deutsche Großkonzerne, deren US-Geschäft gemessen am Umsatzanteil deutlich stärker ins Gewicht fällt. Wir zeigen Ihnen Beispiele.
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MTU Aero Engines (MDAX) - Antriebe für zivile und militärische Flugzeuge und Industriegasturbinen sind das Geschäftsfeld des Münchener Konzerns MTU Aero Engines. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 4,4 Milliarden Euro um. Mehr als 70 Prozent der Umsätze erzielte MTU Aero Engines dabei in den USA. Der Konzern ist seit vielen Jahren so genannter Subsytem-Partner der großen Turbinensystemhersteller, neben Rolls-Royce sind das vor allem die US-Konzerne GE Aviation und Pratt & Whitney, und zählt zu den führenden Instandhaltern ziviler Triebwerke. Darüber hinaus ist MTU Aero Engines an Militärprogrammen beteiligt – sowohl in den USA als auch in Europa.

Konzerne

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