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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 7.214,68 +1,10% Perf. seit Threadbeginn:   +394,50%
 
NavigatorC:

sp link

 
03.10.08 14:30
finance.yahoo.com/...ohlcvalues=0;logscale=on;source=undefined

navigatorc
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Anti Lemming:

Metro

3
03.10.08 14:32
Wir sprechen beim SP-500-Doppeltop wohlgemerkt von "Vermutungen", wie Du auch in den Postings nachlesen kannst. Wenn das Doppeltop erst mal charttechnisch bestätigt ist, würdest Du ohnehin nicht mehr short gehen. Denn dann wäre der SPX vermutlich auf 700, und Du bist ja jetzt, bei 1110, bereits am "Long-Fishen".
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NavigatorC:

sp link 2

3
03.10.08 14:37
finance.yahoo.com/q/bc?s=%5EGSPC&t=my&l=off&z=m&q=l&c=
imposant und wie aus dem bilderbuch oder ?

navigatorc
Der USA Bären-Thread 190206
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metropolis:

AL

7
03.10.08 14:46
Wenn der SP bei 700 steht sind wir alle hier auf den Bahamas oder stehen 2 km Schlange vor dem Arbeitsamt für eine warme Suppe. Dazwischen wird's nichts geben.

Was long betrifft: Das würde nur ein 1-2Monats-Zock, schrieb ich ja bereits. Bis 2009 seh ich den SP auch unter 1000, aber nicht unter 800. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen.
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Malko07:

700 im S&P500 ist ein

11
03.10.08 15:14
erlaubter denkbarer Pegel und wäre an sich keine Katastrophe. Es könnte ohne weiteres tiefer gehen und es könnte sein, dass wir momentan am Boden angekommen sind. Man kann noch so viele Bildchen malen und wird nicht wissen was morgen los ist. Wenn es dann noch soweit kommt, dass man nicht in der Lage ist die Hintergründe hinter den Linien zu erklären, sollte man sich beim Wetterdienst bewerben um die Prognosen zukünftig mittels Charts zu erledigen. Es ist doch so schön. Kann man mit diesen Bildchen spielen, kann man überall mitmischen, ob es nun um Devisen. Weizen, oder Öl geht.

Glaubt mir, man wird den Boden erst im nachhinein erkennen. Wenn es keine externe deutliche Synchronisation wie Krieg oder Katastrophen gibt , ist das immer so. Man wird ihn auch nicht optimal treffen. Vorstellungen (Gedanken) können nicht durch Bildchen ersetzt werden. Man braucht im Ernstfall den Mut, seine Vorstellungen umzusetzen. Eine komplexe, nur ansatzweise zu erklärende Welt mit einem zweidimensionalen Bildchen zu erklären ist schon mutig. Glaubt hier wirklich jemand daran oder braucht er eine Möglichkeit sich festzuhalten, sowie der Besoffene den Laternenmasten?

;o)

P.S.: Es ging mir hier nicht um kurzfristige Spekulationen. Klar ist, wenn viele nach ähnlichen Regeln spielen, treffen diese oft zu. Es geht hier darum herauszufinden wo wir uns in der aktuellen Krise befinden und wie sie sich weiter entwickeln wird und wie die Aktienkurse das antizipieren werden.
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metropolis:

Malko

4
03.10.08 15:22
"Es geht hier darum herauszufinden wo wir uns in der aktuellen Krise befinden und wie sie sich weiter entwickeln wird und wie die Aktienkurse das antizipieren werden."

Da sind wir uns wohl alle einig hier, es ist noch ein großer Weg abwärts. Kurzfristige Spielchen in die eine oder andere Richtung bleibt da jedem unbenommen.

Meine Vermutung ist, dass die Bankenkrise nach dem Bailout ersteinmal aus dem Fokus der Anleger heraus gerät. Erst beim nächsten Rutsch nach unten - ausgelöst durch Folgeprobleme für die Produktionswirtschaft - wird es wieder eng werden. Weil dann nämlich Unternehmensanleihen und -kredite platzen werden. Das bedeutet nochmal Extremstreß gerade für die Mittelstandsbanken.

Malko, ich denke immer wieder über deine Deflationsthese nach. Erscheint mir logisch, aber was sagst du dazu, dass die FED wieder versuchen wird die Krise wegzuinflationieren?
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centy01:

Ausblick aus der Realwirtschaft

12
03.10.08 15:32
In einer kürzlich durchgeführten Umfrage des VdAW-Fachverbandes Baden-Württemberg unter den Forstunternehmen ergab sich folgendes Bild.
Befragt nach ihrer wirtschaflichen Situation gaben die Unternehmen folgende Einschätzung ab,

41 % bezeichnen ihre Situation derzeit als "schlecht"
38 % als "existenzgefährdend"
15 % als "befriedigend"
6 % als "gut"

Ich überlasse es hier mal jedem selbst daraus seine Schlüsse zu ziehen, aber selbst unserem Daueroptimisten Libuda dürfte es schwerfallen, solche Ergebnisse schönzureden!!
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NavigatorC:

die reihen der bankrotteure

6
03.10.08 16:28
beginnen sich zu füllen.

Schwarzenegger to U.S.: State may need $7-billion loan
In a letter obtained by The Times, the governor warns that tight credit has dried up funds California routinely relies on and it may have to seek emergency aid within weeks.
By Marc Lifsher and Evan Halper, Los Angeles Times Staff Writers
October 3, 2008
SACRAMENTO -- California Gov. Arnold Schwarzenegger, alarmed by the ongoing national financial crisis, warned Treasury Secretary Henry M. Paulson on Thursday that the state might need an emergency loan of as much as $7 billion from the federal government within weeks.

The warning comes as California is close to running out of cash to fund day-to-day government operations and is unable to access routine short-term loans that it typically relies on to remain solvent.

www.latimes.com/business/...008oct03,0,5726760.story?track=rss

navigatorc
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Anti Lemming:

Immanente Eskalation der Kreditknappheit?

9
03.10.08 16:41
Ich könnte mir vorstellen, dass der Kreditklemme eine gefährliche Eigendynamik innewohnt. Je verzweifelter nach Geld gerungen wird - sogar Ringer Schwarzenegger ist nun im Milliarden-Ring und ringt die Bell - , desto ängstlicher werden die Leute, die noch Geld haben, dieses auszuleihen.

Um es mal bildlich auszudrücken. Geht man über die Fifth Avenue in New York und sieht einen Bettler, steckt man dem vielleicht aus Mitleid oder guter Laune einen Dollar zu. Wenn sich dort aber Trauben von Bettlern an deine Beine zu klammern versuchen, während andere bereits von hinten nach deinem Portemonnaie tasten, dann wirst du lieber Reißaus nehmen.
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Casaubon:

Malko, das war wohl eines deiner besten Postings

5
03.10.08 17:30
das ich je gelesen habe.

http://www.ariva.de/Auch_wenn_alle_t283343?pnr=4789422#jump4789422

Kann dir nur zustimmen. Und seit ich vom Bullen zum Bären mutiert bin, habe ich auch grösstenteils anders begonnen zu handeln. Nämlich mittel- bis langfristig.
(NB: war nie wirklich Bulle, handelte nur bullisch und wusste mich besser in einem solchen Markt zu bewegen. Bis Kerviels Bosse die Sell-Knöpfe an einem ominösen kalten Januartag drückten und ich long war).

Jedenfalls habe ich seit meiner Mutation sehr viel vorsichtiger agiert und auch viel besser verdient. ("In der Ruhe liegt die Kraft"  Höhöhö, um es mal mit einer konfuzianisch anmutenden Plattitüde auszudrücken)

Gruss nach Bayern

Casaubon
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Anti Lemming:

Schwarzenegger vor und nach dem CA-Bailout

9
03.10.08 17:33
Der USA Bären-Thread 190230
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Casaubon:

Verstehe hier einige Charttechnisch-Verliebten nic

4
03.10.08 17:36
ht.
Nix für ungut - aber hier sind viele, die doch ab und zu erklären, in solchen Krisenfällen und Ausnahmesituationen, wie wir sie derzeit erleben, wäre Charttecnik nicht sehr sinnvoll weil eher nichtsaussagend.
(Nix gegen wawidu - den schliess ich ausdrücklich hier aus - der beruft sich konstant auf die Charttechnik)

Aber andere, wie AL o. metro, werden jetzt wieder ein bisschen Chart-gläubig?

Oder habe ich das falsch verstanden?

gruss

Casaubon
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Maxgreeen:

#30086 - gibt es da nichts für von Ratiopharm ??

 
03.10.08 17:37
Glückwunsch zu 300.000 Postings
Dumme Bänker machen immer die gleichen Fehler, schlaue Bänker immer neue. (frei nach Tucholsky )
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Anti Lemming:

Casaubon

3
03.10.08 17:38
Ich glaube den Charts nur, wenn sie fallen.
Antworten
Anti Lemming:

Maxgreen

 
03.10.08 17:41
Das hast Du jetzt mit dem 7 Trillionen-Bailout durcheinandergebracht. Eine Null zuviel. Wer eigentlich?
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metropolis:

Casaubon

5
03.10.08 17:44
Und ich glaube nur der Geschichte, die Charts zwischen den Zeilen erzählen.  
Antworten
Casaubon:

Habe jetzt doch kalte Füsse gekriegt

4
03.10.08 17:47
und die Moderatoren gebeten, meine beiden Postings zu löschen. Wenn ich es damit bereits auf fremde Foren (weissgarnix) geschafft habe, wird mir das Teil zu hot.
Möchte mich aber bei allen für die Sterne und bei einigen für die BMs bedanken.
hauptsache ihr habt die News gekriegt und könnt etwas damit anfangen.

Merci


Casaubon
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metropolis:

Ist permanent nicht long seit heute morgen?

4
03.10.08 17:50
Scheint einen guten Riecher zu haben, sein Schein ist schon 25% im Plus. Hebel 30 wäre mir aber sowieso zu heiß gewesen, nicht meine Liga. Glückwunsch, permanent!
Antworten
Maxgreeen:

#30090 ich sollte Nachmittag noch nicht trinken :)

5
03.10.08 17:58
Ich sehe ständig soviele Nullen, da kann man leicht durcheinander kommen
Dumme Bänker machen immer die gleichen Fehler, schlaue Bänker immer neue. (frei nach Tucholsky )
Antworten
Anti Lemming:

US-Finanzsystem pfeift auch dem letzten Loch

6
03.10.08 18:03

Das Bemerkenswerte an Tony C.'s Artikel unten ist, dass er normalerweise eher bullisch und beschwichtigend ist. Wenn solche Sätze aus seinem Mund kommen, darf man hellhörig werden. Klingt eher nach Wawidu...

 


 

Tony Crescenzi Blog

Financial System on Fed Life Support

By Tony Crescenzi
Street.com Contributor

10/3/2008 11:16 AM EDT


Stretched is hardly the word to describe the Federal Reserve's balance sheet, which was revealed as usual to the public late Thursday in the release titled "Factors Affecting Reserve Balances." The new data make clear that the U.S. financial system is currently on life support, with the Federal Reserve seemingly the only lender of any consequence at the moment.

This was apparent in Thursday's figures on commercial paper issuance, which posted a record weekly drop of $94.9 billion, and in figures on bond issuance ($7 billion in three weeks -- a tenth of the norm), and bank lending, although new data indicate that there has been some shift to bank credit from other sources of borrowing.


Federal Reserve credit, which measures all monies injected into the financial system by the Federal Reserve, increased massively, by an unprecedented daily average of $253.6 billion to $1.388 trillion in the week ended Wednesday, following an equally massive $203.6 billion the previous week. Mind you, this is a figure that tends to increase only a few percent per year. Last week's increase was about five times greater than the last two large infusions, which occurred in September 2001 and the period surrounding Y2K.

Many factors bloated the Fed's balance sheet. For starters, primary dealers increased their borrowing by a daily average of $59.5 billion to a record $147.692 billion, a clear sign of stress amongst dealers. Three weeks ago, this figure was zero.

Second, commercial banks increased their borrowing by a daily average of $5.1 billion to $44.46 billion. Three weeks ago the figure was at $23.4 billion. The loan to AIG also increased, to $61.3 billion from $44.6 billion.

The longer the money injected into the financial system stays in the financial system, the more likely it is that banks will submit requests for actual currency, which would boost the money supply, growth and inflation. In fact, the total amount of currency in circulation grew at a relatively strong pace in the latest week, by $4.6 billion to $841 billion following a gain of $3.3 billion the previous week. These are strong gains considering the fact that the total increase for the past year, including recent weeks was just $20 billion.

The inflation notion that relates to this money creation is certainly nothing to be concerned with at the moment given the massive amount of asset deflation occurring worldwide in all of the major asset classes, and in light of the weak U.S. jobs picture.

The creation of new money in the financial system could help the Treasury's effort to purchase troubled assets by keeping the purchases from being a zero-sum game (if the Treasury sells Treasuries, it will absorb money from the banking system).

Remember the rule on money creation: each dollar of reserves kept in the financial system can multiply tenfold, as the first bank to receive the dollar can lend 90 cents (there is a 10% reserve requirement), and the second bank receiving the 90 cent deposit can lend 81 cents, and so forth.

The Federal Reserve's ability to expand bank credit will increase when Congress passes a financial stabilization bill, which will immediately grant the Fed authorization the ability to pay interest on bank reserves, a means by which the Fed could inject vast amounts of new money into the financial system without the injections pressuring the fed funds rate lower (because the interest rate the Fed pays on excess monies in the banking system would put a floor underneath the funds rate -- banks would "sell" their excess funds to the Fed at the rate announced).

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metropolis:

Casaubon

9
03.10.08 18:07
Ich hab mal zurückgeblättert und bleibe dabei: Island ist kein Staat, sondern ein Witz, lediglich aus historischen und strategischen (Schutz der NATO) Gründen unabhängig.

Für Luxemburg gilt leider ähnliches. Mal ehrlich: Ein Staat, der durch den Zusammenbruch einer (!) Bank in seiner Existenz gefährdet ist gehört fusioniert oder übernommen. 300.000 Bürger sind offensichtlich einfach zuwenig, um ein funktionierendes Gemeinwesen durch solche Krisenzeiten zu schippern. Das "Geschäftsmodell", von den Steuerflüchtlingen anderer Länder zu leben funktioniert eben nur solange, wie diese dem Land und seinen Banken trauen. Im Falle von Lichtenstein bläst denen schon der wind entgegen, bei Luxemburg ist alleine schon die Frage nach einer Staatsgarantie für die Bankeinlagen wegen Substanzmangel und Bankenkonzentration obsolet.

Luxemburg sollte also sich dringend andere Einnahmequellen überlegen oder beim nächsten Downmove der Banken fegt es das Land von der Karte (Ob nach Osten oder Westen ist den Luxemburgern überlassen.)

Freu mich auf deinen Schwarzen ;-)
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wawidu:

@AL - # 30072

8
03.10.08 18:41
metro (# 30075) hat Recht: Es gibt kein (echtes) Doppeltop beim SPX. Schon vor längerer Zeit hat mir mein New Yorker Bekannter (wie ich überzeugter Elliott-Anhänger) den Ratiochart $SPX:$USB ans Herz gelegt. Dieser demaskiert - ebenso wie der Ratiochart $SPX:$XEU -  die Welle zwischen Oktober 2002 und Oktober 2007 als B-Welle. Beim SPX-Chart haben wir es also mit einer "aufgeplusterten" (nach Elliott: "gedehnten") B-Welle zu tun. Elliott hat eine solche Beziehung von A(a)- und B(b)-Wellen als "expanded flat" (deutsch: gedehnte Flachformation) bezeichnet. In historischer Sicht waren die darauf folgenden c-Wellen stets brutal, d.h. die Ausdehnung der a-Wellen wurde stets erheblich unterschritten. Allerdings hat es bislang noch nie eine "expanded flat" von der zeitlichen Ausdehnung der aktuellen gegeben. Bislang traten solche Wellenmuster nur im a-b-c-Modus und noch nie im übergeordneten A-B-C-Modus auf. 1929 - 1932 hatten wir lediglich eine normale a-b-c-Korrektur beim DOW.

@casaubon - # 30087

Danke für die "Blumen"! Charttechnik ist für mich eine "Krücke", aber es gibt nichts Besseres. Diese hat mir jedenfalls seit 2000 gute Dienste geleistet, da ich sie stets vor dem Hintergrund des "großen Bildes" anwende. Nur so macht sie nämlich Sinn.

@saschapepper - # 30071

Mein Geld ist durch langfristige US-Staats-, Kommunal- und Unternehmensanleihen gesichert. Die USA sind schließlich die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt! -;)
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 190242
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Kicky:

Isländische Krone im freien Fall

6
03.10.08 18:49
01. Oktober 2008 Islands Währung befindet sich im freien Fall - sowohl gegen den Dollar als auch gegen den Euro. Gegen den Greenback hat sie alleine in der laufenden Woche mehr als zehn Prozent ihres Wertes verloren. Der Kurs stieg von 99,24 Kronen je Dollar noch am Montag auf 110,7 Kronen am Mittwoch. Gegen den Euro hat sie 7,7 Prozent nachgegeben, der Kurs stieg in den vergangenen drei Tagen von 142,88 auf zuletzt 152 Kronen je Euro.

Beide Kursbewegungen scheinen eine zunehmende Eigendynamik auszubilden und sind aus diesem Grund mit einiger Wahrscheinlichkeit noch nicht abgeschlossen. Dafür gibt es gute Gründe. Hatte das Land eine gewisse Zeit vom Kredit getriebenen Boom der Weltwirtschaft und dem hohen Risikoappetit der internationalen Anleger auf ihrer Suche nach hohen Renditen profitieren können, so dreht sich genau dieses Rad inzwischen mit voller Wucht zurück.Hohe Zinsen - der Leitzins liegt bei 15,5 Prozent - machen angesichts der schwachen Wachstums im Lande, der hohen Inflationsrate (14 Prozent im September), der angeschlagenen Bilanzen der zum Teil stark verschuldeten Banken des kleinen Landes und der weltweit schrumpfenden Liquidität die Währung nicht mehr attraktiv. Im Gegenteil. Die staatliche Rettungsaktion für die drittgrößte Bank Islands hat den Bonitätsnoten des Inselstaats am Polarkreis deutlich geschadet. Künftig wird die Mittelbeschaffung am Kapitalmarkt für Island teuer.

Innerhalb von 24 Stunden nachdem der Staat die in akute Geldnot geratene Glitnir Bank mehrheitlich übernommen hat, haben zwei der drei wichtigsten Ratingagenturen ihre Ratings für Island herabgesetzt. Die Kreditanalysten von Moody's fürchten, dass Verbindlichkeiten aus den Bankbilanzen auf den isländischen Staat übergehen.Island hatte sich zum Wochenbeginn mit 75 Prozent an der Glitnir Bank beteiligt. Das auf Kurzfrist-Verbindlichkeiten ausgelegte Finanzierungsmodell wurde für die Bank zum existenziellen Problem, nachdem sich am Geldmarkt keine Kreditgeber mehr fanden. Die Rettungsaktion kostete die Regierung in Reykjavik 600 Millionen Euro.

Die Bonitätsnoten für die Glitnir Bank rutschten nach der Krise des Kreditinstituts an den äußersten Rand des Qualitätsbereichs Investment Grade. Moody's senkte das Urteil von „A2“ auf „Baa2“, Standard & Poor's setzte das Rating von „BBB+“ auf „BBB“ herab. Der Aktienkurs der Bank war am Dienstag um 71 Prozent abgesackt. Das Management teilte am Mittwoch mit, Verluste am Aktienmarkt drohten das Ergebnis des zweiten Halbjahres schmälern. Der Umfang der Belastung sei aber noch unklar. Im dritten Quartal hat der Aktienmarkt Islands 23 Prozent nachgegeben.

Auch für andere Banken Islands hagelte es Rating-Senkungen. Die größte Bank des Landes, Kaupthing Bank, wurde sowohl von Moody's als auch von Fitch herabgestuft. Kaupthing finanzierte Kredite für Akquisitionen und Investments in anderen nordeuropäischen Ländern ebenfalls mit kurzfristigen Finanzierungen am Geldmarkt. Fitch senkte auch die Bonitätsnoten von Landsbanki Islands und Straumur Burdaras Investment Bank......

www.faz.net/s/...C88A7133324D3D5E82~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Kicky:

Wells Fargo durch Wachovia 74 Mrd USD Verluste

3
03.10.08 18:54
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Bank Wells Fargo & Co erwartet als Folge der angestrebten Übernahme des in Schwierigkeiten geratenen Wettbewerbers Wachovia Corp Verluste und Abschreibungen von insgesamt 74 Mrd USD. Es sei aber noch unklar, wann Wells Fargo diese Verluste buchen werde, bei Abschluss der Übernahme in diesem Jahr oder erst in den Folgequartalen, sagte am Freitag deren CFO Howard Atkins.

Unterdessen zeichnet sich ein Rechtsstreit von Wells Fargo mit der Citigroup ab, die Teile von Wachovia ursprünglich übernehmen wollte. Die New Yorker Großbank forderte die beiden Wettbewerber auf, ihre angestrebte Fusion unverzüglich aufzugeben. Citigroup sehe einen rechtlichen Anspruch, selbst - wie angekündigt - Teile von Wachovia zu übernehmen. Die Bank habe alle verbindlichen Vereinbarungen für den Wachovia-Kauf fast abgeschlossen. Unklar blieb, ob eine verbindliche Vereinbarung bereits unterzeichnet worden war.

Citigroup Inc hatte am Montag unter Einschaltung des US-Einlagensicherungsfonds in einem Notverkauf den Zuschlag für Wachovia erhalten. Die Transaktion sollte dabei ein Volumen von 2,1 Mrd USD haben, während Verbindlichkeiten im Volumen von 53 Mrd USD an den US-Einlagensicherungsfonds FDIC übergehen sollten.

Demgegenüber hatte Wells Fargo angeboten, Wachovia komplett und ohne staatliche Hilfe zu übernehmen.
Das Institut aus San Franzisko ist dabei bereit, 15,4 Mrd USD für seinen Wettbewerber an der Ostküste im Bundesstaat North Carolina zu zahlen.

Der FDIC teilte unterdessen mit, hinter der mit Citigroup getroffenen ursprünglichen Vereinbarung zu stehen. Man werde aber alle Vorschläge prüfen und mit allen Parteien eine Lösung suchen, die dem öffentlichen Interesse diene. www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=85877856
Antworten
Anti Lemming:

Kicky, überall dasselbe Spiel

9
03.10.08 18:59
Zitat aus Deinem Posting. "Das auf Kurzfrist-Verbindlichkeiten ausgelegte Finanzierungsmodell wurde für die Bank zum existenziellen Problem."

Das ist das gleiche Problem, das jetzt auch die Depfa bzw. ihre Mutter HRE hat.

Wann immer ein Geschäftsmodell als narrensicher gilt - seien es PE-Übernahmen, seien es Zinsarbitrage-Geschäfte (siehe auch LTCM) - kommt Mr. Market und bringt den Marktteilnehmern mit seiner stahlharten Faust bei, dass nichts für immer gültig ist - schon gar nicht Regeln, die zum Gemeingut geworden sind.

Denn da gilt Muphy's Law. Was schiefgehen KANN, WIRD irgendwann schiefgehen - und sei es als bloßer "Stresstest".
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