Yellen hält Abstand zu Trump

Dienstag, 14.02.2017 21:45 von Handelsblatt

Die Fed-Chefin kalkuliert mögliche Wachstumseffekte von Trumps Wirtschaftspolitik nicht in ihre Geldpolitik ein. Sie lässt die Möglichkeit einer Zinserhöhung im März offen und sie warnt vor zu hoher Staatsverschuldung.

Der Auftritt wurde mit Spannung erwartet. Am Dienstag berichtete Janet Yellen zum ersten Mal seit der US-Wahl dem Finanzausschuss des Senats. Die Präsidentin der US-Notenbank (Fed) war schon zuvor häufig auf eisige Kritik republikanischer Politiker in beiden Häusern des Parlaments gestoßen. Und der neue US-Präsident Donald Trump hat bereits angekündigt, sie sobald wie möglich abzulösen. Gemessen daran verlief das Treffen in recht friedlicher, respektvoller Atmosphäre.

In der Sache blieb Yellen hart. Ja, sie will bis zum Ende ihrer Amtszeit in gut einem Jahr ausharren. Nein, sie und die meisten anderen im geldpolitischen Ausschuss haben, anders als die Kapitalmärkte, bisher keine besonderen Wachstumseffekte durch Trumps Wirtschaftspolitik einkalkuliert. „Die Unsicherheit darüber, was tatsächlich geschieht, ist zu groß“, sagte Yellen auf Nachfragen. Ja, sie wird mit der neuen Regierung zusammenarbeiten, wenn es um die Bankenregulierung geht. Sie wird auch mit einem von Trump noch zu bestellenden Stellvertreter für sie selbst zusammenarbeiten, der für die Aufsicht zuständig sein wird.

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